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Alice Schwarzer: Und ewig dauern die 70er Jahre

 
       
     
       
   
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    Alice Schwarzer in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    SCHWARZER, Alice (1999): Alice Schwarzer über Simone de Beauvoir.
    Verräterin der Weiblichkeit?
    in: Spiegel
    Nr.9 v. 01.03.

    SCHWARZER, Alice (2001): Gebärstreik.
    Sterben die Deutschen aus?,
    in: Emma, Juli/August

    EMMA-Titelstory: "Gebärstreik". Sterben die Deutschen aus? Warum Frauen immer weniger Kinder kriegen.

    SCHWARZER, Alice (2001): Vorgeführt!
    Wie die Marke Feldbusch die Parteien vor ihren Karren spannt - und die darauf reinfallen,
    in: Emma Nr.5, September/Oktober

    SCHWARZER, Alice (2001): Die Feldbuschisierung.
    Verdummung statt Aufklärung. Egoismus statt Mitgefühl. Marionetten statt Menschen.
    Die Konfrontation Feldbusch/Schwarzer bei Kerner erregte die Nation nicht minder als Boris & Babs. Warum? Was steckt dahinter bei Menschen und Medien?,
    in: Emma Nr.5, September/Oktober

    SCHWARZER, Alice (2002): Alles erreicht?
    EMMA, Angela und all die anderen,
    in: Emma Januar/Februar

    SCHWARZER erläutert u.a. die Tragik von Karrierefrauen wie Angela MERKEL: "Auf dem Weg in die Männerwelt laufen sie Gefahr, ihre Wurzeln als Frauen zu verleugnen, ja zu verlieren. Ein wurzelloser Mensch aber ist unauthentisch. Solche Frauen sind dann keine Frauen, die ihren Mann stehen - sie sind trotz demonstrativer Weiblichkeit nur halbe Frauen und trotz erkämpfter Männlichkeit nur halbe Männer. Das spüren die Frauen. Und die Männer übrigens auch. Und genau das macht so manche erfolgreiche Frau nicht stärker, sondern schwächer. Denn sie gehört weder zu den einen, noch zu den anderen. Ihr Ziel aber müsste es sein, zu beiden zu gehören."

    SCHWARZER, Alice (2002): Weil ich Sie mag,
    in: Spiegel Nr.46 v. 11.11.

    SCHWARZER, Alice (2003): Nur Mutti hat die ganze Macht.
    Deutsche Frauen werden Fußballweltmeister, gebieten über Verlage und regieren auch sonst kräftig mit. Als Vorbilder mag sie die Gesellschaft trotzdem nicht akzeptieren,
    in: Die ZEIT Nr.45 v. 30.10.

    Alice SCHWARZER befasst sich u.a. mit der Mediendebatte um die Männerdämmerung: "Die neuen Frauen wollen sich nicht mehr zwingen lassen zu wählen, sie wollen gleichzeitig ein weibliches und ein männliches Leben leben. Sie sind die Töchter der Emanzipation (...). Sie leben aber leider in einer Welt, in der Frauen weit davon entfernt sind, einfach nur Mensch sein zu dürfen, sondern noch immer – und neuerdings wieder verschärft – an der Frauenelle gemessen und auf ihr Frausein zurückgeworfen werden.
                 Symptomatisch dafür war im Sommer 2003 ein Feuilleton-Spektakel über die angebliche »Männerdämmerung«, heraufbeschworen von Frank Schirrmacher, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von einer »Unterwerfung« der Männer durch die »mächtigen Frauen« war da wohlig-erschauernd die Rede (...). Machtübernahme der Frauen oder Domina-Fantasien der Männer? Wohl eher Letzteres.
                 (...).
    Nach der Schirrmacher-Veröffentlichung griffen mehrere weibliche Edelfedern in Folge zum Laptop und (...) erinnerten daran, dass, keine Sorge, 95 Prozent der Produktionsmittel und 99 Prozent der Alphajobs weiterhin fest in Männerfaust sind.
    Aber das alles weiß auch der Feuilletonherausgeber der FAZ, denn es steht ja täglich in seinem Wirtschaftsteil. Und darum geht es ihm auch gar nicht. Es geht ihm ganz einfach um die grundsätzliche und routinemäßige Feststellung: Eine Frau bleibt eine Frau bleibt eine Frau. Und in der Tat, es ist was dran. In Zeiten der Forderung nach Partizipation ist es ein Trick, Frauen auf der Bühne vortanzen zu lassen, während Männer hinter den Kulissen die Strippen ziehen – und dann gerade diese Frauen gleichzeitig zur demütigen Demonstration von »Weiblichkeit« zu nötigen."
    Steve Jones - Der Mann als Auslaufmodell der Evolution

    SCHWARZER, Alice (2005): Der Papst und die Frauen,
    in: Tagesspiegel v. 21.04.

    Alice SCHWARZER zum neuen Papst: "Es bleibt also alles beim Alten bei den alten Männern im Vatikan. Und es bleibt an den Katholikinnen, die angemessenen Konsequenzen daraus zu ziehen".

    Neu:
    SCHWARZER, Alice (2010): Offener Brief an Kristina Schröder,
    in: aliceschwarzer.de v. 08.11.

     
           
       

    Alice Schwarzer im Gespräch

     
       

    HORÁKOVÁ, Dana (2000): "Nett, wenn Männer weinen".
    Mit ihrem Weltseller "Der kleine Unterschied" schreckte Alice Schwarzer 1975 Deutschlands Frauen auf. Morgen erscheint "Der große Unterschied",
    in: Welt am Sonntag v. 15.10.

    WEBER, Antje (2000): Ich lauf' nicht mit der Schere rum.
    Alice Schwarzer über das Image des Feminismus und die Illusionen der Jüngeren,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.

    HAGER, Angelika (2000): Alice Schwarzer im Interview,
    in: Profil Nr.50 v. 11.12.

    DIEFENBACH, Ute & Mareen LINNARTZ (2001): Heute lass ich eher mal den Colt stecken.
    Alice Schwarzer über ihre erste Liebe, den neuen Tussen-Trend und die kleinen Grübchen von Elvis,
    in: Frankfurter Rundschau v. 02.06.

    BRÜDERLIN, Ruth (2001): Alles bestens?
    30 Jahre Frauenbewegung: Die Tänzerin Anisch und die Feministin Alice Schwarzer über die Rolle der Frau heute,
    in: Facts Nr.23 v. 07.06.

    "Eine Autorin, zu deren hervorragenden Merkmalen es offenbar gehört, «jünger» zu sein, schrieb kürzlich in der «Weltwoche»". Damit bezieht sich SCHWARZER auf die Rezension von Sibylle BERG in der Weltwoche Nr.2 v. 11.01.2001

    GREFE, Christiane & Annette RIEDEL (2002): Das Streitgespräch am Freitagabend.
    Ein Gespräch mit Alice Schwarzer,
    in: Tacheles. Sendung des DeutschlandRadio v. 25.01.

