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Felicitas von Lovenberg: Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie?

 
       
     
       
   
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    Felicitas von Lovenberg in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    LOVENBERG, Felicitas (2001): Film-Tagebuch einer englischen Katastrophe.
    "Bridget Jones's Diary" ist ein Phänomen. Die Bilder-Bibel der Singles aller Welt im Kino: "Bridget Jones's Diary" mit Renée Zellweger und Hugh Grant ist der Film zum Buch vom Phänomen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.04.

    Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück

    LOVENBERG, Felicitas von (2003): Sei ein Mann und ruf sie einfach nicht mehr an!
    Sechs Freunde sollt ihr sein und den Geist von New York in euch tragen: Warum die Fernsehserie "Friends" bedeutend ist,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.09.

    Felicitas von LOVENBURG stilisiert die Fernsehserie Friends zum Fernsehformat der "Neuen Ernsthaftigkeit", das den Gegensatz zur Sex in the City-Serie der Spaßgesellschaft bildet:

    "Man findet kaum jemanden, dem »Friends« und »Sex in the City« gleichermaßen gefallen: offenbar eine Frage der eigenen Prioritäten.
    Die sechs »Friends« sind nicht cool.
    (...). Wer »Friends« sieht, fühlt sich anschließend besser - eigene Mängel, Mißerfolge und Peinlichkeiten scheinen weniger schlimm, Sehnsüchte und Hoffnungen weniger deplaziert.
    (...).
    In allen Lebenslagen sind die sechs Freunde füreinander da. Und ohne daß man es recht bemerkt, werden sie dabei erwachsen. Das zeigt sich nicht nur daran, daß sie plötzlich über Heirat oder Kinder nachdenken (...).
    So war der 11. September 2001 bizarrerweise auch der Tag, der die Serie beliebter machte als je zuvor. »Friends« verkörperte plötzlich alle Tugenden, auf die die Menschen sich nach den Attentaten beriefen."

    Uncool  bezeichnet im Kontext der Neuen Ernsthaftigkeit das, was cool in der Spaßgesellschaft bedeutete, als man noch nicht von Spaßgesellschaft sprach.

    LOVENBERG, Felicitas von (2004): Liebe meine Schwabbelstellen wie mich selbst.
    Eineinhalb Stunden Urlaub vom Feminismus: Beeban Kidrons Filmkomödie "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns",
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.12.

    Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

    LOVENBERG, Felicitas von (2005): Sie ist wieder da.
    Bridget Jones' Tagebuch,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

    Zehn Jahre nach der Erfindung von Bridget Jones, kehrt Helen FIELDING mit einer neuen Bridget Jones-Kolumne zum Independent zurück. Offenbar kann Großbritannien nicht auf die Bridget-Jones-Economy (The Economist) verzichten. Am 31. Juli kündete der Independent an: Helen Fielding: She's back - (hurrah!). Am 03. August erzählte John WALSH nochmals die ganze Bridget Jones-Story und gestern nun schrieb Helen FIELDING ihre erste Bridget Jones-Kolumne, die nun wöchentlich am Donnerstag erscheinen soll. LOVENBURG befürchtet, dass Bridget Jones nicht mehr dem neuen Zeitgeist entspricht:

    "Doch während ihre Erfinderin inzwischen mit Mann und Kind ihren 47. Geburtstag gefeiert hat, ist Bridget von jugendlicher Alterslosigkeit. Nur Hintergrundgeräusche verraten den Fluß der Zeit, etwa wenn die Mutter sich nach ihrer Sicherheit in Zeiten des Terrors erkundigt oder sie selbst sich geschockt zeigt von Jude Laws Hang zum Personal.
              
    Daß auch Frauen mit zunehmendem Alter interessanter werden, scheint Helen Fielding noch nicht als Chance erkannt zu haben. Sollte sich Bridget jedoch nicht im Wandel treu bleiben dürfen, könnte sich die Wiederlesensfreude rasch verlieren."

    LOVENBERG, Felicitas von (2005): Eingebettet auf dem Schlachtfeld.
    In Deutschland lassen sich immer mehr Paare scheiden. Dabei muß man nur in einem der sieben Stadien der Ehe sein Glück finden,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 18.09.

    LOVENBERG, Felicitas von (2005): Jane Austen.
    Austen Powers,

    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.10.

    Felicitas von LOVENBERG berichtet über den anhaltenden Jane Austen-Boom in Großbritannien. AUSTENs Romanfiguren gelten als Vorbild für das Bridget Jones-Personal. LOVENBERG greift aus der Fülle der Neuerscheinungen zum Thema zwei Publikationen heraus, die zeigen dass

    "Jane Austen, die es ablehnte, des Geldes wegen zu heiraten, und ihr Leben lang Single blieb, zur Ratgeberin der modernen Romantikerinnen geworden ist".

