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Albrecht von Lucke: 68 oder neues Biedermeier?

 
       
     
       
   
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    Albrecht von Lucke in seiner eigenen Schreibe

     
       

    LUCKE, Albrecht von (2006): Der ganz normale Ausnahmezustand.
    Bürger oder Feind? Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird die Bundesrepublik von einem Vorsorge- und Wohlfahrtsstaat immer mehr zum Not- und Sicherheitsstaat umgebaut,
    in: Freitag Nr.36 v. 08.09.

    LUCKE, Albrecht von (2007): Integration durch Polarisierung.
    Die familienpolitische Modernisierung der Union wird die CDU/CSU zur kulturellen Hegemonie führen. Vor allem, solange links der Mitte organisierte Langeweile herrscht,
    in: TAZ v. 05.03.

    LUCKE, Albrecht von (2007): Weniger Demokratie wagen.
    Das Ressentiment gegen 1968 eint Martin Mosebach, Kai Diekmann, Hans-Olaf Henkel. Das ist kein rein ästhetisches Programm: Sie wollen die alte Klassengesellschaft zurück,
    in: TAZ v. 08.11.

    LUCKE, Albrecht von (2008): 1968 oder Die Emanzipation des Bürgers,
    in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte Nr.3, März

    ÄSTHETIK & KOMMUNIKATION-Thema: Die Revolte - Themen und Motive der Studentenbewegung

    LUCKE, Albrecht von (2008): 1968 versus 1989.
    Der Deutungskampf um das Erinnern,
    in: Ästhetik & Kommunikation, Heft 140/141, Frühling

    LUCKE, Albrecht von (2008): Der neue Selbstbedienungs-Journalismus,
    in:
    Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, September

    Die Entscheidung für den Kanzlerkandidat Frank-Walter STEINMEIER wurde angeblich erst am Wochenende gefällt. Albrecht von LUCKE weiß es besser:

    "Tatsächlich war es die eigentlich so brave Tante Die Zeit, die auf ihrer Titelseite am 19. Juni quasi-offiziell, sprich: im Namen der Medien als vierter Gewalt im Staate, den nächsten SPD-Kandidaten ausrief: »Frank-Walter Steinmeier. Der Mann, der die SPD retten soll. Keiner kennt ihn, aber alle mögen ihn. Was kann der nächste Kanzlerkandidat der Sozialdemokratie?«"

    NEUE GESELLSCHAFT/ FRANKFURTER HEFTE-Thema: Alpha-Journalisten - die neuen Intellektuellen?

    LUCKE, Albrecht von (2009): Schirrmacher, Diekmann, Aust und Co,
    in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Januar-Februar

    NEUE GESELLSCHAFT/FRANKFURTER HEFTE-Thema: Neue Bürgerlichkeit

    LUCKE, Albrecht von (2010): Die Neue Bürgerlichkeit - von der Projektion zum Projekt und zurück,
    in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, April

    Albrecht von LUCKE sieht die ZEIT auf dem Weg zu Schwarz-Grün, dem eigentlichen Protagonisten der Neuen Bürgerlichkeit:

    "Tatsächlich nahm die Vorstellung einer Neuen Bürgerlichkeit ihren Ausgang bei jungen Liberalkonservativen wie Paul Nolte und Florian Illies - und vor allem im Umfeld der Zeit, die in den letzten Jahren, unter ihrem stellvertretenden Chefredakteur Bernd Ulrich vom einstigen sozialliberalen Flaggschiff zum schwarz-grünen Leitorgan mutierte. (...).
                Damit verbindet sich in der Zeit die libertär-elitäre Haltung der »Generation Golf« des Florian Illies, dem heutigen Feuilletonchef, mit der »Generation Reform« des Paul Nolte, regelmäßiger Zeit-Autor und in seinem religiös grundierten Wertkonservatismus dem eines Bernd Ulrich eng verwandt."

    NEUE GESELLSCHAFT/FRANKFURTER HEFTE-Thema:
    Eine neue Klassengesellschaft?

    Neu:
    LUCKE, Albrecht von  (2012): Klassenkampf ohne Klasse,
    in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Heft 3, März

    "Im allgemeinen Kampf der bürgerlichen Klasse gegen den eigenen Abstieg wird aus der einstigen Aufstiegs- eine brachiale Abstiegsvermeidungsgesellschaft",

    meint Albrecht von LUCKE. Für ihn herrscht seit 1989 eine vermeintliche Alternativlosigkeit. Er sieht - wie Michael HARTMANN eine soziale Schließung in Deutschland, die sich auch am Heiratsmarkt ablesen lässt. In die Occupy-Bewegung hat LUCKE kein Vertrauen, da die privilegierte Mittelschicht "Selbstverwirklichung bis zum Selbstausbeutung" betreibt. Einen nachhaltigen Wandel des Wertewandels - weg von der Individualisierung - kann LUCKE bislang nicht erkennen.

