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Jochen König: Mama, Papa, Kind?

 
       
     
       
   
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    Jochen König in seiner eigenen Schreibe

     
         
           
       

    Jochen König im Gespräch

     
       

    Neu:
    MEINHOLZ, Viktoria (2015): Papa werden - ohne Frau.
    Neue Familienmodelle: Kind ja, Liebe nein: Jochen König hat sich entschieden, Elternschaft und Liebesbeziehung zu trennen. Er erzieht seine zweite Tochter gemeinsam mit einem lesbischen Paar - und schrieb ein Buch darüber,
    in: Stern Online v. 20.08.

     
           
       

    Mama, Papa, Kind? (2015).
    Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien
    Freiburg i.Br.: Herder Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die bürgerliche Kleinfamilie ist auf dem Rückzug. Doch von der Öffentlichkeit werden Alleinerziehende, Co-Eltern-Familien oder Singlefrauen mit Kinderwunsch kaum beachtet. Das will der Feminist Jochen König nicht länger hinnehmen. Er recherchiert, trifft viele verschiedene Familien und macht mit seinem Buch klar: Es zählt allein das Wohl der Kinder und die Bereitschaft von Menschen, Verantwortung zu übernehmen.

    Ein persönliches und aufrüttelndes Plädoyer dafür, endlich alle Familienmodelle wahrzunehmen und anzuerkennen, was sie sind: Teil unserer Gesellschaft und genauso »normal« wie Mama-Papa-Kind."

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung
    Wie ich mir meine Familie vorstelle
    Worum es eigentlich geht

    Familie ist kein statisches Modell
    Kinder brauchen Werte!
    Für Familien- statt Demografiepolitik

    Der Sinn und Unsinn von Rollenbildern und Geschlechterzuschreibungen

    Die Wirkung und die Hartnäckigkeit klassischer Rollenbilder
    Gender: Das sozialer Geschlecht
    Exkurs: Häusliche Gewalt
    Männliche Vorbilder gesucht

    Der Klassiker: Mama, Papa, Kinder

    Väter und die Elternzeit oder Leere Rentenkontos junger Mütter
    "Reden, reden, reden" - Vom Aushandeln der Rollen
    Klare Aufteilung? Das 50/50-Modell

    Allein mit Kind: Ein-Eltern-Familien

    "Mutterseelenalleinerziehend" - Die Benachteiligung Alleinerziehender
    Väter allein zu Haus
    Familiengründung als Frauenthema oder Die tickende Uhr
    Single-Frauen, Kinderwunsch und Samenspende
    Mitbewohner und andere Bezugspersonen
    Handlungsbedarf

    Unzählige Konstellationen: Patchworkfamilien

    Zwei Kinder von zwei Vätern
    Familiengründung durch Adoption
    Die Schwierigkeit des Partnerfindens

    Keine Einzelfälle: Regenbogenfamilien

    Wissensvorsprung lesbischer Frauen
    Prinzen, die lieber Prinzen heiraten
    Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans mit Kinderwunsch
    Regenbogen und Kindeswohl
    Handlungsbedarf

    Familie sein ohne Kinder

    Das Leben ist kein Kindergeburtstag
    Gesellschaftlicher Druck und biographisches Risiko

    Co-Elternschaft: Teil meiner Familie

    Das Kennenlernen
    Intensive Gespräche über Familienplanung
    Überdenkzeit
    Entscheidung und Befruchtung
    "Ich bin schwanger"
    Herausfordernder Alltag: Familie, Beruf, Privatleben
    Vorwurf "Ego-Familie"
    Die feindiagnostische Untersuchung
    Wer lebt mit wem?
    Treffen mit einer anderen Co-Eltern-Familie
    Drei Eltern oder Die Vaterschaftsanerkennung
    Endlich: Der Geburtstermin
    Lynn ist da - Zeit für ein Resümee

    Zitate:

    Die Co-Eltern-Patchwork-Regenbogen-Familienkonstellation von Jochen König

    "Marie ist die leibliche Mutter von Lynn. Ich bin der leibliche Vater. Marie ist nicht meine Partnerin. Und war das auch nie. Lynn ist auch kein Resultat eines One-Night-Stands. Marie und ich haben uns ganz bewusst auf Basis unserer Freundschaft für ein gemeinsames Kind entschieden. Wir wohnen nicht zusammen. Marie wohnt zusammen mit ihrer Freundin Cora. Auch sie ist Lynns Mutter. Ersteinmal lebt Lynn bei Marie und Cora. In ein paar Monaten wollen wir zu annähernd gleichen Teilen für dieses Kind da sein. Fritzi ist Lynns große Schwester, meine Tochter. Mit Fritzis Mutter war ich mal zusammen. Zusammen gewohnt haben wir allerdings auch nie. Seit ihrer Geburt lebt Fritzi überwiegend bei mir."
    (2015, S.9)

