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Angela McRobbie: Top Girls

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 2010 Buch "Top Girls"
    • Professorin für Kommunikationswissenschaften am Goldsmith College University of London
 
       
   

Angela McRobbie in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   
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Angela McRobbie im Gespräch

 
       
   
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Angela McRobbie in der Debatte

 
       
   

SEIFRIED, Bettina (2002): Willkommen im Club der selbständig Randständigen.
Die postfeministische Theoretikerin Angela McRobbie platziert Gesellschaftskritik präzise jenseits des linken Mainstreams. Das führt zu verwirrend spannenden Thesen,
in: Freitag Nr.22 v. 24.05.

"Anders als neo-liberale Prediger des Selbstunternehmertums, die die sogenannte »Subventionsmentalität« geißeln, und anders als konservative Moralapostel, die sofort einen Verfall von Erziehungsstandards wittern, sieht McRobbie in der frühen Mutterschaft die einzige Möglichkeit, mit der sich Mädchen aus der Unterschicht unter den von Arbeitslosigkeit und Verarmung geprägten Bedingungen eine respektable soziale Identität konstruieren können",

beschreibt Bettina SEIFRIED das Schicksal einer britischen Teenagermutter aus der Unterschicht, um die Situation als Emanzipation vom Mann zu begrüßen:

"Deborah hat die traditionellen rechten und linken Denkmuster hinter sich gelassen und sich vom Schicksal der working-class girls früherer Epochen schon insoweit emanzipiert, als sie keine Lebensgemeinschaft mit einem ökonomisch ebenfalls depravierten jungen Mann erwägt. Und: Sie setzt ihrer wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit eine individuell sinnstiftende Beschäftigung entgegen - nämlich das Aufziehen eines Kindes. Ihre Situation bleibt zwar von Abhängigkeit geprägt, doch innerhalb der im Übrigen strukturell vorgezeichneten Unselbstständigkeit von Frauen aus den unterprivilegierten Schichten, hat sie sich für ein wenig mehr selbstbestimmten Spielraum entschieden, sich nicht abhängig gemacht von einem prekären Ernährer."

In Großbritannien wird - anders als bei uns - bereits massiv gegen Alleinerziehende vorgegangen. Ein Vorgeschmack bietet hierzulande Hamburg. Die Abhängigkeit von Vater Staat wird in Zukunft für Alleinerziehende ebenso prekär sein wie jene vom leiblichen Vater...

 
       
       
   

Top Girls (2010).
Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes
Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Klappentext

"Mit dieser fulminanten Studie über den gegenwärtigen Zustand des Feminismus und seiner Verhandlung in der Populärkultur nimmt Angela McRobbie das zeitgenössische Aufatmen über das »Ende des Feminismus« kritisch ins Visier. Nicht zuletzt sei dies auch eine Folge davon, dass boshafte Retraditionalisierungen von Geschlechterregimes die (kulturelle) Oberhand gewinnen. McRobbie analysiert empirisch, wie sich Konsum- und Populärkultur Rhetoriken und Bilder von weiblicher Freiheit und Autonomie aneignen und damit vordergründig den Erfolg von Frauen zu unterstützen scheinen.

Doch McRobbies Tiefenbohrungen in die Welten von Bridget Jones und Heidi Klum zeigen, dass Frauen faktisch in neue, post-feministische »neurotische« Abhängigkeiten gedrängt und (wieder einmal) degradiert werden. Scharfzüngig analysiert die Autorin kulturelle Phänomene und deren widersprüchliche Wirkungen im Alltag von Frauen: Modephotographie, Fernsehserien, die »Bearbeitung« des Körpers und deren Zusammenhang mit Essstörungen, »sinnloser Wut«, Körperhysterie. Angela McRobbie wird mit diesem Buch ihrer Position als prominente feministische Stimme und Klassikerin der Cultural Studies einmal mehr gerecht."

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Was kommt nach dem Feminismus?

