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Matthias Kalle: Die Generation Golf und der Verzicht

 
       
     
       
   
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    Matthias Kalle in seiner eigenen Schreibe

     
       

    KALLE, Matthias (2001): So klein ist die Welt.
    Naomi Klein über die Macht der Marken und den Hype um ihre Person,
    in: Jetzt. Das Markenheft. Magazin der Süddeutschen Zeitung, Nr.13, v. 26.03.

    KALLE, Matthias (2002): Auf wen ist die Jugend so wütend?
    James Dean, Eminem, die Globalisierungsgegner von Genua - alle wollen Rebellen sein. Ein Versuch über den Unterschied zwischen Haltung und Attitüde,
    in: Tagesspiegel v. 05.05.

    KALLE, Matthias (2003): Blick zurück nach vorn.
    In den 90er Jahren hatte die Jugend sich die Wut abtrainiert - dieses Gefühl galt als uncool. Erlebt die Wut gerade ihr großes Comeback?,
    in: Tagesspiegel v. 13.04.

    KALLE, Matthias (2004): Die Wutlosen.
    Vor zehn Jahren wurde der Frauentyp »Girlie« ausgerufen: Frech, kämpferisch, nicht aufzuhalten. Die Mädchen von heute sind sanft, nachsichtig und etwas ratlos,
    in: Die ZEIT, Nr.52 v. 16.12.

    KALLE, Matthias (2005): Die Reifeprüfung.
    1995: Er suchte das Abenteuer und landete in Leipzig. Die Stadt machte ihm Angst. Zehn Jahre später traut er sich wieder dorthin,
    in: Tagesspiegel v. 22.01.

    ZITTY-Titelgeschichte:
    Kleine Monster.
    Hilfe! Kinder! Muss das sein?

    KALLE, Matthias (2005): Achtung Baby!
    Die Deutschen sollen mehr Kinder bekommen, die Politik muss familienfreundlicher werden, sonst ist unsere Zukunft in Gefahr. Ein Besuch in Prenzlauer Berg kann einen aber auf ganz andere Ideen bringen,
    in: Zitty Nr.15 v. 07.07.

    Matthias KALLE mokiert sich über die Eltern vom Prenzlauer Berg, die "gerade eine neues Eltern-Bild" prägen, denn sie sind Akademiker, Besserverdienende, die gemäß dem FDP-Politiker Daniel BAHR in Deutschland zu wenig Kinder bekommen. KALLE weist darauf hin, dass der angeblich kinderreiche Vorzeige-Bezirk gar nicht so kinderreich ist (Anmerkung: das hatte schon Christian SCHWÄGERL in der FAZ vom 27.04.2005 mit zweifelhaftem Erfolg vorgemacht). KALLE kritisiert außerdem, dass die Prenzlauer-Berg-Eltern nur Eltern-Darsteller sind, die Kinder nicht der Kinder willen bekommen, sondern aus purem Egoismus. Die Folge: Ihr Leben unterscheidet sich nicht von dem der Kinderlosen, was KALLE ihnen ankreidet. Als Kinderloser sieht er sich jedoch in der Defensive, denn seit einiger Zeit ist Kinderkriegen ein "patriotischer Akt" und Kinderlose sind die Unverantwortlichen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Stern-Titel "Land ohne Kinder". Bernd ULRICH (ZEIT v. 17.02.2005) stimmt er in einem Punkt zu, dass sich die Politik nicht einmischen sollte, denn Kinder zu instrumentalisieren ist das Allerletzte:

    "Sie sind schuldlos, sie können nichts dafür, dass sie angeblich zu wenig sind und vor allem können sie nichts dafür, wenn ihre Eltern sie aus der Sucht nach Selbstverwirklichung oder aus schlechtem Gewissen bekommen. Kann man eigentlich noch grausamer zu Kindern sein?"

    ZITTY-Titelgeschichte: Jetzt bist Du der Spießer.
    Die Konservativen haben die Coolness erobert

    KALLE, Matthias (2005): Werden wir jetzt alle Spießer?
    Die Konservativen haben die Coolness erobert,
    in: zitty Nr.26 v. 07.12.

