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Iris Hanika: Einsamkeit in der Moderne

 
       
     
       
   
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    Iris Hanika in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • HANIKA, Iris (2002): Der moderne Mensch - einsam?
      Von seltsamen Strategien für Singles,
      in: Politisches Feuilleton. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 31.10.

      • Iris HANIKA betrachtet den Einpersonenhaushalt als die "schlechteste aller Lebensformen". Sie sitzt dabei den drei typischen Missverständnissen auf: Alleinwirtschaften = Alleinwohnen = Partnerlosigkeit. Diese Gleichung stimmt heutzutage immer weniger! Alleinwirtschaften können (Ehe)-Paare, Wohngemeinschaften, Wochenendväter und -mütter und auch Nesthocker.

        Die Absatzprobleme von CDs wie Nie mehr allein, die HANIKA hier behandelt - ist deshalb zu allererst die Überschätzung der Partnerlosigkeit und der Einsamkeit im mittleren Lebensalter. Für die Gruppe der einsamen Partnerlosen - und nicht der Alleinlebenden - gilt dann vielleicht HANIKAs Einwand gegen die CD:

        "Fühlt man sich aber wirklich umsorgt, wenn fremde Leute im Hintergrund Geräusche machen? Eher nicht; sonst würde man sich ja nie über seine Nachbarn ärgern. Aber es ist natürlich richtig, daß auch der alleinlebende Mensch nicht immer seine Ruhe haben will. Nur sollten die Geräusche, die er dann gerne hören würde, nicht darum vertraut sein, weil er sie schon hundertmal gehört hat - solche Geräusche kann nämlich jeder jederzeit selbst erzeugen -, sondern sie sollten vertraut sein, weil ein vertrauter Mensch sie erzeugt. Denn nicht nach Geräuschen an sich sehnt sich der alleinlebende Mensch in solchen Momenten, sondern nach einem Erzeuger von Geräuschen. Und den kann eine CD ebensowenig ersetzen wie ein Solarium die Karibik oder ein Vibrator den Liebhaber."

    Einsamkeit - Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit
    Man mag seinen Augen kaum trauen! Iris HANIKA war bisher für die Einsamkeit der Karrierefrau zuständig. Eine Lobrede auf das Alleineleben, kann das gut gehen?

    HANIKA hat das offensichtlich selber bemerkt und zeigt zuerst einmal den Unterschied zwischen den Einsamen und den Alleinlebenden auf, um danach das Spezifische des Alleinlebens gerade nicht an der Partnerlosigkeit festzumachen:

    "Wer alleine lebt, hat eine Wohnung ganz für sich, einen leeren Kühlschrank, eine selten benutzte Waschmaschine, einen im Grunde überdimensionierten Herd, ein kaltes Bett und all diese Dinge, doch bedeutet es keineswegs, dass man alleine wäre, wenn man alleine lebt. Vielmehr ist Alleineleben eine Möglichkeit, sein Leben zu gestalten, die es erst gibt, seit einigermaßen Wohlstand vorhanden ist. Darum ist sie relativ neu. Erst musste die Wohnungsnot überwunden werden, dann die Geldnot, bevor Alleineleben etwas wurde, wofür man sich entscheiden kann, auch wenn man nicht reich ist. Alleineleben und Alleinsein gehören also nicht notwendig zusammen. Und es gibt genug Leute, die mit einem anderen Menschen fest verbandelt sind und trotzdem nicht mit ihm zusammenleben. Das heißt, natürlich schon zusammenleben, weil sie ihre zwei Leben ja aufeinander beziehen und auf die Dauer auch miteinander gestalten, aber beide haben eine eigene Wohnung; manche sogar nach der Hochzeit noch."

    HANIKA stellt anschließend einige Alleinlebende vor, wobei sie - im Gegensatz zum statistischen Begriff - auch Alleinerziehende ohne festen Partner darunter fasst. HANIKA hält im Grunde keine Lobrede auf das Alleinleben an sich, sondern auf das bewusste Alleinleben, d.h. unfreiwillig Alleinlebende gehören nicht dazu:

    "In der Begegnung mit bewusst alleine lebenden Leuten ist zivilisiertes Benehmen gewiss, weil es ihnen leicht fällt, den anderen zu respektieren – gerade, weil sie nicht permanent mit ihm und von ihm konfrontiert sind.
    So ist das Alleineleben die tägliche Weltflucht, die es ermöglicht, der Welt aufmerksam zu begegnen, weil man selbst bestimmen kann, wann und wie man ihr begegnet. Und dann sind die anderen dem Alleinelebenden nicht die Hölle, sondern eine Freude. Lasst alleinelebende Menschen um mich sein!"

