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Klaus Wagenbach: Die Toskana-Fraktion der 68er

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1930 in Berlin geboren
    • 1959 Lektor im Fischer Verlag
    • 1964 Gründung des Wagenbach Verlag
    • 1968 Einführung der Reihe "Rotbuch"
    • 1979 - 1999 Zeitschrift Freibeuter
    • 1984 Buch "Die Linke neu denken"
    • 2004 Herausgeber von "Warum so verlegen"
 
       
     
       
   

Klaus Wagenbach: Porträts und Gespräche

 
   

AUGSTEIN, Franziska (2005): Kinder, lasst uns kichern.
Ein Linker, der anderen zuhört. Ein Verleger, der an Bücher und nicht ans Geld denkt. Ein Flohzirkusdirektor: Besuch bei Klaus Wagenbach zum 75. Geburtstag,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.07.

Franziska AUGSTEIN porträtiert den Verleger Klaus WAGENBACH, einen Angehörigen der Flakhelfer-Generation, der die "Toskana-Fraktion" der 68er-Bewegung publizistisch mitgeprägt hat.

MARTENSTEIN, Harald & Norbert THOMMA (2005): "Otto ist der Beste!".
Innenminister Schily – super. Claus Peymann – grauenhaft! Martin Walser – na gut. Und wie hat Klaus Wagenbach als Linker gelernt, die Polizei zu lieben?
in: Tagesspiegel v. 10.07.

MEDICUS, Thomas (2005): Berliner Kolibri.
Klaus Wagenbach wird 75,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.07.

Thomas MEDICUS versteht die Programmentwicklung des Wagenbach Verlags als Dokument der Selbstzivilisierung der westdeutschen Linken:

"Rückblickend wird deutlich, wie stark die Programmentwicklung des Wagenbach Verlages an der Selbstzivilisierung der westdeutschen Linken beteiligt war.
      
  Auf das Ende des ideologischen roten Jahrzehnts folgte in den Achtzigern deren ästhetisch-hedonistische Wende. Die Publikation von Pasolinis gegen den westlichen Konsumismus gerichteten Freibeuter-Schriften war eine verlegerische Großtat, der Wagenbach bald eine weitere folgen ließ. Eine wachsende Zahl in blaues Leinen gebundener Hardcover-Bände erschloss in Gestalt einer Autoren-Elite alle nur denkbaren Facetten der italienischen Kunstgeschichte. Die Toskana-Fraktion, als deren Begründer sich der ewige Ironiker Wagenbach gerne bezeichnet, nahm diese Pioniertat wohlwollend an. Dank Salvatore Settis, Carlo Ginzburg und vielen anderen ließen sich die ästhetischen wie kulinarischen Genüsse Italiens für die Achtundsechziger wesentlich besseren Gewissens konsumieren.
      
  Das für einen Verleger unabdingbare Gespür muss der Gott aller guten Bücher Wagenbach mit in die Wiege gelegt haben. Mit Erich Fried (...) oder auch Michel Houellebecq, den er für die deutsche Leserschaft entdeckte, feierte KW Triumphe.

  • VOGEL, Sabine (2005): Aus ganzem Herzen links.
    Zum 75. Geburtstag des Begründers der Toscana-Fraktion und unabhängigen Berliner Verlegers Klaus Wagenbach,
    in: Berliner Zeitung v. 11.07.

 
       
   

Warum so verlegen? (2004).
Über die Lust an Büchern und ihre Zukunft
Berlin:
Wagenbach

 
   
     
 

Klappentext

"Warum so verlegen und nicht anders? Diese Frage versucht der Almanach ganz praktisch zu beantworten, anhand eines naheliegenden Beispiels: Warum und wie überlebt ein Verlag, der Bücher ausschließlich nach bestem Wissen und Gewissen veröffentlicht, vierzig Jahre?
David packt den Stein aus, und Sie dürfen mitlachen: über gesamtdeutsche Projekte, Träume vom Kollektiv oder den Fredenbeker Bananenaufstand. Über Polizisten, die den Verlag stürmen, und Staatsanwälte, die ihm den Bankrott an den Hals wünschen.
Oder mitdenken: über Geschichtsbewußtsein, Anarchie und Hedonismus. Über Karnickel, Kollegen, Kafka. Oder über den berüchtigten roten SALTO zwischen Schwarzer Kunst und Neuer Mitte.
Dazwischen können Sie lesen: die schönsten Texte aus vierzig Jahren."

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch
 
       
   

Die Linke neu denken (1984).
Acht Lockerungen
Berlin:
Wagenbach (vergriffen)

 
   
     
 

Klappentext

"Acht Versuche, das erstarrte linke Denken zu überwinden und das Ritual der alten Formeln zu lockern.
Die Texte vermeiden sowohl die Flucht unter die sozialdemokratischen Rockschöße wie die heilige Einfalt der Grünen.
Acht Versuche, es mit der regierenden Herausforderung der Industriekonservativen aufzunehmen."

 
     
 
       
   

Die Beiträge des Sammelbands

HEINSOHN, Gunnar - Wer will denn überhaupt Sozialismus?

BAIER, Lothar - Für eine linke Kultur

REICHE, Jochen - Ökologie und Zivilisation. Der Mythos von den "natürlichen Kreisläufen"

SCHMID, Thomas - Terra incognita. Erkundungen über die Deutschen und ein Plädoyer für die Rückkehr der Linken in ihr Land

SICHTERMANN, Barbara - Gleicher Lohn, andere Arbeit. Überlegungen zu den Grenzen der alten Gleichberechtigungspolitik

ERLER, Gisela Anna - Wohlfahrtsstaat Schweden: Musterland für Frauen, Alptraum für Männer? Argumente gegen einen wohltemperierten Industrialismus

PREUSS, Ulrich K. - Über Grenzen und Möglichkeiten kollektiver Rationalität

KLUGE, Alexander - Das Politische als Intensität alltäglicher Gefühle

 
   

Weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 11. Juli 2005
Update: 14. Mai 2015