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Alexander Kissler: Wo bin ich denn behaust?

 
       
     
       
   
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    Alexander Kissler in seiner eigenen Schreibe

     
       
    KISSLER setzt die kulturpessimistische SZ-Serie über die demografische Zeitenwende fort. Er kennt nur zwei Modelle des Alterns. Für das weibliche, unbescheidene Modell steht Trude UNRUH von den Grauen und für das männliche, bescheidene Modell findet KISSLER nur den römischen Konsul Vestricius Spurinna. Wo das enden muss ist für KISSLER ebenfalls klar: in der Gerontokratie!
    Demografische Niedergangsszenarien - Die Konvergenz von Neuer Mitte und Neuer Rechte

    KISSLER, Alexander (2002): Schämt euch!
    Horst-E. Richter singt mit viel Gefühl das Lied der Gerechtigkeit,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 10.12.

    Besprechung des Buchs Das Ende der Egomanie von Horst-Eberhard RICHTER.

    KISSLER, Alexander (2003): Generation Ruck.
    Die neuen Bürgerbewegungen wollen den Staat überwinden,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 12.06.

    KISSLER, Alexander (2003): Die Ahnungsvollen.
    Mit Gerechtigkeit ist kein Staat und keine Politik zu machen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 28.08.

    Alexander KISSLER verabschiedet die Gerechtigkeit ins Jenseits, aber erst nachdem er dem Leser einen biedermeierlich-bildungsbürgerlichen Abriss über 2500 Jahre Gerechtigkeitsdebatte geliefert hat. Dabei ließe sich der Artikel auf zwei ganze Sätze reduzieren:

    "Statt über Generationengerechtigkeit zu spekulieren, wäre zu klären, worin denn ein gutes Leben für Alt und Jung besteht. Statt über den Umbau des Sozialstaats zu fabulieren, wäre zu fragen, welches Bild vom Staat heute angemessen ist – der Nachtwächterstaat, die Assekuranzanstalt, die Profitgemeinschaft?"

    KISSLER, Alexander (2004): Leidensindex Deutschland.
    In ihrer Reform-Agenda fordert die Deutsche Bank einen neuen Wertekanon, das Ende des Lobbyismus und den Abschied vom "Karrierepolitiker",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.

    Wo Gustav SEIBT ist, da ist sein Adlatus KISSLER nicht weit! Im neoliberalen Zeitgeistfeuilleton der SZ, in dem nicht selten der Wirtschaftsressortredakteur Nikolaus PIPER dem ökonomischen Imperativ zum Gehör verhilft, darf nun Alexander KISSLER, der auch gerne Loblieder auf die neuen - derzeit etwas lahmenden - Bürgerbewegungen singt, die Interessen der Deutschen Bank verteidigen. Die Großbank irritiert, dass neben ihr noch über 1700 andere Lobbyisten in der Politik vorsprechen dürfen. Reformstau erzeugen natürlich immer nur die anderen.  Neue Werte braucht deshalb das Land, referiert KISSLER brav aus dem Pamphlet Mehr Wachstum für Deutschland (was irgendwie ziemlich einfallslos ist, denn so heißen diese Pamphlete immer).

    Wettbewerb statt Demokratie heißt das Motto, mit dem - keiner wundert sich - der Standort Deutschland flott gemacht werden soll. Dem antidemokratischen Neobourgeois geht es um die Entsorgung demokratischer Gepflogenheiten, die er als Relikt der Überflussgesellschaft missversteht.

    KISSLER, Alexander (2004): Probier's mal mit Geborgenheit.
    Die "Familienpartei" umarmt den Staat und herzt die Kinder,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 07.09.

    Alexander KISSLER stellt die Familienpartei vor:

    "Der Slogan »Höchste Zeit! Generation für Generation« hat offenbar die große Gruppe jener Väter und Mütter angesprochen, die von der rot-grünen wie von der christlichdemokratischen Sozialpolitik enttäuscht sind. Im Parteiprogramm (...) präsentiert sich die »Familienpartei« als wertkonservative Avantgarde und etatistisch denkende Umverteilungspartei mit hohem ethischen Anspruch."

    KISSLER findet jedoch auch anti-etatistische Züge und unkonservatives Gedankengut bei der Familienpartei.