    ODIJK, Patrick van (2002): Keine Angst vor "Emma",
    in:
    Der Abend. Sendung des SWR 1 v. 25.01.

    HAASE, Gerhard (2002): Die unversöhnlichen Frauen.
    Wie Alice Schwarzer zur engagierten Feministin wurde. Vor 25 Jahren gründete sie die Zeitschrift "Emma",
    in: Berliner Zeitung v. 26.01.

    Presseberichte zum Jubiläum "25 Jahre Emma"

    HAGER, Angelika (2002): "Wollt ihr den totalen Kuchen?"
    Eben erschien Alice Schwarzers Feminismus-Bilanz "Alice im Männerland". Im Dezember wird Deutschlands viel gehasste Frau 60. Ein Gespräch über ein Leben im Fadenkreuz, Untergriffe und die Hausfrauenwirkung der deutschen Kanzlergattin,
    in: PROFIL Nr.39 v. 23.09.

    Alice SCHWARZER sieht in Katja KULLMANN, der Autorin von Generation Ally, eine ihrer Nachfolgerinnen. Desweiteren propagiert sie weiterhin ihre Gebärstreik-These und kürt Superweib Cherie BLAIR ("Mutter von vier Kindern und eine tüchtige Anwältin noch dazu") zum Role-Model.

    Auf die Frage nach der fortdauernden Stigmatisierung der kinderlosen Frau geht SCHWARZER nur widerwillig ein ("Ja, neuerdings scheint die Mutterschaft wieder zum Pflichtprogramm zu gehören"), um sofort zum politisch korrekten Thema Mütterfalle überzuwechseln.

    KÖPPEL, Roger & Thorsten STECHER (2003): "Ich bin es leid, eine Frau zu sein".
    Lässt sich das Patriarchat doch noch abschaffen? Weshalb betrügen die Mänenr ihre Partnerinnen immer mit einer Jüngeren? Und was ist das Geheimnis wirklicher Pornografie? Zu Gast bei Alice Schwarzer, Deutschlands grosser Feministin,
    in: Weltwoche Nr.49  v. 04.12.

    "Wo sehen Sie den Backlash?
                
    Überall. Im Schlankheitswahn. Im Schönheitswahn. Im angeblichen Babyboom. Das ist nicht ohne Komik, dass man in den Medien überall Stars mit platzenden Bäuchen sieht. In Wahrheit geht die Geburtenrate aber dramatisch zurück. Wir haben keinen Babyboom, sondern einen Babystreik",

    behauptet Frau SCHWARZER.Möglich, dass die Rede vom Babyboom noch übertrieben ist (auch die aktuellste Datenlage bildet nur die Vergangenheit ab), die Rede vom "Babystreik", worunter wohl der übliche Gebärstreik gemeint sein soll, ist ebenfalls falsch. Zum "Krieg der Geschlechter" hat SCHWARZER ebenfalls etwas zu sagen:

    "Könnte es sein, dass das Postulat von der absoluten Gleichheit die Geschlechter überfordert?
    Man bekommt Freiheit natürlich nicht geschenkt. Man hatte sich eingerichtet in der Hierarchie, in den Abhängigkeiten, es wurde geschwiegen, die Türe zugemacht. Jetzt versucht frau den aufrechten Gang. Natürlich löst das Verunsicherung aus, bei beiden Geschlechtern. Sie gleiten ja nicht von der die Menschen verbiegenden Ungleichheit strahlend in die Gleichheit. Und trotzdem ist in diesen wenigen dreissig Jahren eine wahre Revolution in den Köpfen passiert. Für die jungen Frauen von heute ist es selbstverständlich, neben der Familie einen Beruf zu haben. Wir sind für solche Forderungen früher ausgelacht worden. Auch den jungen Männern von heute tut es gut, auch mal Mensch sein zu dürfen und nicht nur Maschine wie ihre armen Väter und Grossväter.
                
    Sie reden von «Verunsicherung». Ihre Kritiker, wie der deutsche Soziologe Rainer Paris, sprechen von einer aktuellen «Eiszeit». Die permanente Ideologisierung des Geschlechterverhältnisses, die Tatsache beispielsweise, dass jedes Kompliment als plumpe Anmache interpretiert wird, habe das Grundvertrauen zwischen Mann und Frau zerstört.
                 Ach wissen Sie, so ein Wissenschaftler steht ja auch nicht ausserhalb seiner Haut. Dem ist vielleicht gerade die Frau weggelaufen, schon fängt er an, von einer «Eiszeit» zu reden", kontert SCHWARZER.

    ENCKE, Julia (2005): Alice Schwarzer über Freundinnen,
    in: Süddeutsche Zeitung  v. 05.03.

    Je älter wir werden, desto jünger werden wir, behauptet Claudius SEIDL in seinem neuen Buch schöne junge welt. Alice SCHWARZER bestätigt diesen Trend zur Juvenilisierung , wenn sie sich neuerdings ihrer Mädchenzeit zuwendet:

    "Auf Partys waren wir zugegebenermaßen irgendwann nicht mehr so beliebt, weil wir uns beim Tanzen mit den Jungs untereinander zuzwinkerten und hinter ihrem Rücken Grimassen schnitten. An einem bestimmten Punkt war das Partyterrain in Wuppertal so verbrannt, dass wir in die Nachbarstädte, bis nach Düsseldorf oder Köln ausweichen mussten. Düsseldorf wurde dann unser Ausgeh-Mekka."

    SCHWARZERs Sex and the City hieß Die Clique, ein Buch der katholischen Schriftstellerin Mary McCARTHY aus Irland.

    Liebe Alice! Liebe Barbara! heißt das neue Buch von Alice SCHWARZER, das die Jugenderinnerungen der beiden Jugendfreundinnen aufarbeitet. 

    FLAMM, Stefanie & Moritz SCHULLER (2005): "Lesbisch - allein das Gerückt kann tödlich sein".
    Strickende Grüne und 24-Stunden-Mamas sind Alice Schwarzer ein Graus,
    in: Tagesspiegel v. 20.03.

    Alice SCHWARZER über Vollzeitmütter: "Ich denke schon mit Horror daran, was aus diesen überbeschützten Kindern wird. Da wächst eine völlig verblödete Generation heran. Letztes Jahr hatten wir zu diesen »Supermüttern« eine Satire in »Emma«, über diese Frauen, die 24 Stunden am Tag hauptberuflich Mutter sind. Es hat Pro- und Contra-Leserinnenbriefe gehagelt wie noch nie."

    GORRIS, Lothar/VOIGT, Claudia & Bettina STIEKEL (2006): "Panik im Patriarchat".
    Die Feministin Alice Schwarzer über die kinderarme Gesellschaft und die Emanzipation, die Rollenmodelle Angela Merkel und Ursula von der Leyen, über die Folgen von 35 Jahren Geschlechterkampf und die Angst der Männer,
    in: Spiegel Nr.22 v. 29.05.

    Am Ende steht die unausweichliche Frage: "Spiegel: Haben Sie in ihrem Leben jemals eigene Kinder vermisst?
              
