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Günter Grass: Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus

 
       
     
       
     
       
   

Günter Grass im Gespräch

 
   

SCHOLZ, Martin (2007): Selbstbildnisse eines Dichters.
Günter Grass im Interview,
in: Frankfurter Rundschau v. 04.10.

Günter GRASS macht u.a. Frank SCHIRRMACHER den Platz als bedeutendster deutscher Mahner streitig:

"Martin SCHOLZ: Acht Kinder und 15 Enkelkinder.
Günter GRASS: Inzwischen sind es 16 Enkelkinder. Sonst stimmt alles.
            Martin SCHOLZ: Sie sind seit langem mit Ihrer zweiten Frau Ute verheiratet , Ihre Groß-Familie ist fast ein soziales Kunststück, Patch-Work würde man auf Neudeutsch sagen. Wie haben Sie das alles zusammengehalten in den vergangenen Jahrzehnten?
            
Günter GRASS: Dass Ehen geschieden werden, kommt in den besten Familien vor. Dann kommt es darauf an, dass die beteiligten Erwachsenen, bei all den Gründen, die sie dazu bringen, nicht mehr zusammenzuleben, kein Gezerre zu Lasten der Kinder anstellen. So konnte das zusammenwachsen. Diese Art von Familiensinn habe ich auch meinen Kindern mitgeteilt. Sie sehen, meine Familiensituation ist nicht repräsentativ für jene Szenarien, die uns vor einer überalterten Gesellschaft warnen, in der es immer weniger Kinder gibt. Was ich übrigens schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt, 1980, in meinem Buch »Kopfgeburten« beschrieben habe: »Die Deutschen sterben aus«, hieß es da. Und trotzdem gibt es heute Leute, die jetzt Methusalem-Debatten lostreten und so tun, als hätten sie das Phänomen erfunden."

 
       
   

Kopfgeburten oder die Deutschen sterben aus (1980)
Taschenbuchausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Sommer 1980: Ein Lehrerehepaar aus Itzehoe macht eine Ferienreise in den Fernen Osten. Ob in Bangkok, in Bombay oder auf Bali: die deutschen Fragen werden sie trotz der andrängenden Bilder der Dritten Welt nicht los. Dafür sorgt schon der sich immer wieder einmischende Erzähler, dem mitten in Shanghai die Idee kommt, wie es wohl wäre, wenn nicht die Chinesen, sondern die Deutschen ein Volk von neunhundertfünfzig Millionen Menschen wären. Oder wenn, wie manche Politiker befürchten, die Deutschen ausstürben."

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

ECONOMIST (2006): The fertility bust.
Very low birth rates in Europe may be here to stay,
in: The Economist v. 09.02.

WamS (2006): Ein Bilderbuch-Ehepaar: Verbeamtet, kinderlos, Katze.
Günter Grass hat sich schon 1980 mit der Abnahme der Geburtenzahl beschäftigt. Ein Auszug aus seinem Roman "Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus",
in: Welt am Sonntag v. 19.03.

 
   

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Stand: 18. März 2015