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Tirdad Zolghadr: Softcore

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Tirdad Zolghadr: Porträts und Gespräche

 
   
  • LUERWEG, Susanne (2008): Der Mann mit den drei Pässen.
    Tirdad Zolghadr im Porträt,
    in: DeutschlandRadio v. 21.04.

 
       
   

Softcore (2008)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Schnell, clever, komisch – Teheran revisited

Teheran, ein Vierteljahrhundert nach der Revolution: Ein junger Iraner kommt aus dem Ausland zurück, um das Promessa – in den 70er-Jahren eine glamouröse Cocktailbar – als Galerie wiederzueröffnen. Aber er hat keine Ahnung, worauf er sich einlässt.

Er taucht ein in die Welt der Teheraner Kulturindustrie, in der sich Politik, Drogen und Markenartikel problemlos miteinander verbinden lassen. Auf der Suche nach Geld, Talent und Bildern für das Promessa eilt unser Protagonist durch Teheran und wird dabei verhaftet, verhört, erpresst und von seinen eigenen Gefährten betrogen. Zum Nachdenken bleibt jedoch keine Zeit, denn die Eröffnung rückt immer näher.

Zolghadr schreibt mit Witz und Hintergründigkeit über den Kunstbetrieb, über Pop und Verschwörungstheorien, über Teheran, Hamburg und Beirut. Sein rasanter Roman über die Eröffnung einer Galerie ist zugleich das schillernde Porträt einer Stadt, die so kein Europäer kennt."

 
     
 
       
   

Rezensionen

MARTIN, Marko (2008): Aus der Welt der iranischen Oberschicht,
in: DeutschlandRadio v. 18.04.

"»Softcore« (...) spielt (...) im Teheran dieser Tage. Dazu - und zwar ohne an innerer Spannung und Konzentration zu verlieren - in Hamburg, Beirut, New York. Projekt- und Lebenskünstler bilden sein Personal, eine global vernetzte Community durchaus marktbewusster Bohemiens, die genau wissen, welche Markenkleidung man tragen und welche Ausstellung man gesehen haben muss", erläutert MARTIN.

WEBER, Julian (2008): Schlaflos in Teheran.
Tirdad Zolghadr erzählt in "Softcore" von den Facetten des Kapitalismus im Regime der Mullahs,
in: TAZ v. 05.07.

NOURIPOUR, Omid (2008): Sex, Drogen und Monotonie,
in: Spiegel Online v. 06.07.

Neu:
BARTELS, Gerrit (2008): Bis ins Mark verfeinert.
Schillerndes, unbeschreibliches Teheran: Tirdad Zolghadrs Roman "Softcore" beschreibt den Grauschleier einer Stadt zwischen Aufbruch und Steinzeit, zwischen Pop und Gottesstaat,
in: Tagesspiegel v. 16.07.

"»Softcore« singt das hohe Lied der Indifferenz und das genauso hohe der Distinktion. Über allem schwebt hier der nicht unglamouröse Grauschleier einer Stadt zwischen Aufbruch und Steinzeit, zwischen Pop und Gottesstaat, zwischen den Regimen des Schahs, Khomeinis und Mahmud Ahmadinedschads und den Freiräumen, die sich unter diesen trotzdem immer wieder aufgetan haben.
            Man könnte auch sagen: »Softcore« ist ein klassischer Pop-Roman; ein Roman, (...) der einen Helden und namenlosen Ich-Erzähler hat, der ein Neffe der zynisch-kaputten, neurotisch-weltschmerzgeplagten Helden von Christian Kracht oder Marc Fischer sein könnte, von »Chronologie oder psychologischen Realismus« nichts wissen will und lieber der großen Pop-Traurigkeit huldigt. Als Exiliraner, der in Lagos aufgewachsen ist und in der Welt herumstreift, vermag er das geradezu genuin", meint BARTELS.

AREND, Ingo (2008): Glamorama in Teheran.
Selbstinszenierung: Der Berliner Kunstkurator Tirdad Zolghadr versucht sich in seinem Debütroman "Softcore" als Popliterat,
in: Freitag Nr.31 v.  01.08.

REBHANDL, Bert (2008): Global Art World.
Über Tirdad Zolghadrs Roman "Softcore" und die neue Kunst-Bourgeoisie,
in:
Spike Nr.16, Sommer

BUHR, Elke (2008): Bohème in Teheran,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.08.

"»Softcore« (gibt) Einblick in eine Großstadt-Bohème, die mit den gängigen Klischees vom Gottesstaat Iran nicht viel zu tun hat. Und auch ohne die Schecks der Geheimdienste aus den Taschen flattern zu lassen, gibt sich sein Autor Zolghadr darin durchaus als Doppelagent zu erkennen. Denn der 1973 in Los Angeles geborene Iraner ist einerseits seit einigen Jahren im globalisierten Kunstbetrieb unterwegs, hat Ausstellung von New York bis Dubai kuratiert und versorgt Kunstzeitschriften wie »Frieze« mit seinen Analysen. Andererseits nimmt er genau diesen globalen Kunstbetrieb mit seinen Sprechblasen und Posen in »Softcore« auf das Amüsanteste auseinander - mit besonderer Berücksichtigung dessen, was Zolghadr »Ethno-Marketing nennt»", meint Elke BUHR.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 16. Juli 2008
Update: 28. Februar 2015