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Das Single-Dasein im Film:

 
   

Sharon Maguire

 
   

Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (USA, 2001)

Wie einsame, neurotische Karrierefrauen doch noch zu einem Ehemann kommen

 
   
     
 

Pressestimmen zur Protagonistin "Bridget Jones"

"Sie ist der Albtraum unserer trendigen Fit-for-Fun-Gesellschaft, die Fürstin der Fettnäpfchen, die Antithese zur ach so coolen, knackigen, karrierebewussten Klischeelady, wie sie in den Hochglanzmagazinen propagiert wird."
(Mariam Schaghaghi in der Welt vom 14.04.2001)

"Bridget Jones erfüllt alle Klischees der weiblichen Singles um die Dreißig: sie möchte ehrgeizig und erfolgreich sein, ist aber letztlich doch einsam und in hektischen Herzensnöten verfangen."
(Felicitas von Lovenberg in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.04.2001)

"Bridget ist ein Monster, das entstanden ist, als der theoretische Feminismus auf die realen Bedingungen des Patriarchats traf: Sie ist ein echter Freak in einer Welt, die für so etwas wie sie noch nicht reif ist. "
(Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung vom 22.08.2001)

Pressestimmen zum Film "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück"

"Nun hat das Team, das schon für 'Four Weddings' und 'Notting Hill' verantwortlich zeichnete, sich auch 'Bridget Jones's Diary' vorgenommen. Parallelen zu den beiden Vorläufern liegen auf der Hand: in allen dreien spielt Hugh Grant die männliche Hauptrolle - nur ist er diesmal nicht ganz so vertrottelt. In allen dreien wird seine Partnerin von einer amerikanischen Schauspielerin verkörpert - nur soll man dieser ihre Nationalität nicht anmerken. Alle drei Filme erzählen neben dem Liebesreigen noch von einem Freundeskreis - nur sind diesmal auch Eltern mit von der Partie. Angelegt sind die Filme im Milieu der gehobenen englischen Mittelklasse. Diesmal jedoch geht es weitaus spießiger, kleinbürgerlicher und beengter zu"
(Felicitas von Lovenberg in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.04.2001)

 
     
 
       
   

weitere Bridget-Jones-Verfilmungen

Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns
 
   

Porträts und Gespräche

REHFELD, Nina (2001): "Ich bin wie Bridget".
Sie lebt allein, ist auf der Suche nach einem Seelenverwandten und zieht Missgeschicke magisch an: Die Schauspielerin Renée Zellweger hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit ihrer Filmheldin Bridget Jones. Im MARIE-CLAIRE-Interview enthüllt sie ihre liebenswerten Schwächen,
in: Marie Claire, August

KURSK, Harold von (2001): Ich bin ein Zufallsprodukt.
Das Härteste hat er hinter sich: Er ist 40 geworden und wieder Single. Hugh GRANT ist jetzt bereit, neu durchzustarten,
in: GQ Nr. 9, September

Ein längeres Interview - in dem ansonsten Bild-lastigen Männermagazin mit dem Daniel Cleaver-Darsteller im Bridget-Jones-Film.

"Single sein, das ist für mich ein wenig schräg. Wie für jeden anderen wahrscheinlich auch, der gerade eine 14-jährige Beziehung hinter sich gelassen hat. Und just 40 geworden ist",

erzählt Hugh GRANT, der weiß, dass er eine Familie gegründet haben sollte...

LEWEKE, Anke (2001): Pausbäckchen-Geheimnis.
Mit deftiger Selbstironie gewährt eine offenherzige Renée Zellweger in Sharon Maguires Komödie "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" Einblick in die Abgründe des Single-Daseins. Ein Porträt
in:
TAZ v. 23.08.

ZIMMERMANN, Yvonne (2001): "Die Leute nennen mich jetzt ständig Darcy".
Interview mit Colin Firth zu «Bridget Jones's Diary« von Sharon Maguire,
in:
Basler Zeitung v. 23.08.

REHFELD, Nina (2001): Pfundskerl.
«Es war aufregend, die Speckringe wachsen zu sehen»: Um die Rolle in «Bridget Jones» zu bekommen, hat sich Renée Zellweger etliche Kilo auf die Rippen gefuttert,
in:
Berliner Morgenpost v. 24.08.

LÖSSL, Ulrich (2001): Die Frau, die sich was traut,
in:
Cosmopolitan Nr.9, September

 
   

Filmkritiken

STECHER, Thorsten (2001): Die Stunde der heiligen Backfische.
Mit seinen neuesten Superheldinnen Bridget Jones und Amélie Poulain restauriert das Kino einen Frauentyp, den es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte,
in: Weltwoche Nr.31 v. 02.08.