Kapitel Eins: Postfeminismus und Populärkultur. Bridget Jones und die neue Geschlechterordnung

Kapitel Zwei: Ist der Feminismus am Ende? Die Politik der Desartikulation

Kapitel Drei: Top Girls? Junge Frauen und der neue Geschlechtervertrag

Kapitel Vier: Unlesbare Wut. Postfeministische Störungen

Kapitel Fünf: "What not to Wear" und postfeministische symbolische Gewalt

Kapitel Sechs: Fazit. Innerhalb und außerhalb der feministischen Wissenschaft

Zitate:
Postfeminismus

"Die gesellschaftliche und kulturelle Landschaft, die das vorliegende Buch analysiert, könnte man als postfeministisch bezeichnen. Dieser Begriff soll eine Situation beschreiben, die von einer neuen antifeministischen Stimmung geprägt ist und die sich von dem so genannten Backlash früherer Zeit (...) deutlich unterscheidet. (...). Elemente des Feminismus wurden aufgegriffen und spürbar in das politische Leben und in eine Reihe gesellschaftlicher Institutionen integriert. Unter Verwendung von Vokabeln wie »Ermächtigung«, empowerment, und »Wahlfreiheit«, choice, wurden diese Elemente in einen wesentlich individualistischen Diskurs umgeformt und im neuen Gewand vor allem in den Medien und in der Populärkultur, aber auch von staatlichen Einrichtungen als eine Art Feminismus-Ersatz verwendet. Die damit verbundenen neuen und vorgeblich »zeitgenössischeren« Vorstellungen über 'Frauen, insbesondere über junge Frauen, werden ihrerseits auf aggressive Weise mit dem Ziel verbreitet, das Entstehen einer neuen Frauenbewegung zu unterbinden." (2010, S.17)

"Postfeminismus (...) beschreibt das zeitgenössische Nebeneinander von neokonservativen familienpolitischen Werten (...) und die gleichzeitig ablaufenden Prozesse der Liberalisierung bei der Wahl von LebenspartnerInnen, der Gründung von Familien und der Gestaltung sexueller Beziehungen". (2010, S.33)

"Stacey gehörte (...) zu einem Team feministischer Wissenschaftlerinnen, die bereits seit 1978 auf den antifeministischen Backlash gegen den Feminismus aufmerksam gemacht hatten. In der Folge verwendete die New York Times den Ausdruck »Postfeminismus« 1982 in einem Feuilleton-Artikel. Der Terminus sollte eine neue Art von Geschlechterpolitik umreißen, die als vage feministisch galt, insofern sie sich auf die Seite der Frauen stellte, die aber den schrillen und wütenden Tonfall vermied, der vielerorts dem Feminismus zugeschrieben wurde." (2010, S.56)

Der Terror der Individualisierungsthese

"In diesem Buch vertrete ich ferner die Ansicht, dass das undoing von Feminismus, die Zersetzung seiner Erfolge - wenn auch möglicherweise unbeabsichtigt -, durch soziologische Theorien befördert wird, so beispielsweise durch die Arbeiten von Anthony Giddens und Ulrich Beck." (2010, S.31)

"Ich stütze mich in meiner Analyse vor allem auf die Arbeiten von Giddens und Beck, weil ihre Beiträge ganz direkt die postfeministische Generation anzusprechen scheint." (2010, S.41)

"Anthony Giddens übernahm 1997 in der New-Labour-Regierung eine Beraterposition und wurde weithin als Architekt des Dritten Weges gefeiert, jener politischen Strategie, die er bereits in seinen soziologischen Texten ausgearbeitet hatte. Sein Kollege Ulrich Beck half seinerseits der rot-grünen Regierung in Deutschland, die Politik der Neuen Mitte zu konzipieren. In den LeserInnen von Zeitungen wie The Independent, The Guardian und The New Statesman fanden die Ideen dieser beiden Vordenker ein begeistertes Publikum.
(...).
Mich interessiert an dieser Stelle, ob Giddens, Beck und Lash mit ihrer Theorie der reflexiven Modernisierung als eine politische Verschiebung, die die klare Trennung zwischen links und rechts aufhebt, auch soziologisch den Weg für die Abwicklung des Feminismus bereiteten. Begünstigen ihre Arbeiten diesen Abwicklungsprozess, indem sie den Feminismus dem linken Radikalismus zuschreiben?" (2010, S.75)

