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Simone Schmollack: Kuckuckskinder, Kuckuckseltern

 
       
   
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    Simone Schmollack in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    SCHMOLLACK, Simone (2000): "Wer lacht, kann nicht gut arbeiten".
    Mobbing unter Karrierefrauen. Konkurrenz zwischen Bewerberinnen um Spitzenpositionen gilt als feministischer Tabu-Bruch,
    in: Freitag
    Nr.46 v. 10.11.

    Kinderlose, unverheiratete Karrierefrauen sind eine zahlenmäßig kleine soziale Gruppe, sie stehen jedoch im Brennpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. MADONNA und Hillary CLINTON stehen dagegen für den Mainstream der gegenwärtigen Frauenbewegung: verheiratete Karrieremütter. Was in den 1970er Jahren die radikalen Feministinnen waren, das sind heute die Verfechterinnen der postmodernen Doppel-Karriere-Familien.

    SCHMOLLACK, Simone (2001): Wo ist Aschenputtel?
    Studien beweisen es: Die Liebe ist auch eine Sache der Bildung. Akademiker bleiben bei der Partnerwahl weitgehend unter sich. Auch in anderen Schichten geht das Herz selten neue Wege,
    in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 11.03.

    SCHMOLLACK, Simone (2003): Patchwork des Begehrens.
    Beziehungsmodelle. Bei den 30- bis 40-Jährigen bestimmt der Lebenslauf die Partnerschaft. Nicht umgekehrt,
    in: Freitag Nr.9 v. 21.02.

    "Die Generation der heute 30- und 40-Jährigen ist mehr denn je gezwungen, über Alternativen des privaten Glücks nachzudenken. Wie Umfragen immer wieder belegen, steht die Suche nach erfülltem Liebesglück nach wie vor ganz oben auf der Prioritätenliste. Und der Druck, sich seine Sehnsüchte erfüllen zu können, ist stärker geworden. Der berufliche, materielle und sexuelle Leistungswahn, der Anspruch an sich und an eine perfekte Beziehung, lässt so manchen scheitern. Drei Jahre, 167 Tage und zwei Stunden betrage die Lebenserwartung einer heutigen Beziehung, sagt der Schriftsteller Peter Schneider in seinem Roman Paarungen.
                Anders als ihre Elterngeneration kalkulieren die 30- bis 40-Jährigen Trennungen und Brüche in ihrem Leben bewusst mit ein, weil sie selbst fast alle schon einmal gescheitert sind - beruflich und/oder privat. Aber dieses Scheitern betrachten sie nicht als Niederlage, sondern als Herausforderung an das Leben. In dieser Hinsicht sind sie ihren Müttern und Vätern um einiges voraus",

    beschreibt SCHMOLLACK das ganz normale Chaos der Liebe wie es seit Ulrich BECK zum soziologischen Handgepäck der Post-68er-Generation gehört.

    SCHMOLLACK, Simone (2007): 3.000 Quadratmeter Kindheit.
    Ein Kind gehöre zur Mutter und die Mutter an den Herd - eine Antwort auf diese realitätsfernen CDU-Stimmen gegen den Ausbau von Kita-Plätzen gibt eine clevere Einrichtung in Berlin. Ein Besuch bei "Flohkiste" und "Löwenzahn",
    in: TAZ v. 12.03.

    DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Glück in der Liebe.
    Wie kommt es? Wie bleibt es? Wie hält man es aus?

    SCHMOLLACK, Simone (2007): Perfekte Symbiose.
    Nahezu jeder würde sie gern hinbekommen: die lang andauernde, ewige Liebe. Aber wie stellt man das an? Wir haben Leute gefragt, die es wissen könnten,
    in: Das Magazin, Mai

    SCHMOLLACK, Simone (2007): Babywindeln zu Penistaschen.
    Früher hat die Paul Hartmann AG Babywindeln produziert. Heute laufen Windeln für Erwachsene vom Band. Schuld ist die Demografie,
    in: TAZ v. 09.08.