Nach Thorsten STECKER berichten die Tagebuchaufzeichnungen der Bridget Jones

"nicht von idyllischen Verhältnissen. Im Gegenteil, ihr Thema ist das Schicksal so genannter 'Cosmo-Girls'. Die bemitleidenswerten Frauen aus der englischen Hauptstadt sind über dreissig und haben Lifestyle-Magazine wie Cosmopolitan zur Bibel erklärt. Jetzt müssen sie einsehen, dass die Freuden der weiblichen Selbstverwirklichung ausgeblieben sind. Die Schöpferin von Bridget Jones, die Journalistin Helen Fielding, (...) kommentierte: 'Diese Frauen haben den schicken Wagen und das schicke Apartment, gehen regelmässig ins Fitnesscenter und fragen sich trotzdem: Warum bin ich nicht verheiratet?' (...) Bridget ist die Gewährsdame eines neuen, eher putzigen Feminismus. Nach ihrem Vorbild haben sich in England bereits erste Verhaltensmuster ausgeformt. 'Very BJ' zu sein, gilt als Kompliment an alle, die sich mit etwas Selbstironie und einer grossen Portion Naivität im harten Londoner Frauenalltag zurechtfinden."

Für STECKER ist die Film-Bridget Jones eine Reinkarnation des Liebchen aus den fünfziger Jahren. Bridget Jones ist die uncoole Antithese zum "Cosmo-Girl", das seit den 1960er Jahren von Helen Gurley Brown in ihrem Bestseller Sex and the Single Girl und in der Frauenzeitschrift Cosmopolitan propagiert wurde.

Die US-amerikanische Fernsehserie Sex and the City  nach der Romanvorlage von Candace BUSHNELL, die im Herbst auch im deutschen Fernsehen auf Pro Sieben gesendet werden soll, möchte die Tradition des "Cosmo-Girls" in zeitgemässer Form fortsetzen. Die Debatte um diese Serie ist bereits vorprogrammiert...

KUCHEYDA, Hilda (2001): Das Leben ist eine Problemzone.
Wenn's ein bisschen mehr sein darf: "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück".
in: Rheinischer Merkur Nr.33 v. 17.08.

"Bridget Jones ist bindungswilliger Single und knapp über dreißig. Eine fatale Kombination. Und weil Prinzen in modernen Zeiten nicht mehr auf Schimmeln vorstellig werden, um die holde Jungfrau aus ihrer Mietwohnung zu holen und auf ihr Schloss zu bringen, sind die Abende einer unbemannten Frau von heute öde", beschreibt KUCHEYDA die Ausgangssituation des Films, der sie begeistert hat.

HESS, Ewa (2001): Zwischen Traum und Trauma.
«Bridget Jones's Diary» zeigt, wie es einer Möchtegern-Traumfrau heute geht - und spricht Millionen aus der Seele
in: SonntagsZeitung v. 19.08.

BUSCHHEUER, Else (2001): Nackte Orangenhaut,
TV-Moderatorin und Autorin Else Buschheuer über den Frauenfilm "Bridget Jones" und den Sympathiewert seiner Antiheldin,
in: Focus Nr.34 v. 20.08.

Eine Abrechnung...

KNECHT, Doris (2001): Beschämend unbegattet.
Kino. Die Verfilmung der Bridget-Jones-Tagebücher geriet zu einem Pointen-Showdown mit dem einzig möglichen Happy End: Die Single-Frau kriegt endlich einen ab.
in: Profil Nr.34 v. 20.08.

Doris KNECHT mag den Film nicht, denn er "negiert die Möglichkeit, dass Frauen in Würde oder gar glücklich allein leben können, kategorisch. Die Regisseurin und ihre Drehbuchautorin Helen Fielding haben keinen anderen Ehrgeiz, als sich über Bridget und ihre beschämende Unbegattetheit lustig zu machen."

KAUPP, Cristina Moles (2001): Defilee der Peinlichkeiten.
Kein Tagebuch einer Single-Frau ist so berühmt geworden wie das der Romanfigur Bridget Jones. Auch die Verfilmung offenbart ohne Pardon all die kleinen Schwächen, Lügen, Enttäuschungen und Trotzgewitter - lebensnah,
in: Spiegel Online v. 21.08.

Cristina Moles KAUPP ist hin und her gerissen:

"Bridget Jones (fehlt) angenehmerweise jener teutonische Hera-Lindsche Drang zum Superweib - die Briten haben eben ein Herz für Verlierer. Sie darf in aller Ruhe in ihrem kleinen Chaos herumplanschen und ihre süßen Süchte frönen; das macht sie nur sympathischer. Wäre da nicht der ständige Tanz um den Goldenen Kerl und diese modisch verbrämte Ambition, nur als Normalnull von der Gesellschaft als 'vollwertig' anerkannt zu werden. Denn nur wer wie die anderen ist, wirkt glaubhaft, Individuen müssen perfekt sein, und das macht sie zu notorischen Lügnern. Ziemlich nervig, aber passend zur grassierenden Regression."

Ihr Fazit: "Arme Bridget! Dabei ist doch nichts herrlicher, als ein Single zu sein."

WEST, Michael (2001): Renee Zellweger: Superfrau ohne Mann.
Renee Zellweger glänzt in der Liebeskomödie «Bridget Jones's Diary» als Singlefrau auf Glückssuche.

in: Brückenbauer Nr.34 v. 21.08.

VAHABZADEH, Susan (2001): Im Kino gewesen. Kalorien gezählt.
Sharon Maguire verfilmt den Bestseller "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück",
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.

