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Christoph Keese: Rettet den Kapitalismus!

 
       
     
       
   
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    Christoph Keese in seiner eigenen Schreibe

     
       

    KEESE, Christoph (2006): Das Versagen einer Generation vor dem Leben.
    Warum wollen wir keine Kinder? Warum suchen wir immer neue Ausreden? Warum töten wir Ungeborene? Christoph Keese über die selbstverliebte Wohlstandsgesellschaft,
    in: Welt am Sonntag v. 19.03.

    Der Alarmist Christoph KEESE macht Werbung für sein gerade erschienenes Buch Verantwortung jetzt. Besonders nervig ist sein "Wir". Wer soll das sein? Die SCHIRRMACHERs dieser Welt? Die WIRs sind jene, die eine

    "Entscheidung für eine kinderreiche Familie und den endgültigen Sprung ins Erwachsenenleben nicht vollbringen können."

    Offenbar haben wir es hier mit einem dieser unreifen Exemplare zu tun, die lieber andere an die Zeugungsfront schicken...

    Die Ich-zuletzt-Elite und die Kinderlosigkeit

    KEESE, Christoph (2006): Was Familien bewegt,
    in: Welt am Sonntag v. 23.04.

    "Es herrscht noch nicht einmal Einvernehmen, daß Deutschland überhaupt in einer demographischen Krise steckt",

    schreibt Christoph KEESE.  Auf ein solches Eingeständnis mussten Kinderlose jahrelang warten. Seit diese Seite existiert, wurde von den Reformern immer geleugnet, dass der demografische Wandel unterschiedlich bewertet werden kann. Auf diesen Seiten wurde sogar belegt, dass noch nicht einmal die Faktenlage sicher ist. Die amtliche Statistik ist normativ. Das Ausmaß der Kinderlosigkeit lässt sich nicht erfassen. Deutschland ist in Sachen Demographie eine Bananenrepublik! Die Datenerzeugung wird von nationalkonservativen Überzeugungstätern kontrolliert.

    Die Medienkampagne, die Frank SCHIRRMACHERs Buch Minimum begleitete, zeigte deutlich wie das Meinungskartell der Mitte-Medien funktioniert. Im Thema des Monats Mai wird die Geschichte einer Falschmeldung aufgezeigt. Die Tageszeitung Welt brachte eine Meldung über die Geborenenzahlen des Jahres 2005 in Umlauf, die selbst von den Qualitätszeitungen OHNE jegliche Überprüfung gedruckt wurde. Eine Meldung, die den herrschenden Interessen entspricht, wird begierig nachgedruckt. Alternative Sichtweisen sind dagegen chancenlos.

    Es gibt jedoch vereinzelten Widerstand. Da hilft es auch nichts, wenn KEESE die Widersacher als Leugner diffamiert. Kein Mensch bestreitet das Phänomen des demografischen Wandels. Umstritten ist jedoch, welches Ausmaß die Kinderlosigkeit in den jüngeren Generationen angenommen hat, wie sich die Lebenserwartung in Zukunft entwickelt und welcher Zusammenhang zwischen Wohlstand und Geburtenentwicklung besteht. Die deutsche Demografie ist dazu bislang auf Herwig BIRG, den "Mann mit der Schrotflinte", angewiesen gewesen. Das ist der Mann, der von sich behauptet, dass er sich noch nie geirrt hat. Der Mann kann sich auch gar nicht irren, solange er nur Wenn-Dann-Aussagen macht. Er kann sich dann höchstens verrechnen! Dummerweise, wird das in der Presse gerne vergessen und es bleiben nur die Dann-Aussagen übrig, die als Wahrheiten in Umlauf gebracht werden. Das Problem sind letztlich die Prämissen und hier darf man Zweifel anmelden.

    Nationalkonservative zählen gerne Noch-Kinderlose und Eltern, deren Kinder außer Haus leben zu den "Kinderlosen". Eltern werden zur Minderheit stilisiert und Singles haben angeblich die Herrschaft übernommen. Außerdem wird ein enger Zusammenhang von Wohlstand und Bevölkerungswachstum behauptet. Die historische Demographie bleibt einen solchen Beweis jedoch schuldig und auch die Ökonomie kann nur mit unbeweisbaren Behauptungen aufwarten. In historischer Perspektive bedeutete Kinderreichtum Elend und Armut für weite Teile der Bevölkerung.

    Man kann aber auch Herrn KEESE einen ungesunden Ehrgeiz vorwerfen. Wer vollmundig behauptet, dass 820.000 Babys pro Jahr ein Kinderspiel seien, und der nun mit ansehen muss, dass die Geborenenzahlen voraussichtlich im Jahr 2005 unter 700.000 gefallen sind, der sieht natürlich seine Felle davon schwimmen. Vielleicht ist also Herr KEESE der wahre Leugner, weil er den Deutschen unrealistische Ziele vorgegeben hat! Ein Manager müsste die Konsequenzen ziehen und den Hut nehmen, KEESE dagegen pöbelt gegen Kinderlose. Das ist unsere Ich-zuletzt-Elite...

