[ Autoren der Single-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Volker Zastrow: Die Vier

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1958 in Niebüll geboren
    • Studium der Geschichte
    • 2006 Buch "Gender - Politische Geschlechtsumwandlung"
    • 2009 Buch "Die Vier"
    • Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
 
       
   
  • Aktuellster Beitrag
  •  
           
       

    Volker Zastrow in seiner eigenen Schreibe

     
       

    ZASTROW, Volker (2006): Politische Geschlechtsumwandlung.
    Kaum eine Frau kennt den Begriff: "Gender Mainstreaming". Dabei handelt es sich um eine durchgreifende Maxime sowohl der deutschen als auch der europäischen Politik, die vor allem den Interessen der Frauen dienen soll. Was bedeutet "Gender Mainstreaming"? Wie hängen Gleichstellung und Gleichbehandlung zusammen?
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.

    Volker ZASTROW sieht in der Lesbenbewegung ( = Feminismus) den wahren Feind, der die Abschaffung der Hausfrau (= Gendermainstreaming) betreibt. ZASTROW sieht (analog zu Mariam LAU) die Motive biographisch verankert:

    "Der Zusammenhang von Feminismus und Lesbenbewegung wird öffentlich verbrämt, dabei ist er nachgerade zwingend. Denn während  homosexuelle Männer auch ohne Frau und Kinder in der so genannten »patriarchalen« Gesellschaft erfolgreich sein konnten, bot sich diese Möglichkeit homosexuellen Frauen kaum. Ihnen drohte die Abwertung als »alte Jungfer«; berufliche Bildung, Aufstieg und Anerkennung waren für sie erheblich schwerer zu verwirklichen als für den alleinstehenden Mann. Der Zusammenhang zwischen Frauen- und Lesbenbewegung, der in der großen Koalition als Gleichstellungs- und Gleichbehandlungspolitik aufscheint, ist also durchweg biographischer Natur."

    ZASTROW beschäftigt sich deshalb im Artikel in erster Linie mit der Aufdeckung des europaweiten Netzwerkes der Lesben.

    ZASTROW, Volker (2006): Der kleine Unterschied.
    Die Europäische Union und mit ihr die Bundesrepublik Deutschland haben sich auf das "Gender Mainstreaming" verpflichtet. Dieser Politik liegt die Behauptung zugrunde, daß Geschlechtsrollen im Gegensatz zum biologischen Geschlecht nur erlernt seien. Propagiert und durchgesetzt hat das der Feminismus. Doch am Anfang der Gender-Theorie vor vierzig Jahren steht ein amerikanischer Psychiater und sein Menschenversuch,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.09.

    ZASTROW, Volker (2007): Unmut über die Familienpolitik,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.02.

    Volker ZASTROW verteidigt die Managerehe gegen die Doppelkarriere-Paare, indem er das idealistische Bild der deutschen Mutter beschwört und die geplante Nullsummen-Politik der Familienministerin Ursula von der LEYEN anprangert:

    "Sie will an der einen Stelle nehmen, was sie an der anderen gibt. Gegeben wird den Müttern (am liebsten mit Hochschulabschluss), die voll berufstätig sind. Genommen wird den Frauen, die einen wesentlichen Teil ihrer »Ressourcen« (...) ihren Kindern zukommen lassen möchten."

    ZASTROW, Volker (2008): Kochs Untergang.
    Der hessische Ministerpräsident Roland Koch war das intellektuelle Schwergewicht der deutschen Christdemokraten. Seine Wahlschlappe ist ein Indiz für einen Linksrutsch in Deutschland bis weit in die konservativen Milieus,
    in: Weltwoche Nr.5 v. 31.01.