    KALLE, Matthias (2009): Der Altersunterschied.
    Er ist sechzehn Jahre jünger als sie - kann das auf Dauer gut gehen? Unser Kolumnist überrascht sich selbst: Er hat ein gutes Gefühl bei der Sache,
    in: Neon,
    Mai

    KALLE, Matthias (2009): Die Unfall-Liebe.
    Zufall statt Lebensplanung: Wie ein ungewolltes Kind und ein durchwachtes Wochenende das Leben klären kann,
    in: Neon,
    Juni

    KALLE, Matthias (2009): Das Parship-Paar.
    Im Internet findet man schnell und bequem einen Menschen, der sehr gut zu einem passt. Mit Liebe hat das erst mal nichts zu tun,
    in: Neon,
    Juli

    "Liebe darf nicht passen. Liebe muss drücken und wehtun, und ein heilloses Chaos anrichten", meint Matthias KALLE.

    KALLE, Matthias (2009): Dreier ohne.
    Ein Mann, zwei Frauen - das riecht nach Ärger. Geht schon, sagen die Teilnehmer. Schwierig, sagt der Kolumnist,
    in: Neon, August

    KALLE, Matthias (2009): Die Berliner Frau.
    Sie befindet sich in einem Zustand ständiger Überforderung und hält sich verkrampft an ihrer Bierflasche fest. Eine Abrechnung,
    in: ZEIT-Magazin Nr.34 v. 13.08.

    Matthias KALLE, nach Berlin zugezogener Wessi um die 30, also einer der Berliner Männer, mit denen Esther KOGELBOOM letzte Woche abgerechnet hat, beschreibt die Berliner Frau als überfordertes Mädel in 3 Varianten.

    KALLE, Matthias (2010): Sie zahlt.
    Manchmal finden Menschen wieder zusammen, die sich zwischenzeitlich hassten. Sie haben die Dämonen der Liebe besiegt,
    in: Neon, Oktober

    KALLE, Matthias (2010): Die Welt durch die Brille des Nerds.
    Ich habe verstanden: Nerds sind nach landläufiger Meinung Menschen, die viel vor dem Computer sitzen und dicke schwarze Brillen tragen. Nerds schaffen all die Räume, in denen sich moderne Menschen heute bewegen - doch das Leben kennen sie nicht,
    in: Tagesspiegel v. 09.10.

    Anlässlich eines Vorfalles bei der Buchvorstellung von Jonathan FRANZEN und angesichts des gerade angelaufenen Films The Social Network macht sich KALLE Gedanken über Nerds:

    "Schon seit längerem wird der Typus des Nerds gefeiert als derjenige, der die Welt entwirft, in der wir leben. Der Nerd schuf Facebook, der Nerd schuf das Internet, der Nerd schuf all die Räume, in denen sich moderne Menschen heute bewegen. (...).
              
     Während man den virtuellen Raum im Griff hat, sich dort sicher und zielgerichtet bewegt, tapst man in der Realität orientierungslos durch die Gegend. Und für einen Moment dachte ich, dass die Nerds vielleicht ein wenig zu viel Macht haben."

    • KALLE, Matthias (2010): Wir kennen uns doch schon!
      Können zwei Menschen ein Paar werden, wenn sie zuvor nur gute Freunde waren? Oder gibt es gar keine besseren Voraussetzungen?
      in: Neon, November

    • KALLE, Matthias (2010): Kleinvieh macht nur Mist.
      Wenn ein Paar überlegt, für immer zusammenzubleiben, kommt das Thema Nachwuchs auf. Praktisch oder fatal, wenn beide keinen Kinderwunsch haben?
      in: Neon, Dezember

    • KALLE, Matthias (2011): Politik als Herzensangelegenheit.
      Im Frühherbst demonstrierten hunderttausende Menschen in Berlin. Zwei davon sind seitdem zusammen: Das Protestpaar hat viele gemeinsame Feinde,
      in:
      Neon, Januar

    • KALLE, Matthias (2011): Das Paar-Paar.
      Manche Menschen brauchen Abstand vom Partner. Diese beiden nicht. Sie verbringen so viel Freizeit wie möglich gemeinsam. Kann das gut gehen?
      in:
      Neon, Februar

