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Rudolf Stumberger: Hartz IV

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1956 in München geboren
    • Studium der Soziologie, Pädagogik und Kommunikationswissenschaft
    • 2006 Privatdozent für Soziologie an der Universität in Frankfurt
    • 2010 Ratgeber "Hartz IV"
 
       
   
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    Rudolf Stumberger in seiner eigenen Schreibe

     
       

    STUMBERGER, Rudolf (2006): In Deutschland können immer weniger Journalisten von ihrem Beruf leben.
    Nach einer Studie sinkt bei den Journalisten die Zahl der freiberuflich Tätigen und ist bei ihnen Kinderlosigkeit weit verbreitet,
    in: Telepolis v. 04.08.

    "In den Medien arbeiten immer mehr Frauen, ihr Anteil hat sich von 20 Prozent Ende der 1970er Jahre auf 37 Prozent im Jahre 2005 gesteigert. Ihr Anteil ist beim Fernsehen am höchsten, bei Zeitungen am niedrigsten. Zwar dominiert nach wie vor die geschlechtsspezifische Ressortverteilung (Familie, Kinder, Beauty- und Wellness-Themen), doch scheinen sich die Grenzen in den zentralen Ressorts langsam aufzuweichen. Nach wie vor sind in der Medienbranche Beruf und Familie sehr schwer zu vereinbar: Fast 60 Prozent der Journalisten in Deutschland haben keine Kinder und Journalistinnen bekommen mit einer Geburtenrate von 0,5 Kinder deutlich weniger Nachwuchs als die Frauen in Deutschland insgesamt (1,4 Kinder). Während gut die Hälfte der Journalisten keinen Nachwuchs hat, sind es bei den Journalistinnen zwei Drittel", schreibt Rudolf STUMBERGER.

    STUMBERGER, Rudolf (2009): Villenviertel-Jan und Gutmenschen Kai.
    Die neue Wahlverwandtschaft: Wo sich Spiegel und Bildzeitung geistig umarmen,
    in: Telepolis v. 12.06.

    STUMBERGER u. a. über das Buch Unter Linken von Jan FLEISCHHAUER.

    STUMBERGER, Rudolf (2009): Verlorene Illusionen.
    Die Schröder-Ära als Weg in Richtung neue Klassengesellschaft,
    in: Telepolis v. 01.10.

    STUMBERGER, Rudolf (2010): Tiefe Pflöcke für den Leistungsträgerkern.
    Oder: Was hat Prof. Dr. Peter Sloterdijk mit hochwertigen Fortpflanzungspartnern zu tun?
    in: Telepolis v. 14.01.

    "Es ist an der Zeit zu überlegen, ob sich nicht eine neue gesetzmäßige Beziehung formulieren lässt, nämlich zwischen dem Grad an wohlgebetteter Rundumversorgung so manch deutscher Professoren und ihren Empfehlungen an die Unterschicht, endlich den Gürtel enger zu schnallen. Denn es scheint, dass ein unkündbarer Arbeitsplatz, gepaart mit der Aussicht auf eine solide Altersversorgung und diversen Nebeneinkünften, besonders dazu befähigt, jenen, die von derartigen Bedingungen nur träumen können, das Leben noch ein wenig prekärer zu machen", meint STUMBERGER zu Peter SLOTERDIJK und Norbert BOLZ.

    STUMBERGER, Rudolf (2010): Das unwerte Hartz IV-Leben.
    Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn will die Unterschicht finanziell austrocknen, weil die zu viele gesellschaftlich wertlose Kinder in die Welt setzt,
    in: Telepolis v. 16.03.

    Debatte um den höheren Wert von Akademikerinnen-Kindern

    STUMBERGER, Rudolf (2010): Die neue Zuchtwahl.
    Ob Arbeitslose oder Migranten: Wie aus der die bürgerlichen Mitte Sozialrassismus wieder hoffähig gemacht wird,
    in: Telepolis v. 31.08.

