[ Singles in Italien ] [ Singles in aller Welt ] [ Autoren-Index ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Moderata Fonte: Alleinstehende im Venedig der Renaissance

 
       
     
       
     
       
   

Das Verdienst der Frauen (2001)
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Sieben Frauen - drei von ihnen verheiratet, zwei unvermählt und zwei verwitwet - versammeln sich zu einem Streitgespräch über den Wert der Männer und der Frauen. Die Strategie der Anklage und der Verteidigung gibt eine achte Frau vor: die Verfasserin Moderata Fonte, Gemahlin eines venezianischen Anwalts, Mutter von fünf Kindern und literarisch vielfach bewandert. Ort des Zusammentreffens ist Venedig, ein Palazzo am Canale Grande im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. Geführt wird die geistvolle und ironische Debatte über das Menschsein der Frau mit allen verfügbaren Argumenten: den theologischen der Schöpfungsgeschichte, den neuesten medizinischen Erkenntnissen, historischen Beispielen und den ganz eigenen Erfahrungen der versammelten Frauen mit dem anderen Geschlecht. Der lebensnahe Dialog bietet in beispielloser Fülle Einblicke in das Venedig der Spätrenaissance. Er stellt damit ein außergewöhnlich persönliches Dokument der italienischen Kulturgeschichte dar und er liefert den Beweis, daß die Beziehungen zwischen Frauen und Männern wechselvoll und in jeder Epoche neu auszuhandeln sind."

 
     
 
       
   

Rezensionen

KOCH, Hans-Albert (2001): Das Verdienst der Frauen.
Moderata Fontes Dialog in neuer Übersetzung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 09.10.

MAIDT-ZINKE, Kristina (2001): Venezianischer Feminismus.
Verschwörung der Frauen: Moderata Fonte und ihre Damen plaudern über die Unzulänglichkeiten, Laster und Fehler der Männer,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 15.11.

LÜHE, Marion (2001): Befreit euch, Frauen.
Moderata Fonte forderte das schon um 1590. Geholfen hat's wenig,
in: Welt v. 01.12.

HERRMANN, Ulrike (2001): Scheiß auf die Typen.
Schon 400 Jahre vor "Sex and the City" wusste Moderata Fonte, dass Männer einfach niederträchtig sind - und das mit zwei Ausrufezeichen
in:
TAZ v. 18.12.

  • Ulrike HERRMANN stellt das Buch "Das Verdienst der Frauen" von Moderata FONTE vor. Das Buch wurde bereits 1592 publiziert und spielt im "Manhattan der Renaissance": Venedig. HERRMANN sieht die Fernsehserie "Sex and the City" in der Tradition des Frauengesprächs, das als literarische Gattung bereits vor über 400 Jahren von Moderata FONTE erfunden worden ist. Allerdings sind die damalige Verhältnisse kaum mit denen von heute zu vergleichen:

    "Ledige Frauen werden nicht toleriert und als »Bräute Christi« mit Jesus zwangsvereint. 1581 lebten über die Hälfte der Patrizierinnen in den fast fünfzig venezianischen Klöstern, 1642 waren es sogar über 80 Prozent. Denn ihre männlichen Verwandten hatten nicht die Neigung oder nicht die Mittel, die hohen Mitgiften aufzubringen. Da kam die »Nonnenhölle« billiger, falls man sich nicht entschloss, die unverheiratete Schwester im eigenen Haushalt auszubeuten".

    Anerkannt ist das Alleinsein auch heute noch nicht - selbst in Manhattan. "Alleinsein ist wie Aussatz", formuliert das drastisch HERRMANN, aber die finanzielle Abhängigkeit ist für viele Singles heute weggefallen.  Während heutzutage auch Single-Frauen die Muse zum "Frauengespräch" haben, war dies zu Zeiten der Renaissance das Privileg der reichen Ehefrauen oder reichen Witwen. Eine solche reiche Witwe ist auch die Hauptperson des Buches "Das Verdienst der Frauen". Es handelt von sieben "Gentildonne", die sich regelmäßig in einem venezianischen Palastgarten treffen, um - modern gesprochen - über die Männerwelt herzuziehen. Obwohl diese Frauen

    "den männlichen Machtmissbrauch kritisieren und das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung einfordern - ihre Rolle als Hausfrau und Mutter hinterfragen sie nicht",

    moniert HERRMANN.

Neu:
LÖCHEL, Rolf (2002): Lieber ein Schwein als einen Mann.
Moderata Fonte begründet bereits um 1600, warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer,
in: Literaturkritik.de, Januar

 
       
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2011
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 25. Dezember 2001
Stand: 10. Februar 2011