     
           
       

    Albrecht von Lucke im Gespräch

     
       
    SCHOLL, Joachim (2010): Abschied vom "Aufstiegsversprechen der Republik".
    Gespräch mit Albrecht von Lucke,
    in: DeutschlandRadio v. 15.02.
     
           
       

    68 oder neues Biedermeier (2008).
    Der Kampf um die Deutungsmacht
    Berlin: Wagenbach

     
       
         
     

    Klappentext

    "Wer urteilt wie über 68 – und zu welchem Zweck? Eine pointierte Darstellung einer bis heute aufgeladenen Debatte.

    Was war 68? War es eine »Rebellion, die mehr Werte zerstört hat als das Dritte Reich«? Oder doch die seit ihrer Gründung fällige »Fundamentalliberalisierung der Bundesrepublik«? Eine Frage, die noch nach 40 Jahren zu erbitterten öffentlichen Diskussionen führt.
    Albrecht von Lucke fragt danach, wie die 68er als einzige Generation der Bundesrepublik derart wirkmächtig werden konnten und warum aus der Einschätzung von 68 noch immer heftige Deutungsschlachten entstehen – wie jüngst die verschiedenen Versuche konservativer Medien, linke Leitfiguren wie Habermas und Grass zu demontieren.
    Sein Buch ist also keine Geschichte der 68er, sondern eine Darstellung von deren Wirkung und Beurteilung - von der Gewaltdebatte der 70er Jahre bis zur aktuellen Diskussion um die Neue Bürgerlichkeit."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    AUGSTEIN, Franziska (2008): 1968: Drei Bücher und ein Machwerk.
    Götz Aly hält die Achtundsechziger für so gefährlich wie Hitlers Horden - weil er auffallen will. Es gibt Seriöseres und Spannenderes zu lesen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 19.02.

    "Wie kommt Aly auf seine bizarre Suggestion von Parallelen zwischen Nationalsozialismus und Studentenrevolution?"

    fragt sich AUGSTEIN und findet eine Antwort bei LUCKE:

    "So wie sich das Bürgertum 1848 der »Realpolitik« und »national-liberalen Zielen« verschrieb, hätten viele in der realen Wirtschaft gestrandete Achtundsechziger ihr Heil im Rückzug auf konservative bürgerliche Werte gesehen. Lucke belegt seine Ansichten mit gut ausgewählten Einlassungen der Betroffenen. 1968, so zeigt er, wird heute schlecht gemacht, damit die Adenauer-Republik in der Rückschau umso heller strahle."

    MACKE, Carl Wilhelm (2008): Citoyen oder Bourgeois?
    Albrecht von Lucke fragt nach den Folgen von '68,
    in: titel-forum.de v. 06.03.

    RÖDDER, Andreas (2008): Der Not gehorchend?
    Die 68er mal in kritisch-distanzierter, mal in freudlos-orthodoxer Perspektive,
    in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 12.03.

    RÖDDER lobt die Bücher von Götz ALY und Wolfgang KRAUSHAAR. Die Kritik an Albrecht von LUCKEs Buch ist zugleich Sozialstaatskritik.

    SCHILDT, Axel (2008): Eine schöne, wilde Zeit.
    Zum 40-jährigen Jubiläum von 68 ist eine Fülle von Büchern erschienen. Sie zeigen: Die Historisierung der Revolte hat längst begonnen,
    in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.12 v. 13.03.

    SCHILDT liefert eine Sammelrezension der Bücher von Albrecht von LUCKE, Peter SCHNEIDER, Reinhard MOHR, Wolfgang KRAUSHAAR und Norbert FREI ab.

    ORZESSEK, Arno (2008): Anti-Anti-68er-Manifest,
    in: DeutschlandRadio v. 14.03.

    THEIßEN, Hermann (2008): Erinnern, erklären, entzaubern.
    Vier Bücher über die 68er,
    in: DeutschlandRadio v. 21.04.

    THEIßEN bespricht Bücher von Albrecht von LUCKE ("68 oder neues Biedermeier?"), Wolfgang KRAUSHAAR ("Achtundsechzig"), Peter SCHNEIDER ("Rebellion und Wahn") sowie von Reinhard MOHR.

    ABELDT, Sönke (2008): Achtung Achtundsechziger!
    Albrecht von Lucke fasst die 68er-Diskussion zusammen und räumt mit rückwärts gewandten Meinungsmachern auf,
    in: Literaturkritik.de v. 24.04.

    BÖHME-KUBY, Susanna (2008): Rückzug ins Private.
    Potenzial: Albrecht von Lucke sieht in seinem Essay "68 oder neues Biedermeier. Der Kampf um die Deutungsmacht" die Zukunft der APO durchaus optimistisch, 
    in: Freitag Nr.21 v. 23.05.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 26. April 2008
    Update: 07. März 2015