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Ulrich Enzensberger: Die Jahre der Kommune I

 
       
     
       
     
       
   

Ulrich Enzensberger in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • ENZENSBERGER, Ulrich (2004): Kommune 1. Warum brennst du, Konsument?
    Sie wollten den Alltag revolutionieren, "Außerparlamentarische Opposition" sein, bürgerliche Beziehungen aufheben. Jede Menge Mythen strickten sich rund um die Kommune I in Berlin: Gruppensex und Probleme mit Abwasch und Orgasmen. Man nannte sie Bürgersöhnchen und Terroristen. Einer der Kommunarden hat jetzt ein Buch über diese Zeit geschrieben. Ein Vorabdruck,
    in: TAZ v. 25.09.
 
       
   

Die Jahre der Kommune I (2004).
Berlin 1967 - 1969
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
 
 

Klappentext

"Die Geschichte der Kommune I, erzählt von einem, der dabei war

Neben Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und anderen war Ulrich Enzensberger einer jener »Kommunarden«, die in der Zeit, als die USA Vietnam erledigen wollten, mit dadaistisch-politischen Aktionen Westberlin verrückt machten. Die KI provozierte die von den Alliierten kontrollierte Front- und Mauerstadt und ihre Bewohner, die nicht wahrhaben wollten, dass die Deutschen den Zweiten Weltkrieg angefangen und verloren hatten. Es kam zur Revolte der Außerparlamentarischen Opposition, die davon träumte, die Westsektoren der alten Reichshauptstadt in eine Freie Räterepublik, in eine Drehscheibe der Weltrevolution zu verwandeln. – Oder war da etwa noch mehr?

»Wir sind das Schlangenei, aus dem die Rote Armee Fraktion gekrochen ist. Ein Mythos. Wir sind die Erfinder der Spaßgesellschaft. Wir waren die ersten, die auf den irren Gedanken kamen, ein Kaufhaus in Brand zu stecken. Einer war das Alphamännchen. Wir hatten alle einen Kopfschuss. Gruppensex. Antisemiten. Unser Vorbild war Mao. Alles nicht wahr. Da waren gar keine Frauen dabei. Die hatten Orgasmusprobleme. Das Problem war der Abwasch. Spaßguerilla. Wir sind dem Osten auf den Leim gegangen. Teufel hat uns ins Gesicht geschissen. Bürgersöhnchen. Wir wollten die deutsche Familie zerstören. Apo-Opas. Wir waren restlos verklemmt. Bis Uschi kam. Urdeutsch. Bei jeder Anklageschrift haben wir uns kindlich gefreut. USA–SA–SS. Wir haben die Klotüren ausgehängt. Ein Mythos. Terroristen. Ulbrichts Lakaien. Ein einziger Horrortrip. Die ersten deutschen Pop-Ikonen. Verfassungsschutzgesteuert. Verkrustete Formen aufgesprengt. Tonnenweise LSD gefressen. Wir saßen jahrelang im Knast. Kunzelmann ist wirklich tot. Noch einen Rotwein. Wir leben jetzt in der Toskana. Ideal für eine Vorabendserie. Wenn es der Wahrheitsfindung dient. Alle Professoren geworden. Alles Sozialfälle. Das ist die Wahrheit. Ein Mythos.«"

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

  • FUHR, Eckhard (2004): Lauter (Gegen-) Machtmenschen.
    Ulrich Enzensberger erzählt, was die Kommune I mit der Großen Koalition zu tun hat,
    in: Welt v. 02.10.
  • MELLER, Marius (2004): Weltgeist mit Joint.
    Ulrich Enzensberger war dabei: "Die Jahre der Kommune 1",
    in: Tagesspiegel v. 06.10.
  • Neu:
    KRAUSHAAR, Wolfgang (2004): Im Auge des Hurrikans.
    Ulrich Enzensberger erzählt die Geschichte der Kommune I aus erster Hand,
    in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.42 v. 07.10.
 
   

Weiterführende Links

 
     
   
 
     
   
 
   
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Update: 07. Oktober 2004
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