    • KALLE, Matthias (2011): Keine Geheimnisse.
      Einander nichts ersparen, nicht einmal die Wahrheit: Manchmal hält die Liebe tatsächlich länger, wenn man ehrlich ist,
      in: Neon, März

    • KALLE, Matthias (2011): Die Freundin meines Freundes.
      Zwei Männer vertrauen sich voll, es hätte Freundschaft fürs Leben werden können. Wäre nicht eine Frau in ihr gemeinsames Leben getreten,
      in: Neon,
      April

    • KALLE, Matthias (2011): Einfach mal loslieben.
      Vom One-Night-Stand direkt in eine feste Beziehung: Geht das so einfach? Unser Kolumnist hat ein Paar getroffen, das eine Abkürzung gefunden hat,
      in: Neon, Mai

    • KALLE, Matthias (2011): Wenn der Hass sich wendet.
      Aus tiefer Abneigung wird genau das Gegenteil, wie kann das sein? Unser Kolumnist schreibt über ein Paar, über das sich gute Freunde nur noch wundern,
      in: Neon, Juni

    • KALLE, Matthias (2011): Das Herz als Heimat.
      Zwei durch die Welt ziehende Menschen verlieben sich ineinander. Wie findet so ein Paar seinen Lebensmittelpunkt? Ein Tipp: Mit Erdkunde hat's nix zu tun,
      in: Neon, Juli

    KALLE, Matthias (2011): Zugpersonal.
    Unser Kolumnist sitzt im ICE nach Hannover neben einem Paar, bei dem einfach alles stimmt. Scheinbar,
    in: Neon, September

    ZEITMAGAZIN-Thema: Anleitung zum Vatersein

    KALLE, Matthias (2011): Väter Super, Papa!
    Männer wollen heute gute Väter sein – warum nehmen sie sich dann nicht Zeit für ihre Kinder?
    in: ZEITmagazin Nr.39 v. 22.09.

    KALLE, Matthias (2011): Ende der Einsamkeit.
    Unser Kolumnist hat zwei Menschen kennen gelernt, die von ihren Freunden verkuppelt wurden. Sind die beiden wirklich glücklich darüber?
    in: Neon, November

    KALLE, Matthias (2011): Das verirrte Paar.
    Unser Kolumnist hat zwei Menschen kennen gelernt, die überhaupt nicht zusammenpassen. Warum trennen die beiden sich nicht einfach?
    in: Neon, Dezember

    KALLE, Matthias (2012): Jugendliebe.
    Unser Kolumnist hat einen Mann getroffen, der nach vielen Jahren endlich seinen ersten Schwarm erobert hat. Es wäre besser ein Schwarm geblieben,
    in: Neon,
    Januar

    KALLE, Matthias (2012): Nichts davor, nichts danach.
    Charlotte arbeitet in einer Bar, Markus trinkt dort. Die beiden verbringen eine gemeinsame Nacht, die Folgen hat. "Dinge passieren", sagt Markus,
    in: Neon, Februar

    KALLE, Matthias (2012): Zurück auf Los.
    Zwei, die sich als Teenager liebten, dann trennten und jetzt wieder zusammen sind - geht das gut? Kann die Liebe dahin zurückkehren, wo sie mal war?
    in: Neon,
    März

    KALLE, Matthias (2012): Unglück im Glück.
    Gibt es in einer Beziehung zweier lebenstrauriger Menschen so etwas wie Glück? Oder ist Glück in diesem Fall gar nicht das Ziel? Ein Hausbesuch,
    in: Neon, April

    KALLE, Matthias (2012): Trotzdem.
    Unser Kolumnist trifft eine Frau und einen Mann, die kein Paar sein können - und trotzdem nicht voneinander lassen,
    in: Neon,
    Mai

    KALLE, Matthias (2012): Schreibtischliebe.
    Nina trifft Jochen, alles könnte gut sein - aber die beiden arbeiten zusammen. Was muss passieren, damit eine Büroaffäre gut geht?
    in: Neon,
    Juni