    SCHMOLLACK, Simone (2008): Meins oder seins?
    Jedes fünfte bis zehnte Baby ist ein Kuckuckskind. Jetzt bekommen misstrauische Männer das Recht auf einen Gentest. Über die biologische Vaterschaft und die Folgen einer Lüge,
    in: Tagesspiegel v. 30.03.

    SCHMOLLACK, Simone (2008): "Ich fühlte nur noch Fremdheit".
    Kuckuckskinder: Der Bundesgerichtshof stärkt die Rechte von Scheinvätern, deren Partnerinnen ihnen vermeintlichen Nachwuchs "untergeschoben" haben. Doch eine Vielzahl von moralischen Fragen bleibt offen. Am Ende sind die Kuckuckskinder die eigentlichen Verlierer,
    in: Spiegel Online v. 17.04.

    SCHMOLLACK, Simone (2008): Wenn Kinder Kinder haben.
    Reportage: Teenager als Eltern auf Probe,
    in: TAZ v.  30.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2009): Das Kuckuckskind.
    Jeden Sonnabend wird hier die Geschichte hinter einer Anzeige erzählt. Diesmal: Ein Mann erfährt, dass sein Sohn nicht sein eigener ist,
    in: Magazin der Berlin Zeitung v. 28.02.

    SCHMOLLACK, Simone (2009): Ungleiche Schwestern.
    Ostfrauen sind trutschige Muttis und Westfrauen nervende Emanzen. So sehen sich Feministinnen aus beiden Teilen des Landes nach der Wende. Eine gesamtdeutsche Frauenbewegung scheitert, weil sie nicht miteinander reden können. Ein Rückblick,
    in:
    TAZ v. 12.05.

    SCHMOLLACK, Simone (2009): Der kleinere Karriereknick.
    Studie: In Ostdeutschland steigen Mütter nach der Elternzeit schneller wieder in ihren Job ein als im Westen,
    in: TAZ v. 26.11.

    SCHMOLLACK, Simone (2009): Richterspruch begünstigt die Kümmer-Väter.
    Vaterpflichten: Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs in Straßburg wird vermutlich nur Vätern nützen, die sich heute schon um ihre Kinder kümmern. Die anderen müssen erst ihre Pflichten erfüllen,
    in: TAZ v. 08.12.

    SCHMOLLACK, Simone (2009): Frau Köhler, hier gibt es Profil!
    Über die fortdauernde Debatte zum Betreuungsgeld,
    in: TAZ v. 10.12.

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Begrenzung der Kampfzone.
    Sorgerecht: Auch ledige Väter sollen jetzt bei einer Trennung das Sorgerecht beantragen können. Sind neue Rosenkriege absehbar? Das Cochemer Modell probt eine Alternative,
    in: TAZ v. 04.01.

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Verlieben verboten.
    Was sagt uns das? Eine Studie besagt, dass es sich für Alleinerziehende nicht lohnt, einen Job zu haben,
    in: TAZ v. 25.01.

    Simone SCHMOLLACK sieht andere perverse Anreizstrukturen wirken als ein FAS-Thema über Alleinerziehende:

    "Das Problem sind die »perversen Anreizstrukturen« auf dem Niedriglohnsektor, fehlende Kitaplätze und die Gleichmacherei bei Hartz IV.
    Die Lösung hieße Mindestlöhne, Kita-Ausbau und eine Differenzierung des Bildes von Hartz-IV-EmpfängerInnen. Nicht alle Alleinerziehenden stecken in einer vererbten Sozialhilfebiografie fest, im Gegenteil: Es steigt die Zahl derer, die gute Abschlüsse haben und für die Arbeit unbedingt zu ihrem Lebensentwurf gehört. Die aber auf Hartz IV angewiesen sind, weil der Arbeitsmarkt dicht ist.
    "

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Priorität Besserverdienende.
    Über Ministerin Schröder und das Elterngeld,
    in: TAZ v.
    06.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Recht ist gut, Mediation ist besser.
    Über die Reform des Sorgerechts für ledige Väter,
    in: TAZ v.
    26.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Selbstmitleid im Szenecafé.
    Macciato-Mütter: Wenn junge Frauen nach der Trennung vom Partner in der Geschlechterfalle landen, sollten sie mal ihr Rollenverständnis überdenken,
    in: TAZ v.
    30.07.

