[ Autoren der Generation @ ] [ News ] [ Homepage ]

 
       
   

Franziska Gerstenberg: Wie viel Vögel

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1979 in Dresden geboren
    • Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig
    • 2004 Erzählband "Wie viel Vögel"
 
       
   
  • Aktuellster Beitrag
  •  
           
       

    Franziska Gerstenberg in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • fehlt noch
     
           
       

    Franziska Gerstenberg im Gespräch

     
       
    • BRANDT, Jan (2004): "Im Grunde bin ich faul".
      Der Popliteraten-Boom ist vorbei. Jetzt wird wieder ernsthaft geschrieben. Die Dresdner Autorin Franziska Gerstenberg zeigt, dass reife Prosa nichts mit dem Alter zu tun hat,
      in: Neon, April

     
           
       

    Wie viel Vögel (2004)
    Frankfurt a/M: Schöffling

     
       
         
     

    Klappentext

    "Da stürzen in New York die Türme ein, und in einem Ferienbauernhof irgendwo in der Mitte Deutschlands verwandelt sich durch diese Weltkatastrophe eine empfindliche und gefährdete Liebesgeschichte urplötzlich in eine dumme Episode. Ganz leise geschieht das.
    Und fast nie werden sie laut, die Figuren in Franziska Gerstenbergs Erzählungen. Es scheint sogar, als machten sie am liebsten einen großen Bogen um die Orte, an denen es in ihrem Leben vielleicht spektakulär oder tragisch zugehen könnte. Und doch vibriert es allenthalben, die Figuren zittern vor Unsicherheit. Sie ahnen, dass sie, obwohl noch ganz jung, schon lauter ungelebtes Leben vor sich her schieben. Bald muss etwas geschehen.
    Aber da ist ja so viel Alltag! - unser noch nicht so ganz vereinigter bundesdeutscher Alltag. Nicht als Sammlung von Markenprodukten und Konsumentenoberflächen, Alltag vielmehr als das Muster der zarten Risse, die durch das Selbstverständnis der Figuren gehen.
    Franziska Gerstenberg zeichnet stille und eindringliche Porträts von Menschen um die zwanzig, die vom Mit-, Nach- und Gegeneinander der Lebens- und Gesellschaftsentwürfe durchdrungen und manchmal auch durchschnitten worden sind."

    Pressestimmen

    "Franziska Gerstenberg (...) ist das, was Jana Hensel ein »Zonenkind« genannt hat, jemand, der wenige Erinnerungen an die DDR hat, dafür aber umso mehr an die Zeit danach."
    (Jan Brandt in der TAZ vom 21.02.2004)

    "Dieses Paar trägt seine private Tragödie in die Öffentlichkeit der Ausflügler, lautstark platzt das Unglück aus der jungen Frau: «Stellen Sie sich vor, sagt sie zu den Umstehenden, dieser Mann will kein Kind von mir.»"
    (Franz Haas in der Neuen Zürcher Zeitung vom 25.02.2004)

    "Es ist der Sound einer Generation, der man keinen Platz anbietet im Leben, die in Alternativen ertrinkt, die nicht attraktiv genug erscheinen, um der Anstrengung wert zu sein."
    (Meike Fessmann im Tagesspiegel vom 28.03.2004) 

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    BRANDT, Jan (2004): Glückfindungsstörungen.
    Zonenkinder auf der Flucht: "Wie viel Vögel", der erste Erzählband der Leipziger Literaturinstitutsabsolventin Franziska Gerstenberg,
    in: TAZ v. 21.02.

    HAAS, Franz (2004): Poetische Momentaufnahmen.
    Franziska Gerstenbergs exzellentes Erzähldébut,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.02.

    "Vielleicht sind die neuen deutschen Bundesländer doch nicht so heillos von der Ostalgie befallen, wie es im letzten «Merkur» diagnostiziert wird. (...). Es gibt nicht nur die kuscheligen Erinnerungen der «Zonenkinder», das zartbittere Gedenken an das Leben «Am kürzeren Ende der Sonnenallee», die süss-saure Nostalgie nach Spreewaldgurken. Und es gibt zum Glück für die neue deutsche Literatur eine Generation, für die die Schrecken und Wonnen der DDR nicht mehr erstes Pflichtthema sind.
    Franziska Gerstenberg, die 1979 in Dresden geboren wurde und in Leipzig und Hannover lebt, ist jung genug, um nicht einmal zu jener «Millenniumsgeneration» zu gehören, deren intellektueller Marktwert im letzten
    »Kursbuch« taxiert wird",

    schreibt Franz HAAS über den Erzählband Wie viel Vögel von Franziska GERSTENBERG.

    WITTSTOCK, Uwe (2004): Glück mit Glückskeksen.
    "Wie viel Vögel" - das erstaunliche Erzähldebüt der 25-jährigen Franziska Gerstenberg,
    in: Welt v. 20.03.

    SPIEGEL, Hubert (2004): Der Himmel über Leipzig ist nicht mehr geteilt.
    Die junge deutsche Literatur nach dem Ende des Jugendwahns: Franziska Gerstenbergs Debütband zeigt, daß es Geschichten gibt, die nur eine Fünfundzwanzige erzählen kann,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.03.

    Die FAZ hat mit Wie viel Vögel von Franziska GERSTENBERG einen Debütband zum Aufmacher ihrer Literaturbeilage gemacht. Vor einem Jahrzehnt wäre der Band unter dem Label "Popliteratur" vermarktet worden. Nun hat aber Frank SCHIRRMACHER die Machtübernahme der Generation Methusalem prophezeit, sodass die Rede vom Jugendwahn keinen Sinn mehr macht, ergo wir haben es nun mit einer "Literatur nach dem Ende des Jugendwahns" zu tun. Am Ende bleibt immer noch der Etikettierungswahn!

    Im Grunde kommt SPIEGEL über das selbstreferentielle und selbstgefällige Mitte-Universum nicht hinaus. SPIEGEL schreibt darüber, dass die Mitte-Propaganda bei den Jüngeren angekommen sei:

    "Den heute Zwanzigjährigen dröhnt der Schädel von der Rentenreform, der Altersarmut, den ökonomischen Folgekosten der deutschen Einheit, Begriffen, die wie Tinitus im Ohr sitzen."

    Erwachsenwerden im "Zeitalter der Demografiepolitik", das könnte jedoch die Zielsetzungen der Älteren desavouieren, denn nichts ist sicherer als unbeabsichtigte Nebenfolgen... 

    Neu:
    FESSMANN, Meike (2004): Wunschloses Unglück.
    Meisterhafte Rochaden: Franziska Gerstenbergs Erzählungen,
    in: Tagesspiegel v. 28.03.04

     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

    Bitte beachten Sie:
    single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

     
       
     
         
       
     
       
    © 2002-2015
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 25. Februar 2004
    Update: 28. Juni 2015