"In ihrem Buch Riskante Freiheiten (2008) vertreten Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim in der Tat die These, der Feminismus sei überholt." (2010, S.76)

"Becks Arbeiten dürften dazu beigetragen haben, dass die Sorge um die erneute Etablierung von Geschlechterungleichheiten und um das Aufkommen neuer Formen der Regulierung des Geschlechterverhältnisses aus dem analytischen Blickfeld gerückt ist. Stattdessen begünstigt seine Soziologie einen postfeministischen Geschlechtervertrag auf der Grundlage von Wahlfreiheit und Zustimmung." (2010, S.77)

"Darüber hinausgehend vertrete ich zudem die Ansicht, dass ihre Soziologie eine Argumentationshilfe für den Aufstieg des Neoliberalismus ist und den Rechtsschub in den westlichen Demokratien legitimiert." (2010, S.78)

 Der Postfeminismus der Bridget Jones

"Der Postfeminismus setzt den Feminismus für seine Zwecke ein, um ein ganzes Repertoire an neuen Inhalten zu propagieren, die allesamt suggerieren, letzterer habe seine Aufgabe erfüllt und werde nicht mehr benötigt, denn Gleichberechtigung sei längst erreicht.
Ein bezeichnendes Beispiel war die Kolumne Bridget Jones's Diary in der britischen Zeitung The Independent sowie die dazugehörige, unfassbar erfolgreiche Buchpublikation und die nachfolgenden Verfilmungen. Bridget Jones' ansteckende Mädchenhaftigkeit erzeugt eine generationsspezifische Logik, die eindeutig postfeministisch ist. Dem Feminismus zum Trotz träumt Bridget von romantischer Liebe, möcht den passenden Mann finden, heiraten und Kinder kriegen. Ihre größte Furcht ist es, als »alte Jungfer« zu enden. Bridget tritt in beruhigender Weise »einmal mehr« dezidiert weiblich auf. Ihre Karriere ist ihr nicht besonders wichtig, auch wen sie weiß, dass sie eigentlich mehr Wert auf sie legen sollte. (...). Der Film stellt die Figur als schusselig dar und porträtiert ihre anrührende Weiblichkeit gewissermaßen nostalgisch, als sei sie in unserer Gesellschaft fast vollständig verloren gegangen. Gott sei Dank, scheint dieser Film zu sagen, gibt es diese traditionelle Weiblichkeit noch." (2010, S.32)

"Bridget ist Anfang dreißig, lebt und arbeitet in London und genießt diverse Freiheiten: Ledig und kinderlos, kann es sich leisten, sich in Pubs, Bars und Restaurants zu amüsieren. Sie ist insofern ein Produkt der Moderne, als dass sie von jenen Institutionen im Bildungssystem profitierte, die ihre Traditionen gelockert und ihre Türen für Frauen geöffnet haben. (...). Die neue Lebensform bringt allerdings auch neue Ängste hervor: Die Furcht vor Einsamkeit, das Stigma, Single zu bleiben, und das Risiko, nicht den richtigen Partner zu finden, der sich als Vater ihrer Kinder eignen würde. (...). Die Suche nach Mr. Right hat Vorrang vor der Arbeit. Denn das Risiko, nicht im richtigen Moment den geeigneten Partner zu erwischen, könnte bedeuten, dass sie ihre Chance verpasst, Kinder zu bekommen. Ihr biologische Uhr tickt. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Partnerlosigkeit sie gegenüber der Welt der glücklich verheirateten Paare marginalisieren würde.
Die Last des Selbstmanagements wiegt schwer auf Bridgets Schultern; die Fantasien, die sie darüber entwickelt, wie sie zu Glück und Erfüllung gelangen könnte, sind ausgesprochen traditionell. (...). Die Intervention des Feminismus bestand gerade darin, solchen konventionellen Wünschen entgegenzuwirken." (2010, S.42f.)