    KALLE, Matthias (2012): Guter Stoff.
    Unser Kolumnist hat ein Paar getroffen, das sich liebt wie im Rausch. Aber anscheinend auch nur dann,
    in: Neon,
    Juli

    KALLE, Matthias (2012): Kurz auf ein Bier.
    Einfach abhauen, ohne ein Wort der Erklärung: Kann die Liebe eine solche Flucht überleben? Unser Kolumnist hat ein wiedervereintes Paar getroffen,
    in: Neon, August

    KALLE, Matthias (2012): Unglücklich glücklich.
    Jede Beziehung hat einen Deal. Der von Lisa und Peter: Sie darf mit anderen Männern schlafen - er nicht mit anderen Frauen. Peter findet das okay,
    in: Neon, September

    KALLE, Matthias (2012): Ohne Anfassen.
    Zur glücklichen Liebe gehört guter Sex? Heike und Torsten haben aufgehört, miteinander zu schlafen. Und sie sind immer noch zusammen,
    in: Neon, Oktober

    KALLE, Matthias (2012): Besetzt.
    Manchmal scheinen zwei füreinander bestimmt zu sein. So wie Katja und Sebastian. Dumm nur, wenn beide gerade einen frischen Partner haben,
    in: Neon, November

    KALLE, Matthias (2012): Kurz und gut.
    Hanna und Michael hatten ein Jahr lang eine Affäre, die voller großer Gefühle war. Dann hörten sie einfach auf. Geht das?
    in: Neon, Dezember

    KALLE, Matthias (2013): Liebe ohne Ende.
    Monat für Monat hat unser Kolumnist die Liebe gesucht. Viel klüger ist er dabei nicht geworden. Wahrscheinlich ist das gut so,
    in: Neon, Januar

    ZEIT-Thema: Ist Scheidung erblich?
    Auch Trennungskinder haben irgendwann Familie. Oft wiederholen sie die Fehler der Eltern. Doch zunehmend gelingt es ihnen, alte Muster zu durchbrechen

    KALLE, Matthias & Tanja STELZER (2014): Glück. Gehabt.
    Die Scheidungskinder der siebziger Jahre haben heute selbst Familie. Machen sie es besser als ihre Eltern?
    in: ZEITmagazin Nr.18 v. 24.04.

    "Wir gehören zur ersten großen Welle von Scheidungskindern. In den siebziger Jahren, der Zeit unserer Kindheit, entdeckten die Frauen die Freiheit. Mütter mussten damals nicht mal echte 68er sein, damit Scheidung eine Option für sie war. Das neue Eherecht vereinfachte seit 1977 die Trennung, das persönliche Glück wurde wichtiger als die gesellschaftliche Konvention. Unsere Mütter waren Avantgarde, und das war nicht einfach, weder für unsere Mütter noch für uns",

    behaupten Matthias KALLE & Tanja STELZER, Angehörige der Generation Golf. War das wirklich die Mütteravantgarde? Wohl nicht, denn zur Vorreiterrolle gehört das Erkämpfen einer Errungenschaft und nicht das Nutzen. Avantgarde waren jene, die die Änderung des Scheidungsrechts erzwungen haben, denn die Scheidungsreform 1977 vollzog nur das nach, was bereits in den 1960er Jahren Praxis war.

    "Für viele von uns ist es ein Ziel geblieben, selbst den einen Partner zu finden, mit dem wir möglichst ewig zusammenbleiben. Kaum ein erwachsenes Scheidungskind, das nicht diesen Ehrgeiz hätte: Ich will es besser machen (wobei "besser" manchmal heißt: Bloß nicht heiraten!"

    beschreiben sie jenes Scheidungskindideal, das die Autoren in ihrem Artikel beschreiben, wobei sie jene Scheidungskinder, die gar nicht erst geheiratet haben, ignorieren. Der Artikel befasst sich also lediglich mit Scheidungskindern, die mindestens einmal geheiratet haben.