    Der Alleinlebende - Das unbekannte Wesen
    • HANIKA, Iris (2005): Wie die alten Leute leben.
      Die Witwe des Professors ißt so gut wie gar nichts. Der Fahrradbastler raucht jeden Tag eine große und eine kleine Zigarre. Die Clanmutter wird bald wieder jeden Morgen schwimmen gehen. Ein Besuch bei drei Menschen, die älter als neunzig Jahre sind,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.07.

    • HANIKA, Iris (2006): Einfach immer weiter.
      Aussichten wären schön: Das Leben im Praktikum
      in: Süddeutsche Zeitung v. 25.02.

    HANIKA, Iris (2006): Über Entscheidungen zum Single-Dasein.
    Ein kaltes Bett und all diese Dinge - Allein zu leben bedeutet nicht automatisch, allein zu sein,
    in: Der Standard v. 01.04.

    HANIKA, Iris (2007): Die "Saaleknirpse" von Jena-Göschwitz.
    Ministerin von der Leyen mitten im politischen Getümmel: Sie teilt ebenso tapfer aus, wie sie einsteckt, nur tut sie das nicht wie ein Mann, sondern eben wie eine Frau. Bei allem, was sie tut, sieht sie so gut aus, wie es ihr geht,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 03.11.

    Der Boulevard zieht mit der Reportage von Iris HANIKA im Politikteil der FAZ ein. Wohlwollend verteidigt HANIKA die Ministerin u.a. gegen Kritikerinnen:

    "In Sibylle Bergs im August erschienenen Roman »Die Fahrt« (...) heißt es im Rahmen einer allgemeinen Beschimpfung von in Berlin-Mitte lebenden Müttern: »Kinder waren Accessoires geworden, dass da keiner etwas unternahm gegen diese Plage, was da an blöden Genen weitergegeben wurde, und diese Lebensborn-Ministerin mit ihrem germanischen Haar und den neun Kindern, die sie geboren hatte, und der Wiedereinführung des Mutterkreuzes.«
                Nun hat die Ministerin ungefähr um die Zeit der Auslieferung dieses Romans die Frisur geändert, was auch seriösen Zeitungen eine aufgeregte Meldung wert war. aber auch wenn sie das nicht getan hätte - nichts könnte falscher sein als die Nazi-Assoziation, denn Ursula von der Leyen verkörpert so ziemlich das Gegenteil der deutschen Mutter. Nicht traulich im Heim am Herde waltet sie, den Mädeln die Zöpfe flechtend und den Buben die aufgeschlagenen Knie salbend, sondern sie hat zum einen, darin eher den Frauen aus der DDR vergleichbar, erst ausführlich studiert und dann immer gearbeitet, ohne sich dadurch vom Kinderkriegen abhalten zu lassen, und zum anderen nun beherzt ins große Getümmel geworfen."

     
           
       

    Iris Hanika im Gespräch

     
       
    fehlt noch
     
           
       

    Treffen sich zwei (2008)
    Graz & Wien: Droschl

     
       
         
     

    Stimmen zum Buch

    "Eigentlich beginnt dieses Buch auf der Rückseite eines anderen Buches. Iris Hanika ließ nämlich den Satz »Oder es kommt einmal einer« auf die hintere Umschlagseite ihres letzten Werks »Musik für Flughäfen« setzen, also schon außerhalb des Textes, als ob der Satz der Absprung sei ins nächste Buch."
    (Jörg Drews in der SZ v. 11.03.2008)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    THIEDE, Roger (2008): Girl meets boy.
    Die Essayistin Iris Hanika debütiert mit einem virtuosen Kurzroman über die fatale Liebe zweier Singles in Berlin,
    in: Focus Nr.6 v. 02.02.