    Simone SCHMOLLACK hat kein Mitleid mit geschiedenen Prenzlauer Berg-Müttern mit Alleinerziehenden-Status.

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Die Gerechtigkeitslücke.
    Über die andauernden Debatten zum Elterngeld,
    in: TAZ v. 12.10.

    Simone SCHMOLLACK macht Verlierer und Gewinner der Elterngeldreform aus:

    "Im Vergleich zum vorher gezahlten Erziehungsgeld, mit dem alle Eltern die gleiche Summe bekamen, war es von Anfang an ungerecht. Es teilt die Gesellschaft in drei (Eltern-)Gruppen: Gut- und besserverdienende Mütter und vor allem Väter profitieren vom Elterngeld. Für Eltern mit mittleren Einkommen änderte sich seit der Einführung des Elterngeldes im Jahre 2007 kaum etwas. Und Arbeitslose, GeringverdienerInnen und Studierende bekommen heute weniger als damals."

    SCHMOLLACK, Simone (2010): Recht auf den leiblichen Vater,
    in: TAZ v. 22.12.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Wir arbeiten beide.
    Steuern: Endlich will auch die SPD das Ehegattensplitting reformieren. Bislang ignoriert das Steuerrecht neue Lebensformen und fördert den Alleinverdiener,
    in: TAZ v. 14.01.

    Für Simone SCHMOLLACK, die das Doppel-Verdiener-Modell propagiert, verhindert das Ehegattensplitting, dass auch Frauen Familie und Beruf vereinbaren können.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Wo bleibt die Männerpolitik?
    Über Ministerin Schröder und die Vätermonate,
    in: TAZ v. 12.04.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Frauen, geht arbeiten!
    Leben: Geschiedene Mütter müssen grundsätzlich erwerbstätig sein. Das ist richtig, denn es macht Frauen unabhängig von der Alimentierung,
    in: TAZ v. 16.05.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Schlichte Welterklärungen und Mutterideal.
    Geschlechterfront: Ein rechtspopulistischer Männerverein will Öffentlichkeit und pirscht sich an eine Stiftung und ein Institut ran. Dort ist man zum Dialog bereit. Doch das nützt nichts, das Publikum fehlt,
    in: TAZ v. 08.06.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Schlichte Antwort auf die K-Frage.
    Nicole Huber nimmt den "Familienfundamentalismus", wie sie es nennt, kritisch unter die Lupe und rechnet vor, was Kinderlose in die Staats- und Sozialkassen einzahlen müssen. Leider wartet sie auch mit Pauschalurteilen und Stammtischparolen auf,
    in: DeutschlandRadio v. 25.09.

    SCHMOLLACK, Simone (2011): Nicht defizitär, sondern autark.
    Alleinerziehende: Frauen, die ihre Kinder ohne Mann großziehen, wollen kein Mitleid. Was sie wollen, ist gesellschaftliche Anerkennung, sagt die Autorin Christina Bylow,
    in: TAZ v. 01.10.

    Rezension des Buches Familienstand: Alleinerziehend von Christina BYLOW .

    SCHMOLLACK, Simone (2012): Guten Tag, heute schon gefickt?
    Haben die jungen Unionsfreunde Langeweile? Einige Hinterbänkler der CDU fordern eine Zwangsabgabe für Kinderlose über 25 Jahren. Kommt jetzt die Reproduktions-Stasi?,
    in: TAZ Online v. 15.02.