    Vier Fallbeispiele sollen uns die Beziehungsmuster der neuen Scheidungskinder illustrieren: Als Erstes eine 36jährige Frau aus Wiesbaden, die seit ihrer Scheidung alleinerziehend ist. Der Prenzlauer Berg in Berlin verkörpert jenes Akademikermilieu, dessen westdeutsche  Vorgängergeneration Peter SCHNEIDER bereits Anfang der 1990er Jahre in seinem Roman Paarungen beschrieb und das die Autoren folgendermaßen charakterisieren:

    "In Prenzlauer Berg, diesem Berliner Stadtteil, in dem angeblich das Ideal der heilen, modernen Familie gelebt wird, gibt es Grundschulen, an denen 80 Prozent der Kinder getrennte Eltern haben – Kinder der ersten Generation von Scheidungskindern. Und die haben es vielleicht leichter, schon weil es so viele von ihnen gibt. Auch ihre Eltern haben es leichter. Unzählige Helfer kümmern sich darum, dass sie und ihre Kinder diesen Schritt im Leben erfolgreich meistern, Ratgeberbücher erklären, wie man einem Kind die Scheidung schonend beibringt."

    Fallbeispiel zwei ist ebenfalls eine Frau, nur dass nicht sie, sondern ihr Mann sich von ihr getrennt hat. Die Reproduktion elterlicher Bindungsmuster bzw. die soziale Vererbung des Scheidungsrisikos wird als Problem beschrieben. Fall drei schildert einen Mann, der seine Ehe lediglich erträgt, was als unakzeptable Lösung betrachtet wird. Am Schluss steht dann das Ideal der Autoren, die Wahl des richtigen Partners:

    "Manchmal verlieben sich auch zwei Scheidungskinder ineinander, und es ist ein großes Glück. Das kann gelingen, wenn beide erkannt haben, wie kostbar Beziehungen sind. Wenn es ihnen um den jeweils anderen geht und nicht darum, die Vergangenheit wettzumachen. Bis ein Scheidungskind so weit ist, braucht es möglicherweise mehrere Anläufe, wie im Fall von Andrea."

    Am Schluss steht das idealistische Fazit, dass wir lediglich unsere Familiengeschichte erkennen müssen, um eine glückliche Partnerschaft/Familie zu führen. Sollten wir daran scheitern, dann sind wir selber schuld und nicht die ungünstigen Umstände.

    Neben dieser expliziten Moral verbirgt sich auch ein implizites Ideal in der Story: Patchworkfamilien zweier Scheidungskinder (Biografiemuster 4) sind die bessere Alternative zu einer unglücklichen Ehe (Biografiemuster 3) und zum Alleinerziehen, d.h. der unvollständige Familie! (Biografiemuster 1 und 2). Nicht heiraten ist am neubürgerlichen Wertehimmel gar keine Option.

    Nebenbei steigern solche Patchworkfamilien auch noch die Geburtenrate.        

     
           
       

    Matthias Kalle im Gespräch

     
       

    Matthias KALLE hat mit Verzichten auf ein Generationenbuch - Variante Anti-Pop - verfasst. Holm FRIEBE interviewt ihn dazu:

    "Es klingt ein bisschen, als wollten Sie Ihrer Generation die "Agenda 2010" schmackhaft machen.
    Nein, ich will ihnen nur sagen, dass dieser Slogan, »It s the economy, stupid«, einfach nicht stimmt. Es ist viel mehr. Mich regt es auf, dass viele Leute alles auf das Wirtschaftliche reduzieren, nur weil sie vor drei Jahren mal ein paar Mark an der Börse gemacht haben oder aus Versehen gut dotierte Jobs gekriegt haben, die sie gar nicht verdient hätten. Auf dieses Krisengerede können wir als erstes verzichten. Und dann auf Generationenbücher.
    "

     
           
       

    Matthias Kalle in der Debatte

     
       

    Neu:
    MESSMER, Susanne (2013): Oma Möller muss draußen bleiben.
    Geschütztes Wohnen: Idyllische Gärten und kein Gesocks: In den Puccini-Hofgärten in Weißensee und im Kreuzberger Wohnprojekt Am Urban lebt es sich bequem auch ohne die Zumutungen der Stadt. Dafür braucht es nicht unbedingt einen Zaun. Ein Ortsbesuch,
    in:
    TAZ v. 05.10.

