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Bettina Wündrich: Einsame Spitze?

 
       
     
       
   
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    Bettina Wündrich in ihrer eigenen Schreibe

     
           
       

    WÜNDRICH, Bettina (2012): Do. Don't. Doof.
    Wir haben einen Ort gesucht, an dem die geforderte Frauenquote schon heute übererfüllt ist. Und wir haben ihn gefunden: Frauenzeitschriften. Seltsamerweise wird dort nicht an der Zukunft gearbeitet - sondern an den Klischees der Vergangenheit,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 24.11.

    "Die 5 Ks - Kleidung, Kosmetik, Kirche, Komfort und Kinder - sind schon seit dem zweiten Weltkrieg, gesetzte Themenfelder. Die Moderne trägt nur einem weiteren K Rechnung: die Karriere. Es ist unglaublich, aber wahr: Frauenzeitschriften sind bis heute im Muff der 50er Jahre gefangen",

    meint Bettina WÜNDRICH, die zuletzt die Frauenzeitschrift Season entwickelte, die kürzlich vom Markt genommen wurde.

     
           
       

    Bettina Wündrich im Gespräch

     
           
       

    SPIEGEL (2011): Plötzlich hatte ich nur noch meine Karriere.
    Die Buchautorin Bettina Wündrich, 51, über Klassentreffen, Glück und Reue,
    in: Spiegel Nr.30 v. 25.07.

     
           
           
       

    Einsame Spitze (2011).
    Warum berufstätige Frauen glücklicher sind
    Reinbek: Rowohlt Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "FRAUEN WOLLEN KARRIERE. ABER AUF IHRE ART.

    Ein Abiturtreffen gab den Anstoß: Alle lagen sich in den Armen aber eigentlich ging es nur darum Fotos herumzureichen: «Guck meine Kinder. Mein Mann! Mein Hund! » Plötzlich teilte sich die Welt in Gewinner und Verlierer.

    Und Bettina Wündrich stand unversehens auf der Verliererseite und das trotz ansehnlichem Berufsweg und fast 20 Jahren in Führungspositionen. Aber sie hat keine Kinder keinen Ehemann. Sie gehört zu denen die die Statistik als «einsame Spitze» führt — und wird damit von Frauen und Männern gleichermaßen als «egoistische Karrierefrau» abgestempelt. Ihre persönliche Gefühlslage sieht allerdings ganz anders aus. Ihr Tenor: Ich bereue nichts.

    Frauen müssen aufhören einander zu kritisieren. Und: Jede Frau sollte ihre Erfüllung auch im Beruf finden. Dafür muss sich unsere Arbeitswelt aber grundlegend verändern. Bettina Wündrich plädiert für die wirtschaftliche und persönliche Unabhängigkeit von Frauen ob sie nun Kinder haben oder nicht. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt Forderungen zu stellen denn die Unternehmen suchen händeringend nach Spitzenkräften."

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort

    Sind wir «einsame Spitze»? Berichte von der Loser-Front

    Erfolgreich, einsam, kinderlos: Der schlechte Ruf der Karrierefrau
    In lila Latzhose auf Entdeckungsreise

    Die Kinderfrage. Und warum wir sie uns nicht stellen müssen

    Wir sterben trotzdem nicht aus
    Pille mit Nebenwirkungen
    Krieg der Mütter
    Männer haben auch nicht mehr Kinder als Frauen
    Die Kinderhasserin
    Wir sind eine Familie

    Erfolg macht glücklich. Vor allem Männer

    Das Märchen von der Chancengleichheit
    Nur wenige kommen durch
    Der Wunsch ist der Weg
    Wir unterschätzen uns. Noch

    Die Arbeitswelt ist männlich

    Macht. Ihre Symbole …
    … und ihre Rituale
    Die gläserne Decke
    Männer wählen Männer …
    … oder Frauen, die nicht beißen
    Macht ist nur ein Spiel

    Das Märchen von der einsamen Karrierefrau

    Im Pärchen-Paradies. Oder: Gibt es die perfekte Liebe?
    Der Wunsch nach Unabhängigkeit …
    … und die Angst davor
    Medien lieben Supersingles
    Die erfolgreiche Frau im Rollenstress
    Liebe folgt keinem Businessplan
    Doppelt hält besser: Karriere-Paare
    Überholen verboten
    Männer arbeiten hart. Frauen haben Glück

    Wie arm dran ist der Mann?