    Ein bisschen spät kommt diese Entrüstung von Rudolf STUMBERGER über den Beitrag von Gunnar HEINSOHN zu Hartz IV-Empfängern schon, denn die Debatte um den höheren Wert von Akademikerinnen-Kindern ist so alt wie die Debatte um das Elterngeld und die damit verbundenen Falschmeldungen um die Kinderlosigkeit in Deutschland.

    STUMBERGER, Rudolf (2010): Abstürzende Mittelschichten.
    Frank Hertels "Knochenarbeit" als Psychogramm einer orientierungslosen Generation,
    in: Telepolis v. 16.09.

    Rudolf STUMBERGER vergleicht das Buch Knochenarbeit des Soziologen Frank HERTEL mit dem österreichischen Schriftsteller Franz INNERHOFER. Während letzterer in den 1970er Jahren den sozialen Aufstieg beschrieben habe, ist ersterer den umgekehrten Weg des sozialen Abstiegs gegangen. Für STUMBERGER ist das Buch ein Dokument des Zerfalls eines "vormaligen linken Milieus" und dadurch höchst aktuell.

    STUMBERGER, Rudolf (2010): Es zählt nicht nur, was gezählt wurde.
    Krisenwissenschaft: Der gesellschaftskritische Anspruch der Soziologie hat sich nicht erledigt - Nachlese zum Frankfurter Jubiläumskongress,
    in: Freitag Nr.42 v. 21.10.

     
           
       

    Hartz IV (2010).
    Das aktuelle Gesetz mit den neuen Regelungen. Mit verständlichen Erklärungen zum Ausfüllen des Antrags (aktualisierte 4. Auflage)
    Linde Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Alle reden von Bildung für alle, damit Deutschlands Zukunft gesichert ist. Politiker und Bildungsbeauftragte fordern, dass Unterschichten und Migranten verstärkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten haben sollen. Zugleich werden Hauptschulen geschlossen, die Gymnasialzeit verkürzt, und den Zugang zur Hochschule gibt es nur gegen Bares. Denn nach wie vor sind wir alle überzeugt: Wer es nur wirklich schaffen will, kann es auch schaffen.

    Dass bildungsferne Kinder in unserem dreigliedrigen Schulsystem benachteiligt sind, ist keine neue Erkenntnis, sagt Bruno Preisendörfer. Wohl aber, dass dieser Zustand beabsichtigt ist. Mit Verve und bissiger Ironie entlarvt er die Sonntagsreden der Politiker und anderer Privilegierten, die in Wirklichkeit gar nicht wollen, dass diejenigen, die gern als ›Bildungsreserve‹ bezeichnet werden, wirklich Bildung erfahren. Denn die Konsequenzen für die Kinder des Mittelstands und des Bürgertums liegen auf der Hand: Wo die einen hinzukommen, ist für die anderen kein Platz mehr – egal ob im Gymnasium, an der Universität oder bei der Karriere."

     
         
     
           
       

    Beiträge von single-generation.de zum Thema

    Das kleine Wörterbuch des Sozialpopulismus

    Die Rückkehr der Klassengesellschaft

     
       

    Die Hartz IV-Reformen in der Debatte

    BUTTERWEGGE, Christoph (2007): Hartz in Weimar.
    Verblüffende Parallelen: Schon vor 80 Jahren trat ein Sozialreformer für den Abbau des Wohlfahrtsstaates ein - sein Name ist heute jedem ein Begriff,
    in: Freitag Nr.2 v. 12.01.

    KÜPPERS, Kirsten (2009): Der Lobbyist der Armen.
    Hartz IV: Ulrich Schneider kämpft dafür, dass bedürftige Kinder mehr Geld kriegen. Am Dienstag berät das Bundesverfassungsgericht darüber,
    in: TAZ v. 17.10.

    BUTTERWEGGE, Christoph (2009): Ein Fall für Karlsruhe.
    Sozialstaat: Die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder reichen kaum zum Leben aus. Doch die Jugendarmut spielt für die neue Regierung offenbar keine Rolle,
    in: TAZ v. 20.10.

