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John von Düffel: Beste Jahre

 
       
   

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    John von Düffel im Gespräch

     
       

    FASTHUBER, Sebastian (2007): Dichten im Kopf der Figuren.
    Im Gespräch: John von Düffel hat mit dem Roman "Beste Jahre" ein kleines Meisterstück vorgelegt: Fragen der Moral, der Medizin und der Familie,
    in: Der Standard v. 29.08.

    EUSTERHUS, Eva (2007): Wenn Männer schwanger werden.
    Neue Männer braucht das Land, heißt es. John von Düffel ist so einer. In seinem neuen Buch "Beste Jahre" erzählt er von später Vaterschaft und künstlicher Befruchtung. Von Düffel macht keinen Hehl daraus, dass er sich auch privat eingehend mit der Thematik von ungewollter Kinderlosigkeit auseinandergesetzt hat,
    in: Welt Hamburg v. 19.10.

     
           
       

    Beste Jahre (2007)
    Köln: DuMont  

     
       
         
     

    Klappentext

    "Bis in die besten Jahre hinein scheint die Gründung einer Familie nur eine Option unter vielen. Ein Schauspieler stellt fest, dass das Dramatische aus seinem Leben verschwunden ist. Mit Anfang Vierzig muss er nicht mehr jedem Rock hinterherlaufen. Zusammen mit seiner Frau Lisa genießt er die ruhiger gewordene Zeit. Da taucht im Grundriss der neuen Wohnung das Wort »Kinderzimmer« auf. Die beiden gestehen sich ein, dass sie mit einem Kind noch glücklicher wären. Doch auf Kommando ist da nichts zu machen, ihr »Fruchtbarkeitswettbewerb« kennt keinen Sieger. Also lassen sie sich helfen - und das Dramatische kehrt in ihr Leben zurück. John von Düffel macht aus dem ebenso wichtigen wie aktuellen Thema der späten Familie einen höchst gewitzten Roman: »Beste Jahre« erzählt eine verwickelte Liebesgeschichte aus Deutschland - der Weg vom Paar zur Familie hält manche Überraschung bereit."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    SOLTAU, Heide (2007): Beste Jahre,
    in: Buch-Tipp des NDR v. 04.09.

    MAGENAU, Jörg (2007): Seid fruchtbar und schreibt darüber.
    Eine neue Männerliteratur entdeckt die Freuden von Vaterschaft und Windelschlacht. Wie deutsche Autoren zu ideologischen Begleitern des Familienministeriums werden,
    in: TAZ v. 05.09.

    Jörg MAGENAU stellt 3 Väterromane vor: Dirk von PETERSDORFFs Lebensanfang, Burkhard SPINNENs Mehrkampf und Beste Jahre von John von Düffel. Während sich die ersteren in reaktionärer Väterprosa üben, behandelt John von DÜFFEL das Thema subtiler.Ich hatte das Vergnügen bei der ersten Lesung des Buches in Paderborn anwesend zu sein. Der Autor las u.a. Passagen vor, in denen es um das Kinderwunschzentrum ging, zu denen MAGENAU schreibt:

    "Wie John von Düffel den ersten Besuch des Paares im »Zentrum für Kinderwunschbehandlung« (das heißt wirklich so!) beschreibt, das hat tatsächlich Orwellsche Züge. Der Zugriff der Medizin ist der letzte Ausweg und doch zugleich ein Horror. Seltsam, räsoniert der Erzähler, dass es nur zwei Generationen dauerte, um von der »Fortpflanzungsverhinderungsmedizin« der 50er-Jahre zur »Fortpflanzungsermöglichungsmedizin« der Gegenwart zu gelangen, ohne die »Nachwuchs überhaupt nicht mehr denkbar« sei.
                Vor diesem Hintergrund wird es verständlich, dass von Düffel Schwangerschaft mit der Patina der Kostbarkeit umgibt und die schwangere Frau im Licht natürlicher Schönheit erstrahlen lässt. In diesen Passagen liest sich »Beste Jahre« wie ein Artikel für das Ressort »Leben« der Zeit, in dem die alltäglichen Ängste und Veränderungen während der Schwangerschaft beschrieben werden. Literatur als Lebenshilfe, Fortpflanzungsrealismus als neues literarisches Genre."

