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Jörg Lau: Mein Kampf gegen die Männerphantasien

 
       
     
       
   
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    Jörg Lau in seiner eigenen Schreibe

     
       

    LAU, Jörg (2003): Der Ein-Mann-Think-Tank.
    Herfried Münkler hat früh begriffen, dass es den traditionellen Krieg nicht mehr gibt. Seine Thesen machten den Historiker zum wichtigen Berater von Generälen und Politikern,
    in: Die ZEIT Nr.45 v. 30.10.

    Jörg LAU porträtiert den "Generationenkrieger" Herfried MÜNKLER.

    LAU, Jörg (2004): Die Macht der kollektiven Gefühle.
    Der Soziologe Karl Otto Hondrich sucht nicht mehr nach großen Weltentwürfen. Er versteht sein Fach als Wissenschaft von dem, was nicht zu ändern ist,
    in: Die ZEIT Nr.3 v. 08.01.

    Jörg LAU porträtiert den Frankfurter Soziologen Karl Otto HONDRICH.

    LAU, Jörg (2004): Keine Angst vor der Verantwortung.
    Der Historiker Paul Nolte beklagt die Fixierung der Kulturwissenschaften auf die Erinnerung. Er wendet sich lieber der Gegenwart zu,
    in: Die ZEIT Nr.17 v. 15.04.

    • Jörg LAU porträtiert den neokonservativen Intellektuellen Paul NOLTE.

    LAU, Jörg (2004): Mütter. Plakative Weibsbilder.
    Mütter sind dumm, Mütter opfern sich auf, Mütter sind grausam. Vom Märchen bis zur Fernsehwerbung – das Bild der Mutter kennt nur Extreme,
    in: Die ZEIT Nr.20 v. 06.05.

    LAU, Jörg (2004): Väter. Perfekte Mannsbilder.
    Muskulös und mütterlich: Boulevardpresse und Kino preisen den sorgenden Superpapa,
    in: Die ZEIT Nr.21 v. 13.05.

    LAU, Jörg (2004): Der neue Familiensinn,
    in: Politisches Feuilleton. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 17.06.

    Obwohl keinerlei statistische Veränderungen auf eine Renaissance der Familie hindeuten, verliert die mediale Selbstbeschreibung als "Single-Gesellschaft" seit einiger Zeit eklatant an Bedeutung. Single-dasein.de und single-generation.de beschreiben das seit 4 Jahren als gestörte gesellschaftliche Selbstbeschreibung. Mit der Formel vom Terror der Individualisierungsthese ist dieser Aspekt auf den Punkt gebracht worden.

    Während der Mainstream der Mitte-Medien den Single zum gesellschaftlichen Leitbild stilisiert hat, haben single-dasein.de und single-generation.de dagegen auf den impliziten Familialismus der Gesellschaft verwiesen.

    Seit Heinz BUDE und Joachim BESSING sich das Comeback der Familie auf ihre Fahnen geschrieben haben, trauen sich nun auch die weniger Mutigen ins Rampenlicht, um eine Wende zu proklamieren. Jörg LAU greift nun nicht nur - wie BESSING - die Patchwork-Familie an, sondern stößt das linke Heiligtum -  die Ein-Eltern-Familie - vom Sockel:

    "Die Rehabilitierung der Familie als Ideal des Zusammenlebens ist unabweisbar. Das neue Kindschaftsrecht markiert hier einen Mentalitätswechsel. Es schreibt das Recht des Kindes auf beide Eltern fest und verabschiedet sich damit von der heimlichen Idealisierung der Alleinerziehenden als dem progressiven Modell der Familienpolitik."