    Männer in den Wechseljahren
    Im Kopf Versorger, im Leben Versager
    Was ist heute männlich?
    Der neue Vater – Vater Morgana?
    Wo ein Wille ist, ist noch kein Weg

    Frauen wollen Karriere. Aber auf ihre Art

    Die Arbeitswelt ist männlich
    Die Arbeitskultur macht krank
    Generation plus minus 30: Wir träumen noch
    Böses Erwachen
    «Ich bin total naiv in diese Falle getappt …»
    Karrierekiller Teilzeit
    Teilzeitväter gibt es nicht
    Mütter, haltet zusammen!

    Frauen sind Feministinnen. Was denn sonst!

    Nachwort

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    BRAND, Jobst-Ulrich (2011): "Einsame Spitze?"
    Kind und Kegel und Karriere,
    in: Focus Online v. 20.07.

     
           
       

    Das Buch in der Debatte

    ROLFS, Pia (2011): Zurück an den Schreibtisch?
    Bücher entdecken die Karrierefrau ganz neu,
    in: Nassausche Neue Presse v. 28.07.

    Neu:
    APIN, Nina (2011): Das Glück über der gläsernen Decke,
    in: TAZ v. 30.07.

     
           
       

    Die einsame Karrierefrau in der Debatte

    HÖGE, Helmut (2005): Auswege in der Arbeitslosigkeit.
    Wirtschaft als das Leben selbst,
    in:
    junge welt v. 15.03.

    In der Hartz-Gesellschaft wird das "Geschäftsfeld partnerlose Frau im mittleren Lebensalter" auch jenseits professioneller Dienstleister entdeckt:

    "Dem langzeitarbeitslosen Werner Koldewey hat sich (..) jetzt (...) ein anständiger Nebenerwerb eröffnet, wenn auch vorerst schwarz: Er behandelt vornehmlich Mittelschichtfrauen zwischen 35 und 55, die sich irgendwann in ein asexuelles Alleinsein gefügt und dabei sukzessive ihren Hormonhaushalt gedrosselt hatten – mit dem Erfolg, daß sie zwar einigermaßen in Frieden mit sich lebten, aber ihnen dennoch langsam Brüste und Arsch einfielen und das Gesicht von immer mehr Bitterkeitsfalten durchfurcht wurde."

    HAMMERL, Elfriede (2006): Tränen im Penthouse.
    Karrierefrauen sind einsam. Heißt es. Zahnarzthelferinnen nie?
    in: Profil Nr.12 v. 20.03.

    SZ-MAGAZIN-Titelgeschichte: Einsame Spitze.
    Warum finden erfolgreiche Frauen so selten ebenbürtige Männer? Ein Frauenheft

    HAAS, Michaela (2009): Warum findet sie ihn nicht?
    in:
    SZ-Magazin Nr.13 v. 27.03.

    RÜTZEL, Anja (2009): Erfolglos in Liebesdingen.
    Frauen sind einsame Spitze: Wenn sie in gehobenen Positionen arbeiten, ist es für sie schwer, einen Partner zu finden und zu halten. Eine Studie rät ihnen, Berufsstrategien im Büro zu lassen - weil Beziehungen kein Benchmarking vertragen,
    in: Financial Times Deutschland Online v. 2
    5.04.