    BUTTERWEGGE, Christoph (2009): Die armen Kinderreichen fördern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.

    RATH, Christian (2009): Es geht nicht nur um die Kinder.
    Karlsruhe: Drei Familien sind vor das Bundesverfassungsgericht gezogen, weil die Grundsicherung nicht reicht. Die Richter nahmen das zum Anlass, über einen neuen Bewertungsmaßstab nachzudenken,
    in: TAZ v. 21.10.

    VÖLPEL, Eva (2009): Verordnete Kinderarmut.
    Über die Verhandlung von Hartz-IV-Sätzen,
    in: TAZ v. 21.10.

    KNAPP, Ursula (2009): Richter für menschenwürdiges Minimum,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.10.

    KNAPP, Ursula (2009): Des Menschen Wert und Würde,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.10.

    MÜLLER, Burkhard (2009): Das Geld reicht für alle.
    Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen? Diese Haltung darf als überwunden gelten. Warum es keine Alternative zum Sozialstaat gibt und faul sein sollte, wer faul sein will,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.11.

    HENKEL, Hans-Olaf (2009): Die Armuts-Heuchler.
    Wie Sozialpolitiker eine Lage dramatisieren, um möglichst viel Mitleid und Empörung auf die Mühlen ihrer Politik zu lenken,
    in: Tagesspiegel v. 29.11.

    KLAUE, Magnus (2009): Dienstleistung, die keiner braucht.
    Der »Umbau« des Sozialstaats zur selbstbestimmten Elendsverwaltung schlägt sich auch im Alltag nieder. Sogar die Bettler sind zu wandelnden Ich-AGs geworden,
    in: Jungle World Nr.49 v. 03.12.

    MOSEBACH, Martin (2009): Anarchismus der Barmherzigkeit.
    Sozialstaat: »Verprassen soll nicht der faule Bauch, was fleißige Hände erwarben« – warum der Sozialstaat nicht gerecht sein kann,
    in: Die ZEIT Nr.1 v. 30.12.

    MIEGEL, Meinhard (2010): Armut neu denken.
    In Deutschland muss keiner verhungern. Trotzdem gibt es Not. Wird sie wirksam bekämpft? Meinhard Miegel hegt ernste Zweifel. Die bisherige Sozialhilfe nützt keinem,
    in: Welt v.
    24.07.

    taz-Thema: Gutschein für Hartz-IV-Familien

    VÖLPEL, Eva (2010): Kindheit auf Gutschein.
    Sozialleistungen: Ursula von der Leyen favorisiert bei der Neuordnung der Hartz-IV-Regelsätze Gutscheine für Hartz-IV-Kinder. Opposition und Sozialverbände sind dagegen, sie fürchten eine Stigmatisierung ganzer Familien. Bis zum Jahresende muss die Koalition entscheiden,
    in: TAZ v.
    03.08.

    JUNGLE WORLD-Thema: Jetzt wird gekürzt.
    Das deutsche Sparprogramm

    KLOPOTEK, Felix (2010): Mangel im Überfluß.
    Ohne großes Aufsehen hat die Bundesregierung ein "Sparpaket" beschlossen, das die Ressentiments gegen die prekäre Unterschicht in Form von Gesetzen festschreibt,
    in:
    Jungle World Nr.36 v. 09.09.

    "In den Tagen, in denen Sarrazin dank seiner kruden Thesen mehr und mehr zum Volkshelden wird, der endlich sagt, was alle denken, und die Regierung mit großer Geste verspricht, die Diskussion zu versachlichen und endlich »ohne Tabus« über »Integration« zu sprechen – als hätte es die quälenden Debatten der letzten zehn Jahre nicht gegeben – wird nahezu unkommentiert das »Sparpaket« auf den Weg gebracht, vor dem die Opposition seit der letzten Bundestagswahl unablässig warnt. (...).
              