     Schwarzer: Ganz ehrlich, nein. Schon deshalb nicht, weil ich viel mit Kindern zu tun habe. Man muss ja nicht jedes Kind, das man mit ins Leben schickt, auch selbst auf die Welt bringen."

    GASCHKE, Susanne & Elisabeth NIEJAHR (2007): "Ich defensiv?"
    Ihr neues Buch heißt schlicht "Die Antwort": Alice Schwarzer erzählt, warum sie Gerhard Schröder nicht mehr ertrug, weshalb sie den Papst schätzt und was sie den Grünen vorwirft,
    in: Die ZEIT Nr.23 v. 31.05.

     
           
       

    Die Antwort (2007)
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die neuen Freiheiten, die Folgen der Emanzipation, sind Herausforderung und Bedrohung zugleich. Sie erfordern neue Antworten.

    DIE ANTWORT auf neue Frauenverdummung und altes Machotum. Auf Fundamentalismus und Biologismus. Auf Jugendwahn und Diätterror. EIN PLÄDOYER für gleiche Chancen und Rechte. Für Väter mit Kindern und Mütter mit Berufen. Gegen das schlechte Gewissen und für ein selbstverantwortliches Leben.
    Alice Schwarzer prägt als Autorin und Aktivistin seit dem Aufbruch der Frauen Anfang der 70er-Jahre den Diskurs und die Praxis der Emanzipation in Deutschland und weit darüber hinaus. Sie ist nicht nur selber ein Stück lebendiger Frauengeschichte, sondern immer wieder auch Vordenkerin und Tabubrecherin. Ob mit ihrer frühen Kritik am islamischen Fundamentalismus oder mit ihrer überraschenden Offenheit für eine konservative Kanzlerin: Immer stehen für sie die Interessen von Frauen im Zentrum.
    Jetzt legt Alice Schwarzer, mit der Summe ihrer Erfahrung und der Leidenschaft ihrer Provokationslust, erneut ein Buch vor. 1975 löste sie mit dem »Kleinen Unterschied« einen ersten Emanzipationsschub aus. Ihre »Antwort« auf die Folgen dieser Emanzipation könnte den zweiten Schub auslösen. Denn erstmals in der Geschichte der westlichen Kultur sind Frauen uneingeschränkt gleichberechtigt, zumindest auf dem Papier. Die Welt steht ihnen offen. Dennoch fällt ihnen der Schritt in diese Welt schwer. Sie frösteln im kühlen Wind der Freiheit. Frauen laufen Gefahr, sich in Zeiten der Arbeitslosigkeit in alte Rollen zu flüchten. Und Männer könnten der Versuchung erliegen, die lästigen Konkurrentinnen in die »Rolle der Frau« zurückzuschieben.
    Alice Schwarzer fragt, wie es sein kann, dass Frauen und Mädchen sich in einer Welt des Überflusses weghungern. Und dass vom Machtverlust bedrohte und von der Selbstverantwortung überforderte Männer sich in ihrer Sucht nach einfachen Antworten weltweit in religiösen Fundamentalismus oder pseudowissenschaftlichen Biologismus flüchten.

    Doch sie ist sicher: Die Töchter und Söhne der Emanzipation sind nicht mehr aufzuhalten. Sie haben sich auf den Weg gemacht."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    WEHLER, Hans-Ulrich (2007): Eine Lanze für Alice Schwarzer.
    Ohne Alice Schwarzer sähe unsere Welt schlechter aus. Findet der Historiker Hans-Ulrich Wehler nach der Lektüre ihres neuen Buches «Die Antwort», in dem sie eine Bilanz ihres Tuns zieht,
    in: Weltwoche Nr.21  v. 24.05.

    LAU, Mariam (2007): Feministisches Spießertum.
    Alice Schwarzer stellt in Berlin ihr neues Buch "Die Antwort" vor - Fragen hat sie leider keine,
    in: Welt v. 31.05.

    Bereits im Buch Die neuen Sexfronten nahm Mariam LAU die Lesbe Alice SCHWARZER ins Visier, jetzt hätte sie gerne ein paar Fragen beantwortet:

    "Man wüsste doch zum Beispiel gern, warum in der Bundesrepublik noch immer jährlich etwa 120 000 Kinder abgetrieben werden, obwohl schon ab der vierten Klasse aufgeklärt wird. Warum es im deutschen Kino praktisch keine gelingenden Liebesgeschichten gibt. Warum gerade deutsche Akademikerinnen, anders als ihre westlichen Geschlechtsgenossinnen, sich so selten Kinder wünschen, gleichzeitig aber auch im Beruf nicht so erfolgreich sind wie diese."

    DORN, Thea (2007): Lila Rost.
    Alice Schwarzer zertrümmert die Kernsätze des Patriarchats und gibt Eva Herman eine altlinke, antibürgerliche Antwort,
    in: Welt v. 02.06.

    "Besonders ärgerlich werden sachliche Ungenauigkeiten an Stellen, an denen die Autorin Recherchegenauigkeit demonstriert: »Der wahre Kinderknick hat nicht heute stattgefunden, sondern zwischen 1970 und 1975. In diesen Jahren ist die Statistikkurve in Deutschland von 2,5 Durchschnittskindern pro Frau auf 1,5 gefallen (heute 1,4)« In Zeiten, in denen selbst ernannte Reiter der demografischen Apokalypse mit schriller Stimme Halbwahrheiten verbreiten, freut man sich über Sätze wie diesen. Der einzige Haken: Auch dieser Satz ist nur halb wahr. Ein Blick in die deutsche Geburtenstatistik zeigt, dass der korrekt bezifferte Rückgang von durchschnittlich 2,5 auf 1,5 Kinder pro Frau nicht zwischen 1970 und 1975 stattgefunden hat. Sondern zwischen 1964 und 1975. Dass dieser Fehler nicht schlichter Schlampigkeit geschuldet ist, sondern Methode hat, wird klar, sobald man weiter liest: »Kein Vertun also: Es war nicht die Pille, die ab Mitte der 60er Jahre das Sexualverhalten veränderte, es war die Frauenbewegung.« - Und die gab es im Gegensatz zur Pille eben erst in den 70ern, weshalb die Jahreszahlen frisiert werden", kritisiert Thea DORN.

    NEWMARK, Catherine (2007): Update in Sachen Geschlechterpolitik.
    Alice Schwarzer: "Die Antwort",
    in: DeutschlandRadio v. 05.06.

    MAYER, Susanne (2007): Mädels, darf es etwas mehr sein?
    Die Frauenbewegung kommt als Buch. Vier neue Titel! Sie geben sich erstaunlich moderat,
    in: Die ZEIT Nr.24 v. 06.06.

    Susanne MAYER hat an allen besprochenen Büchern etwas auszusetzen. Zu Katrin GÖRING-ECKARDT ("Leichter gesagt als getan") heißt es lapidar:

    "Das Buch dokumentiert, warum nichts war mit Frauenpolitik bei Rot-Grün".