    KISSLER, Alexander (2005): Die Selbst-Optimierer.
    Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet (3). Körpertuning und Kuscheltantra: Der postmoderne Mann im Fadenkreuz der Ansprüche,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.02.

    KISSLER hat die Männerstudie Moderne Helden des Hamburger Trendbüros und der Zeitschrift GQ aus dem Jahr 2002 herausgekramt. Er kommt zum Schluss:

    "Wenig ist geblieben von den neuen Männern und den neuen Liebhabern, Optionisten und Egophilen. Man kann sie hier und da zwar treffen, doch sie sind keine Hoffnung, sie sind das Gespenst veralteter Utopien. (...). Die Verlockungen des Soliden und Eindeutigen sind die neuen Sirenenklänge. Klare Männer braucht das Land."

    "SZ-Serie "Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet"

    KISSLER, Alexander (2005): Der fremde Papst.
    Schlau aber hoffnungslos katholisch. Joseph Ratzinger und Deutschland. Eine zerrüttete Beziehung?
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.08.

    Alexander KISSLER nervt! 1990 als Sten NADOLNY seinen Roman Selim oder die Gabe der Rede veröffentlichte, war der Topos von den barbarischen 68ern und dem gekränkten Intellektuellen noch einigermaßen unverbraucht. Spätestens seit Michel HOUELLEBECQ jedoch, und erst recht nach Sophie DANNENBERG, ist das nur noch öde! Offenbar soll damit von anderen Problemen abgelenkt werden. Sind die Kritiker der 68er den Kritisierten nicht zum Verwechseln ähnlich?

    Neu:
    KISSLER, Alexander (2007): Plötzlich Avantgarde.
    Das Lateinische zieht wieder in die katholische Kirche ein. Das Herz dieser stillen Revolution schlägt in einer Bruderschaft unweit des Bodensees,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.05.

    Alexander KISSLER berichtet über eine Männer-Bewegung, die keineswegs still, sondern seit dem Erscheinen des Buches Die Häresie der Formlosigkeit" (2002) von Martin MOSEBACH mit zunehmender Penetranz von neokonservativen Feuilletonkatholiken in Szene gesetzt wird. Der alte Ritus verweist untrennbar auf die Tradition der anti-demokratischen, autoritären Männergemeinschaft.

    Im Thema des Monats Mai 2004 hat single-generation.de bereits erläutert, warum das 21. Jahrhundert ein katholisches Jahrhundert sein wird und auf die Wahlverwandtschaft des neuen Autoritarismus und der katholischen Form hingewiesen.

     
           
       

    Alexander Kissler im Gespräch

     
       
    fehlt noch
     
           
       

    Wo bin ich denn behaust? (2003).
    Rudolf Borchardt und die Erfindung des Ichs.
    Göttingen: Wallstein Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Ein Bild gerät ins Wanken: Seit 1994 das Briefwerk zu erscheinen begonnen hat, kann vom bekanntesten Unbekannten der deutschen Literatur nicht mehr in Klischees gesprochen werden. Rudolf Borchardt (1877-1945), den sprachbesessenen Erzähler, Redner, Lyriker, Übersetzer und Dramatiker, konservativ aus Überzeugung, anarchistisch aus Notwendigkeit, gilt es neu zu entdecken. Die »widernatürliche Monstrosität meiner seelischen Existenz« erweist sich nun als Resultat eines lebenslangen und riskanten Selbstversuchs. Borchardt wollte die Welt in Schrift und sich in deren alleinigen Schöpfer verwandeln. Alles Vorgefundene begriff er als Kränkung, es mußte umgeschmolzen, mußte fiktionalisiert werden, damit es seinen Schrecken verlor. Auf Grundlage sämtlicher Schriften und besonders der Briefe spürt diese Monografie den Bedingungen nach, unter denen Borchardt die Neuschöpfung von Ich und Welt im Schreibakt versuchte."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    EISENHAUER, Gregor (2004): "Ich bin nicht, ich werde".
    Alexander Kissler über Person und Werk des hochmütig-demütigen Schriftstellers Rudolf Borchardt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.01.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 30. Januar 2004
    Update: 28. Juni 2015