    Volker ZASTROW, strammer Antifeminist, verkündete bereits am 20. Januar in der FAS ("Rechnungen") seine Dolchstoßlegende:

    "Egal, was die Umfragen sagen: vermutlich auf dem Weg, die absolute Mehrheit zu verteidigen. Dann kam eine (...) im Unionslager konsensfähige Bemerkung des Ministerpräsidenten zu (von Erwachsenen mißbrauchten) Intensivstraftätern im Kindesalter und mit ihr die Gelegenheit für Kochs Widersacher, ihm nachzusagen, kleine Kinder in den Knast schicken zu wollen statt in die Krippe. Dass von der Gelegenheit erfolgreich Gebrauch gemacht werden konnte, haben aber Kochs Parteifreunde bewirkt: Christian Wulff und Angela Merkel (via Pofalla)."

     
           
       

    Volker Zastrow in der Debatte

     
       

    GEIER, Andrea (2006): Schuld ist nur der Feminismus.
    Volker Zastrow warnt vor einer Politik der Geschlechtsumwandlung. Über die Rhetorik der Diffamierung in der feuilletonistischen Familien-Debatte,
    in: Jungle World Nr.26 v. 28.06.

    Andrea GEIER befasst sich mit einem FAZ-Artikel von Volker ZASTROW: "Im Juni ging es vor allem um die Männer. Die Wochenzeitung Die Zeit hat sich der Frage »Was ist männlich?« gestellt und ließ, ganz in der liberalen Tradition des Blattes, zwei darüber streiten, ob Männer oder Frauen letztlich mehr vom Umbruch der Geschlechterrollen profitieren werden. Der auf seine Weise ins »Grundsätzliche« der Geschlechterverhältnisse zielende Artikel von Volker Zastrow »Politische Geschlechterumwandlung« auf FAZ.Net nimmt dagegen einen Ansatz auf, wie ihn Christian Schwägerl am Anfang des Monats schon in seinem Artikel »Frau überholt rechts. Sind Männer das schwächere Geschlecht der Zukunft?« in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorgelegt hat."

    OESTREICH, Heide (2007): Vorsicht vor kastrierenden Lesben.
    Backlash-Publizisten haben die zweite Stufe der Rakete in die Vergangenheit gezündet: Sie wollen nicht mehr nur alte Geschlechterbilder konservieren, sondern diffamieren nun auch die ProtagonistInnen der Gleichstellungspolitik,
    in: TAZ v. 10.01.

    "Manufactum, das Kaufhaus für Leute, die sich Bakelit-Lichtschalter und Dachshaar-Rasierpinsel zurückwünschen, hat neuerdings auch die passende Ideologie im Angebot: In zwei in Leinen gebundenen Aufsätzen tut der FAS-Redakteur Volker Zastrow auf sechzig Seiten kund, dass hinter der Fassade moderner Gleichstellungspolitik Lesben zum Angriff auf die »normale« Hausfrau und Mutter blasen. Und »Gender-Mainstreaming« bedeute, dass IdeologInnen die männliche Identität zerstören wollen. »Politische Geschlechtsumwandlung« sei das Ziel. Die Herrschaftsübernahme kastrierender Lesben steht kurz bevor. Mit 6,80 Euro ist das Buch »Gender« für Manufactum-Verhältnisse ein Schnäppchen. (...).
    Im Kuriositätenkabinett Manufactum liegt das Werk gar nicht mal so schlecht.
    Doch leider sind die Texte auch in der FAZ erschienen. Zumindest diese Redaktion fand es offenbar normal, dass ein Autor mangels Argumenten nahezu ausschließlich zu (größtenteils persönlichen) Diffamierungen greift
    ", klagt Heide OESTREICH.

    Stanley KURTZ - Krieg gegen die pluralistische Gesellschaft

    OESTREICH, Heide (2007): "Wir nehmen den Jungs nicht die Autos weg!"
    Ist Gender-Mainstreaming wirklich ein Umerziehungsprogramm? Susanne Baer, Leiterin des "GenderKompetenzZentrums", beruhigt die aufgebrachte Männerwelt,
    in: TAZ v. 22.02.