    Am Buch Schwestern von Silvana KOCH-MEHRIN missfällt MAYER deren Kritik an der Alleinverdienerfamilie, speziell die hohen Transfergelder für Familien. Ausführlicher wird MAYER nur bei Ursula von der LEYEN ("Wir müssen unser Land für die Frauen verändern"):

    "Es ist übrigens keineswegs wahr, dass in Skandinavien das Elternjahr zum Durchbruch in der Familienpolitik führte. Es war ein Dreiklang, der das schaffte: Abschaffung der Ehesubvention, Qualifizierung aller Krippen, Kitas und Schulen zu fördernden Ganztagsinstitutionen, Individuelabesteuerung von Mann und Frau.
                 Vor so viel Konsequenz schreckt das Buch zurück."

    Auch Alice SCHWARZER ("Die Antwort") ist ihr gleichstellungspolitisch zu defensiv:

    "Politisch sähe Mut so aus: keine Staatsaufträge an Firmen, die Gleichstellung nicht umsetzen. Steht doch im Grundgesetz".

    SCHLAFFER, Hannelore (2007): Nicht dümmlich lächeln.
    Alice Schwarzers Streitlust ist neu erwacht: In der Krise der Emanzipation schreibt sie ein neues Buch. Nur die Kassiererinnen hat sie vergessen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 11.06.

    "Alice Schwarzer sieht den eigentlichen Zweck der Kampagne für mehr Kinder nicht darin, die Renten zu sichern. In der Hoffnung auf diese finanzielle Lösung des Altersproblems entdeckt Schwarzer vielmehr die Absicht, die Emanzipation rückgängig zu machen, die Frauen aus dem Berufsleben wieder heraus- und in den Haushalt zurückzulocken. (...).
                 Auf das Vertrauen ihrer Geschlechtsgenossinnen hoffend, verschenkt Alice Schwarzer dann aber manch wichtiges Argument für ihre These.
                 Polemik, so mag sie sich gesagt haben, wird durch Argumente nur belastet. Deshalb verzichtet sie zum Beispiel auf die Beobachtung, dass gerade jetzt, da angeblich die rettende Lösung zur Finanzierung der Renten durch mehr Kinder gefunden sei, nur noch davon geredet wird, woher denn für diese Kinder, die späteren Geldgeber, das Geld herkommen sollte, wie ihre Erziehung, ihre Versorgung zu bezahlen seien.
                
    Auch jene eindeutig emanzipationsfeindlichen Artikel, die zu Beginn der Kampagne für mehr Kinder in Zeitungen erschienen gegen die intellektuellen Frauen, die oft keine Kinder haben und also ihre Pflicht für die Gesellschaft zugunsten persönlicher Erfolge versäumten, erwähnt Alice Schwarzer mit keinem Wort - vielleicht weil dieser Angriff vor allem von der FAZ ausging, der Zeitung, die nun das Buch Schwarzers vorab druckte. Es mag der schlaue Entschluss einer erfahrenen Taktikerin gewesen sein: lieber ein Argument preisgeben für die Chance, von einem breiten Publikum gelesen zu werden!",

    meint Hannelore SCHLAFFER zum Buch Die Antwort von Alice SCHWARZER, das sich an die aufstiegsorientierte Frau aus der Mittelschicht richtet. SCHLAFFER beklagt, dass SCHWARZER weiterhin im Ton des 70er-Jahre-Feminismus schreibt und dadurch Frauen unter 40 nicht anzusprechen vermag.

    OESTREICH, Heide (2007): Die Wege des Drama-Feminismus.
    Alice Schwarzers neues Buch gibt "Die Antwort" auf Diätenterror und Arschficksongs. Es trifft einen Nerv. Trotz viel alter Polemik,
    in: TAZ v. 13.06.

    "Ihre Verzerrungen reichen bis zu glatten Fehlinformationen: So ist etwa für eine Abtreibung in der Tat eine Beratung obligatorisch. Doch keineswegs muss die Beraterin der Abtreibung zustimmen, wie Schwarzer behauptet. Ganz so arg wie in Alices Horrorland ist es eben doch nicht immer.
                
    Diese Ungenauigkeiten sind bedauerlich, weil Schwarzer auf so viele Punkte hinweist, die eine Skandalisierung tatsächlich nötig haben",

    meint Heide OESTREICH zum Buch Die Antwort von Alice SCHWARZER. Zur Demografie-Debatte schweigt OESTREICH sich bei ihrer Rezension - im Gegensatz zu Thea DORN - jedoch aus.

    RUTSCHKY, Katharina (2007): Jaja, sie hat ihre Verdienste - aber welche?
    Auch in ihrem neuen Buch gibt Alice Schwarzer die schlicht denkende Übermutter,
    in: Berliner Zeitung v. 16.06.

     
           
       

    Alice im Männerland (2002)
    Eine Zwischenbilanz von Alice Schwarzer.
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
         
     

    Klappentext

    "Alice Schwarzer blickt anlässlich ihres 60. Geburtstags zurück – ein brillantes Stück Zeitgeschichte
    Sie bewegt seit 30 Jahren die Gemüter – und wird das wohl auch weiterhin tun. Diese Zwischenbilanz ihrer Arbeiten in Printmedien und Fernsehen zeigt, warum: Alice Schwarzers Ideen von gestern und heute sind nicht selten die Themen von morgen. Zum Beispiel: Die Ganztagsbetreuung für Kinder – das Wahlthema 2002 – fordert sie seit 1973, zuletzt in dem EMMA-Dossier »Ganztagsschule«, 2000. Über die Homo-Ehe dachte sie erstmals 1984 laut nach, auch gegen die Kritik aus feministischen Kreisen. Missbrauch von Kindern – über »das Verbrechen, über das niemand spricht« – schrieb sie erstmals 1978, dafür damals noch ungläubig belächelt. Kein Berufsverbot für Frauen in der Bundeswehr – das forderte sie 1979 und plädiert heute für ein »Gemeinschaftspflichtjahr« für beide Geschlechter, wahlweise im Militär oder im sozialen Bereich. Essstörungen – über die »Frauensucht Nr. 1« veröffentlichte sie 1984 einen Sonderband und löste damit die ersten Selbsthilfegruppen aus.
    Das Buch: hochaktuelle Texte aus 32 Jahren, ein einleitender Essay, Rückblicke sowie Analysen ihrer TV-Highlights: Warum zum Beispiel waren ihre beiden spektakulärsten Sendungen – mit Esther Vilar, 1975, und mit Verona Feldbusch, 2001, – ausgerechnet Konfrontationen mit Frauen?"

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    fehlen noch

     
           
       

    Der große Unterschied (2000)
    Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen.
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
           
       

    Auszug aus dem Buch

    SCHWARZER, Alice (2000): Siege und Niederlagen der Frauen im Kampf gegen die Männerherrschaft,
    in: Spiegel Nr.41 v. 09.10.