    Die Debatte um eine Abgabe von Kinderlosen kommt alle paar Jahre wieder auf die politische Agenda. Ob sie nun als Rente nach Kinderzahl (zur Ideologie mehr hier) oder Demographie-Rücklage vermarktet wird.

    In der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose bereits heute höhere Beiträge. Begründet wurde sie 2001 mit überhöhten Kinderlosenzahlen. Angeblich sollten ein Drittel der 1965 geborenen Frauen kinderlos bleiben. Seit 2008 ist es amtlich: Der Kinderlosenanteil liegt weit unter einem Drittel. Bis heute liegen jedoch keine wirklich aufschlussreichen wissenschaftlichen Analysen der Daten vor. Wer bleibt lebenslang kinderlos? Warum?

    Die Broschüre Geburten in Deutschland des Statistischen Bundesamtes vom Januar 2012 kann man nur als Frechheit bezeichnen. Sie ist aber symptomatisch für die Datenaufbereitung zu Kinderlosen in Deutschland. Zur Kinderlosigkeit (Kapitel 2.3) bekommt man keinen Faktenüberblick in Tabellenform  geliefert, sondern lediglich Interpretationen der Kinderlosigkeit in vereinzelten Frauenjahrgängen. Hält man die Leser für dumm? Könnten die Leser zu anderen Schlüssen kommen als die Sachwalter? 

    Gab es jemals eine Veröffentlichung über den Anteil der Kinderlosen in der Pflegeversicherung? Wer zahlt da überhaupt? Würden sich diese Zahlen für einen Familienwahlkampf eignen, sie wären längst auf dem Tisch. Es herrscht aber Stillschweigen!

    Kinderlose haben keine Lobby. Die scheinbar allseitige mediale Empörung über die Debatte, die eine CDU/CSU-Bundestagsfraktionsgruppe angestoßen hat, täuscht darüber hinweg. Die Debatte wird lediglich als Anlass genommen, der eigenen bekannten familienpolitischen Position Aufmerksamkeit zu verschaffen. Um Kinderlose geht es dabei nicht.

    Die so genannte junge Gruppe der Initiatoren der Debatte ist sogar zu feige ihre Vorstellungen zur geforderten Abgabe auf ihrer Webseite zu veröffentlichen. Dazu müssten Fakten offen gelegt werden, z. B. über die Einnahmenstruktur aus der Pflegeversicherung. Wer zahlt die höheren Beiträge? Wer sind diese Kinderlosen? Hier herrscht jedoch Stillschweigen. Die Fakten sind offenbar nicht kampagnenfähig. Kann man diese Debatte überhaupt ernst nehmen?

    Die Beiträge zur Debatte um eine Sonderabgabe von Kinderlosen werden hier nicht dokumentiert, weil zu solchen Sonderabgaben bereits alles gesagt ist (hier, hier, hier und hier). Erst wenn belastbare Fakten zur Lage der Kinderlosen in Deutschland auf den Tisch kommen, könnte endlich eine Debatte beginnen, in der nicht lediglich Vorurteile und Ressentiments vorherrschen.

    SCHMOLLACK, Simone (2012): Mehr Geld durch neues Steuersystem.
    Familien: Mit der Individualbesteuerung würde der Staat kräftig kassieren. Das Modell hat derzeit keine Chance,
    in: TAZ v. 15.08.

    Simone SCHMOLLACK berichtet über eine Simulationsberechnung des DIW (Wochenbericht vom 12. Oktober 2011) zur Individualbesteuerung und die Programmatik der SPD zum Ehegattensplitting. 

    SCHMOLLACK, Simone (2012): Schuld ist der Perfektionismus.
    Familie: Trotz Kinder- und Elterngeld und verbesserter Betreuungsangebote bleibt die Geburtenrate niedrig,
    in: TAZ v. 18.12.

