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Kathrin Lenzer : 30 - Bis hierher und wie weiter?

 
       
     
       
   

Kathrin Lenzer in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

30 - Bis hierher und wie weiter? (2004)
(zusammen mit Philipp Holstein)

Reinbek:
Rowohlt Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Wir 30er: eben noch Kinder, jetzt Steuerzahler. Eben noch faltenfrei, jetzt Nutrilift-Nachtcreme. Eben noch wild, jetzt Sex im eigenen Doppelbett. Und im Kopf das Wissen: Du musst endlich erwachsen werden. Vom Leben zwischen Abschied und Neubeginn erzählen Kathrin Lenzer und Philipp Holstein - für alle, die es schon sind oder noch werden müssen: 30"

Inhaltsverzeichnis

1. Hirn

Papierkram
Wahlweise
Studentenbude
Tretmühle
Waschmaschine
Gewissen
Übermorgen
Kinderkram

2. Herz

Rückreise
Freunde
Altlasten
Klassentreffen
Herrgott
Tschüss
Daheim

3. Hormone

Liebesnest
Spielwiese
Verfallsdatum
Krabbelgruppe
Einzelzimmer

Haut & Haar

Spiegelbild
Kleiderordnung
Augenringe
Du - Sie
Tapetenwechsel

Zitat:

Thank God it's Friday

Freiheit und Elend liegen im Single-Leben nah beieinander. Es trennt sie nur die Nacht von Freitag auf Samstag.
Freitag ist alles ganz toll. Die Woche ist zu Ende. Das Wochenende hat noch nicht richtig begonnen. (...).
Du willst jemanden kennen lernen, also lernst du jemanden kennen. So denkt der Single am Freitag.
(...).
Die nächsten zwei Tage werden aufsehenerregend erinnerungswürdig. Denkt der Single. Er hat zwar niemanden, aber das wird sich gleich ändern. Weil der Single am Freitagabend abchecken wird, klar machen, rumbaggern, abschleppen, aufreißen, rumkriegen und - natürlich - wahre Amore finden.
(...).
Das ist es, wovon im Geiste geflüsterte Worte zum Freitag im Wesentlichen handeln. »Friday I'm in Love« heißt eins der fröhlicheren Lieder der Depri-Popper von The Cure.
(...).
Die Wahrheit ist: Er lernt niemanden kennen, und zum Knutschen kommt es schon mal gar nicht. Deshalb trinkt er, eins, noch eins, wenigstens »Beck's Gold«, das korrespondiert so schön mit der Farbe von des Singles Herz. Frustsuff bleibt aber dennoch, denn es ist ja nicht alles Gold, was glänzt.
(...).
Der Samstag ist für den Single ein ganz schreckliches Datum. Der Samstag ist nämlich zum Händehalten da, er ist so etwas wie der Trainingstag für angehende Familien. Paare gehen zusammen in die Stadt (...). Der Single stört da nur, den mag man höchstens mal zum Kaffee zwischendurch treffen, dann hat man auch noch seine gute Tat abgehakt. Nach solchen Kaffee-Treffen geht der Single Klamotten kaufen (damit er nächsten Freitag vorzeigbar aussieht) und Bücher (damit er dieses Wochenende halbwegs würdevoll rumbekommt) und Steaks (wer satt ist, sehnt sich weniger) und Blumen (damit er's auch bisschen nett hat daheim).
(...).
Aber egal, auch der Samstag geht vorbei. Am Sonntag trifft sich der Single dann mit befreundeten Paaren zum Brunch. Da ist er wieder gut drauf. Denn er weiß: Der nächste Freitag kommt bestimmt." (S.176ff)

 
     
 
       
   

Essay zum Thema

Die Single-Industrie und die Bedeutung der Single-Kultur in der paar- und familienorientierten Gesellschaft
 
   

Weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 20. Oktober 2013