    Der Spiegel druckt einen Auszug aus Alice SCHWARZERs neuem Buch, in dem die Feministin die demographische Lage aus der Perspektive einer 1970er-Jahre-Feministin interpretiert. Man darf so schön antiquierte Sätze lesen wie:

    "Im krassen Gegensatz zu den schönen bunten Trendstorys in den Medien, die uns so gern von den neuen Hochzeitsbooms und Kinderbooms erzählen, sieht die Wahrheit ganz anders aus, nämlich genau umgekehrt. Jede dritte 35-Jährige (Jahrgang 1965) ist heute kinderlos (im Jahrgang 1945 ist es nur jede achte). Immer mehr Frauen treten also in den Kinderstreik. Und die Männer? Die Männer treten in den Sexstreik!"

    Bei Karsten Pöhl (01.03.2000), der das Buch Familienbildung in Deutschland Anfang der 90er Jahre der Demographen Juliane ROLOFF & Jürgen DORBRITZ rezensiert hat, liest man dagegen:

    "Für die 1965 geborenen westdeutschen Frauen wird erwartet, daß ca. 30 Prozent von ihnen kinderlos bleiben".

    Und in einer Beschreibung eines DFG-Forschungsprojektes (31.07.2000) "Späte erste Mutterschaft" lesen wir:

    "Madonna bekam ihr erstes Kind mit 38, Demi Moore mit 36 und Birgit Schrowange bekommt ihrs mit 42! 12 Prozent aller Frauen kommen heute ihr erstes Kind mit über 35 Jahren und die Zahl steigt: Seite Mitte der 80er Jahren hat sich dieser Anteil vervierfacht."

    Diese beiden Meldungen relativieren SCHWARZERs Aussage entscheidend. Zum einen wird aus einer Tatsachenaussage eine Prognose, denn die 35jährigen aus SCHWARZERs Jahrgang 1965 sind im Gegensatz zu den 55jährigen die als Vergleichsmaßstab herangezogen werden, noch im gebärfähigen Alter. SCHWARZER geht jedoch davon aus, dass die 35jährigen in einen Gebärstreik getreten sind (klingt eher nach 1970er Jahre als Kinderstreik, was immer dieses merkwürdige Wort bedeuten soll). In zwanzig Jahren lässt sich entscheiden, in wie weit sich SCHWARZERs Vergleichjahrgänge tatsächlich unterscheiden.

    "Die Männer treten in den Sexstreit!"

    SCHWARZER sollte weniger Emma oder Spiegel lesen...

     
       

    Porträts und Berichte über die Lesereise

    SCHWARZER, Alice (2000): "Die Saat geht auf".
    Die Feministin Alice Schwarzer zieht Bilanz,
    in: Spiegel
    Nr.41 v. 09.10.

    FETSCHER, Caroline (2000): Alice Schwarzer: "Ich bin keine Ratgebertante".
    Plötzlich wieder da: Die Feministin fasziniert junge Menschen,
    in: Tagesspiegel v. 18.10.

    HAMMERTHALER, Ralph (2000): Emanzen-Pop,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 18.10.

    KRULLE, Stefan (2000): Alice Schwarzer träumt - ein Mann, wer Böses dabei denkt,
    in: Welt v. 31.10.

    BLOBEL, Brigitte (2000): Den Männern ist die Lust vergangen.
    Alice Schwarzer will noch einmal die guten alten Zeiten heraufbeschwören, muss aber feststellen, dass aus dem kleinen Unterschied inzwischen ein großer geworden ist,
    in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 12.11.

    HAGER, Angelika (2000): "Mädels, in Wahrheit wollt ihr einen Mann".
    Feminismus. Neues Buch, altes Leid: In "Der große Unterschied" holt Mediendarling Alice Schwarzer zum Rundumschlag gegen Girlies, Zigarrenraucher und die "Rein-raus-Methode" aus,
    in: Profil Nr.50 v. 11.12.

     
       

    Rezensionen

    OESTREICH, Heide (2000): Keine Wunder in Alices Welt.
    Die Frauen haben viel erreicht in den letzten 25 Jahren. Aber hinter all dem schönen Gerede von der Gleichberechtigung schlägt "das dunkle Herz der Männerherrschaft: Sexualgewalt". Unbeirrt von postmodernen Differenztheorien will Alice Schwarzer immer noch gnadenlos aufklären,
    in: TAZ v. 24.10.

    KAHLWEIT, Cathrin (2000): Alice in Butter.
    Vom dunklen Herz der Männergesellschaft - ein weiteres Buch von Alice Schwarzer,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.12.

    ROEDIG, Andrea (2000): Weiter kämpfen.
    Gebrauchte Unterhosen, alte Kleider. Alice Schwarzer und Mariam Lau sind zwar ganz gegensätzlich - aber in ihren neuen Büchern "Der grosse Unterschied" und "Die neuen Sexfronten", in denen sie auf mehr als zwanzig Jahre sexuelle Revolution zurückblicken, ähneln sich die zwei bunten Fische in ihrer Unfähigkeit zum metaphorischen Denken,
    in: Freitag Nr.51 v. 15.12.

    LIESE, Kirsten (2000): Schwarzer sieht den Unterschied,
    in: Welt v. 23.12.

    BERG, Sibylle (2001): Frau 2000 oder Das Scheitern eines Traums.
    Was hat die Emanzipation den Frauen gebracht? Zwei grosse Feministinnen ziehen Bilanz - ebenso klug wie deprimierend die Bestandsaufnahme von Germaine Greer, geschwätzig und platt die Selbstbeweihräucherung von Alice Schwarzer,
    in: Weltwoche Nr.2 v. 11.01.

    Infos zu Sibylle Berg - Autorin der Single-Generation

    MAYER, Susanne (2001): Frauenwünsche, Frauenwut.
    Wie Alice Schwarzer mich beinahe zum Weinen brachte. Oder: Wo die Frauenbewegung noch viel zu tun hat,
    in: Die ZEIT Nr.6 v. 01.02.

    Infos zu: Susanne Mayer - Autorin der Single-Generation

    LÖHNDORF, Marion (2001): Gegen den "grossen Unterschied"?
    Alice Schwarzer hat ein neues Buch geschrieben,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.05.

     
       

    Debatte um Alice Schwarzer und den 70er-Jahre-Feminismus

    HUSEN, Katja (2000): im wortlaut: Brief an Alice Schwarzer,
    in:
    TAZ v. 09.03.

    OESTREICH, Heide (2000): "Wir sind keine Frauenfrauen mehr".
    Katja Husen vom grünen Jugendbündnis über ihren Brandbrief gegen den Alice-Schwarzer-Feminismus,
    in: TAZ v. 09.03.

    BRUNS, Gabriele (2000): Das verstaubte lila Gewand.
    Oder: Warum sich der Feminismus in Deutschland modernisieren muss.
    Mit dem Feminismus ihrer Mütter oder der Mütter-Generation wollen die heutigen jungen Frauen wenig bis nichts zu tun haben. Wie es zu dieser gegenseitigen Fremdheit gekommen ist, analysiert im folgenden Beitrag Gabriele Bruns. Die 1968 geborene Autorin hat Politikwissenschaft, Anglistik und Internationales Recht studiert und über das politische System Japans promoviert.
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.12.