    "Geht es hierzulande endlich aufwärts mit der schwachen Reproduktionsfreudigkeit? Nein. Das belegt seit Montag eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden und bestätigt damit bekannte Fakten: Die Geburtenrate in Deutschland beträgt seit vielen Jahren 1,39 Kinder pro Frau",

    behauptet Simone SCHMOLLACK. Dagegen heißt es in der Broschüre:

    "Die zusammengefasste Geburtenziffer, berechnet nach Kalenderjahren, liegt in der Bundesrepublik seit 1975 zwischen 1,24 und 1,45 Kindern pro Frau und erreichte im Jahr 2010 einen Wert von 1,39."

    SCHMOLLACK verkauft uns also den Wert von 2010 als Wert der letzten Jahre. 2011 lag der Wert bei 1,36. Warum werden wir mit alten Werten abgespeist? Weil es gerade zu den Argumenten passt?

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Pragmatische Hochzeiten.
    Liebe: Viele ältere Paare gehen heute die Ehe ein, um sich gegenseitig finanziell abzusichern. Und auch, um einander unkompliziert pflegen zu können,
    in:
    TAZ v. 17.01.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Wer will schon den fertigen Mann?
    Geschlechter: Die US-amerikanische Journalistin Hanna Rosin ruft "Das Ende der Männer" aus: Die Frauen gehen in die Rolle der Familienernährerin oder heiraten erst gar nicht. Das Buch, das in Rosins Heimat für Wirbel sorgt, wird hier niemandem wehtun,
    in:
    TAZ v. 26.01.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Stadt-Land-Gefälle.
    Kitas: In den Metropolen fehlen Betreuungsplätze, auf dem Land nicht, sagen Lobbyverbände,
    in: TAZ v. 27.02.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Keine Ahnung von Familienpolitik.
    Studie: Eltern wünschen sich Geld und gute Kinderbetreuung - und wählen widersprüchlich,
    in: TAZ v. 10.04.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Kümmert euch!
    Studie: Eltern wünschen sich Geld und gute Kinderbetreuung - und wählen widersprüchlich,
    in: TAZ v. 10.04.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Nicht jammern, sondern klagen!
    Faktencheck: Ab 1. August ist es so weit, Kitaplätze können eingeklagt werden. Was ist dabei zu beachten?
    in: TAZ v. 11.04.

    Klagen? Die Erfolgsaussichten sind gering:

    "Vermutlich wird es nicht viele solcher Klagen geben. Eltern müssten zweifelsfrei beweisen, dass sie alle Möglichkeiten, ihr Kind in einer Kita, bei einer Tagesmutter oder anderswo unterzubringen, vollkommen ausgeschöpft haben. Wenn Kommunen Eltern beispielsweise eine Tagesmutter anbieten, die die Eltern ablehnen, weil sie diese als nicht geeignet ansehen, gilt das bereits als »nicht ausgeschöpft«"

    Ein Himmelreich für einen Kitaplatz heißt die dazu gehörende Reportage über die Situation in Leipzig.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Absenkbarer Klodeckel.
    Modernisierung: Bei taz-Autorin Simone Schmollack versuchen die Neueigentümer, die Altmieter rauszuekeln - mit Erfolg,
    in: TAZ v. 30.04.

    "Für meine 92-Quadratmeter-Wohnung am Hotspot Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg bezahle ich 570 Euro Bruttowarmmiete. Der Mietvertrag ist von 1991. Nach einer Sanierung wollen die Eigentümer das Doppelte haben. Das ist mein komplettes taz-Gehalt. Ein Immobilienmakler sagte mal zu mir: »Da hocken die Altmieter in den billigen Buchten wie die Maden im Speck«", klagt Simone SCHMOLLACK.

