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Renate Merklein: Den Alterskassen ein Baby schenken?

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1939 geboren
    • 1980 SPIEGEL-Buch "Griff in die eigene Tasche"
    • 1986 SPIEGEL-Buch "Die Rentenkrise"
    • 1997 gestorben
 
       
   

Renate Merklein in ihrer eigenen Schreibe

 
   

MERKLEIN, Renate (1980): Der Griff in die eigene Tasche.
Über soziale Gerechtigkeit und ihre Folgen (I),
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.

MERKLEIN, Renate (1980): Sterben wie von Bonn geplant?
Wie die Sozialpolitiker die Rentenversicherung reich rechnen,
in: Spiegel Nr.22 v. 26.05.

MERKLEIN, Renate (1985): Den Alterskassen ein Baby schenken?
Bevölkerungsentwicklung und Rentenfinanzen (I),
in: Spiegel Nr.52 v. 23.12.

MERKLEIN, Renate (1985): Den Alterskassen ein Baby schenken?
Bevölkerungsentwicklung und Rentenfinanzen (II),
in: Spiegel Nr.1 v. 30.12.

MERKLEIN, Renate (1986): Den Alterskassen ein Baby schenken?
Bevölkerungsentwicklung und Rentenfinanzen (III),
in: Spiegel Nr.2 v. 06.01.

MERKLEIN, Renate (1986): Den Alterskassen ein Baby schenken?
Bevölkerungsentwicklung und Rentenfinanzen (IV),
in: Spiegel Nr.3 v. 13.01.

 
       
   

Renate Merklein im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Den Alterkassen ein Baby schenken? (1985/1986).
4teilige Spiegel-Serie
in: Spiegel vom 23.12.1985 bis 13.01.1986

 
   
     
 

Zitat:

Prognose für die Jahre 2000 & 2030: Bereits im Jahr 2000 ist mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen

"Fleißige Kommissionen auf Landes-, Bundes- oder Parteienebene, die Szenarien über die künftige Größe des deutschen Volkes entwickeln, kommen allenthalben zu dem Schluß, daß der Bundesrepublik bei »anhaltend niedrigem Geburtenniveau« eine drastische »Verminderung der Einwohnerzahl« drohe - so etwa die vom Bundeskabinett eingesetzte »Arbeitsgruppe Bevölkerungsfragen«. Nach den Modellrechnungen dieser Arbeitsgruppe werden im Bundesgebiet Anno 2030 bestenfalls nur noch gut 43 Millionen, schlechtestenfalls gar lediglich 33,6 Millionen Deutsche leben. Nach dieser düstersten Prognose wird die Zahl der Deutschen in der Bundesrepublik bereits in 15 Jahren um zwölf Prozent und damit von derzeit rund 57 Millionen auf etwa 50 Millionen sinken.
(...).
Trotz der unterstellten Immigrationszunahme rechnen die amtlichen Schätzer damit, daß sich schon für das Jahr 2000 nur noch eine »Gesamtbevölkerung in der Bundesrepublik von rund 59,14 Millionen« ergebe, »die bis zum Jahr 2030 auf rund 45,74 Millionen weiter zurückgeht«.
(...).
Gegenüber dem derzeitigen Bevölkerungsstand von 61 Millionen aber wäre das ein Schwund von rund 25 Prozent."
(Spiegel Nr.52 v. 23.12.1985, S.69)

Kommentar: Die 1985 im Spiegel veröffentlichten Zahlen im Zusammenhang mit der Renten-/Babykrise liegen weit unter dem tatsächlichen Bevölkerungsstand des Jahres 2000. Die Tabelle zeigt die Zahlen im Überblick:

  Bevölkerungsstand (früheres Bundesgebiet) im Jahr 2000 Bevölkerungs-entwicklung
Prognose 59,14 Millionen Rückgang um 1,86 Millionen Einwohner (erwähnte Basiszahl: 61 Millionen)
tatsächlicher Bevölkerungsstand (31.12.2000) 67,14 Millionen Zunahme um 6,14 Millionen Einwohner
Prognosefehler  8 Millionen (12 %) 8 Millionen (12 %)

Zitate:

Bundeskanzler Konrad Adenauer beklagt Geburtenrückgang

"Auch unbestritten demokratische Politiker der zweiten deutschen Republik fanden die zu ihrer Zeit beobachtete Fruchtbarkeit des Volkes zu klein. so klagte Konrad Adenauer (...) in seiner Regierungserklärung anläßlich seiner Wiederwahl 1953 darüber, daß die »Zusammensetzung der Bevölkerung ... sich stetig zuungunsten des Prozentsatzes der im produktiven Alter stehenden« verändere, »weil die Langlebigkeit wächst und die Geburtenzahl abnimmt«. Zugleich warnte er vor diesem »für unser ganzes Volk im Verlauf einiger Generationen vernichtenden Prozeß«".
(Spiegel Nr.52 v. 23.12.1985, S.71)

Aussagen über bevorstehende Niedergänge waren bisher immer falsch, aber jetzt gibt es keine Faktoren mehr, die den Niedergang aufhalten könnten.

"Die Aussagen über einen bevorstehenden Niedergang der deutschen Nation aus der Wilhelminischen, der Weimarer wie der Adenauer-Zeit stützten sich samt und sonders auf solide Statistiken und seriöse Vorausberechnungsmethoden - genauso wie die heutigen wieder einmal auf Rückgang programmierten Bevölkerungsprognosen.
(...).
Denn was die früherer vorausgeschätzten Einbrüche dann doch noch abgewendet hat, steht nun wohl nicht mehr zu Gebote."
(Spiegel Nr.52 v. 23.12.1985, S.71)

"Auch was in der Adenauer-Zeit die Zahl der Bundesdeutschen, spezielle der jungen Bürger, unvermutet steigen ließ, ist nun wohl nicht mehr leicht zu wiederholen.
(...). Der größte Teil davon ging auf das Konto jenes Postens, der bei den Volkszählern als »Wanderungsgewinn« firmiert - obwohl die Bürger, die da kamen, eher geflohen denn gewandert waren: im wesentlichen aus der DDR (...).
(...).
Heute läßt die DDR meist nur noch Rentner über ihre (...) Grenzen gen Westen ziehen (...). Gewinn an jungem Volk, dazu auch noch an deutschem, durch Wanderung von Ost nach West, ist daher auch in Zukunft wohl kaum möglich."
(Spiegel Nr.52 v. 23.12.1985, S.71f.)
 

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - Teil 1: Mythen und Fakten über den Geburtenrückgang in Vergangenheit und Zukunft

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - Teil 2: Mythen und Fakten über die "Altenlast"

 
   

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Update: 21. März 2014