     
    50 000 Alleinerziehende und 85 000 Paarhaushalte sind von der Streichung des Elterngelds betroffen, wie das Familienministerium mitteilte. Der Zwang, Arbeit anzunehmen, soll weiter erhöht werden, schließlich sollen Transferleistungen nicht zur Vergrößerung der Unterschicht beitragen. So werden die bevölkerungspolitischen Ideale Sarrazins vom schwarz-gelben Kabinett längst verwirklicht", kritisiert Felix KLOPOTEK.

    taz-Thema: Regierung schafft Hartz IV ab!

    DRIBBUSCH, Barbara (2010): Kürzen, ohne dass es jemand merkt.
    Haushalt: Die Einsparungen sind unauffällig, betreffen nur Minderheiten oder werden dubios gerechtfertigt. Ein Aufschrei bleibt so aus,
    in: TAZ v. 16.09.

    BRÜGGEMANN, Axel (2010): Ein Dankeschön an Peter Hartz.
    Existenzminimum: Die rot-grünen Arbeitsmarktgesetze haben die Mittelschichten verunsichert. Immerhin aber ist ihre Solidarität mit den Erwerbslosen dadurch gewachsen,
    in: Freitag Nr.38 v. 23.09.

    Axel BRÜGGEMANN, Angehöriger der Generation Golf, will eine wachsende Solidarität zwischen Mittelschicht und Erwerbslosen beobachten. Ursache seien die Hartz-Gesetze. Niemand mehr könne Sozialhilfeempfänger parasitäres Verhalten nachsagen.

    Schläft der Mann seit Jahren? Gab es nicht etwa eine Peter SLOTERDIJK-Debatte? Debattiert nicht die Mittelschicht über Thilo SARRAZIN? Sein Generationsgenosse, der Soziologe Frank HERTEL zeigt in seinem Buch Knochenarbeit wie Entsolidarisierung heutzutage funktioniert und warum jeder sich selber die Schuld geben soll, wenn er arbeitslos ist und Sozialhilfeempfänger wird. Im Gegensatz zu SARRAZINs Pamphlet handelt das Buch nicht von angelesenem Wissen, sondern beruht auf eigenem Erleben. HERTEL ist eine Art AIREN der Arbeitswelt. Was passiert, wenn ein Akademiker nicht den Einstieg in den Beruf schafft, der ihm vorgeschwebt hat? Führt das zur Solidarisierung oder eher zur Abgrenzung? Die aus einer so genannten Grenzerfahrung entwickelte Alltagstheorie von HERTEL liest sich so:

    "In meiner Fabrik herrscht die Dummheit. Sie wird unterstützt von der Faulheit, dem Wahnsinn, der Krankheit und der Unordnung. (...) Ich kann diese Dummheit nicht argumentativ nachweisen, und doch scheint sie mir zu existieren und eine Wurzel der sozialen Ungleichheit zu sein. Bietet unser Land nicht alle Chancen, die man nutzen kann, wenn man intelligent genug ist? (...).
              
     Früher dachte ich, die Oberschicht sei böse. Jetzt denke ich, die Unterschicht ist dumm. Das ist eine Kurve, die ich gar nicht nehmen wollte. Nun bin ich aber durch und kann sie nicht mehr verleugnen. Meine Kollegen sind in der Mehrzahl dumme Menschen. Ich selbst muss ein Dummkopf sein, wenn ich nur dort Arbeit finde. (...).
              
     Wir sind keine Opfer, sondern unbegabte Trottel. Das tut weh, aber ich glaube, es stimmt.
              
     Etwas ist in mir kaputtgegangen. Meine Hoffnung wurde enttäuscht. Ich glaube nicht mehr daran, dass den Menschen (...) geholfen werden kann. (...). Ich glaube jetzt, dass sich jeder selber helfen muss. Und ich bin sicher, dass die Zukunft viele Verlierer und nur wenige Gewinner sehen wird. Man könnte fragen, was man gegen die Dummheit tun kann, aber das wäre eine soziologische Frage, und ich glaube nicht mehr an die Soziologie. Die Aufklärung ist gescheitert." (2010, S.30f.)