    MÄRZ, Ursula (2001): War's das?
    Disponibel und seltsam entwurzelt: Das erschöpfte Paradigma der Gleichberechtigung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.01.

    BUHR, Elke (2001): Die Brüste gehören zum Service.
    Über Push-up-BHs, das Ally-McBeal-Syndrom und den Stand der Emanzipation,
    in: Frankfurter Rundschau v. 08.03.

    HENSCHEID, Eckhard (2001): Veronas Vernichtung.
    Alice Schwarzer logisch gut drauf,
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.05.

    WARNAT, Bernd (2001): Bloß kein reiner Frauenladen.
    Ketzerische Anmerkungen eines Feministen zum Aufstieg und Fall der Emanzipationsbewegung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.05.

    BENDKOWSKI, Halina (2001): "Herstory" - ohne Geschichte.
    Alice Schwarzer warb einst für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung nicht Mitleid heischend, sondern emanzipatorisch. Heute ist sie berührt - aber wofür steht sie noch?,
    in: TAZ v. 06.06.

    KRUSE, Kuno (2001): Das Gift des Penis ausgeschwitzt.
    Über 30 Jahre Frauenbewegung,
    in: Stern Nr.24 v. 07.06.

    SPIEGEL ONLINE (2001): "Brain trifft Body".
    Alice Schwarzer versus Verona Feldbusch,
    in: Spiegel Online v. 29.06.

    SCHWABE, Alexander (2001): Junge Alice trifft auf alte Verona,
    in: Spiegel Online v. 29.06.

    DECKER, Kerstin (2001): Gipfel der Weiblichkeit.
    Ein Fernsehduell der besonderen Art: "Brain trifft Body", schrieb die "Bild". Brain bin ich!, beschloss Verona. Gegen so viel Selbstbewusstsein hatte es Alice Schwarzer schwer,
    in: Tagesspiegel v. 30.06.

    KAHLWEIT, Cathrin (2001): Frauensache.
    Verona Feldbusch und Alice Schwarzer haben sich nichts zu sagen, das aber vor reichlich Publikum,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 30.06.

    MÄRZ, Ursula (2001): Häsin, Igelin.
    Verona, Alice und JBK,
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.06.

    HAHN, Anne (2001): Blub Blub.
    Ein Streitgespräch kam nicht zustande, Alice Schwarzer und Verona Feldbusch redeten aneinander vorbei,
    in: Jungle World Nr.28 v. 04.07.

    BUCHSTEINER, Jochen (2001): Der Busenkrieg eskaliert.
    Schwarzer vs. Feldbusch,
    in: Die ZEIT Nr. 29 v. 12.07.

    SPIEGEL ONLINE (2001): Die Ewige Feldbusch-Story.
    Schröder-Köpf verschwistert sich mit Verona,
    in:
    Spiegel Online v. 13.07.

    COSACK, Bettina & Klaus SCHROTTHOFER (2001): Ich bin immer ich.
    Doris Schröder-Köpf über Frauen ihrer Generation und das Leben als Kanzlergattin,
    in: Berliner Zeitung v. 14.07.

    Doris SCHRÖDER-KÖPF - eine Angehörige der Generation Berlin - verschwistert sich mit Verona FELDBUSCH, einer Ikone der Generation Golf, und findet die 68erin Alice Schwarzer nicht mehr zeitgemäß. Damit verbunden ist ein Paradigmenwechsel: Es geht nicht mehr um den 80er-Jahre-Konflikt zwischen kinderlosen Karrierefrauen und berufstätigen Müttern, sondern um die Durchsetzung der Wahlfreiheit für Mütter: Vollzeitmutter oder berufstätige Mutter, das ist die Frage, der sich junge Frauen heutzutage stellen sollen.

    BEYER, Susanne & Marianne WELLERSHOFF (2001): Comeback der Mutter.
    Die Emanzipation steckt in einer Krise: Überraschend viele Frauen suchen neuerdings ihre Erfüllung nicht mehr im Beruf, sondern im Zusammenleben mit Kindern. Die Rolle des Superweibs, das locker Karriere und Familie verbindet, überfordert sie. Triumph althergebrachter Mütterlichkeit?
    in: Spiegel Nr.29 v. 16.07.

    Leitbilder sind Ausdruck von Kulturkämpfen:

    "Der Imagewandel ist radikal: Heute, so gibt das neue, alte Leitbild es vor, ist eine Frau erst mit Kind vollständig. In den siebziger Jahren dagegen galten Kinder vielen Feministinnen als 'schwere Ketten' der Frauen."

    Die Spiegel-Autoren zitieren hier den Kulturkampf zwischen kinderlosen Karrierefrauen und berufstätigen Müttern, der seit Mitte der 70er Jahre die Frauenbewegung prägt. Mit der Realität in Deutschland hat das nichts zu tun, denn:

    "im Topmanagement gibt es nur noch mickrige 3,5 Prozent Frauen".

    Davon sind die Hälfte sogar Mütter! Die kinderlose Powerfrau ist also genauso wie Hera LINDs Superweib keine statistisch relevante gesellschaftliche Grösse. Wenn die Autoren deshalb einen Wertewandel konstatieren, dann scheint dies - wenn überhaupt - nur ein Wertewandel der Elite zu sein. Die Proklamierung des Spiegel-Frauenleitbilds "50er-Jahre-Vollzeitmutter" ist bevölkerungspolitisch motiviert:

    "Ob die aktuelle Wandlung des kulturellen Leitbildes - von der Powerfrau zur Brutpflegerin - am Ende zu einem neuen Kindersegen führt?"

    fragen sich die Autorinnen bange. Das Emma-Frauenbild ist dagegen die kinderlose Karrierefrau: "Gebärstreik" titelte deshalb die Frauenzeitschrift von Alice SCHWARZER in der Juli/August-Ausgabe. Nicht die Vollzeitmutter, sondern die berufstätige Karrieremutter ist das Mutterleitbild von Alice SCHWARZER.

    Titel-Story "Der neue Mutterstolz. Kinder statt Karriere"
    Ein neues, bevölkerungspolitisch motiviertes Klischee der Karrierefrau und die Abwertung des Alleinerziehens soll der Vollzeitmutter in der vollständigen Familie zum Durchbruch verhelfen.

    LAKOTTA, Beate (2001): Nachwuchs in der Warteschleife.
    Erst Karriere, dann Kinder: Ärzte verhelfen zu später Mutterschaft,
    in: Spiegel Nr.29 v. 16.07.

    Eine Karrierefrau ohne Kinderwunsch ist defizitär, aber eine Karrierefrau mit spätem Kinderwunsch ist unverantwortlich!
    Titel-Story "Der neue Mutterstolz. Kinder statt Karriere"

    LEDER, Dietrich (2001): Ironie mit System.
    "Feldbuschisierung" der Politik. Die Strategie, nie etwas so zu meinen, wie es gerade gesagt wurde, erscheint allen Parteien erfolgversprechend,
    in: Freitag Nr.30 v. 20.07.