    POROMBKA, Wiebke (2008): Eine liebende Frau.
    Iris Hanika erzählt geschliffen scharf davon, wie ausgerechnet das Glück eine Liebende ins Straucheln bringt: "Treffen sich zwei",
    in: TAZ v. 23.02.

    OBERLÄNDER, Jan (2008): Liebe für Erwachsene.
    Die Berliner Autorin Iris Hanika und ihr keusches Kreuzbergbuch "Treffen sich zwei",
    in: Tagesspiegel v. 24.02.

    DREWS, Jörg (2008): Liebe! Schreck lass nach!
    Iris Hanikas Großstadtmärchen "Treffen sich zwei" geht gut aus und stärkt den Wunderglauben,
    in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 11.03.

    HARMS, Ingeborg (2008): Am Nullpunkt geht's erst richtig rund.
    Die Wildnis, das Ich: Iris Hanika hat einen Liebesroman auf den Spuren Kleists geschrieben,
    in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 12.03.

    ROTHSCHILD, Thomas (2008): Sagt er zu ihr.
    Liedtexte: In ihrem ambivalenten Liebesroman "Treffen sich zwei" will Iris Hanika Kitsch vermeiden,
    in: Freitag Nr.11 v. 14.03.

    KLIER, Walter (2008): Seelen-Verzwirbelungen in Rekordsommer,
    in: Wiener Zeitung v. 28.03.

    SEEGERS, Armgard (2008): Mal was Neues von der Liebe,
    in: Hamburger Abendblatt v. 02.04.

    HUECK, Carsten (2008): Vom Glücken der Liebe,
    in: DeutschlandRadio v. 08.04.

    Neu:
    HENNEBERG, Nicole (2008): Der Sommer, sehr groß.
    Iris Hanika widmet sich von Herzen der Liebe,
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.06.

     
           
       

    Musik für Flughäfen (2005)
    Frankfurt a/M: Edition Suhrkamp

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die Wahrheit sucht die Autorin nicht, aber die Wirklichkeit läßt sie nicht los. Die beobachtet sie übergenau. Zudem ist sie eine unerschrockene Erforscherin des Liebeslebens unter den Bedingungen von Großstadt, Hysterie und Völkerwanderung.

    Was dabei wie ein Spiel mit den Genres erscheint – manche Texte sind fast Gedicht, andere fast Reportage –, ist tatsächlich eine Annäherung an die in Japan und China gepflegte Form des Essays. Wie die japanischen »zui hitsu« und die chinesischen »suibi« entstehen Iris Hanikas Texte aus dem Moment, »folgen dem Pinsel« und sind allein in der Schrift zu Hause."

    Stimmen zum Buch

    "Das Schönste an diesem Buch (...) ist, dass Iris Hanika so toll über Liebe schreibt und dabei fast immer nur über enttäuschte. Weil sie genau weiß, dass eigentlich alle dauernd nur von enttäuschter Liebe lesen wollen."
    (Sonja Eismann im Intro, Juni 2005)

    "Der intensivste Text des Bandes ist dann auch einer, der gegen das Alleinsein anschreibt: »Mein unberührter Körper hat keine Halterung in der Welt, keine Umhüllung, keine Grenze. Er ist eine zu große Wohnung. Ich möchte umziehen.«"
    (Frank Meyer im DeutschlandRadio vom 06.06.2005)

    "Vom ersten Blatt dieses Buchs blickt dem Leser eine Fotografie der Autorin in der Uniform einer Stewardess entgegen, die man wohl als ideelles Porträt bezeichnen muss. (...). Man fühlt sich erinnert an die Sechziger und Siebziger, als der Duft der großen weiten Welt beworben wurde,  (...) und aus jener Zeit scheint Iris Hanika auf uns gekommen zu sein. Unter einem dünnen Firnis von Ironie spricht es den Vorsatz aus, die Phase der Adoleszenz nicht nur über das dreißigste Lebensjahr – das hatten wir in der Gegenwartsliteratur wahrlich schon oft genug –, sondern selbst über das vierzigste hinaus auszudehnen."
    (Burkhard Müller im Tagesspiegel vom 07.05.2006)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    EISMANN, Sonja (2005): Iris Hanika - Musik für Flughäfen,
    in: Intro Nr.128, Juni

    MEYER, Frank (2005): Musik für Flughäfen.
    Kurze Texte von Iris Hanika,
    in: DeutschlandRadio v. 06.06.