    Das Buch ist provokant, provokanter als es SARRAZIN je sein könnte. Steht HERTEL für einen Trend? In der politischen Debatte gelten Akademiker als Symbol für die Karrieremöglichkeiten in unserer Gesellschaft. Was aber, wenn z.B. männliche Akademiker immer weniger die Kurve bekommen, während weibliche Akademikerinnen die gesellschaftlichen Positionen erstürmen? Was passiert wenn deutsche AkademikerInnen in zunehmendem Maße mit hoch gebildeten Migranten konkurrieren müssen? Lenkt die Debatte um die Unterschicht vielleicht von dieser Thematik ab?

    In dem Medien und der Wissenschaft herrscht die Meinung vor, dass die Abstiegsangst der Akademiker ungerechtfertigt sei. Was aber, wenn das Gefühl etwas anderes sagt, wenn Sätze wie jene von HERTEL verbreitete Zustimmung erhalten:

    "so wie mir geht es vielen Akademikern. Die haben alle irgendwelche Fehler begangen (...). Sie protestieren nicht, weil sie wissen, dass es ihre eigene Schuld war, dass sie heute nur wenig verdienen.
              
     Ein gewaltiges Bildungskapital liegt zurzeit in Deutschland brach. Hochqualifizierte Menschen machen einfachste Tätigkeiten oder sitzen zu Hause und warten. (...).
    Es fällt uns Akademikern leicht, einen Sonderschüler von seinem Platz zu verdrängen. Man nimmt in Billigfirmen gerne Hochschulabsolventen. (...). Es ist deshalb für die ganz Unqualifizierten heute besonders schwer, einen Job zu finden, weil sie auch mit Menschen konkurrieren müssen, die ein Studium geschafft haben."

    HERTELs Buch birgt Sprengstoff, der explosiver ist als die SARRAZIN-Debatte, die nur noch die Rechtfertigung für die bereits existierende Gesetzgebung nachliefert, wie zuletzt Bettina RÖHL gezeigt hat.

    NEUBACHER, Alexander (2010): Die Mär vom armen Kind.
    Hunderttausende Kinder gelten in Deutschland als arm, doch ihr größtes Problem ist nicht der Mangel an Geld. Viele leiden unter Verwahrlosung und der Gleichgültigkeit ihrer Eltern. Selbst die jüngsten Hartz-IV-Pläne der Regierung bieten da keine Lösung,
    in: Spiegel Nr.39 v. 27.09.

    Nach Meinung von Alexander NEUBACHER sind die gegenwärtigen Hartz-IV-Sätze zu hoch:

    "Je mehr Kinder, desto größer der Anreiz für die Eltern, sich in der Arbeitslosigkeit einzurichten.
              
     Die nun geplante Reform wird diesen Konstruktionsfehler von Hartz IV nicht beheben, im Gegenteil. Eine vierköpfige Hartz-IV-Familie kommt, abhängig von ihrer Miete, schon jetzt auf bis zu 1800 Euro Stütze im Monat, zuzüglich Extrageldern etwa für die Babyausstattung oder Klassenfahrten.
              
     
    Da lohnt es sich für einen Lagerarbeiter oder eine Verkäuferin in vergleichbarer Lage eigentlich kaum, einer regulären Arbeit nachzugehen".

    DRIBBUSCH, Barbara (2010): Die guten und die schlechten Armen.
    Sozialbetrüger, Dauerkranke und Hartz IV - Über dieses Thema kann mein eigentlich linker Bekanntenkreis heute heftig streiten,
    in: TAZ v. 18.10.

    EUBEL, Cordula (2010): Berlin ist die Hauptstadt der Stütze.
    Nirgendwo ist der Anteil der Hartz-IV-Empfänger höher als in Berlin. Unter den Betroffenen gibt es allerdings eine vergleichsweise hohe Arbeitsmotivation. Hartz IV ist "nur selten ein Ruhekissen", heißt es in einer neuen Studie,
    in: Tagesspiegel v. 20.10.

