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Das Single-Dasein im Film:

 
   

Benjamin Quabeck

 
   

Verschwende deine Jugend (Deutschland, 2003)

Münchner Singles Anfang der 80er Jahre

 
   
     
 

Filminhalt

"Harry (Tom Schilling) ist 19 Jahre und arbeitet bei einer Bank. Sein Hauptinteresse gilt jedoch der Musik, besonders der Münchner Band Apollo Schwabing, deren Manager er ist. Mit seinen Freunden Vince (Robert Stadlober), Melitta (Jessica Schwarz) und Freddie (Marlon Kittel) träumt er vom Durchbruch und großen Konzerten. Doch bislang sind sie über Auftritte in Gemeindezentren nicht herausgekommen. Es ist 1981, DIE NEUE DEUTSCHE WELLE erobert Deutschland. Und Harry will es endlich allen zeigen: Warum nicht als Vorgruppe der besten Band DAF - Deutsch Amerikanische Freundschaft - im Circus Krone auftreten? Alle sind begeistert, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Doch es gibt einen winzigen Haken: DAF wissen noch gar nichts von ihrem Auftritt..."

 
     
 
       
   

Benjamin Quabeck: Porträts und Gespräche

KNIEBE, Tobias (2003): Den Fahrtwind des Films in den Haaren spüren.
In diesem Sommer sollte das deutsche Kino endlich mehr als nur unsere Jugend verschwenden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.06.

RÖHRS, Christine-Felice (2003): Punk ist schön.
Benjamin Quabeck über Wut, Erfolg und zweite Filme,
in: Tagesspiegel v. 03.07.

GANSERA, Rainer (2003): Zum Teufel mit München.
Benjamin Quabeck über "Verschwende Deine Jugend",
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.07.

 
   

Filmkritiken

HÖBEL, Wolfgang (2003): Herz und Schnauze.
Benjamin Quabeck beschwört in "Verschwende deine Jugend" den Zeitgeist der frühen Achtziger - und inszeniert ein Kostümfest für Jungstars wie Jessica Schwarz,
in: Spiegel Nr.27 v. 30.06.

HAHN, Andreas (2003): Education sentimentale.
Die 80er, wie sei die Welt sahen: Zum Filmstart von "Verschwende deine Jugend",
in: junge welt v. 02.07.

Andreas HAHN beschreibt Punk als Gegenkultur zu den Hippies: "Fünf Gründe, nicht mit einem Mädchen zu schlafen. In ihrem Zimmer befindet sich ein Poster mit einer Friedenstaube. Im Zimmer befinden sich Wellensittiche. Nebenan schläft ihre Mutter. Ihre Plattensammlung ist grausam. Du weißt nicht, was das für ein Schaum sein soll, mit dem sie ins Bad verschwindet – das ist die Perspektive der nervösen jungen Männer, deren Leben weiß, wo es langgeht. Alles hat seinen Ort, und die Mädchen sind sein Preis: Der empfängnisverhütende Schaum der Tage.
      
  In dieser Szene ist die »Umwertung aller Werte« enthalten, die Diedrich Diederichsen in seinem 1985 erschienenen und letztes Jahr symptomatisch wiederveröffentlichten Buch »Sexbeat« beschrieb – die neue Haltung, die Punk bedeutete. Weg von der »Wärme«, dem »Erfahrungshunger« (Michael Rutschky) der 70er Hippie-Gegenkultur; hin zu einer »kalten« Distanz, dem Spiel der negativen bzw. subversiven Affirmation, die in der Theorie schon zwei, drei Dekaden früher in den Hegel-Lektüren von Georges Batailles und Michel Foucault oder der Nietzsche-Lektüre von Gilles Deleuze auftauchten und plötzlich Alltagspraxis von Leuten wurde, die sich darin übten, »Nein« zu sagen, indem sie McDonalds bejahten. Politisch konnte das nur eine deutliche Absage an Pluralismus, sozialdemokratische Herrschaft, die friedensbewegten Grünen etc. bedeuten."

KOHLER, Michael (2003): Große Träume und kleine Lügen.
Benjamin Quabecks sentimentalische Reise in die frühen Achtziger: "Verschwende deine Jugend",
in: Frankfurter Rundschau v. 02.07.

BALZER, Jens (2003): Wir gehen nach Hause und üben noch mal.
Dumm, bieder, historisch falsch: Benjamin Quabecks "Verschwende Deine Jugend",
in: Berliner Zeitung v. 03.07.

DANIELS, H. P. (2003): Die Augen aufs Große!
"Verschwende Deine Jugend": Benjamin Quabeck träumt von der Musik der Achtziger,
in: Tagesspiegel v. 03.07.

HEINE, Matthias (2003): Tanz den Billy the Kid.
Neon-Romantik: Benjamin Quabecks "Verschwende deine Jugend",
in: Welt v. 03.07.

GÖTTLER, Fritz (2003): Die Ehre der Pritzels.
Punk mit Passion - Benjamin Quabecks "Verschwende Deine Jugend",
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.07.

 
   

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Update: 11. Juli 2015