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Gunnar Lützow: Die Berliner Ökonomie

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1970 in Hamburg geboren
 
       
   
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    Gunnar Lützow in seiner eigenen Schreibe

     
       

    LÜTZOW, Gunnar (2000): After the goldrush.
    Jetset, Jobs, Schulden: In der Boheme grassiert nun die "Neue Unlockerheit",
    in: TAZ v. 17.01.

    LÜTZOW hat in Berlin die "Neue Bitterkeit" (Christiane RÖSINGER) entdeckt. Sein Fazit: "Wer nicht zur Generation der Erben gehört oder es sonstwie verabsäumt, im Verteilungskampf um Jobs und Occasionen genügend Ellenbogen zu zeigen, profitiert höchstens vom programmatischen Songtitel des Hamburger Lidermachers Bernd Begemann »Berlin war stärker«."

    LÜTZOW, Gunnar (2003): Cool,
    in: Frankfurter Rundschau v. 07.08.

    LÜTZOW kritisiert die touristische Vermarktung von Berlin als "Cool Capital": "Als Verkaufsargumente müssen dabei die soften Standortfaktoren wie die Atmosphäre der »avant garde enclave that fosters edgy galleries, side by side with design and fashion boutiques« herhalten. Doch gerne wird von den Promotern und Protagonisten des »coolen« Berlin übersehen, dass die von ihnen strategisch genutzten Freiräume nicht vom Himmel gefallen sind. Statt dessen wurden sie von genau den Menschen und Initiativen mühsam erkämpft, die szenige Neu- und Teilzeitberliner gerne als Modernisierungsblockierer abwerten. Sie haben dafür gesorgt, dass man noch immer innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings Menschen trifft, die auch ohne vorher ausgezahltes Erbe oder Tagesjob in der Werbebranche schlichtweg nach dem Motto »Prima leben und sparen« an Projekten feilen, bis sie rund sind. Übersehen wird auch der latente Zynismus, der in Berlin als Cool Capital steckt. Cool entstand als Schule der »postmodernen Stoa« (Ulf Poschardt), die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts von marginalisierten Afroamerikanern nördlich der 110th Street in Manhattan erfunden wurde, um sich mit einem Panzer aus Eis vor dem Erfrieren zu schützen. Genau jene harten Lebensbedingungen, unter denen nur noch diese irgendwo zwischen einer existenziellen Selbstsetzung und narzisstischer Persönlichkeitsproblematik angesiedelte Strategie des vorläufigen Überlebens in permanenter Krise bleibt, werden inzwischen von einem erheblichen Teil der Berliner Bevölkerung erlitten."

    LÜTZOW, Gunnar (2003): Rettung vor Bürgern.
    Der "New Urbanism" erreicht das Berliner Tacheles-Areal,
    in: Frankfurter Rundschau v. 11.11.

    LÜTZOW, Gunnar (2004): Entzwei,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 31.03.

    LÜTZOW hat sich in Berlin auf die Spuren unserer geteilten Gesellschaft begeben: "Berliner Nachtleben. Dort, so lässt uns ein in den Neunzigern durch einen Roman über Beinkleider aufgefallener Jungliterat wissen, habe er unlängst in der Umgegend der Jannowitzbrücke ein Praktikum als Türsteher der ironischen »Flittchenbar« absolviert. Was nicht sonderlich verwundert, sehen wir an der Spree inzwischen nicht mehr nur Dachdecker und ähnliche Baunebengewerbe, sondern auch Rechtsanwälte und Ärzte - gemeinhin Stützen der Gesellschaft - abstürzen und entzweigehen. Verwunderlich allerdings ist ein Detail: Der »Stempel«, der den reibungslosen Wiedereintritt in die Clubatmosphäre gewährleistet, ist ein Datumsstempel, »meist auf den elften September eingestellt«.
    Jenseits der Frage, wie nachtblau man sein muss, um so etwas zu bringen, stellen sich zwei weitere: Was eigentlich ist schlimmer: Die
    nun bereits eine Dekade währende Rede von einer ominösen kollektiven »Spaßgesellschaft« oder die spätestens seit dem elften September vehementer werdende Forderung nach ihrem Ende? Dass in den neunziger Jahren irgendwo irgendwer Spaß hatte, wird schwerlich zu bestreiten sein. Doch wie folgenreich die damals eingeleitete Atomisierung des Sozialen in bedingungslos miteinander um Ressourcen konkurrierende Teilgesellschaften sein wird, lässt sich besonders gut an den Manifesten derer erkennen, die diesem Phantom nun den Garaus machen wollen, »jenseits der Ironie« nach wahren Werten suchen
    "

    LÜTZOW, Gunnar (2004): Sind Hartz-IV-Demos Luxus?
    Unsere Verwöhnkultur.
    Sinnvolles Reden über Luxus fängt dann erst an, wenn die Grenze zur Sinnlosigkeit des Kaufens eindeutig überstiegen wird,
    in: TAZ v. 31.08.

    LUETZOW, Gunnar (2004): Draußen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 25.09.

    Gunnar LÜTZOW mokiert sich anlässlich der neuen Zeitschrift Der Freund über die Generation Barbour.

    LÜTZOW, Gunnar (2004): Montag %%5.
    Times Mager,
    in: Frankfurter Rundschau v. 11.10.

    "Oswald Metzger, Hans-Olaf Henkel, Dieter Hundt, Paul Nolte, Peter Glotz, Hans-Werner Sinn, Meinhard Miegel, Otto Lambsdorff und alle anderen Freunde und Förderer der »dringend notwendigen Reformen« - aufgemerkt!" fordert LÜTZOW, um sich dann über die Machenschaften der so genannten neuen Bürgerbewegungen einen Reim zu machen.

    LÜTZOW, Gunnar (2004): Gut bekocht von Tante Irina.
    Eine Existenz im Sinne von Hartz IV ist hart, aber mit russischer Familie zu überstehen,
    in: TAZ v. 12.10.

    Neu:
    LÜTZOW, Gunnar (2005): Charme des Müßiggangs.
    Zur Konjunktur der Faulheit,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 26.02.

     
           
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 06. Dezember 2004
    Update: 25. Mai 2015