    KLOPOTEK, Felix (2010): Im Reich der Mundtoten.
    Die wissenschaftlich verbrämte Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze bringt vor allem eines mit sich: In Zukunft sollen die Empfänger der staatlichen Leistungen von den bürgerlichen Verkehrsformen ausgeschlossen werden,
    in: Jungle World Nr.42 v. 21.10.

    STEP (2010): Arme haben bald noch weniger.
    Haushalt: Um rund 20 Milliarden Euro will die Bundesregierung die Ausgaben in den kommenden Jahren kürzen. Gestern stimmte das Parlament über das Gesetz ab,
    in: TAZ v. 29.10.

    HIRSCH, Michael (2010): Die Restauration der Arbeitsgesellschaft.
    Hartz IV und die Hegemonie der Erwerbsgesellschaft,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, November

    SZ-Tagesthema: Hartz IV vor der Entscheidung

    KUHR, Daniela & Thomas ÖCHSNER (2010): Komplizierter Satzbau.
    Der Regierungsentwurf hat zwar einige Forderungen des Bundesverfassungsgerichts erfüllt, perfekt ist er aber längst nicht,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.

    ÖCHSNER, Thomas (2010): Mehr als nur zwei Rosshaarbesen.
    Zusätzlich zum Regelsatz kann ein Hartz-IV-Empfänger je nach privater Situation mit Vergünstigungen im Wert von mehreren hundert Euro rechnen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.

    Neu:
    SZ-Tagesthema: Hartz-IV-Reform im Bundestag

    ÖCHSNER, Thomas (2010): Wurzelbehandlung ohne Betäubung.
    Wie aus einer zunächst entspannten Diskussion ein heftiger Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition wurde,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.

    ÖCHSNER, Thomas (2010): Der Worte sind genug gewechselt.
    Die schwarz-gelbe Mehrheit hat sich zu einigen umstrittenen Taten durchgerungen, die vom 1. Januar an Hartz-IV-Emfängern zugutekommen sollen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.

    Thomas ÖCHSNER fasst die Änderungen zusammen, die der Bundestag beschlossen hat. Umstritten war die Streichung von Ausgabeposten für Alkohol und Tabak. Eine Dokumentation der Bundestagdebatte mit den verschiedenen Anträgen findet sich hier.

    Den Entwurf eines Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen gibt es als PDF-Datei hier zum Download. In dem 164seitigen Entwurf geht es u. a. um die Begründung des Wegfalls von Alkohol und die Ersetzung von 12 Liter Billigbier (7,19 Euro) durch 12 Liter Billigmineralwasser (2,99 Euro). Tabakwaren, die bislang zu 50 % im Regelsatz berücksichtigt wurden, werden ersatzlos gestrichen (5,54 Euro).

    PRANTL, Heribert (2010): Viele Schleifen, viel Papier - aber wenig Inhalt.
    Wer zuerst das Karlsruher Urteil liest und dann das neue Hartz-Gesetz, dem könnte schlecht werden,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.

    HASELBERGER, Stephan & Jost MÜLLER-NEUHOF (2010): Bundesrat muss noch über Hartz-IV-Sätze entscheiden.
    SPD und Union werfen sich gegenseitig Tatenlosigkeit vor, doch der Bundestag hat die Hartz-IV-Reform beschlossen. Im Bundesrat könnte es ein hartes Tauziehen geben,
    in: Tagesspiegel v. 04.12.

    VATES, Daniela (2010): "Das Gesetz wird so nicht bleiben".
    Der neue Hartz-IV-Regelsatz sei intransparent berechnet und viel zu niedrig, kritisiert Sozialrichter Borchert im FR-Interview. Auch bei den Sätzen für Kinder gebe es "gravierende Ungereimtheiten",
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.

    SEIBEL, Andrea (2010): Hemmschuh Sozialstaat,
    in: Welt v. 04.12.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 18. September 2010
    Update: 10. April 2015