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Gøsta Esping-Andersen: Familienstruktur und Niedriglohnsektor

 
       
   
  • Zur Person

    • 1990 Buch "The Three Worlds of Welfare Capitalism"
    • 1996 Herausgeber von "Welfare States in Transition"
    • 2002 Buch "Why We Need a New Welfare State"
    • Professor an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona (Spanien)
 
       
     
       
   

Gøsta Esping-Andersen in seiner eigenen Schreibe

 
   

ESPING-ANDERSEN, Gösta (2003): Aus reichen Kindern werden reiche Eltern.
Vorschläge, wie die Politik dem Phänomen der sozialen Vererbung entgegensteuern kann,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.12.

Berliner Republik:
Das Kinderprogramm.
Warum Gesellschaftspolitik heute Politik für Familien sein muss

ESPING-ANDERSEN, Gøsta (2003): Herkunft und Lebenschancen.
Warum wir eine neue Politik gegen soziale Vererbung brauchen,
in:
Berliner Republik, Schwerpunkt "Das Kinder-Programm", Heft 6, November/Dezember

ESPING-ANDERSEN, Gösta (2006): Kinder und Rente: Welchen Wohlfahrtsstaat brauchen wir?
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Januar

 
       
   

Gøsta Esping-Andersen: Porträts und Gespräche

 
   

NIEJAHR, Elisabeth (2003): Politik vom Wickeltisch.
Familie, Demografie, Bildung und noch mal Bildung - das sind die großen Themen des dänischen Soziologen Gøsta Esping-Andersen. Jetzt hat ihn die SPD entdeckt,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 02.10.

GEYER, Christian (2004): Kinderdenker,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.01.

Christian GEYER porträtiert den dänischen Soziologen Gösta ESPING-Andersen, der bei der SPD-Klausur in Weimar das zentrale "Impuls-Referat" halten durfte.

"Er entwirft den Sozialstaat der postindustriellen Gesellschaft sozusagen vom Wickeltisch aus",

beschreibt GEYER den Ansatz des neuen Gurus der Sozialdemokratie.

Neu:
MISIK, Robert (2006): "Ungleichheit wird vererbt".
Der Soziologe Gøsta Esping-Andersen fordert einen neuen Wohlfahrtsstaat. Wer die sozialen Benachteiligungen bekämpfen will, muss bei der Kinderbetreuung anfangen. Zudem muss es mehr Hilfen für arbeitende Mütter geben,
in: TAZ  v. 24.11.

 
       
   

Why We Need a New Welfare State  (2002)
Oxford University Press

 
   
     
 

Pressestimmen zu Esping-Andersen

"Esping-Andersen (ist) überzeugt, dass es ohne eine spürbare Ausweitung des Niedriglohnsektors nicht geht – und zwar vor allem wegen der Eltern, die viele Dienstleistungen brauchen, wenn sie Berufstätigkeit und Kindererziehung verbinden wollen. »Wir brauchen einen servicebasierten Wohlfahrtsstaat«, sagt er. »Und wir brauchen mehr Jobs am unteren Ende der Lohnskala, wenn es weniger Hausfrauen und mehr berufstätige Mütter gibt.«
Wie viele Ökonomen fordert er, der Sozialstaat müsse radikal erneuert werden, mit ein paar kleinen Korrekturen hier und da sei es nicht getan. Den Grund für diesen Reformzwang sieht er allerdings – und darin unterscheidet er sich vom deutschen Mainstream – weniger in der Globalisierung. Die größten Herausforderungen kommen aus dem Innersten der Industrienationen selbst – durch die neuen Familienstrukturen und die Erwerbstätigkeit von Frauen. »Wir sind mitten in einer Revolution von demografischen und familiären Verschiebungen«, schreibt er."
(Elisabeth Niejahr in der ZEIT vom 02.10.2003)

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Wie Wohlfahrtsregime soziale Probleme auf unterschiedliche Weise lösen

 
   

Rezensionen

DETTLING, Warnfried (2003): Der deutsche Weg.
Im Zwischenreich der Reformer: Mit dem notwendigen Umbau der Gesellschaft könnte das Land schwedischer und französischer zugleich werden,
in: Literaturen, November

Warnfried DETTLING stellt u.a. Bücher von Gösta ESPING-ANDERSEN u.a. ("Why We Need a New Welfare State"), Bernd W. KLÖCKNER ("Die gierige Generation"), Herbert RIEHL-HEYSE ("Jugendwahn und Altersstarrsinn") und Hans-Werner SINN ("Ist Deutschland noch zu retten?") vor.

 
   

Gøsta Esping-Andersen in der Debatte

CZADA, Roland (1999): Welten der Wohlfahrt. Probleme der Sozialpolitik in einer entgrenzten Welt.
In: Jörg Calließ (Hg.) Aufstieg und Fall des Sozialstaates. Oder: Wie der Sozialstaat zum Fall wurde. Loccum: Loccumer Protokolle 24/98, S.77-87

SOLDT, Rüdiger (2003): Der dänische Weg.
Woran sich der SPD-Generalsekretär Olaf Scholz bei seiner Programmdebatte orientiert,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.08.

OSTNER, Ilona (2004): Von der De-Kommodifizierung zur De-Familisierung - Esping-Andersens Arbeit an den "Welten",
Vortrag im Institut für Angewandte Sozialforschung der Universität Köln am 14.01.

LESSENICH, Stephan (2004): Ökonomismus zum Wohlfühlen.
Gösta Esping-Andersen und die neue Architektur des Sozialstaats, 
in: PROKLA 136, Nr.3, September

JÄGER, Michael (2004): Das Einmaleins der Jobwechselkunst.
Sigmar Gabriel und Gösta Esping-Andersen. Wie die SPD ihr Comeback vorbereitet,
in: Freitag Nr.45 v. 29.10.

Michael JÄGER beschreibt den Paradigmenwechsel der Sozialdemokratie, der mit der Auswechslung der Chefideologen vonstatten geht: Gösta ESPING-ANDERSEN statt Anthony GIDDENS heißt die Devise.  JÄGERs These ist nun, dass mit der Fokusierung auf den familienpolitischen Aspekt, der eigentliche Kern des Paradigmenwechsels verschleiert werden soll:

"das Problem fehlender Arbeitsplätze in ein Problem mangelnder Wechselfähigkeit der Arbeitsuchenden umzuformulieren, bestand von Anfang an die Lüge der Schröderschen »Arbeitsmarktreform«, die durch den neuen Rückgriff auf Esping-Andersen nur neuartig vernebelt wird. (...).
            Esping-Andersens Argumentation wird durch eine mächtige Klammer zusammengehalten: den ständigen Verweis auf das Funktionieren der dänischen Volkswirtschaft. Dort ist die Arbeitslosigkeit niedrig und der sozialstaatliche Standard hoch. Die Frankfurter Rundschau hat kürzlich einen Bericht darüber veröffentlicht, der deutsche Leser nur neidisch machen kann. Dabei gibt es in Dänemark praktisch keinen Kündigungsschutz. Da wird die Jobwechselkunst wirklich gebraucht, die man laut Esping-Andersen schon als Kleinkind erlernen soll. Seine ideologische Eignung für die SPD erhält der Mann aber erst dadurch, dass er die Kehrseite des dänischen Systems nicht betont. Denn die will Schröder nicht übernehmen.
            
Wer in Dänemark arbeitslos wird, bekommt Arbeitslosengeld bis zu vier Jahren. Es beträgt bei den besonders gefährdeten Niedriglohngruppen 90 Prozent des letzten Einkommens."

 
   

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Update: 04. Juli 2015