[ Autoren der 68er-Generation ] [ News ] [ Homepage ]

 
   

Thomas Ayck: Kinderlos aus Verantwortung

 
 
     
 
   

Thomas Ayck in seiner eigenen Schreibe

 
 
  • fehlt noch
 
 

Keine Lust auf Kinder? (1988)
Eine politische Streitschrift

(zusammen mit Inge Stolten)

Reinbek: Rowohlt (vergriffen)

 
     
 

Klappentext

"Zehn Jahre nach Erscheinen ihres Buches »Kinderlos aus Verantwortung« stellen sich die Autoren erneut die Frage: Beweist nur derjenige seine gesellschaftliche und politische Verantwortung, der Kinder in diese Welt setzt? Und: In einer Zeit, in der die Elternschaft und versteckt auch die Rückkehr zu der alten Rollenaufteilung propagiert werden - was passiert da wieder mit den Frauen?

Ausgehend von Kinderlosigkeit als freiwilliger und politisch bewußter Entscheidung untersucht dieses Buch die aktuelle Lage von Eltern und Kindern und durchleuchtet die Hintergründe der traditionellen Familienorientierung."

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Warum dieses Buch?

Kinderlosigkeit - Argumente, Zweifel

Zukunftsangst als Motiv?

Kinder - als Besitz mißbraucht

Kinder - und was dann?

Jugendträume

Beruf: Hausfrau und Mutter

Mütter ohne Männer

Väter ohne Frauen

Mutterschaft als Ideologie

Frauen im Beruf: die ewigen Lückenfüller

Nachwort

 
     
 
 

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Chronologie der deutschen Single-Debatte (II): Die 1980er Jahre
 

Literatur zur damaligen Debatte

GEISSLER, Heiner - Abschied von der Männergesellschaft
 
   

Kinderlos aus Verantwortung (1978)
(zusammen mit Inge Stolten)

Reinbek: Rowohlt (vergriffen)

 
   
     
 

Klappentext

"Kann es nicht verantwortungsvoller sein, auf Kinder zu verzichten in einer Gesellschaft, in der vor allem Frauen die Familienlasten zu tragen haben, aus dem Beruf gedrängt und zu einem unerfüllten Hausfrauendasein bestimmt werden? In einer Gesellschaft, in der durch Kinder finanzielle Probleme, Wohnungsnöte und der Verlust individueller Freiheiten entstehen?

Kann es nicht verantwortungsvoller sein, auf Kinder zu verzichten, wenn die Partnerschaft durch Probleme mit den Kindern zerstört werden kann?

Kann es nicht verantwortungsvoller sein, angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krisen, die immer unüberwindbarer erscheinen, kinderlos zu bleiben?

Kann es nicht verantwortungsvoller sein, unter Umständen bewußt auf Kinder zu verzichten, um in einem größeren Kreis von Menschen bestimmte soziale Verpflichtungen zu erfüllen?

Dieses Buch untersucht die Situation von Eltern und Kindern heute, stellt alte Klischeevorstellungen in Frage und unternimmt den Versuch, Perspektiven für eine Kinderlos aus Verantwortung zu zeigen."

Stimmen zum Buch

"(Es) sind nur wenige Frauen, die Kinderhaben bloß als Belastung, Kinderlosigkeit als letztes und höchsten Schritt der »Befreiung« ansehen (zum Beispiel Movius 1976). Dagegen kommen bei den meisten Frauen immer wieder deutliche Kinderwünsche zum Ausdruck - dies gilt für die sogenannten Karrierefrauen (Beck-Gernsheim 1980b, S.198ff.), ja in Elementen selbst für diejenigen, die bewußt gegen Kinder sich entscheiden (Ayck/Stolten 1978). Typisch ist keineswegs eine klare Entscheidung gegen Mutterschaft, viel eher ein vehementer Konflikt zwischen Kinderwunsch und anderen Lebensplänen, der eindeutig eines signalisiert: das Vorhandensein auch eines starken Kinderwunsches."
(Elisabeth Beck-Gernsheim, 1982, S.262)

Inhaltsverzeichnis

1. Warum dieses Buch?

2. Gespräche über Kinderlosigkeit

3. Angst vor der Zukunft

4. Kinder - mißbraucht als physischer Besitz

5. Kinder - und was dann?

6. Wie stellen sich Jugendliche ihr späteres Leben vor?

7. Das alltägliche Elend der Hausfrau

8. Mütter ohne Ehemänner

9. Die verlassenen Väter

10. Man trägt wieder Bauch

11. Frauen: die industrielle Reservearmee

12. Epilog und offene Fragen

Zitat:

Steuernachlässe für Kinderlose?

"Die Bevölkerungssituation und die ungewisse wirtschaftliche Zukunft der westlichen Industrienationen brachten das Ehepaar Ehrlich dazu, einen unkonventionellen Vorschlag zu machen. Steuergesetze sollten heute alleinstehende Menschen, berufstätige Frauen und kleine Familien begünstigen. Nur für die ersten zwei Kinder könnten allenfalls noch Steuernachlässe gegeben werden, aber nicht mehr für weitere Kinder. Denn viele Kinder würden gerade von den wohlhabenden Familien gewünscht. Sie sollten eher belastet als gefördert werden. Ein Minimum an Unterstützung müßte aber für minderbemittelte Familien, unabhängig von der Kinderzahl, bleiben.
Diese Pläne lassen sich im Moment kaum verwirklichen, denn die Öffentlichkeit empfindet den Geburtenrückgang als Bedrohung und nicht als Notwendigkeit. Anreize zur Spätehe und Kinderlosigkeit, etwa durch Prämienzahlungen an Frauen, die sich nicht vor dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr verheiraten, das alles sind spekulative Ideen des Forscherehepaars Ehrlich: »Prämien könnten auch Paaren ausgezahlt werden, die während der ersten fünf Ehejahre kinderlos geblieben sind, oder Männern, die sich zur Vasektomie bereit finden, nachdem ihre Frauen eine bestimmte Zahl Kinder geboren haben. Lotterien sind ebenfalls vorgeschlagen worden.« Gedankenspiele, sicherlich, Überlegungen nur für eine Gesellschaft, die von der Notwendigkeit niedriger Geburtenraten überzeugt ist, eine Gesellschaft, in der kinderlose Ehepaare, Junggesellen, unverheiratete berufstätige Frauen ohne Kinder den Lebensstil bestimmen. Die Tatsache allerdings, daß in den westlichen Industrienationen auch ohne Prämien, ohne Lotteriespiele und ohne gesetzliche Maßnahmen Tendenzen in diese Richtung weisen, zeigt, daß Paare mit Kindern nicht noch zusätzlich 'bestraft' werden müssen." (S.67f.)

 
     
 
 
 

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Chronologie der deutschen Single-Debatte (I): Die 1970er Jahre
     
   

weiterführende Links

 
     
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
     
 
   
© 2002-2014
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 09. Juli 2007
Update: 11. August 2014