Das Mode- und Schönheitssystem und die Furcht vor einer Destabilisierung der Geschlechterhierarchie

"Angesichts der Perspektive, dass Frauen im Zuge ihrer Partizipation auf dem Arbeitsmarkt weniger abhängig von Männern werden, und angesichts der damit einhergehenden möglichen Destabilisierung der Geschlechterhierarchie wird es für das Symbolische um so wichtiger, die Matrix des heterosexuellen Begehrens erneut abzusichern. (...).
Wenn das Überleben westlicher Frauen und das Wohlergehen ihrer Kinder nicht mehr davon abhängt, einen Partner zu finden, der die Familie ernährt, verringert sich die Bedeutung der Ehe ganz erheblich. Hier liegt das Dilemma der Sozialstaaten: Wenn der Staat für die Frauen und Kinder aufkommt und damit den Familienernährer ersetzt, wird die (ökonomische) Rolle des Ehemanns überflüssig." (2010, S.97)

"Eines der zentralen Anliegen des Mode- und Schönheitssystems in diesem neuen postfeministischen Gefüge ist sein Versuch, die Kontrolle über die gestörten Zeitlichkeiten zurückzuerobern, die den geplanten Ablauf zentraler Ereignisse im Leben von Mädchen und Frauen durcheinandergebracht haben: Sexuelle Freiheiten, Verhütungsmittel, die Verschiebung des Heiratsalters nach hinten, späteres Kinderkriegen, eine niedrige Geburtenrate, die Möglichkeit, unverheiratet zu bleiben etc. sind die zentralen Merkmale dieser neuen Zeitlichkeit." (2010, S.98)

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Die neue F-Klasse - Thea Dorn sagt dem Familienfundamentalismus den Kampf an

Der Mann in der Krise?

 
       
   

Rezensionen

deutschsprachiger Raum

GINDNER, Jette (2010): Attraktiv, kritisch, klischeefrei.
Postfeminismus: Nach Alphamädchen mit Avocado in der Vagina fordern die britischen Feministinnen Nina Power und Angela McRobbie die Rückkehr zur Ernsthaftigkeit,
in: TAZ v. 18.03.

englischsprachiger Raum
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Das Buch in der Debatte

TSOMOU, Margarita (2010): Gaga Calling.
Bis vor kurzem interessierten sich selbst Pop-Affine nicht für den neuesten Trash. Trotz gigantischer Verkaufszahlen und mehrerer Music-Awards blieben Lady Gagas Übertreibungen eher langweiliges Hintergrundgeräusch. Ihr Musikvideo zu »Telephone feat. Beyoncé« aber lässt hinhorchen,
in: Jungle World Nr.16 v. 22.04.

 
       
   

Die Gemeinsamkeiten von Feminismus und Neoliberalismus in der Debatte

GERHARD, Ute (2007): Quote und Institutionen tun nicht Not?
Opfer und Ego (1): Feminismus braucht Solidarität,
in: TAZ v. 23.08.

"Der Skandal liegt heute darin, dass trotz aller Kämpfe und Einsichten auch die heute junge Frauengeneration den gleichen Barrieren bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegenübersteht wie ehedem. (...).
            Diese neue/alte Geschlechterdifferenz wird jedoch nicht als gesellschaftliches Problem wahrgenommen, sondern wiederum persönlichem Geschick überantwortet. In der Öffentlichkeit kommen die Probleme in einer aufgeregten politischen
Diskussion über den Geburtenrückgang zum Ausdruck. Kinderlosigkeit oder die Verschiebung des Kinderwunsches aber sind die Antwort vieler gut ausgebildeter Frauen auf die anhaltende Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und die Tatsache, dass Frauen in der Kinderfrage alleingelassen werden",
kritisiert die "Altfeministin" Ute GERHARD. Den Beitrag der
"F-Klasse" zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme kann sie dagegen nicht erkennen.