    MÜLLER, Burkhard (2006): Das Wünschen immerzu.
    Jenseits der vierzig wird es erst spannend: Iris Hanikas Kurzprosa "Musik für Flughäfen",
    in: Tagesspiegel v. 07.05.

    LANGE, Wolfgang (2006): Eigensinnig und betörend.
    Iris Hanikas Kurzprosa "Musik für Flughäfen",
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.08.

    "In und durch Hanikas Prosa, so der Eindruck, erhält die Göre wieder eine Stimme; mit ihr kehrt das kleine Mädchen als Erzählinstanz auf die literarische Bühne zurück, nach dem dieses in den frühen Romanen der Irmgard Keun gegen Ende der Weimarer Republik bereits ein kurzes, aber glänzendes Début gegeben hatte", meint LANGE zum Buch.

     
           
       

    Das Loch im Brot (2003)
    Frankfurt a/M: Edition Suhrkamp

     
       
         
     

    Klappentext

    "»Wir wissen die einfachen Freuden des modernen Lebens zu schätzen«, und »jetzt essen wir das Brot«, anstatt durchs Loch im Brot zu starren, das man als Kind gebohrt hat, um tief ins schöne Nichts zu fallen. Jetzt sind wir erwachsen geworden, haben einen Arbeitstag, treiben Sport. Und die große Liebe? Schon aufgebraucht?
    Iris Hanika ist eine neue Autorin im Suhrkamp Verlag. Als Chronistin des deutschen Alltags von heute macht sie sich in Berlin, Wien, Chicago und anderswo einen Reim auf die Zustände. Ob im Aldi oder beim Warten auf Houellebecq, ob beim Friseur oder angesichts einer verliebten Freundin – überall trifft ihr Blick, der Blick einer Frau, auf Widerstand, und überall herrscht ewige Pubertät. Gottlob aber schauen wir ab und zu nach oben: Und oben »sind über den Himmel ein paar Cirruswolken gehaucht, an den Rändern, über den Wipfeln färbt er sich langsam lila. Und das ist Glück.«"

    Zitate:

    Deutschland sucht den Superstar

    "Keiner wollte hören, worüber die anderen diskutierten, alle warteten auf Michel Houellebecq, er in Deutschland meistens »Hullebeck« ausgesprochen wird. Hullebeck kam aber nicht (...). Nachts um zwei schließlich sah das Publikum ein, daß der Star wirklich nicht erscheinen würde. (...). Bevor die Leute jedoch nach Hause gingen, brachen sie in einen Sprechchor aus. Sie riefen: »Hu-Hu-Hullebeck! Hu-Hu-Hullebeck!«
    Der mir das erzählte und ich, wir starrten uns erstaunt an, als er mir das erzählte, denn uns beiden, ihm und mir, wurde in diesem Moment gleichzeitig klar, woran dieser Chor anknüpfte und daß hier eine Bewegung zu ihrem Abschluß gekommen war. Oder hatte sich ein Kreis geschlossen? Hullebeck, genau." (S.81) 

    No Future - geburtenstark

    "»Fakt nimmt den Grauschleier«, hieß es in der Fernsehwerbung meiner Kindheit, und »Es liegt ein Grauschleier über der Stadt, den meine Mutter noch nicht weggewaschen hat«, hieß es in der Musik meiner späten Pubertät, womit sich wenigstens zum Teil bewahrheitete, was ich mir immer vorgestellt hatte: daß ich mich später, wenn ich in der großen Stadt leben würde, mit meinen Freunden (...) problemlos über unsere jeweilige Kindheit würde unterhalten können (...). (Bloß waren es dann nicht meine Freunde, sondern die Musiker der Gruppe »Fehlfarben« verständigten mich davon, daß wir zur selben Generation gehörten.)
    (...).
    Damals, als es diese Musik gab, 1980, 81, 82, lebte ich im Einklang mit meiner Zeit. Wirklich unbefangen über Marken, Werbung und das ganze Zeug reden aber erst die zehn Jahre Jüngeren, die sich als Generation Golf zutreffend beschrieben fühlen. Meine Generation dagegen ist die No-future-Generation, eine Bezeichnung, die nun, zwanzig Jahre später, wo wir fest in Berufs- und Familienleben stehen, natürlich obsolet geworden ist. Damals bildeten wir uns noch eine Differenz zwischen uns und der Konsumwelt ein, jetzt sind wir einfach die geburtenstarken Jahrgänge.
    (...).
    Jetzt lebe ich in der großen Stadt. (...). Nach dem Duschen liegt ein Weißschleier auf meiner Haut." (S.85f.)