    Diese Entwicklung wurde auf dieser Website bereits viel länger vorausgesehen. Die mediale Beschreibung der Familie als Leistungsträger, d.h. die Ökonomisierung der Familie, grenzt Alleinerziehende aus dem Spektrum der Normalfamilie aus. Auch wenn LAU die Familie hier zum Bollwerk gegen die Ökonomie stilisiert. LAU kürt Joachim BESSING zum neuen Sprecher der Familien-Generation Golf, wenn er schreibt:

    "Viele von ihnen wollen eine »richtige« Familie und sehen die verbreitete Patchworkfamilie als schlechten Ersatz dafür. Weil viele dieser Scheidungskinder sich als Opfer der Lebensstilexperimente ihrer Eltern sehen, wollen sie in ihrem eigenen Leben keine Experimente mehr. Sie suchen Dauer, Gewissheit und Vertrauen.
    Wie man aber in einer Familie lebt, die sich nicht als Relikt längst vergangener Zeiten, bestenfalls vielleicht als Übergangsphänomen versteht, wissen sie aus eigener Anschauung nicht. Sie müssen das Familienleben wiederfinden. Man könnte auch sagen: Sie müssen eine heruntergekommene Form instandbesetzen wie es einst die Hausbesetzer mit den bürgerlichen Altbauten gemacht haben, die keiner mehr haben wollte.
    Die bürgerliche Familie ist für sie eine Utopie. Eine merkwürdige Utopie: Denn es geht nicht um die Befreiung des Individuums von den Fesseln des Alltags wie früher in den meisten anderen Utopien. Es geht geradezu um das Gegenteil, um das Sichverstricken und Sichverstrickenlassen in den Alltag. Familie bedeutet sich festlegen und mehr noch als festlegen lassen."     

    "Bolz ist stets zur Stelle. Seine Interventionen und Interviews sind zugespitzt und zitierfähig. Stets fällt eine elegante, oftmals provokante These ab", lobt Jörg LAU den Medienwissenschaftler Norbert BOLZ.
    MERKUR-Sonderheft: Ressentiment!
    Zur Kritik der Kultur

    LAU, Jörg (2004): Männerhaß und Männerselbsthaß als kultureller Mainstream,
    in: Merkur. Doppelheft: Ressentiment! Zur Kritik der Kultur Nr.665/666, September/Oktober, S.934-943

    Jörg LAU arbeitet an seiner Männlichkeit und stellt die These auf, dass die antideutschen Ressentiments der 68er bei den 78ern auf dem Felde der Geschlechterbeziehungen wiedergekehrt sind. Als Beispiel führt LAU Klaus THEWELEITs Männerphantasien auf, in denen

    "das Ressentiment gegen die deutsche (stets schon proto- und kryptofaschistische) Kleinfamilie als Inbild einer im innersten Kern verrotteten Normalität (...)(zusammenfließt) mit dem feministischen Ressentiment gegen die Männerherrschaft". Die Folge: "Theweleit machte es möglich, daß man als westdeutscher Heranwachsender seine Ablösungs- und Liebesnöte als antifaschistischen Kampf verstehen konnte."

    LAU, Jörg (2005): "Und plötzlich wählst du CDU".
    Angela Merkel die Stimme geben? Menschen, die sich das früher nie vorstellen konnten, denken auf einmal darüber nach. Ein Rundgang durch sieben wankelmütige Milieus,
    in: Die ZEIT Nr.27 v. 30.06.

    Jörg LAU möchte Milieus (Plural) beschreiben, in denen Wechselwähler zuhause sind. Für LAU ist der Wechselwähler jedoch nur im Mitte-Milieu zuhause. Hier greift er dann 7 Typen heraus: der 68er aus dem Post-68er Milieu (!), Prototyp Gerhard SCHULZE; ein Schriftsteller aus der 68er-Generation, der sich nicht als Wechselwähler outen möchte; eine Ostfrau (Männer werden offenbar als Modernisierungsverlierer aussortiert); Deutsch-Türken, die sich von Multikulti abgrenzen (Marke Feridun ZAIMOGLU); Intellektuelle, die zum Feuilleton-Katholizismus konvertiert sind; Studenten, die sich Studiengebühren leisten können und die allein erziehende Lehrerin, die sich von ihrem eingeübten Lebensgefühl endlich auch politisch verabschiedet (Marke Harald MARTENSTEIN).

    Fasst man das zusammen, dann steht für den LAUschen Wechselwähler eigentlich nur der Wechsel zwischen Rot, Grün und Schwarz, Gelb zur Disposition.