    Die Lesung vermittelte jedenfalls alles andere als das Flair eines Zeit-Artikels. Ich kann deshalb nur jedem empfehlen, eine Lesung des Autors zu besuchen. Aber letztlich war auch MAGENAU von dem Buch angetan:

    "Von Düffels Roman singt das Loblied der Fortpflanzung, aber so, dass Literatur daraus entsteht."

    BARTELS, Gerrit (2007): Das große Da-da-da.
    Neue Väter hat das Land – nur schreiben darüber ist offenbar schwierig. Mehrere neue Ratgeber sind dieser Tage erschienen,
    in: Tagesspiegel v. 01.10.

    BARTELS hat Vätertexte (einerlei ob Sachtext oder literarischer Text ) von Peter HANDKE ("Kindergeschichte", 1981) über Klaus MODICK ("Vatertagebuch") bis zu Eberhard RATHGEB ("Schwieriges Glück") und John von DÜFFEL gesichtet. Identitätsstiftendes war für BARTELs Geschmack nicht darunter.

    MEISTER, Martina (2007): Vital wie das Tote Meer.
    John von Düffel erzählt von späten Eltern und diesem ganzen Fertilitätszauber,
    in: Die ZEIT Nr.41, Literaturbeilage v. 04.10.

    Martina MEISTER rezensiert weniger das Buch Beste Jahre von John von DÜFFEL, sondern räsoniert über die Generation der Forty-Somethings,

    "die Zeuge wurde, wie innerhalb einer Lebensspanne aus einem Geburtenüberschuss ein Fruchtbarkeitsproblem wurde".

    Leider vermisst man dabei jegliche Distanz, denn bereits der Herwig BIRG der Weimarer Republik - also Friedrich BURGDÖRFER - hat mit seinen Fehldeutungen der Geburtenentwicklung in den 1920er Jahren den Nazis in Hände gespielt. Den Babyboom in den 1960er Jahren hätte es nach den damals gängigen Prognosen nie geben dürfen.

    Angeblich sind die heutigen Prognosen zur Geburtenentwicklung unumstößlich. Und auch die Auswirkungen sind angeblich eindeutig.

    Tatsächlich wissen wir heute jedoch sehr wenig, weil es die Politik seit Jahrzehnten versäumt hat, die Rahmenbedingungen für die Forschung auf einen modernen Stand zu bringen. Die amtliche Statistik in Deutschland steht mehr oder weniger auf dem Stand der Nazizeit! Außerehliche Geburten darf es nicht geben! Erfasst wird nur die Reihenfolge ehelicher Geburten. Daran hat nicht einmal eine angeblich moderne rot-grüne Regierung etwas geändert! Ledige Mütter sind gesellschaftlich anerkannt? Die amtliche Statistik lehrt das Gegenteil!

     Wenn jetzt JournalistInnen Moralapostel spielen, dann muss gefragt werden, warum dies NIE ein Thema war? Offenbar hatte NIEMAND ein Interesse daran zu erfahren, was es mit der Geburtenentwicklung überhaupt auf sich hat. Stattdessen bekommt der Leser immer nur die gleichen Vorurteile vorgesetzt.

    Im Buch Die Single-Lüge wird aufgezeigt, warum es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse auf einem Gebiet gibt, das angeblich über Wohl und Wehe unserer Gesellschaft entscheidet.

    MÜLLER, Burkhard (2007): Wenn Männer schwanger werden.
    Möge es späten Vätern zur Warnung gereiche: John von Düffels Roman "Beste Jahre",
    in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 09.10.

    FLORIN, Christiane (2007): Vatersprache im Mutterland.
    Familienplanung: John von Düffel begibt sich in die Welt der Kinderwunschbehandlung,
    in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 11.10.

    Neu:
    LAUX, Thomas (2007): Shakespeare in vitro.
    John von Düffels Vater-Roman "Beste Jahre",
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.11.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. September 2007
    Update: 18. März 2015