[ Autoren der 68er-Generation ] [ News ] [ Homepage ]

 
   

Reimut Reiche: Die Geschlechterspannung

 
 
   
  • Kurzbiographie

    • 1941 in Esslingen geboren
    • Studium der Soziologie in Frankfurt und Berlin
    • 1968 Buch "Sexualität und Klassenkampf"
    • 1990 Buch "Geschlechterspannung"
    • Dozent am Institut für Psychoanalyse der Universität Frankfurt
 
 
     
 
   

Reimut Reiche in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • REICHE, Reimut (1988): Sexuelle Revolution - Erinnerung an einen Mythos. In: Lothar Baier u.a. (1988) Die Früchte der Revolte. Über die Veränderung der politischen Kultur durch die Studentenbewegung, Berlin: Wagenbach, S.45-71

  • REICHE, Reimut (2003): Die Homosexualisierung der Gesellschaft.
    Nach der Trennung der Lust- von der Zeugungsfunktion hat sich das Geschlechtsleben gravierend verändert,
    in: Frankfurter Rundschau v. 09.09.

 

Reimut Reiche in der Debatte

HANSER, Walter (2005): Ach, die Libido.
Benjamins Tigersprung. Geschichte des Linksradikalismus - kurzer Lehrgang (15). Freude an Freud: Wilhelm Reich, Herbert Marcuse und die Kommune 1,
in: junge Welt v. 12.02.

Walter HANSER stellt u.a. die Kritik von Reimut REICHE an der Kommune vor: "Die sexualpolitischen Strategien der Bewegung wurden mit großem Ernst diskutiert und kritisiert. Reimut Reiche vom Frankfurter SDS lieferte 1971 die interessanteste Schrift ab und gab in »Sexualität und Klassenkampf« weit vorgreifende Antworten auf Fragen der Revolutionierung des Persönlichen und Sexuellen. Er kritisierte die Kommune als Proudhonismus und Stalinismus zugleich, als Ideologie eines »Sozialismus in einem Haus«. Das »scheingenitale Protzen« der Kommunarden erinnere ihn an das exhibitionistische Verhalten der zwanghaft-promiskuitiven amerikanischen Ehepaare. Er sprach von den Gefahren der sexuellen wie emotionalen Abstumpfung als Gegenstück zu neurotischer Eifersucht und kritisierte im Rückgriff auf Adorno die blinden Attacken der Kommune auf Treue und Ehe in einer Zeit, in der diese Institutionen vom Kapitalismus selbst unterhöhlt würden."

Neu:
MICHEL, Sascha (2005): Vielleicht andersherum.
Reimut Reiche provoziert mit Thesen zur Homosexualisierung heterosexueller Lebensformen,
in: Frankfurter Rundschau v. 07.07.

Sascha MICHEL berichtet von einer Veranstaltung, in der Reimut REICHE seine These von der Homosexualisierung heterosexueller Lebensformen vertrat.

 
 
   

Geschlechterspannung (2000).
Eine psychoanalytische Untersuchung
Gießen:
Psychosozial Verlag
(Original 1990 im Fischer Verlag)

 
   
     
 

Klappentext

"Der von Reimut Reiche entwickelte Begriff der Geschlechterspannung steht im Kontrast zu Rollenkonzepten, die alles an Frau und Mann in »soziosexuellen Rollen« aufgehen lassen. Reiche zufolge erscheint das Geschlecht vielmehr in zwei Gestalten, deren soziale Erscheinungsform die Geschlechterspannung ist. Diese hebt gleichermaßen ab auf eine Spannung zwischen den Geschlechtern und auf eine Spannung im einzelnen Individuum. Beide Formen werden unter psychoanalytischen Gesichtspunkten dargestellt und an Beispielen erläutert.
Das Geschlecht erscheint Reimut Reiche zufolge in zwei Gestalten. Die gesellschaftliche Erscheinungsform der biologischen Zweigeschlechtlichkeit ist die Geschlechterspannung. Dieser Begriff hebt gleichermaßen ab auf eine Spannung zwischen den Geschlechtern und auf eine Spannung im einzelnen Individuum.
Dieses Programm wird in vier Kapiteln verfolgt. Im ersten wird das Machtverhältnis von Mann und Frau von seiner biologischen bis zu seiner psychischen Dimensiontheoretisch umrissen. Im zweiten Kapitel werden die Methoden und Grundannahmen der Psychoanalyse in bezug auf das Geschlechterverhältnis dargestellt. Diese Darstellung bildet zugleich die notwendige Einleitung zu den fünf psychoanalytischen Fallgeschichten des dritten Kapitels. Hier wird die Geschlechterspannung im Individuum jeweils an einem besonderen Thema herausgearbeitet: Penisneid bei der Frau, Vaginalneid beim Mann, latente Perversion bei der Frau, Perversion und Übertragungsperversion beim Mann und der Schrecken der Kastration. Das abschließende vierte Kapitel gilt der Auseinandersetzung mit herrschenden Theorien des Geschlechterverhältnisses."

 
     
 
 
   

weiterführende Links

 
     
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
     
 
   
© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 22. September 2003
Update: 27. Mai 2015