    LAU, Jörg (2006): Experimenteller Konservatismus.
    Udo Di Fabios "Kultur der Freiheit",
    in: Merkur Nr.681, Januar

    Der Antifeminist Jörg LAU sieht in Udo Di FABIO die Ikone einer neokonservativen, linken Bürgerlichkeit, die endlich das Dilemma des Konservatismus beseitigt:

    "Deutschland ist heute unter den großen westlichen Demokratien ein Sonderfall darin, daß es hierzulande keinen Gesellschaftsentwurf rechts der Mitte gibt, der als Gegenstand allgemeiner Debatten taugte.
    Udo Di Fabio hat das Zeug, diese Lage zu verändern."

    Was ist so sexy an diesem Konservativen? Es hat weniger etwas mit Di FABIO zu tun, sondern vielmehr mit der Art und Weise, wie er von neubürgerlichen Journalisten zum Rebellen wider die Rebellen stilisiert wird. LAU wendet hier die gleiche Methode wie Jan FEDDERSEN an, um Di FABIO in jenen neubürgerlichen Kreisen salonfähig zu machen, die sich immer noch durch einen antibürgerlichen Affekt auszeichnen. Diese Art der Antibürgerlichkeit von der Stange, findet sich immer wieder in dem Buch schöne junge welt von Claudius SEIDL, das diesem Typus des Neobourgeois ein Denkmal setzt. Dieser antibürgerliche Affekt ist gleichzeitig der Hebel, an dem die Methode LAU und FEDDERSEN ansetzt, insofern Di FABIO zum typischen antibürgerlichen Bürger stilisiert wird, und der Linke als wahrer Spießer erscheint:

    "Das ursprünglich einmal reklamierte Lustprinzip, so Di Fabio, sei im Zuge der Revolte »linksviktorianisch denaturiert worden, der prickelnde Unterschied von Frauen und Männern geleugnet und unter Diskriminierungsverdacht gestellt«."

    Vor diesem Hintergrund erscheint dann Kinderkriegen richtiggehend sexy! Denn nichts anderes liegt den Sympathisanten des Udo Di FABIO mehr am Herzen. Nicht wegen des Crashs der Sozialsysteme (völlig unsexy!), sondern weil Kinderlosigkeit ein "Symptom der Lebensangst und der mangelnden Vitalität ist". Mit dieser Logik lässt sich dann auch die nationalkonservative Position der Einwanderungsgegner und fanatischen Unterjüngungs-Theoretiker begründen:

    "Warum sollten sich Migranten aus einer vitalen Herkunftskultur in eine Gesellschaft integrieren, die durch ihren Zeugungs- und Gebärstreik ersichtlich macht, dass sie nicht an sich selbst glaubt?"

    Wer von Zeugungs- und Gebärstreik spricht, der beruft sich dabei implizit auf ein bestimmtes demografiepolitisches Konzept, das er jeder politischen Debatte entziehen möchte. Wenn jede Entgegnung darauf bereits als spießig gilt, dann ist die kulturelle Hegemonie gesichert.

    MERKUR-Sonderheft: Heldengedenken.
    Über das heroische Phantasma

    Neu:
    LAU, Jörg (2009): Pathos des Eigensinns.
    Zivilcourage und Heldentum,
    in: Merkur Nr.724/725, September/Oktober

    ZEIT-Thema: In der Mitte des Lebens

    LAU, Jörg (2014): Im Kuschelland.
    Wir waren viele. Vielleicht gerade deshalb fühlten wir 64er uns in der alten Bundesrepublik so geborgen,
    in: Die ZEIT Nr.10 v. 27.02.

     
           
       

    Hans Magnus Enzensberger (1999).
    Ein öffentliches Leben
    Berlin: Alexander Fest Verlag
    (2001 als
    Suhrkamp-Taschenbuch erschienen)

     
       
         
     

    Klappentext

    "Hans Magnus Enzensberger greift immer wieder mit gezielten Provokationen ins öffentliche Leben ein. Ob Gruppe 47, Anti-Atombewegung, Studentenrebellion, ökologischer Aufbruch oder der hedonistische Zeitgeist der achtziger Jahre: Enzensberger ist präsent. Er spiegelt ein Stück deutscher Mentalitätsgeschichte wider. Keiner hat die Bundesrepublik so beredt verwünscht, aufgeklärt, mit ihrer Mittelmäßigkeit versöhnt und abermals verwünscht, wie Enzensberger."

     
         
     
           
         
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. September 2004
    Update: 26. September 2015