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Gert Hullen: Tempo und Quantum der Reproduktion in Deutschland

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1942 geboren
    • 1998 Buch "Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland"
 
       
     
       
   

Gert Hullen in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

HULLEN, Gert (1997): PRINZ, Christopher: Cohabiting, Married, or Single,
in: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, H.4, S.553-554

HULLEN, Gert (2003): Tempo und Quantum der Reproduktion. In: Walter Bien & Jan Marban (Hrsg) Partnerschaft und Familiengründung, Ergebnisse der dritten Welle des Familien-Survey, Band 11, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S.13-42

HULLEN, Gert (2004): Was verursachte die Zunahme der Mehrlingsgeburten?
Familiensurvey 2000 und Perinatalstatistik: Mütter von Mehrlingen unterscheiden sich von anderen Frauen,
in: Zeitschrift für Familienforschung, H.1, S.72-88

Gert HULLEN kommt aufgrund seiner Untersuchung zum Schluss, dass die Zunahme der Mehrlingsgeburten vor allem auf die Verfahren der assistierten Reproduktion zurückgehen, wobei es sich häufiger um Erstgeburten von älteren Müttern handelt.

 
       
       
   

Tempo und Quantum der Reproduktion.
In: Partnerschaft und Familiengründung (2003).
Ergebnisse der dritten Welle des Familien-Survey. Aus der Reihe: DJI - Familien-Survey, Band 11
(herausgegeben von Walter Bien & Jan Marbach)

Wiesbaden:
Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerungsentwicklung und Familien

Haushaltsgrößen als Näherungswerte für das reproduktive Verhalten

25- bis 29-jährige Frauen
30- bis 34-jährige Frauen
35- bis 39-jährige Frauen
Zusammenfassung

Bedingungen der Reproduktion

Die Datenbasis
Die Geburtenhäufigkeit im Kohortenvergleich

20- bis 30-jährige Frauen
30- bis 45-jährige Frauen
Partnerschaftseinflüsse

Die Geburt zweiter Kinder
Die Geburt dritter Kinder

Zusammenfassung und Diskussion

Zitate:

Der Vorteil des Familiensurvey 2000 gegenüber der amtlichen Statistik

"Der Familiensurvey gibt anders als der Mikrozensus erstens Angaben über alle Kinder wieder, im Fachterminus: über die biologische, nicht nur über die eheliche Fertilität, und darüber hinaus hat dieser Survey, verglichen mit anderen, eine außerordentlich breite Altersspanne von unter 20 bis über 50 Jahren."
(S.28)

Die Fruchtbarkeit der in den 1960er Jahren geborenen Frauen ist höher als die amtliche Statistik dies erwarten lässt

"Bei den vor 1960 geborenen Frauen lag die Kinderlosigkeit bei ungefähr 16 Prozent, bei den jüngeren, den zwischen 1950 und 1959 Geborenen, ein bisschen darüber. Die Kohorte der in den 60er Jahren Geborenen aber bekam noch bis über 35 Jahre hinaus häufiger erste Kinder, »überholte« dabei die älteren Frauen und hatte schließlich eine geringere Kinderlosigkeit (14 Prozent). Die Geburtenrate dieser Kohorte blieb auch in der zweiten Hälfte der fertilen Phase, Jahre nach dem Median, sehr hoch, während sie bei den früheren Kohorten bald (...) abflachte." (S.32f.)

Das Defizit der deutschen Bevölkerungsstatistik

"Die endgültige Kinderlosigkeit wird in der laufenden Bevölkerungsfortschreibung bislang nicht ausgewiesen. Sie zu ermitteln wird dadurch erschwert, dass amtlicherseits die eheliche Parität der Geburten festgehalten wird, d.h. die Ordnungsnummer des Kindes in der bestehenden Ehe." (S.33)

Der Anteil der kinderlosen Frauen in  den jüngeren Frauenjahrgängen liegt deutlich niedriger als es die deutsche Bevölkerungsstatistik erwarten lässt

"Während die Kinderlosigkeit der älteren Frauen des Familiensurveys also mit den genannten Berechnungen übereinstimmt, zeichnen sich die jüngeren Kohorten der Stichprobe durch eine deutlich unter den Erwartungen liegende Kinderlosigkeit aus." (S.33)

Konsequenzen der Befunde für  demografische Prognosen

"Besonderes Interesse verdienen die Ergebnisse des Familiensurveys zur Geburt erster Kinder, indem sie deutlich machen, dass es zur Beschreibung der Geburtenhäufigkeit nicht ausreichen würde, nur die Perioden-Fertilität und den Median zu messen, sondern dass Erhöhungen des durchschnittlichen Erstgebäraltes, Verringerungen des Tempos also, durchaus einhergehen können mit einem gleichbleibenden Quantum. Bongaarts und Feeney haben darauf jüngst hingewiesen und eine breite Diskussion eröffnet, ob bzw. dass die Kohortenfertilität gerade zuzeiten rapider Erhöhungen des Medians deutlich über der Periodenfertilität liegen könne. (...). Daran entzündeten sich auch Erwartungen einer schließlich wieder höheren Geburtenhäufigkeit heutiger Frauenjahrgänge (Lesthaeghe 2001)." (S.33)

Paarbildung und Reproduktion

"Der Stichprobe zufolge haben die in den 60er Jahren, den Zeiten des Baby-Booms geborenen Frauen eine höhere Kohortenfertilität als die später, aber auch als die früher geborenen Frauen. Die Ereignisanalyse zum Survey zeigte, dass der Rückgang des Tempos der Erstgeburten vor allem durch spätere Partnerschaftsbildung bewirkt wird, weniger durch die Kohortenzugehörigkeit." (S.40) 

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Bestandsschutz für die 68er-Generation und hohe Sonderbeiträge für Kinderlose und die nachfolgenden Generationen? Nein!

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Joachim Lottmann - Die Jugend von heute

 
       
   
  • Die Entkopplung von Tempo und Quantum der Reproduktion in der Debatte

Neu:
DORBRITZ, Jürgen (2004): "Nur Tempoeffekte, aber kein Babyboom".
"Gerontokratie? Nichts da! Bald kommt der Babyboom", so überschrieb Detlef Gürtler einen Artikel, der am 19.08.2003 in der "Welt" erschien. Dort wurde ein dritter demographischer Übergang vorhergesagt, der nicht - wie die beiden ersten - zu einem deutlichen Geburtenrückgang führen wird, sondern einen neuen Baby-Boom bringen soll,
in:
BIB-Mitteilungen Nr.2 v. 22.06.

 
       
   

Gert Hullen im WWW

http://www.g-hullen.de

 
       
   

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Update: 28. Januar 2017