    OESTREICH, Heide & Simone SCHMOLLACK (2013): Das Ende der Machtmütter.
    Vaterland: Wurde das nicht längst Zeit? Unverheiratete Väter bekommen jetzt ganz leicht das Sorgerecht für ihr Kind. Das klingt fortschrittlich. Aber ist es das auch? Wie ein Gesetz ganze Familienstrukturen verändern könnte,
    in:
    TAZ v. 04.05.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Kompliziertes Patchwork.
    Familienrecht: Die Grünen schlagen eine Neuregelung der sogenannten sozialen Elternschaft vor - auch eine Unterhaltspflicht für neue Partner,
    in:
    TAZ v. 01.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): "Eltern ziehen Kitaplatz vor".
    Familie: Der Run auf das Betreuungsgeld, das ab Donnerstag ausgezahlt werden kann, bleibt aus. Familien brauchen es nicht, glaubt Bildungsökonomin Katharina Spieß,
    in:
    TAZ v. 31.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Männer wollen Partnerin nicht versorgen müssen.
    Studie: Auch Mehrheit der Frauen will finanziell unabhängig sein. Heiraten ist out,
    in: TAZ v. 11.09.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Echter Paradigmenwechsel.
    Über neue Männer und alte Strukturen,
    in: TAZ v. 11.09.

    Sowohl für die taz als auch für die Welt bestätigt die Studie von Jutta ALLMENDINGER u.a. ihr jeweiliges Familienbild.

    SCHMOLLACK, Simone (2013): Die Rechnung nicht ohne die Kinder machen.
    Steuern: Experten: Gerechtigkeitslücke zwischen Alleinerziehenden und Ehepaaren schließen,
    in: TAZ v. 13.09.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Weiblich, mittelalt, schwer vermittelbar.
    Mitfünfzigerinnen: Die Durchleuchtung der Frau ist einen Schritt weiter. Jetzt haben sich zwei Autorinnen denen in der Lebensmitte genähert. "Die verratene Generation" heißt ihr Buch,
    in:
    TAZ v. 22.03.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Vertraut den Betroffenen.
    Über die Teilrente mit 60 Jahren,
    in:
    TAZ v. 23.06.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Fröhlich sein mit de Maizière.
    Generationen: Wie werden die heute Fünfzigjährigen später leben? Ein Innenminister muss so was wissen. Deshalb informiert er sich bei den Betroffenen, bei den Babyboomern,
    in:
    TAZ v. 18.06.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Vater und Sohn.
    Auf Pregnancy Hill,
    in:
    TAZ Berlin v. 27.06.

    Die Mütterkriege und ihr jeweiliges Mutterfeindbild haben Zuwachs bekommen, denn neuerdings stehen Elternbilder und damit immer mehr auch Väter im Fokus der öffentlichen Debatte.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Teuer und rückwärtsgewandt.
    Über die Mütterrente,
    in: TAZ v. 01.07.

    SCHMOLLACK, Simone (2014): Die Betreuerin.
    Wahnsinn: Wenn in der Familie jemand zum Pflegefall wird, haben die Angehörigen nicht nur mit Krankheit und Trauer zu kämpfen, sondern vor allem mit den Behörden. Eine Chronik über die deutsche Bürokratie,
    in:
    TAZ v. 02.07.

    Neu:
    SCHMOLLACK, Simone (2014): Herdprämie macht dumm.
    Familie: Kinder entwickeln sich dann am besten, wenn sie in ihrem ersten Lebensjahr zu Hause betreut werden und danach in die Kita gehen, haben Experten herausgefunden,
    in:
    TAZ v. 28.07.

    "Mütter oder auch Väter im Hartz-IV-Bezug, die ihr einjähriges Kind nicht in eine Kita schicken wollen, müssen Betreuungsgeld beantragen. Dies erklärte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage. Wenn die Frau sich entscheide, ihr Kind nicht in die Kita zu geben, dann greife Paragraf 12 im Sozialgesetzbuch II, nach dem andere Sozialleistungen »vorrangig« in Anspruch genommen werden müssen, so die Sprecherin",

    heißt es auf taz.de vom Oktober 2013. Die hohen Zahlen beim Betreuungsgeld, die nun erhoben worden sind, zeigen offenbar vor allem eins: Der Erfolg des Betreuungsgeldes bei gering Qualifizierten ist im politischen System vorprogrammiert worden.