    Da ist zum einen Jane Austen's Guide to Dating von Lauren HENDERSON:

    "Darin soll sich das weibliche Wesen zunächst selbst dem Typ nach einordnen (...), um sich dann mit literarisch verbürgten Lektionen (...) im Großstadtdschungel des einundzwanzigsten Jahrhunderts mindestens so erfolgreich auf die Suche nach dem Gefährten zu machen wie einst ihre Vorläuferinnen", schreibt LOVENBERG und würdigt dies als "originelle Idee, changierend zwischen Ratgeber und Nacherzählung der wichtigsten Paar-Episoden aus Austens Werk".

    Zum anderen stellt LOVENBERG den Roman Der Jane Austen Club vor, den die 1950 geborene US-Amerikanerin Karen Joy FOWLER geschrieben hat.

    LOVENBERG, Felicitas von (2006): Der Mensch ist ein Tier mit sehr vielen Stacheln.
    Dürfen wir uns den Single als glücklichen Menschen vorstellen? Warum die Einsamkeit das Thema der Stunde ist,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.05.

    Felicitas von LOVENBERG beschreibt zuerst den Wandel des Single-Images. Dabei wird die übliche popfeministische Missinterpretation verbreitet, Ulrich BECK hätte die Singles als Speerspitze der Individualisierung gefeiert. Das kann eigentlich nur jemand schreiben, der noch nie ein Buch von Ulrich BECK gelesen hat. LOVENBERG dürfte da eher die Regel als die Ausnahme sein. Im Zeichen der Demographiedebatte sei nun der Single zum Feindbild avanciert, denn der kollektive Imperativ laute nun:

    "Du sollst einen Partner, Kinder, eine Ausbildung und einen Beruf haben und dabei möglichst gesund bleiben."

    Warum Einsamkeit das Thema der Stunde sein soll, erfährt der Leser deshalb nicht, sondern politisch korrekt wird Einsamkeit als Krankheit der Single-Gesellschaft dargestellt:

    "Singles sind die Stachelschweine unserer Gesellschaft, borstige Einzeltierchen, die schon mal jemanden aufspießen können, der sie gegen den Strich zu streicheln versucht",

    erklärt uns LOVENBERG vorweg. Am Buch Einsamkeit von Ulf POSCHARDT und am Remake des Films Die Thomas Crown-Affäre erläutert uns LOVENBERG dann das Single-Übel:

    "Mit Poschardts Fibel verlernt der Single endgültig, von sich selbst einmal abzusehen und auf die anderen zu achten - also genau jene Tugenden, die Familien hervorbringen und zusammenhalten.
    Die optimistische These, daß keiner näher dran ist an einer glücklichen Zweisamkeit als der geläuterte und nachdenkliche Single - die auch
    die Autorin dieses Artikels bereits in einem Buch vehement vertreten hat -, hat auf dem Beifahrersitz neben Poschardts Ego keinen Platz. Denn seine Ode auf die Einsamkeit verkennt, daß man sich im Alleingang nur bis zu einem gewissen Punkt verfeinern kann - weil es keinen Mitspieler gibt, niemanden, mit dem man die beim Solitaire gewonnenen Einsichten und Vorsätze ausprobieren kann. Genuß ist keine Intimität, und Intimität nicht immer ein Genuß. Erst der nahe Umgang mit anderen zwingt zur Konfrontation mit den eigenen Unzulänglichkeiten. Da der Single mangels eines Menschen, auf den er Rücksicht nehmen muß, nicht zur Verstellung, aber eben auch nicht zur Bescheidenheit gehalten ist, bleibt er sein eigener größter und wahrscheinlich einziger Fan.
    "

    LOVENBERG, Felicitas von (2010): Die böse Stiefmutter war einmal.
    Patchworkfamilie: Sie sind inzwischen fast so häufig wie das klassische Modell: Patchworkfamilien. Nun ist sogar eine ins Schloss Bellevue eingezogen. Aber wo bleiben die Romane zur neuen gesellschaftlichen Realität?
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
    22.07.

    LOVENBERG, Felicitas von (2012): Der ganz normale Wahnsinn.
    Wenn die Wahl eines Kinderwagens quasireligiöse Züge annimmt: Die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy hat ein sehr komisches Buch übers Schwangersein geschrieben
    ,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.08.

    Neu:
    LOVENBERG, Felicitas von (2014): Wie ich eine glückliche Stiefmutter wurde.
    Patchwork ist Arbeit. Wer sich für eine neue Familie entscheidet, braucht eine Weile, bis er sich verwachsen fühlt. Bei Felicitas von Lovenberg dauerte es achtzig gemeinsame Wochenenden voller Gutenachtgeschichten, Lieblingsgerichte und Einsätze am Badewannenrand,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.05.

    Felicitas von LOVENBERG wendet sich gegen Vorurteile gegenüber Patchworkfamilien, die als Familien zweiter Klasse betrachtet werden:

    "Es ist Zeit für einen (...) Wandel: Schließlich macht jeder dritte Mensch in unserer Gesellschaft im Laufe seines Lebens irgendwelche Stief-Erfahrungen, ob als Stiefkind, Stiefgeschwister, Stiefeltern oder Stiefgroßeltern."