    Die Kunst des Alleinseins

    "An einem fremden Ort allein zu sein ist viel weniger schlimm, als daheim allein zu sein. Es ist eigentlich gar nicht schlimm. Daheim weiß man, wie wenig Leute man kennt, in der Fremde dagegen ist es normal, daß man keinen einzigen kennt, und man ist es zufrieden." (S.96)

    Einsamkeit

    "Einsamkeit macht dumm, weil eine Überprüfung des eigenen Weltbildes so schwer möglich ist, wenn keiner ernsthaft mit einem redet. Daher kommend dann die Schrullen, aber mehr noch kommen die vom Ungeliebtsein. Wer ungeliebt ist, hat Schrullen statt liebenswerter Eigenheiten. Die heißen heutzutage allerdings Defekte oder Defizite, aber die Bezeichnung ist egal: Es wird in der Beziehung gemeinsam daran gearbeitet, sie zu überwinden. Wer allein ist, dem werden seine Defekte oder Defizite oder Eigenheiten jedoch nicht durch Liebe abgefedert (denn wenn keiner da ist, der sie lieben will, dann sind sie auch nicht liebenswert), sondern als Schrullen vorgehalten, wodurch die Leute ferngehalten werden, denn Schrullen sind anstrengend. So bleibt man allein, wird immer schrulliger und am Ende unerträglich."(157)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    PLATH, Jörg (2003): Weiblich, städtisch.
    Die Erstarrung der mittleren Jahre: Iris Hanikas kleine Literatur des wachen Intellekts,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.06.

    SCHMIDT, Thomas E. (2003): Das kleine, runde Loch im Himmel.
    Iris Hanika zeigt den Weg aus der Misere der Forty-Somethings,
    in: Die ZEIT Nr.39 v. 18.09.

    "Dies ist ein Buch, aus dem die geburtenstarken Jahrgänge, die Post-68er also, etwas über sich lernen können, auch wenn sie der Ansicht sind, es sei schon alles gesagt, weil es so wenig über sie zu sagen gibt. Die Autorin ist Jahrgang 1962. Sie findet ihre Generationsgenossen »langweilig«", predigt - sich selbst ausnehmend - ihr Generationsgenosse Thomas E. SCHMIDT.

    KUNISCH, Hans-Peter (2004): Bill Clinton und die einsamen Frauen.
    Aldi, Sex und weite Hosen: Iris Hanikas Chronik "Das Loch im Brot",
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 21.01.

    "Das strukturelle soziale Problem, das den Text durchzieht, ist, dass die Unabhängigkeit liebenden städtischen Vierzigjährigen heute oft noch nicht in die »Fortpflanzungsfamilie« gefunden haben, aber müde werden. Tragikomisch formuliert Hanika dies in »Wir einsamen Frauen«", hat KUNISCH über Iris HANIKAs Buch "Das Loch im Brot" herausgefunden.

    HALTER, Martin (2004): Liebe geht, Arbeit bleibt.
    Vierzig verweht: Iris Hanika nagt am Schwarzbrot des Lebens,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.07.

    "»Loch im Brot« ist nicht das Manifest einer Generation", vermittelt aber "das Lebensgefühl einer Generation, die aus Zeit und Welt herausgefallen ist und nun orientierungslos und meinungsstark an ihren Rändern nistet," charakterisiert Martin HALTER das Buch von Iris HANIKA.
     
       

    Iris Hanika im WWW

    www.iris-hanika.de
     
       

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    © 2002-2015
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 07. Mai 2003
    Update: 28. Mai 2015