    Plädoyer für eine Familienpolitik statt einer Demografiepolitik

    "Die Politik der letzten Jahrzehnte ist nicht nur an einem eingeschränkten Familienbild ausgerichtet, sie ist darüber hinaus vor allem eine Demografiepolitik. Und nur sehr selten eine Gerechtigkeitspolitik. Familienpolitische Maßnahmen, wie beispielsweise das Elterngeld, werden danach bewertet, ob hierdurch mehr Kinder geboren werden. Es wird nicht, oder nur sehr selten, danach gefragt, ob es den Familien dadurch gut geht und was ihre Bedürfnisse sind. Der Wunsch nach mehr Kindern, der immer wieder öffentlich kundgetan wird, richtet sich auch nicht an alle Familien gleichermaßen. So ermutigt das Elterngeld beispielsweise vor allem gut verdienende Paare zum Kinderbekommen. Es wäre eine Diskussion wert, ob es in einer Welt, die in den nächsten Jahrzehnten vermutlich nicht vor dem Problem stehen wird, dass zu wenige Menschen auf ihr leben, der richtige Anreiz ist, Familienpolitik vor allem als eine Politik zur Förderung von noch mehr Geburten zu verstehen. Oder ob es nicht vielleicht doch eher darum gehen sollte, den Familien, die es bereits gibt, dabei zu helfen, glücklich zu werden und den Kindern Voraussetzungen zu ermöglichen, sich in dieser Gesellschaft bestmöglich zu entwickeln und zu entfalten."
    (2015, S.35)

    Ein-Eltern-Familie statt Alleinerziehende

    "Als Alleinerziehende kann man sich manchmal ziemlich »allein« vorkommen und trotzdem möchten viele Eltern in diesen Familien nicht ständig daran erinnert werden, dass da vermeintlich jemand fehlt. Daher bevorzugen einige den Begriff Ein-Eltern-Familie. Sie wollen sich als komplette Familie fühlen und auch so bezeichnet werden. Als vollwertige Familie, nur eben mit einem statt mit zwei Eltern. Deshalb werde ich diesen Begriff im Folgenden hier auch überwiegend verwenden. Andere fühlen sich mit der Kategorie alleinerziehend ganz wohl. Manche bezeichnen sich auch mit dem englischen Begriff als Single-Mom oder Single-Dad. Doch sind nicht alle Eltern in Ein-Eltern-Familien automatisch Singles. Eine Mutter kann einen neuen Freund haben, der aber nicht zwangsläufig enges Mitglied der Familie ist und aus welchen Gründen auch immer wenig bis keinen Kontakt zum Kind hat. Dann ist die Mutter zwar kein Single, aber noch immer alleinerziehende Mutter in einer Ein-Eltern-Familie. Verallgemeinernde Begriff werden nie allen gerecht."
    (2015, S.70)

    Eltern und Kinderlose

    "Frauen, die sich ganz bewusst dazu entschlossen haben, keine Kinder zu bekommen, sind im Alter letztendlich sogar glücklicher als Gleichaltrige mit Kindern, hat erst kürzlich die europäische Vergleichsstudie Generations and Gender Survey im Auftrag des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung herausgefunden. Oft haben sie auf vielfältige Art und Weise Kontakt zu Kindern, beispielsweise als Tante oder Freundin. Es wäre wunderbar, wenn Eltern mit der Verantwortung für ein Kind weniger alleine sein würden und andere Menschen öfter verbindlich am Familienleben beteiligt wären, die vielleicht keine eigenen Kinder bekommen möchten (oder können). Generell ist es auch mehr als eine Überlegung wert, was das »eigene« überhaupt in Bezug auf Kinder bedeutet. Sie gehören niemanden und nur weil der eigene Samen oder die eigene Eizelle an der Zeugung beteiligt war, heißt das noch lange nicht, dass ein besonderes Engagement gegenüber dem Kind zwangsweise erfolgt. Das beweist die Abwesenheit vieler Väter recht anschaulich.
    Samantha Anna (...) bekommen z.B. Unterstützung für ihre Kinder von Menschen, die keine eigenen Kinder haben. Britta hat sich bewusst entschieden, keine eigenen Kinder zu bekommen und stattdessen vielmehr als verlässliche Bezugsperson in Samantas Familie Verantwortung zu übernehmen. Mit Fritzi ist es uns nicht so gut gelungen, andere verbindlich zu beteiligen. Auch wenn ich immer Unterstützung bekommen habe und es immer Freundinnen und Freunde gab, die auf Fritzi aufgepasst haben, so war ich mit der Verantwortung für Fritzi oft alleine bzw. zusammen mit ihrer Mutter alleine. Es ist uns nicht gelungen, Menschen fest mit einzubinden in unsere Strukturen - wobei das sicherlich nicht nur daran lag, dass sich diese Personen in unserem Umfeld nicht gerade aufgedrängt haben, sondern auch daran, dass wir uns nicht genügend darum gekümmert und vielleicht auch nicht bereit waren, Fritzi abzugeben."
    (2015, S.156f.)   

     
         
     
           
       

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    Jochen König im WWW

    http://jochenkoenig.net

     
       

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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 03. März 2016
    Update: 05. März 2016