     
           
       

    Normal hält das (2012).
    Vom Hausbau und anderen Katastrophen
    Ullstein

     
       
         
     

    Klappentext

    "Humorvoll, selbstironisch und leise verzweifelnd erzählt Zeit-Autor Matthias Kalle vom Wahnsinn und dem großen Glück, das einer erleben kann, der sich tatsächlich dazu entscheidet, ein Haus zu bauen: vom aufkeimenden Wunsch nach dem Eigenheim über die Standortsuche bis hin zu den subtilen Kämpfen, die man sich mit dem Bauleiter liefert."

    Pressestimmen

    "Matthias Kalle, ehemaliger Zitty-Chef und heute stellvertretender Chefredakteur des Zeit Magazins, hat 2012 ein ganzes Buch mit dem Titel »Normal hält das« über seinen »Hausbau« in den Puccini-Hofgärten veröffentlicht - nur dass die Höfe in seinem Buch nicht so heißen.
    Die Tatsache, dass Kalles neu erworbenes Haus auf einer umzäunten Anlage steht, wird nur zweimal am Rande erwähnt.
    Matthias Kalle ist ein schnell aufgestiegener Topjournalist. Und trotzdem hat er einen Beruf, der als bedroht gelten darf - Stichwort Krise der Printmedien. Es ist nachvollziehbar, dass einer wie er viel darüber schreiben muss, warum er sich
    »einen Schutz für die Familie« baut. Einen, wie er schreibt, »Schutz vor all den Idioten, dem Pack und dem Gesocks, das über mir durch die Mietwohnung trampelt«.
    Die Puccini-Höfe sind eine Art Gated Community in Sparversion. (...).
    Und doch treiben die Bewohner auch hier Abstiegsängste um, es geht ihnen nicht nur ums entspanntere Leben mit Kindern, sondern auch um Distinktion, um Abgrenzung: (...) im Falle Kalles um Abgrenzung von der eigenen Generation, die sich inzwischen auch mal
    »Generation Laminat« oder Generation »Wir müssen leider draußen bleiben« nennt, wenn es beruflich mal nicht mehr so rund läuft.
    "
    (Susanne Messmer in der taz Berlin v. 05.10.2013)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

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    Verzichten auf (2003)
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
         
     

    Klappentext

    "Das Jammern über »die Krise« nervt. Die goldenen Neunziger sind vorbei, das stimmt. Aber muss deswegen gleich für und von einer ganzen Generation »die Krise« ausgerufen werden? Es ist Zeit, sich Fragen zu stellen, findet der Journalist Matthias Kalle – statt immer nur dumme Antworten zu geben und sich selbst Leid zu tun. Wütend über die Sattheit, die Angepasstheit und die abgeklärte Attitüde vieler Altersgenossen, wagt der Autor in diesem Buch einen radikalen Aufräumversuch, ausgehend von der Frage: Wie will ich leben?
    Um das herauszufinden, erzählt Matthias Kalle seine Geschichte, die ihren Anfang am 9. November 1989 hat und durch die neunziger Jahre bis heute führt. Es ist eine Geschichte des Verzichts. Worauf haben wir verzichtet? Worauf sollten wir verzichten? Worauf dürfen wir niemals verzichten? Die Antworten darauf führen zu den Dingen, die wirklich wichtig sind und auf die wir nie verzichten sollten: Haltung, Angst und Wut. Und einiges andere. Aber lesen Sie selbst.
    "

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    BARTELS, Gerrit (2003): Der Anti-Illies.
    Die Party ist vorbei, und das Leben muss jetzt ganz anders und viel bewusster weitergehen: Matthias Kalle gibt sich in seiner Generationsinspektion "Verzichten auf" als selbstkritischer Bedenkenträger,
    in: TAZ v. 30.09.

    Matthias KALLE hat als neuer Chefredakteur des Hauptstadtmagazin "Zitty" gerade eine Titelgeschichte über die 78er-Generation verantwortet. Die Frontstadt Berlin kämpft jetzt an der Sparfront an vorderster Stelle, passend dazu liefert Matthias KALLE den Sound der Verzichtsromantik.

    Florian Illies für Eilige - Generation Golf zwei

     
       

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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. Juli 2003
    Update: 05. Juli 2015