    "Feldbusch steht als Beistellpuppe für das etwas andere Produkt", meint LEDER und fragt deshalb: "Wieso sollte die Politik nicht nutzen, was der Industrie oder halbstaatlichen Unternehmen wie der Expo frommt?" Das Medienduell zwischen SCHWARZER und FELDBUSCH war für LEDER nicht allein der Ausdruck eines Generationenkonfliktes, sondern zugleich ein "Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Medienstrategien. Alice Schwarzer agierte als das klassische TV-Modell der siebziger Jahre, das seine Entbehrungen ('Ich arbeite als Herausgeberin 100 Stunden die Woche!'), Wunden und Narben herzeigt, um damit Authentizität zu suggerieren, und das zugleich die Gesellschaft mittels statistischer Daten herbeizitiert, um für sich das Recht auf Relevanz zu erstreiten. Gegen sie trat Verona Feldbusch als das Internet-Modell der neunziger Jahre an, das Ironie zum System erhoben hat, das sich sofort von dem distanziert, was es gerade von sich gegeben hat, das nie etwas so meinte, wie es gerade noch falsch gesagt wurde, das sich selbst und ihren (wie immer modellierten) Körper als die erste und letzte Instanz präsentiert."

    MIKA, BASCHA (2001): Der Welthandel wird wanken.
    Oder: Warum Verona Feldbusch das Vorbild für Kritiker der Globalisierung sein sollte,
    in: TAZ v. 27.07.

    Textauszug: "Nach dem Streitgespräch zwischen Feldbusch und Alice Schwarzer kürzlich im ZDF fragten sich alle verzweifelt, ob denn Feldbusch nun eine emanzipierte Frau sei oder nicht (...). Feldbusch ist weder un- noch emanzipiert. Sie ist jenseits von Gut und Böse pragmatisch (...). Da kommt eine Alice Schwarzer nicht mehr mit. Die ist zwar in ihrem unternehmerischen Handeln als fernsehgerechte Oberemanze und Emma-Chefin selbst brutal pragmatisch, darf das aber nie zugeben, da sie - typisch für ihre Generation - alles durch ideologische Überhöhung zu rechtfertigen pflegt.
    Dieser Habitus war und ist meistens verlogen. Der leidenschaftliche Pragmatismus einer Verona Feldbusch (...) hingegen (wirkt) hochgradig authentisch und (ist) populär (...). Wenn Feldbusch sich nicht nur, wie sie angekündigt hat, demnächst politisch engagiert, sondern auch noch als Globalisierungskritikerin auftritt, als Gipfelstürmerin - der Welthandel geriete ins Wanken."

    BESTE, Ralf & Petra BORNHÖFT (2001): Das Ende der Generation Lila.
    Die SPD hat die Frauenbewegung für tot erklärt. Kanzler Schröder sieht in der Familie die Keimzelle des Staates und die Arbeitsreserve für den Standort Deutschland. Auch unter den jungen Frauen des linken Flügels spielt der Feminismus keine Rolle mehr,
    in: Spiegel Nr.32 v. 06.08.

    Nachdem der SPIEGEL das "Comeback der Vollzeitmutter" (Nr. 29 v. 16.07.2001) angekündigt hat, reicht er nun den "Tod des Feminismus" nach - gemeint ist natürlich nur der 70er-Jahre-Feminismus à la Alice SCHWARZER. Es lebe der Postfeminismus à la Verona FELDBUSCH!

    KNECHT, Doris (2001): Wir sind alle Pioniere.
    Eine Frau will und soll heutzutage alles sein: stark, sexy, selbstbestimmt. Das ist spannend, aber anstrengend, mit oder ohne Mann: Wo ist der Katalog mit den Lebensmustern, nach denen man sich richten kann?
    in: Das Magazin. Beilage des Tages-Anzeiger v. 18.08.

    Eine Hymne auf Sex and the City und eine Kritik am Bridget-Jones-Film. KNECHT geht zur Begründung zurück ins Jahr 1973 zu Erica Jong ("Furcht vorm Fliegen"), die nach KNECHT das Konzept der Schlampe in die Literatur eingeführt hat und landet beim Disput von Alice SCHWARZER und Verona FELDBUSCH.
    KNECHT stellt die Frage, wie es einer Frau gelingen kann, "ein paar Anteile ernsthaften Schwarzerismus und ein paar Anteile fröhliches Feldbuschoid in der individuellen Persönlichkeit unterzubringen und sich mit einer Prise der sexuellen Anarchie von Erica Jong, einer Portion der lustvollen Körperlichkeit von
    Madonna, einer Dosis der sicherheitsorientierten Heilsidee von Bridget Jones und unter Verzicht auf die gruselige Realität von «Sexy Sommer» zu einem alltagstauglichen Modell moderner Weiblichkeit zu formen? Wie und woraus bastelt man sich eine robuste, moderne weibliche Psyche? Wo ist der Katalog, aus dem man sich ein modernes Lebensmuster aussuchen kann?" Nach Meinung von KNECHT liefert die "brauchbarsten und explizitesten Antworten auf diese Fragen (...) momentan die amerikanische TV-Serie «Sex and the City»"
     
       

    Jubiläum: 25 Jahre "Emma"

    HOFF, Hans (2001): Alice im Frauenland.
    "Emma" wird 25 Jahre alt und sucht jetzt den Humor,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.12.

    HOFF berichtet über das Jubiläum von "Emma", einer Zeitschrift von und mit Alice SCHWARZER, die "manche eingestellt wähnten, die aber noch so um die 55000 Exemplare verkauft und dabei auf 30000 Abonnentinnen und 1437 Frauen in 92 Emma-Clubs vertrauen kann. All diese Frauen bekommen inzwischen ein erwachsenes Blatt mit mehrheitlich ordentlichen Beiträgen, passablen Porträts und vielen Übernahmen aus Qualitätszeitungen."

    HEY (2001): Falsche Frauen.
    Wie "Emma" ihr Jubiläum feiert,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.12.

    KOK, Elmar (2001): Jeder Fünfte würde "Emma" wählen.
    Zum 25. Geburtstag von "Emma" präsentiert Alice Schwarzer eine schmeichelhafte Studie über sich und ihre Zeitschrift
    in: TAZ v. 18.12.

    KLEIN, Nina (2001): Männer machen Kriege - Alice Schwarzer for President.
    Das Monatsmagazin "Emma" feiert seinen 25. Geburtstag,
    in: Welt v. 18.12.

    BINDER, Elisabeth (2001): Hinter den Linden.
    Alice im Kanzleramt,
    in: Tagesspiegel v. 18.12.

    BINDER, Elisabeth (2001): Der neue Glamour,
    in: Tagesspiegel v. 19.12.