ELBERT, Michael (2001): Femme fataliste,
Großstadtfrauen stürmen die Kinos und das Fernsehen: In Komödien wie "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" kämpfen sie mit ihren Ängsten und Pfunden - und der Problemzone Mann,
in: Stern Nr.35 v. 23.08.

LAU, Mariam (2001): Schokolade? Lieber einen Mann!
Bridget Jones eignet sich bestens als Identifikationsfigur weiblicher Singles über 30: Die Verfilmung des Bestsellers "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück"
in: Welt v. 23.08.

Mariam LAU beschreibt die britische Debatte um den Film und nennt einige Bridget-Jones-typischen Wortschöpfungen wie "Singleton" (resignierte Selbstbeschreibung). Es fehlen jedoch die "smugged marrieds", d.h. die selbstzufriedenen Ehepaare, Frau LAU!

LEMBKE, Karin (2001): Töpfchen ohne Deckelchen.
Bridget Jones« ist ein singlepolitisch kaum zu ertragender und trotzdem verdammt lustiger Scheißfilm
in: Junge Welt v. 23.08.

NIEDER, Susanne (2001): Fettnäpfchen.
Das Leben ist schön. Auch ohne Ehe und Fitness-Studio. Dafür mit Chardonnay und Zigaretten. "Bridget Jones" von Sharon Maguire tröstet weibliche Singles über 30
,
in: Tagesspiegel v. 23.08.

POGADE, Daniela (2001): Vergebliche Arbeit am Ideal.
Der Film "Bridget Jones" lässt fehlerhafte Weiblichkeit erstrebenswert erscheinen,
in:
Berliner Zeitung v. 23.08.

SCHLOEMER, Andrea (2001): Bereit für die grosse Liebe?
Single sucht Mann - und tröstet sich mit Schokolade. Renée Zellweger glänzt in der Komödie Bridget Jones als Frau wie du und ich,
in: Max Nr.18 v. 23.08.

HUSCHKE, Roland (2001): Die formatierte Frau.
Sie ist unsicher, Single und zu dick: Bridget Jones, so jubeln die Frauenmagazine, ist eine von uns. Und die Männer dürfen drüber lachen,
in: Die Woche Nr.35 v. 24.08.

KLEIN, Susanne (2001): Eine für alle, alle für eine.
Bridget Jones: Der Siegeszug der Durchschnittsfrau,
in: Financial Times Deutschland v. 24.08.

LÖHNDORF, Marion (2001): Da werden Weiber zu Migränen.
Kneipen sind zum Heulen da: Die Filmkomödie "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" tröstet Frauen am Stammtisch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.08.

FENDEL, Heike-Melba (2001): Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück.
Mit Witz und Verve gegen die Klischees der Frauenmagazine,
in: epd Film Nr.9, September

 
   
  • Der Film in der Debatte

LEVINE, Tom (2001): Irgendwie echt.
Die Briten lieben das Tagebuch der Bridget Jones und den Film obendrein,
in: Berliner Zeitung
v. 24.04.

SCHAGHAGHI, Mariam (2001): Fürstin der Fettnäpfchen.
Renée Zellweger spielt die Hauptrolle in "Schokolade zum Frühstück",
in: Welt
v. 14.04.

LOVENBERG, Felicitas von (2001): Film-Tagebuch einer englischen Katastrophe.
"Bridget Jones's Diary" ist ein Phänomen. Die Bilder-Bibel der Singles aller Welt im Kino: "Bridget Jones's Diary" mit Renée Zellweger und Hugh Grant ist der Film zum Buch vom Phänomen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.04.

KNECHT, Doris (2001): Wir sind alle Pioniere.
Eine Frau will und soll heutzutage alles sein: stark, sexy, selbstbestimmt. Das ist spannend, aber anstrengend, mit oder ohne Mann: Wo ist der Katalog mit den Lebensmustern, nach denen man sich richten kann?
in: Das Magazin. Beilage des Tages-Anzeiger v. 18.08.

SZ (2001): Nass gemacht.
Wie Bridget Jones einmal ihren Schwarm Colin Firth interviewte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.

Dialog zwischen Bridget Jones und Colin Firth aus Am Rande des Wahnsinns von Helen Fielding. Nebenbei geht es um Fever Pitch von Nick Hornby. Der Clue: "Singleton" BJ einmal nicht als Verliererin.

HORLACHER, Pia (2001): Bridget Jones, Aschenbrödel mit Zellulitis - und Spezialauftrag.
Wie und warum eine Jane-Austen-Nachfahrin den Nerv der Zeit trifft,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 24.08.

MEIER, Simone (2001): Innere Werte haben wir selbst echt genug.
Jane Austen, Helen Fielding, "Bridget Jones's Diary", Hugh Grant, die Ehe und Royal Weddings,
in: Tages-Anzeiger v. 28.08.

Simone MEIER verteidigt den Film gegen den "Anti-Bridget-Kreuzzug unter feministischer Flagge".
 
   

Das Buch zum Film

Helen Fielding - Bridget Jones: einsame, neurotische Karrierefrau

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 29. Juli 2001
Update: 19. August 2015