    Zudem würde man die Studie lieber selber lesen, statt unüberprüfbare Zahlen von Meinungsmedien vorgesetzt zu bekommen. Aber die Studie wurde bislang offenbar nur dem Spiegel zugänglich gemacht und wird erst noch veröffentlicht. Im Bericht von Simone SCHMOLLACK vermisst man die wichtigsten Zahlen: Wie viele der Betreuungsgeldbezieher sind allein nur aufgrund der Regelungen des Sozialgesetzbuchs II gezwungen das Betreuungsgeld zu beziehen, um die Betreuungsgeldstatistik aufzuhübschen?

    "Und noch etwas zeigt die Meldung exemplarisch: Wie Fakten im eigenen Sinne ausgelegt werden können. (...) Ein Zeichen dafür, dass es häufiger um Selbstdarstellung geht und seltener um die Betroffenen",

    schreibt SCHMOLLACK über die Parteiinterpreten. Leider gilt das auch für sie selber, denn ein Hinweis auf die Mechanismen, die das Betreuungsgeld erst zum fragwürdigen Erfolg gemacht haben, wäre im Sinne journalistischer Aufklärung angebracht gewesen. 

     
           
       

    Simone Schmollack im Gespräch

     
       
    • fehlt noch
     
           
       

    Kuckuckskinder, Kuckuckseltern (2008).
    Mütter, Väter und Kinder brechen ihr Schweigen
    Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa fünf bis zehn Prozent aller Kinder sogenannte Kuckuckskinder - der Vater, den sie kennen, ist also nicht der biologische Vater - oder sie werden von einer anderen Mutter großgezogen. Exakte Zahlen liegen darüber nicht vor, denn die Existenz eines Kuckuckskindes gilt bis heute als eines der bestgehüteten Geheimnisse.

    Meist wird die Wahrheit aber weniger aus böser Absicht verschwiegen, sondern weil eine funktionierende Familie aufgebaut oder erhalten werden soll.

    Der Wunsch nach Glück und Harmonie gewinnt die Oberhand über das Streben nach der Wahrheit. Die meist erst ans Licht kommt, wenn ein bisher intaktes Gefüge auseinanderbricht. Dann lassen Väter vielleicht Zweifel zu, Mütter reden, Kinder fragen nach. In der Regel bricht für alle Beteiligten eine Welt zusammen und es beginnt ein Kampf, bei dem alle zunächst verlieren.

    Simone Schmollack lässt Kuckuckskinder und Kuckuckseltern zu Wort kommen, die offen über ihre Gefühle und Gedanken sprechen: Eine Frau erzählt davon, wie sie zufällig bei der Geburt ihres eigenen Kindes erfahren hat, dass sie ein Kuckuckskind ist, eine andere schildert, wie ihr die Wahrheit durch das Gerede im Dorf zugetragen wurde. Kuckucksväter erzählen von ihren Erfahrungen und wie sich ihr Verhältnis zu "ihren" Kindern nach dem "Verrat" entwickelt. Eine Kuckucksmutter, die ihrem bereits erwachsenen Sohn das Geheimnis offenbart, kommt ebenso zu Wort wie eine Frau, die erst drei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter durch einen Gentest erfahren hat, welcher von zwei Männern der leibliche Vater ihrer Tochter ist.

    Für ein ausführliches Vorwort zum "Problem Kuckuckskind" hat die Autorin Interviews mit Psychologen und Fachleuten geführt.

    Der Serviceteil bietet Infos zur aktuellen Rechtslage."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    GASTEIGER, Carolin (2008): Das Geheimnis der Kuckuckskinder.
    In Deutschland ist jedes fünfte bis zehnte Neugeborene ein Kuckuckskind. Simone Schmollack schildert in ihrem Buch, wie betrogene Väter, verzweifelte Mütter und verwirrte Kinder mit dem familiären Tabuthema umgehen,
    in: sueddeutsche.de
    v. 08.04.

     
       

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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 26. September 2011
    Update: 30. August 2015