    WELTWOCHE-Titelgeschichte: Erfolgreich, schön, einsam.
    Wenn intelligente, attraktive Frauen keine Männer finden

    ALTHAUS, Nicole & Bettina WEBER (2009): Weiblich, schön, erfolgreich sucht...
    Gutausgebildete Frauen zwischen 30 und 45 haben es zusehens schwer, einen Partner zu finden. Während eine Karriere Männer attraktiver macht, scheint bei Frauen das Gegenteil einzutreten. Die Emanzipation erweist sich als Bumerang,
    in:
    Weltwoche Nr.22 v. 28.05.

    Neues haben ALTHAUS & WEBER nicht zu berichten. Verwiesen wird auf die bekannten Studien einer Forschergruppe um Hans-Peter BLOSSFELD sowie eine nicht-repräsentative Umfrage von Christina KÜNZLE, die man auch als PR-Massnahme für ihre Beratungsfirma Choice betrachten muss. Das 16-seitige Papier mit dem reißerischen Titel Intelligent, schön, erfolgreich - und Single. Der stille Schmerz von Frauen in Führungspositionen läßt sich als PDF-Datei auf den Seiten von Choice downloaden. Medienberichte gab es dazu bereits Ende April, z.B. auf Financial Times Deutschland Online. Interviewt wird Lisa FISCHBACH, Single-Beraterin bei der Online-Partnervermittlung Elitepartner, und die Psychologin Julia ONKEN.

    EUL, Alexandra (2017): Warum Frauen keinen abkriegen,
    in: Neon, Januar

    Alexandra EUL kritisiert die Thesen, die von Mainstreamzeitungen und insbesondere vom Spiegel zur Generation Beziehungsunfähig in Umlauf gebracht wurden. Den Tenor solcher Trendgeschichte fasst EUL folgendermaßen zusammen:

    "Alleinstehende Männer sind frei und haben Potenzial. Alleinstehende Frauen sind einsam und haben ein Problem."

    EUL hat eine Verschiebung der Debatte um alte Jungfern festgestellt: Es gehe nicht mehr um das "dating down" als Lösung, sondern im Mittelpunkt stehe nun die Diagnose "Beziehungsunfähigkeit". Fünf Gründe für das Single-Dasein von Frauen Mitte dreißig, nennt uns EUL, die ihrer Meinung nach die  Debatte prägen:

    1) Die Singlefrauen sind zu alt, um einen Partner zu finden
    2) Die Singlefrauen haben zu hohe Ansprüche an einen potenziellen Partner
    3) Singlefrauen sind zu karrierefixiert, um einen Partner zu finden
    4) Bei den Singlefrauen tickt die biologische Uhr, weshalb sie mit ihrer Kinderwunschpanik jeden potenziellen Partner in die Flucht schlagen
    5) Singlefrauen sind zu intelligent, um von potenziellen Partnern gemocht zu werden

    An diesen fünf Klischees arbeitet sich EUL nach und nach ab. Die Expertenmeinungen zu den ersten zwei Punkten kontert EUL mit Haushaltsstatistiken, die Paare nur unzulänglich erfassen. Es geht dabei um den Altersunterschied und die Bildungshomogenität von zusammenwirtschaftenden Paaren. Punkt drei kontert EUL mit SOEP-Daten, die der Soziologe Jan ECKHARD interpretiert hat. Die zunehmende Partnerlosigkeit von Singlefrauen wird auf deren ökonomische Unabhängigkeit zurückgeführt, was EUL als Fortschritt betrachtet.

    Bei den letzten beiden Punkten gehen EUL dann die Statistikdaten aus und sie kontert Meinungen mit Gegenmeinungen:

    "Bevor ich mit einem Psycho ein Kind kriege, verbringe ich den Rest meines Lebens lieber mit meinen Freundinnen und Freunden",

    zitiert sie eine Freundin zum Thema tickende biologische Uhr. Auch zu fünftens begegnet EUL dem Partnerschaftszwang mit der Wahlfamilie und dem gehobenen Lebensstil, den sich Karrierefrauen leisten können.

     
           
       

    Weiterführende Links

     
           
         
           
       
     
       

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    © 2002-2018
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 29. August 2011
    Update: 27. Juni 2018