Antje SCHMELCHER verteidigt wütend die Hausfrau und Mutter gegen ihre Verächterinnen. Bei diesem Rundumschlag gegen einen "marktkonformen Großraumbürofeminismus" werden Bücher mit den unterschiedlichsten Intentionen in einen großen Topf geworfen: Z.B. Bettina WÜNDRICH, die sich mit ihrem Buch Einsame Spitze gegen den publizistischen Mainstream wendet, dass Kinderlosigkeit und Karriere für eine Frau gleichbedeutend mit Einsamkeit im Alter ist. Oder Anja MAIERs Buch Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter, das gegen die Prenzlauer Berg-Mütter polemisiert. Nicht fehlen dürfen dagegen Bascha MIKA ("Die Feigheit der Frauen"), Barbara VINKEN ("Die deutsche Mutter") und Elisabeth BADINTER. Der Essay gipfelt in der Behauptung:

"Das Klischee der hysterischen, überforderten, manipulierbaren oder asozialen Mutter stößt auf wenig Widerspruch. Mütter haben keine Lobby, Arbeitskräfte schon."

Mütter haben natürlich eine Lobby. Nur wird heutzutage die Managerehe als Leitbild im Nachkriegsdeutschland vom Leitbild der berufstätigen Karrieremutter abgelöst. Dies bedeutet zwar eine Abwertung der Managerehe, aber nicht deren Verschwinden. Der Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland ist längst überfällig gewesen.