    LOVENBERG geht von einer weiten Definition von Patchwork-Familie aus:

    "Als Patchwork-Familie gelten alle, in denen zumindest ein Partner ein Kind aus einer früheren Beziehung in die neue Lebensgemeinschaft mitbringt - sei es Tag für Tag oder jedes zweite Wochenende."

    Danach würden z.B. alle Alleinerziehenden, die einen neuen Partner haben, in einer Patchwork-Konstellation leben.

    Was soll aber ein "Zeitalter der multiplen seriellen Monogamie" sein, in dem wir angeblich leben? Der Begriff der multiplen seriellen Monogamie ist ein Widerspruch in sich. Serielle Monogamie bezeichnet das zeitliche Nacheinander exklusiver Partnerschaften, was die Gleichzeitigkeit solcher Partnerschaften ausschließt.

    LOVENBERG betrachtet Patchwork-Familien zwar nicht als Familien zweiter Klasse, aber auch nicht als normale Familienform, denn "niemand (wird) freiwillig zum Patchworker". Die Patchwork-Familie wird von ihr als "Familienform für Fortgeschrittene" betrachtet.

    Eine Stiefmutter ist für LOVENBERG keine "Secondhand-Mutter und auch keine Mami light", sondern eine, die ihre Stiefkinder mitprägt und erzieht. Denn während die leibliche Mutter "genetische Erwartungen an die Kinder hat", bleibt der "sozialen Mutter" lediglich die Beeinflussung nicht-genetischer Verhaltensweisen. In dieser Sicht prägt die Stiefmutter die Beziehungsfähigkeit von Scheidungskindern:

    "Das Vorbild einer stabilen Patchwork-Familie kann für das spätere Leben (...) prägender sein als die Erfahrung ständig streitender leiblicher Eltern." 

     
           
       

    Felicitas von Lovenberg: Gespräche und Porträts

     
       

    BÖHM, Enrico (2004): "Was bringt Geschichte?"
    Über die Aussichten von Geisteswissenschaftlern im Journalismus,
    in: unischaft.de

     
           
       

    Und plötzlich war ich zu sechst (2014).
    Aus dem Leben einer ganz normalen Patchwork-Familie
    Frankfurt a/M: Fischer Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Wer sich mit über dreißig verliebt, muss damit rechnen, dass sein Gegenüber eine Vergangenheit hat. Und Kinder. Hier ist das Buch für alle, die unversehens Stiefmütter oder Stiefväter werden: Wie fühlt es sich an, plötzlich eine Familie zu haben? Was entgegnet man als ungeübte Wochenend-Mutter auf den Killer-Satz »Du bist nicht meine Mama«? Wie geht man damit um, dass die Ex des neuen Partners dank der Kinder alles über einen weiß bis hin zu Kontostand und Körpergewicht? Und was geschieht in dem fragilen Patchwork-Gefüge, wenn eigene Kinder hinzukommen? Die Publizistin und Bestsellerautorin Felicitas von Lovenberg berichtet lebensnah, witzig und klug aus dem Alltag ihrer Patchwork-Familie und gibt wertvolle Erfahrungen weiter, die das Miteinander leichter machen. Ein Buch für Liebende, Eltern, Stiefmütter, Stiefväter und Expartner"

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    PRASCHL, Peter (2014): Wenn Kinder einen lieben, ohne es zu müssen.
    Lebensklug statt altklug: Felicitas von Lovenberg erkundet die Welt der Patchworkfamilien,
    in:
    Welt v. 10.05.

    "In (...)(Patchworkfamilien) bekommt man es (..) mit der Aufgabe zu tun, durch Argumente, Kompromisse, Persönlichkeit zu überzeugen, statt durch die Autorität von Verwandtschaft", hat Peter PRASCHL aus dem Buch gelernt.

     
           
       

    Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie? (2005).
    Die Sehnsucht nach der romantischen Liebe
    München: Droemer Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "In ihrem witzig-provokanten und auch persönlichen Buch beleuchtet Felicitas von Lovenberg die Ehe in ihren erstaunlichsten Varianten. Im Blick auf Nachbarn und Freunde, Schriftsteller und Schauspieler, Romanfiguren und Filmhelden, Scarlet O'Hara und Rhett Butler, nicht zu vergessen: Romeo und Julia entwickelt sie eine ungewöhnliche Evolutionsgeschichte der Zweisamkeit. Und sie kommt, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, zu dem Schluss, dass es in jeder Hinsicht klüger, gesünder, freudvoller und lohnender ist, nicht zu heiraten. Ein Plädoyer also gegen die Ehe? Im Gegenteil. Felicitas von Lovenberg zeigt Wege aus der Hochzeitsfalle und beweist: Es gibt sie, die erfüllende Beziehung, in der unsere geheimsten Wünsche nach Geborgenheit sich aufs Schönste mit dem wilden Wunsch nach Freiheit vereinen."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    STEPHAN, Cora (2005): Für das Beste im Mann.
    Angela und Juliana von Gatterburg und Felicitas von Lovenberg wissen, wie das geht mit der Liebe,
    in: Welt v. 22.10.
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 05. Oktober 2005
    Update: 20. September 2015