    Ach ja, die WamS beginnt heute mit ihrer - bereits letzte Woche angedrohten - Familienserie. Da geht es um die wahren Helden. Angeblich soll damit die abstrakte Debatte anschaulicher werden. Dies liest sich dann z.B. folgendermaßen:

    "Stolz ist sie auch darauf, daß sie ihren zweiten Mann gewonnen hat. Vor zwei Jahren war Sven Schlösser noch ein echter Single, mit all den Frei- und Leerräumen, die ein solches Leben mit sich bringt. Er hat sich lange und schwer überlegt, gibt er zu, ob er das machen soll: die Beziehung zu seiner Freundin zu vertiefen und sich damit zwei Kinder ins Leben zu holen. »Es gab mich nicht solo«, erinnert sich Susanne Schlösser, »es gab mich nur mit Anhang.« Sven Schlösser hat dann ja gesagt, »es hat einfach gepaßt«. Seine Frau sagt: »Ich erkenne ihm das hoch an, so einen gewaltigen Schritt getan zu haben.« Es sei eben Glückssache gewesen."

    Ob das wirklich jemand lesen will, das muss jeder selber entscheiden. Zwischendurch gibt es dann immer noch Orientierungshilfen für diejenigen, denen selbst diese Storys nicht den vorgegebenen Weg gewiesen haben.

    KEESE, Christoph (2007): Aufregung um Krippenplätze,
    in: Welt am Sonntag v. 25.02.

    Neu:
    KEESE, Christoph (2008): Mütter an die Macht,
    in: DeutschlandRadio v. 25.03.

     
           
       

    Rettet den Kapitalismus! (2004).
    Wie Deutschland wieder an die Spitze kommt
    Hamburg: Hoffmann & Campe

     
       
         
     

    Klappentext

    "Das Krisenland Deutschland braucht einen neuen Kapitalismus. Wer für Gerechtigkeit eintritt, muss heute Kapitalist sein – was sonst?

    Deutschland steckt in der Krise. Die Wirtschaft lahmt, die Gesellschaft überaltert, die Sozialsysteme platzen. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen sind die Deutschen nur noch Mittelmaß. Gerade noch auf Platz 14 der Weltrangliste stehen sie mit dem Wohlstand, den sie erwirtschaften.

    Lange haben die Deutschen ihre Augen vor der Wirklichkeit verschlossen. Jetzt können sie die Probleme nicht länger leugnen und reagieren hektisch mit Sparaktionen und immer neuen Einschnitten ins Sozialsystem. Völlig offen aber ist, worauf sie zusteuern. Was ist das Wirtschaftsmodell der Zukunft? Wie sieht die neue Gesellschaft aus, für die jetzt Opfer gebracht werden müssen? Welche Rolle spielt Deutschlands Wirtschaft in der Welt? Und vor allem: Was kann der Einzelne tun, um einen Beitrag zum Aufschwung zu leisten? „Rettet den Kapitalismus!“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Wiederentdeckung der Rezepte, die Deutschland schon zweimal in seiner Geschichte zu Wohlstand verholfen haben. Im 19. Jahrhundert schaffte das Land den Aufstieg von einer Agrar- zur führenden Industrienation. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang aus dem Nichts der Aufschwung an die Weltspitze. Beide Male folgten die Deutschen dabei den Ideen des Liberalismus. Sie errichteten eine wirklich freie Marktwirtschaft und wurden dadurch reich.

    Kapitalismus ist auch heute das Mittel der Wahl. Wer links denkt und für Gerechtigkeit eintritt, muss heute Kapitalist sein. Kein anderes System schafft so viel Gerechtigkeit wie der Kapitalismus, keines hilft den Armen besser als er – in Deutschland und der ganzen Welt.
    "

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort

    1. Aufstieg und Fall

    Teil 1 Warum der Kapitalismus überlegen ist

    2. Deutschlands Hassliebe zur Marktwirtschaft
    3. Zehn populäre Vorurteile
    4. Kapitalismus schafft Wohlstand
    5. Kapitalismus bring Gerechtigkeit
    6. Das Einkommen der Deutschen - fünf Überraschungen
    7. Die Moral des Kapitalismus
    8. Wer links ist, sollte Kapitalist sein

    Teil 2: Wie Deutschland wieder an die Spitze kommt

    9. Das Schicksal in die Hand nehmen!
    10. Wachstum schaffen und reich werden wollen!
    11. Mehr arbeiten!
    12. Mutiger werden und Ideen im eigenen Land umsetzen!
    13. Alte Stärken entdecken?
    14. Kinder machen und Zuwanderer holen!
    15. Firmen gründen und Spaß am Erfolg haben!
    16. Freiheit für Ostdeutschland!
    17. Denken wie Gewinner!
    18. Reformen unterstützen!
    19. Wie Deutschland in 25 Jahren aussehen kann

    Zitat:

    Ganz einfach ist es 100.000 Babys mehr zu machen!

    "Das Ziel muss lauten, hunderttausend mehr Babys pro Jahr zur Welt zu bringen. (...). Hunderttausend Babys mehr bedeutet, dass 820.000 neue Deutsche pro Jahr auf die Welt kommen würden. Das entspräche genau dem Schnitt der letzten zwanzig Jahre - kein unerreichbares Ziel.
    Fast 25 Millionen Menschen sind heute zwischen zwanzig und fünfundvierzig Jahre alt, was ungefähr zwölf Millionen potenzielle Paare ausmacht. (...). Wenn jedes Jahr 0,8 Prozent dieser zwölf Millionen Paare, also jedes 125zigste Paar, ein Baby bekäme, wäre das Ziel von hunderttausend zusätzlichen Geburten erreicht." (S.227) 

     
         
     
           
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. April 2006
    Update: 19. April 2015