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Das Single-Dasein im Film:

 
   

Beeban Kidron

 
   

Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (Großbritannien, 2004)

Karrierefrau zwischen zwei Männern

 
   
     
 

Pressestimmen

"»Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns« setzt dort an, wo der erste Film aufhört – nach dem Happy End. Bridget Jones ist das, was man eine »Thirtysometing« nennt, ein verschwommener Begriff für eine Phase, in der die Erkenntnis wächst, dass Lebensentwürfe ein Verfallsdatum haben. Bridget ist kinderlos, arbeitet als Fernsehreporterin bei einem Boulevardsender und kämpft gegen ihr Übergewicht."
(Miriam Hollstein im Filmdienst, November 2004)

"Und dann kommt die Szene, in der Mark Darcy und Bridget Jones in der Schweiz beim Skifahren sind. Sie fährt schlecht, er gut, also sagt sie ihm, er solle ruhig schon mal eine Abfahrt machen, sie komme auch alleine zurecht, man könne sich ja nachher wieder treffen, alles gar kein Problem. Und er fährt. Nicht zu fassen. Er tut es wirklich. Obwohl sie doch gesagt hat, er soll ruhig fahren, was jawohl ganz offensichtlich nur so gesagt, aber niemals auch so gemeint gewesen war. (...). Und ich merkte, daß ich begann den Film zu mögen. Gegen meinen Willen. Weil es stimmt, weil Frauen wirklich so sind, manchmal, ein paar. In bestimmten Situationen sagen sie etwas, meinen aber etwas anderes, etwas ganz anderes sogar, unter Umständen sogar das genaue Gegenteil."
(Johanna Adorján in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 28.11.2004)

"Es hieße wahrlich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, diesen Film einer knallharten, womöglich noch feministisch grundierten Kritik zu unterziehen, wie es eine offensichtlich angewiderte Manohla Dargis neulich in der »New York Times« getan hat. Denn die Nöte des Singledaseins, so gnadenlos überzogen sie hier auch dargestellt werden, sind nicht ausschließlich an den unfrisierten Haaren herbeigezogen."
(Felicitas von Lovenberg in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 01.12.2004)

"Selbstdisziplin ist Bridget Jones fremd. Daran hat sich im zweiten Teil der Komödie, »Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns«, nichts geändert. Und dafür werden die Zuschauerinnen sie auch diesmal wieder lieben. Die Sehnsucht nach einer Neubestimmung weiblicher Werte – gegen Schlankheitsterror und Gesundheitswahn, gegen soziale Geschmeidigkeitstaktiken und Karrierestress – ist groß wie nie.
Den besten Beweis, dass der provokante weibliche Gegenentwurf Bridget Jones noch keinen Eingang in die Realität gefunden hat, liefert vielleicht Renée Zellweger selbst."
(Birgit Rieger im Tagesspiegel vom 01.12.2004)

 
     
 
       
   

weitere Bridget-Jones-Verfilmungen

Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück
 
   

Porträts und Gespräche

LEHNARTZ, Sascha (2004): Aschenputtel in Autobahn-Therapie.
Renée Zellweger ist "Bridget Jones". Die hat den Oscar gewonnen und einen coolen Rocker als Freund. Aber sie vermißt den Himmel über Texas,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.11.

SACK, Adriano (2004): "Ich klaue meine Kleidung".
Irgendwie finden Frauen ihn attraktiv: Der Schauspieler Hugh Grant über gute Manieren, gute Anzüge und gute Beziehungen zu den USA,
in: Welt am Sonntag v. 28.11.

VAHABZADEH, Susan (2004): Kraftvoll, vom anderen Ende des Raumes.
Was Schauspieler wollen - Colin Firth über die Bitterkeit der Bridget Jones und die Verschlossenheit von Vermeer,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.11.

Colin FIRTH u.a. über die Unterschiede zwischen der Buch- und der Filmfigur Bridget Jones: Die Figur im Buch ist viel bitterer als die im Film, ohne Frage. Aber ob sie sich damit in dem Stil international beliebt gemacht hätte, bei Frauen und bei Männern? Ich weiß nicht. Ich weiß, dass die meisten Männer, die ich kenne, die Bücher nicht lesen - und nicht mögen. Aber sie mögen die Filme (...) wahrscheinlich liegt das an Hugh Grants komischem Beitrag als Daniel, der sich sehr an Männer wendet."

BARNSTEINER, Catrin (2004): "Ich bin zu faul und zu feige".
Für Frauen kann es keinen Frieden geben, solange es Hugh Grant gibt. Oder: Warum das nächste Mal ein Mann den Schauspieler interviewen wird,
in: Welt v. 02.12.

 
   

Filmkritiken

HOLLSTEIN, Miriam (2004): Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns,
in: Film-Dienst, November

ADORJÁN, Johanna (2004): Hilfe, die Bindung klemmt.
Auch die Fortsetzung von "Bridget Jones" ist dämlich. Und realistisch. Und gar nicht so schlecht,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.11.

LOVENBERG, Felicitas von (2004): Liebe meine Schwabbelstellen wie mich selbst.
Eineinhalb Stunden Urlaub vom Feminismus: Beeban Kidrons Filmkomödie "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.12.

POGADE, Daniela (2004): Jetzt tickt sie nicht mehr richtig.
Im zweiten "Bridget Jones"-Film verschenkt die Heldin ihren BH im Gefängnis,
in: Berliner Zeitung v. 01.12.

RIEGER, Birgit (2004): Das Fettnäpfchen.
Renée Zellweger brilliert mal wieder rundum - in "Bridget Jones 2",
in: Tagesspiegel v. 01.12.

STÄHELI, Alexandra (2004): Pleiten, Pech und Pannen.
«Bridget Jones - The Edge of Reason» von Beeban Kidron,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 01.12.

BÜHLER, Philipp (2004): Albernheit schlägt Ironie.
Was nach der "Schokolade zum Frühstück" kommt: Renée Zellwegers Wangen glühen rot wie eh und je; doch dem Sequel "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" geht irgendwann die Puste aus,
in: TAZ v. 02.12.

DUNKEL, Bettina (2004): Gebeutelte Singles.
Bridget Jones' Rückkehr auf die Kinoleinwände,
in: junge Welt v. 02.12.

KOHLER, Michael (2004): Abgemagert auf's Klischee.
Bridget Jones stolpert weiter von Mann zu Mann und von Fettnapf zu Fettnapf, und befindet sich nun auch noch "Am Rande des Wahnsinns",
in: Frankfurter Rundschau v. 02.12.

LAU, Jörg (2004): Expressiv, selbstironisch, schamlos.
In der mäßigen Fortsetzung des Erfolgsfilms »Bridget Jones« platzt die fabelhafte Renée Zellweger wieder aus allen Abendkleidern,
in: Die ZEIT Nr.50 v. 02.12.

Infos zu: Jörg Lau - Autor der Single-Generation
 
   

Der Film in der Debatte

RENNEFANZ, Sabine (2004): Lob der fleischfarbenen Unterhose.
Englands Single-Frauen sind im Bridget-Jones-Fieber,
in: Berliner Zeitung v. 12.11.

FRÖHLICH, Susanne (2004): Bridget Jones und das Moppel-Ich.
Bridget Jones ist eine von uns, findet Bestsellerautorin Susanne Fröhlich. Aber muß sie ausgerechnet von der dünnen Frau Zellweger gespielt werden?
in: Welt v. 02.12.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. November 2004
Update: 31. Mai 2015