    KOHSE, Petra (2001): Die Alpha-Frau.
    Nach 25 Emma-Jahren begibt sich Alice Schwarzer unter Zigarrenraucher und gründet vorerst keine Partei,
    in: Frankfurter Rundschau v. 19.12.

    Petra KOHSE liefert einen bissigen Bericht über die Pressekonferenz von und mit Alice SCHWARZER, die ihr "gusseisernes Lächeln" lächelte. Mit "Ulbricht-Rhetorik" und "Jubelumfrage" wird der Stil von SCHWARZER gekennzeichnet, der bei KOHSE auf Ablehnung stößt, auch wenn sie die Verkörperung des Feminismus für fachlich kompetent hält. Sie kann sich z.B. mit Floskeln wie dem "'wortlosen Gebärstreik' der akademisch gebildeten Mittdreißigerinnen" identifizieren und hält den Anspruch junger Frauen auf Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft für unrealistisch. Das Unzeitgemäße der Grande Dame des Feminismus bringt der letzte Absatz von KOHSEs Bericht auf den Punkt:

    "Als nach einer kurzen Fragerunde in der Paris Bar das Buffet eröffnet wurde, ergab es sich, dass direkt über dem Tellerstapel die Zeichnung eines erigierten Schwanzes prangte. Alice Schwarzer hat das nicht bemerkt. Sie gab Einzelinterviews. Zum Essen hatte sie keine Zeit."

    STELZER, Tanja (2001): Jetzt mach' mal einen Punkt.
    Nach 25 Jahren trifft Alice Schwarzers Zeitschrift "Emma" noch immer den Zeitgeist, aber nicht mehr den Ton,

    in: Tagesspiegel v. 19.12.

    BAUSCHMID, Elisabeth (2002): Die Amme der Emma.
    Die Frau mit dem Heft in der Hand: "Wenn ich mich klonen könnte..."
    in: Süddeutsche Zeitung v. 23.01.

    Ein schlampig recherchiertes Alice-Schwarzer-Porträt anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Zeitschrift "Emma".

    TAZ-Thema "25 Jahre Emma"
     Vor 25 Jahren gründeten Alice Schwarzer und ihre Mitstreiterinnen die feministische Zeitschrift "Emma", die noch heute die klaffende Lücke zwischen "Amica" und den "Männermedien" füllt. So streitbar es war, so viele Gegenreflexe hat das Magazin hervorgerufen. Eine Alternative gibt es nicht.

    OESTREICH, Heide (2002): Der femagogische Komplex,
    in: TAZ v. 26.01.

    TAZ (2002): "emma" in zahlen,
    in: TAZ v. 26.01.

    BERLINER ZEITUNG MAGAZIN-Thema

    LEINKAUF, Thomas (2002): Editorial. Der kleine Unterschied,
    in: Berliner Zeitung v. 26.01.

    HAASE, Gerhard (2002): Die unversöhnlichen Frauen.
    Wie Alice Schwarzer zur engagierten Feministin wurde. Vor 25 Jahren gründete sie die Zeitschrift "Emma",
    in: Berliner Zeitung
    v. 26.01.

    BERLINER ZEITUNG (2002): Alice Schwarzer
    in: Berliner Zeitung v. 26.01.

    FUCHS-MATERNY, Ursula (2002): Vehemente Streiterin im Kampf gegen Gewalt.
    Alice Schwarzers Dresdner Rede "Zur Sache: Deutschland",
    in: Dresdner Neueste Nachrichten v. 11.02.

     
       

    Alice Schwarzer zum 60. Geburtstag

    GRIESE, Inga (2002): Alice wird gut.
    Viele Männer wird es freuen: Alice Schwarzer wird am Dienstag 60. Doch auf Altersmilde können sie noch lange warten - ein Besuch in ihrem Emma-Turm,
    in: Welt v. 30.11.

    KULLMANN, Katja (2002): Die Heldin mit dem Monopol.
    Heute wird Alice Schwarzer 60 Jahre alt. Mit aufklärerischem Eifer, ungebrochener Kampflust und ihrer Zeitschrift "Emma" stritt sie wie keine Zweite für Emanzipation und Gleichberechtigung, als beides noch undenkbar schien. Genau darin liegt auch das Problem: Es gibt nur eine Alice Schwarzer,
    in: TAZ v. 03.12.

    Katja KULLMANN weiß bereits wie Alice SCHWARZER heute in der Neue-Mitte-Presse porträtiert wird:

    "Heute werden die Zeitungen wieder einmal voll von Schwarzer-Porträts sein, und nicht wenige Schreiber werden sich in Hohn und Häme versuchen, wofür in Porträts über männliche Jubilare nur selten Platz ist."

    Katja KULLMANN setzt diesem Hennenkampf mit hohem Neidfaktor ihre eigene Würdigung - mit Seitenhieb auf die taz - entgegen:

    "Ja, es wäre wirklich toll, wenn es neben der Emma noch andere Magazine gäbe, die Frauen nicht nur als Konsumentinnen-Zielgruppe behandeln, und wenn es neben Schwarzer noch andere gäbe, die die Ungerechtigkeit und die Gefahr des Backlash mit solcher Ausdauer thematisierten. Es wäre prima, wenn es verschiedene Stimmen, Tonfälle, Dialekte gäbe, die die Idee des Feminismus weitertragen, nicht nur den Schwarzer-Tenor. Mag sein, dass Schwarzer die Boxhandschuhe angezogen hat, um sich den Platz zu erkämpfen, den sie heute hat. Schade, dass andere Frauen sie zur Monopolistin werden ließen und nicht ebenso kampflustig in den Ring stiegen. Gäbe es viele verschiedene Vorstreiterinnen, die sich Gehör verschafft hätten wie Schwarzer und auch die Niederungen der Massenmedien nicht gescheut hätten, könnte jede junge Frau sich heute eine aussuchen und wäre empathischer an die Zeitgeschichte angebunden. Und würde vielleicht lautstark protestieren, wenn die Chancengleichheit rücklings wieder bedroht ist.
    Alice Schwarzer wird heute 60. Es gibt nur eine, und es sei ihr gratuliert."

    LAU, Mariam (2002): Alice Schwarzer und das Glück.
    Noch mit 60 spricht die Prophetin des Feminismus Sätze voller Hass und Ekel - über Frauen,
    in: Welt v. 03.12.

    Infos zu: Mariam Lau - Autorin der Single-Generation

    LINDENAU, Eva (2002): Alice im Wunderland des Internet.
    Zum 60. Geburtstag der Herausgeberin Alice Schwarzer kommt die feministische Frauenzeitschrift Emma ins Netz,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.

    Die SZ berichtet, dass ab heute die Startseite www.emma.de eingerichtet ist. Genaue Vorstellungen über das, was dort zukünftig zu finden sein soll, existieren anscheinend noch nicht. 

    GROPP, Rose-Maria (2002): Die Frau, vor der die Männer uns warnten.
    Zum sechzigsten Geburtstag der Publizistin Alice Schwarzer,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.12.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 14. Dezember 2000
    Stand: 30. August 2015