    "FAZ und Spiegel werfen Ihnen vor, Mädchen in Jungenrollen zu drängen und Jungs zu Mädchen umerziehen zu wollen.
                 Da finden ein paar Vermischungen statt, die auch zur rhetorischen Strategie gehören. Gender-Mainstreaming ist ja zunächst nur eine Aufforderung an die Verwaltung, genauer zu prüfen, was sie für wen tut. Also: Stellen wir mit unserem Handeln mehr Gerechtigkeit her oder vertiefen wir Ungleichheiten? Das Ergebnis kann sein, dass Kinder auch einmal neue, ungewöhnliche Angebote finden und nicht nur die üblichen Schubladen. Rollenzwang führt nicht zu mehr Selbstbestimmung und mehr Gerechtigkeit. Aber niemand will kleinen Jungs die Autos wegnehmen, also keine Angst, meine Herren.
                 Wie kommt denn dann Volker Zastrow von der FAZ auf die Idee, es handele sich um eine »politische Geschlechtsumwandlung«?
                 Die Rede von der Umerziehung ist Ausdruck diffuser Ängste und gezielter Aggressionen. Diese brechen sich jetzt Bahn, weil nochmals versucht wird, tradierte Vorstellungen von Männlichkeit zu behaupten, obwohl eigentlich klar sein dürfte, dass diese nicht mehr überlebensfähig sind. Gender-Mainstreaming hat Geschlechterthemen aus der Frauenecke herausgeholt und konfrontiert jetzt auch Männer mit Fragen, über die sie bisher hinweggesehen haben. Insofern sind die Aggressionen eine Art paradoxer Erfolg von Gender-Mainstreaming."

     
           
       

    Die Vier (2009).
    Eine Intrige
    Berlin: Rowohlt

     
       
         
     

    Klappentext

    "Keine politische Affäre der letzten zwanzig Jahre hat so viel Aufsehen erregt wie der Fall jener vier hessischen Landtagsabgeordneten, die sich im November 2008 weigerten, ihre eigene Parteivorsitzende zur Ministerpräsidentin zu wählen. Diese Geschichte, die wie keine zweite die innere Zerrissenheit der SPD offenbart, beschäftigt die Öffentlichkeit bis heute.

    Wer sind die Vier?

    Was trieb sie an?

    Dieses Buch enthüllt ein Geheimnis."

     
         
     
           
       

    Buchauszüge

    ZASTROW, Volker (2009): Die Geschichte eines Kindes.
    Auch Politiker haben ihr Schicksal, und obwohl viel über sie geschrieben wird, erfährt man davon nur selten. Hier ist eine Ausnahme: Silke Tesch,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.08.

    ZASTROW, Volker (2009): Links blinken, rechts abbiegen.
    Wer gab den Startschuss für Andrea Ypsilantis zweiten Anlauf auf die Staatskanzlei? Es war der Kreis um ihren Rivalen Jürgen Walter - der ihr dann die Stimme versagte,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
    v. 09.08.

    ZASTROW, Volker (2009): Mauerkinder,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
    v. 11.08.

     
       

    Das Buch in der Debatte

    SEIBT, Gustav (2009): Mit welchen Augen jemand die Welt sieht.
    Literaturkritische Anmerkungen zu Volker Zastrows Recherche über die "hessischen Vier",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.

    Infos zu: Gustav Seibt - Autor der Single-Generation

    RÖHL, Bettina (2009): Hessen - das verlorene Gewissen der SPD,
    in: Welt Online v. 11.08.

    Infos zu: Bettina Röhl - Autorin der Single-Generation

    DÜPERTHAL, Gitta (2009): "Da sollen neue Fraktionskämpfe geschürt werden".
    Die Enthüllungen über die vier SPD-Abweichler in Hessen gehören offenbar zur Wahlkampfstrategie der CDU. Ein Gespräch mit Ursula Schumm-Garling,
    in: junge Welt v. 12.08.

    BEBENBURG, Pitt von (2009): Nicht mehr phantastisch.
    Buch über Ypsilantis Widersacher,
    in: Frankfurter Rundschau v. 13.08.

     

     

       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

    Bitte beachten Sie:
    single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

     
       
     
         
       
     
       
    © 2002-2015
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 10. August 2009
    Update: 12. April 2015