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Moritz Baßler: Popliteratur für die Neue Mitte

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Moritz Baßler in seiner eigenen Schreibe

 
   

BAßLER, Moritz (2003): Haben Sie das gehört?
Raumfüllend sonor: Peter Handke machte um Popmusik viele Worte,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.08.

Peter Handke - Versuch über die Jukebox

BAßLER, Moritz (2003): Von einem Jetzt zum nächsten.
Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt. Ein Feuilleton, das sich als Teil eines Hochkultur-Diskurses begreift, läuft in die gleiche Falle, die schon der Literatur zum Verhängnis wurde. Es verschließt sich dem Leben und der Öffentlichkeit,
in: TAZ v. 26.09.

BAßLER, Moritz (2003): Ein dystanziertes Gefühl.
Russlands junge Autoren transferieren mit Pfiff die Warenkultur des Westens. Ein Streifzug durch den Pop à la Russe,
in: Literaturen, Oktober

Neu:
BAßLER, Moritz (2011): Nervöse Supertasker.
Grenzzustände: Pop, Psychosen, Projekte: der feiernswert reichhaltige Debütroman "Sickster" von Thomas Melle,
in: TAZ v. 12.10.

 
       
   

Moritz Baßler im Gespräch

 
   

RICHARDT, Gerd (2002): Literatur ist kein Allheilmittel.
Rostocker Wissenschaftler: Bücher können keine Untaten verhindern, fördern aber Gefühle,
in: Ostsee-Zeitung v. 25.05.

 
       
   

Der deutsche Pop-Roman (2002)
Die neuen Archivisten
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Seit etwa 1990 kehrt die Gegenwart in die deutsche Literatur zurück. Die Pop-Literaten orientieren sich dabei gar nicht - wie man denken könnte - an den klassischen Erzählmustern, sondern erweisen sich als Vertreter eines lustvollen neuen Archivismus. Das Buch liefert exemplarische Lektüren der Prosa von Thomas Brussig, Marc Fischer, Rainald Goetz, Max Goldt, Wolf Haas, Christian Kracht, Andreas Mand, Thomas Meinecke, Andreas Neumeister, Matthias Politycki, Benjamin von Stuckrad-Barre und anderen. Deren Pop-Verfahren werden kontrastiert einerseits mit Erzähltexten von Bernhard Schlink, Sibylle Berg, Judith Hermann, Ingo Schulze und Christoph Peters und andererseits mit E-Literatur von Peter Handke, Wolfgang Hilbig und Herta Müller."

Pressestimmen

"Gegen die Debatte, die Baßler anregt, wirken die Debatten, die in diesem Frühjahr tatsächlich geführt wurden, rückwärts gewandt."
(Dirk Knipphals in der TAZ vom 30.05.2002)

"Er hat vollkommen Recht: Die Popliteratur interessiert sich nicht für grands récits, sondern sie hat Spaß am Tableau, an der stimmigen Zusammenstellung, am überzeugenden Sampling. (...). Aber warum spricht Baßler von den »neuen Archivisten«? Ich vermute, weil barocke Speicher und Kombinatoriken ganz ähnlich funktionieren. Gemeinplätze und Allegorien der Barockliteratur entsprechen den Markennamen und Stars der Popliteratur. Raider heißt jetzt Twix und Thesaurus Archiv."
(Niels Werber in Literaturen vom November 2002)

"Doch wo bleibt die Kritik? (...). Diese Frage stellt sich für die Pop-Literaten überhaupt nicht. (...) Daß Baßler (...) Differenzen zwischen den Pop-Archivisten nicht benennt, ja nicht benennen kann, ist (...) dem Begriff des Archivs selbst geschuldet. Baßler verwendet ihn eben im Sinne Groys als Summe aller gespeicherten Aufzeichnungen einer Kultur und nicht im Sinne Foucaults als Gesetz dessen, was überhaupt gesagt werden kann."
(Sven Werkmeister in Argument Heft 3/2003)"

 
     
 
       
   
  • Rezensionen

RÜDENAUER, Ulrich (2002): Die Transzendierung der Barbour-Jacke.
Medium Markenartikel: Moritz Baßler entwirft eine Theorie der deutschen Popliteratur,
in: Tagesspiegel v. 26.05.

KNIPPHALS, Dirk (2002): Hinein ins immer schon Gesagte.
in: TAZ v. 30.05.

KNIPPHALS beschäftigt sich mit dem Buch Der deutsche Poproman von Moritz BAßLER, der sich im Gegensatz zu den üblichen Verteidigern der Hochliteratur, nicht nur zu den Texten mit Markennamen bekennt, sondern darin sogar einen Paradigmenwechsel im Literaturverständnis erkennt. Dirk KNIPPHALS urteilt darüber:

"Gegen die Debatte, die Baßler anregt, wirken die Debatten, die in diesem Frühjahr tatsächlich geführt wurden, rückwärts gewandt".

Die Feuilletonisten haben jedoch mit dem Poproman bereits abgeschlossen. In Zeiten, in denen ein Literaturkanon nach dem anderen erstellt und diskutiert wird, der die Welt von der Barbarei erretten soll - wenn es also um die Erlösung der Welt vom Übel des jugendorientierten Pop geht, da ist das Ende der Popliteratur beschlossene Sache und das Buch von BAßLER wird wohl bis zur nächsten Epoche der Popliteratur überwintern müssen (Frühestens im Jahr 2080 wenn man Demografen wie Herwig BIRG glauben mag).