KULLMANN, Katja (2007): Begrabt Gabi Mustermann.
Opfer und Ego (2): Eine gute Nachricht: Frauen haben mitunter sehr unterschiedliche Interessen,
in:
TAZ v. 30.08.

HARK, Sabine (2007): Die Privatisierung der Politik.
Opfer und Ego (3): Feminismus bedeutet nicht bloß individuell zu erreichendes Glück,
in: TAZ v. 04.09.

WARNECKE, Jenny (2007): Der Bindestrich-Feminismus.
Opfer und Ego (4): Feministinnen waren sich noch nie einig. Das macht Spaß und verleiht verbale Schlagkraft. Gefragt ist kreative Bündnispolitik - durchaus auch mit Männern,
in: TAZ v. 11.09.

"Die gesellschaftlichen Klassenunterschiede sollten in der feministischen Theorie erst mal Nebenwiderspruch bleiben. Denn es gibt dennoch Diskriminierungserfahrungen, die alle Frauen machen. Sie machen nur nicht alle die gleichen. Wer sich als "F-Klässlerin" nicht als Frau benachteiligt fühlt, hat offenbar kein Problem damit, ihre Berufstätigkeit auch an männlichen Vorbildern anzulehnen. Das werte ich als gutes Zeichen und würde es nicht in einen Vorwurf ummünzen, wie Hark und Gerhard es vermitteln", meint WARNECKE.

PINL, Claudia (2007): Barbie in der F-Klasse.
Opfer und Ego (5): Die Kluft zwischen Alpha-Mädchen und Altfeministinnen ist groß - aber überbrückbar, wenn beide anfangen, herrschende Geschlechterbilder zu zerstören,
in: TAZ v. 18.09.

Die Altfeministin Claudia PINL stimmt mit den "neuen" Feministinnen darin überein, dass Feminismus und Klassengesellschaft vereinbar sind. Wichtiger als die Solidarität zwischen Frauen ist die Solidarität unter erfolgreichen Frauen:

"Niemand aus der F-Klasse muss ein schlechtes Gewissen haben, weil ihr beruflicher Erfolg nicht auch zu einer Erhöhung der Löhne von Friseurinnen geführt hat. Wichtig ist, dass erfolgreiche Frauen in ihrem eigenen beruflichen Umfeld andere Frauen fördern und ermutigen."

WICHTERICH, Christa (2007): Paradoxie der Integration.
Opfer und Ego (6): Der neoliberale Feminismus lässt eine Kritik an Ungleichheiten kontraproduktiv erscheinen und ordnet sich den Gesetzen der globalen Märkte unter,
in: TAZ v. 24.09.

"Wo die Forderungen von Frauenbewegungen nach Chancengleichheit und nach Gleichstellung in Führungspositionen aufgenommen werden, wird das Etikett Feminismus auf alles und jedes geklebt, wo Frau drin ist. Dem Feminismus der zweiten Frauenbewegung ging es jedoch um Kritik an Herrschaftsverhältnissen. Ihr Ziel war die Veränderung dieser Strukturen, nicht Geschlechtergleichheit in ihnen. Emanzipation meinte nicht nur die individuelle Befreiung von Fesseln, sondern die Beseitigung struktureller Gewalt und Diskriminierung.
            
Die Melodie des neoliberalen Feminismus, die Katja Kullmann, Thea Dorn und die Weltbank verbindet, ist dagegen die von Wahlfreiheit, Aufstiegschancen und Leistungsgerechtigkeit. Sie lässt eine Kritik an Hierarchien und Ungleichheiten als kontraproduktiv erscheinen und verkauft sie deshalb für dumm und intellektuell billig", meint WICHTERICH.

 
       
   

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© 2002-2017
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 07. Juni 2010
Update: 08. März 2017