Die Rede vom Jugendwahn war sozusagen der Abschied von der Jugend, die Sven PAPCKE im Beitrag Was treibt die Nachwachsenden umher? Einzelheiten aus der postmodernen Jugendszene (Berliner Debatte Initial, Nr.1/2002) folgendermaßen formuliert:

"Eltern, Ausbilder, Bekannte, sie alle repräsentieren gesellschaftliche Ansprüche, die sich nicht zuletzt aus Eigeninteresse - etwa frei nach: wer bezahlt unsere Renten? - Gedanken um die Haltung oder Einstellung der Heranwachsenden machen. Jugend entpuppt sich als schöner Traum, im Lebenslauf ist er gleichsam ein Trainingscamp mit Nischencharakter, sonst nicht.
Und dieser Schonraum wird nicht nur knapper, sondern von immer weniger Nachwachsenden genutzt".

Momentan erleben wir gerade keine neue Jugendrevolte - auch wenn das den Anschein hat - , sondern es ist eine stille Elternrevolte im Gange, während sich die neue Altenbewegung bereits am Horizont abzeichnet.

SCHÄFER, Frank (2002): Erzählen aus dem Geist der Plattensammlung.
Das Plattenarchiv erweist sich in der Pop-Literatur als biographisches System,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 30.05.

BERNHARD, Andreas (2002): Die Einflößung der Gegenwart in die Gegenwartsliteratur.
Keine Scheu vor dem Gebrauch vorgefertigter Formulierungen: Moritz Baßlers Buch über den "deutschen Pop-Roman",
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.

MECHLENBURG, Gustav (2002): Literatur-Pop.
Moritz Baßlers erhellende Analyse des deutschen Popromans,
in: Literaturkritik.de, Nr.7, Juli

MORITZ, Rainer (2002): Die Kurve kriegen mit Roy Black.
Martin Baßler archiviert die Popliteratur des vergangenen Jahrzehnts und erstellt dabei mehrere Listen,
in: Welt v. 27.07.

MICHEL, Sascha (2002): Wäscheklammergeschichten.
Schön germanistisch untersucht Moritz Baßler den Poproman,
in: Frankfurter Rundschau v. 27.07.

WINKELS, Hubert (2002): Deutscher Roman schlägt Fußballnationalmannschaft.
Moritz Baßlers Buch über die Popliteratur ist die beste Theorie der neunziger Jahre,
in: Die ZEIT Nr.41, Literaturbeilage v. 02.10.

WERBER, Niels (2002): Moritz Bassler: Der deutsche Pop-Roman,
in: Literaturen, Nr.11, November

KÄMMERLINGS, Richard (2003): Der Diskurs tanzt.
Volle Speicher: Moritz Baßlers Pop-Literaturwissenschaft,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.01.

Richard KÄMMERLINGS versucht STUCKRAD-BARREs hymnische Rezension der neuen CD von Herbert GRÖNEMEYER im Spiegel mit dem popkulturellen Avantgarde-Selbstverständnis in Tristesse Royale anhand von Moritz BAßLERs Theorie über den deutschen Pop-Roman zu erklären und ist damit mitten in einer Rezension zu BAßLERs Buch Der deutsche Pop-Roman.

WERKMEISTER, Sven (2003): Moritz Bassler: Der deutsch Pop-Roman,
in: Argument H.251, Nr.3; S.471-472

 
   

Die Pop-Literaten als Archivisten

RUNGE, Heike (2001): Beim Sex mit Babystimme reden.
Alle lieben Listen und Ranking - das Internet, die Buchhaltung und die Popliteratur. Die Zentralmetapher des Generationenromans ist die Hitparade,
in: Jungle World Nr.18 v. 25.04.

VÖLZKE, Daniel (2005): Liebe zur Liste.
Was ist Pop-Literatur? Ein Kongress in Berlin,
in: Tagesspiegel v. 11.10.

Moritz BAßLER und Diedrich DIEDERICHSEN haben über die Archivare der Pop-Literatur referiert. Letzterer sieht in der Liste die Gemeinsamkeit der alten und neuen Pop-Literaten:

"Als bindendes Element zwischen Pop- Literaturen gleich welcher Epoche macht Diedrich Diederichsen die Liebe zur Liste aus. Doch während Hubert Fichte oder Brinkmann in ihren Listen vor allem lokale Begebenheiten verhandeln, beinhalten die Tabellen neuerer Pop-Literatur Namen und Phänomene, die für globale communities verständlich sind. Deren Kataloge seien Distinktionsversuche, um sich aus einem nuancenreichen, aber geschichtslosen Leben eine Geschichte zu konstruieren. Den Vorgängern hingegen wäre es eher um das Zeigen von Welt überhaupt gegangen."

 
   

Die Autoren bei single-generation.de

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Benjamin von Stuckrad-Barre - Autor der Generation Golf

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Max Goldt - Autor der Single-Generation

Nick Hornby - Autor der Single-Generation

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 02.April 2002
Update: 10. Mai 2015