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Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.

 
       
     
       
   

Nachrufe zum Tod von Ulrich Plenzdorf

 
   

KUHLBRODT, Detlef (2007): Mit Bluejeans und langen Haaren,
in: TAZ v. 10.08.

NUTT, Harry (2007): Wenn ein Mensch lebt,
in: Frankfurter Rundschau v. 10.08.

BRANDT, Sabine (2007): Ulrich Plenzdorf ist tot,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 10.08.

 
       
   

Ulrich Plenzdorf: Porträts und Gespräche

 
   

DECKER, Kerstin (2004): Abbrecher haben mehr vom Leben.
Ulrich Plenzdorf zum 70. Geburtstag,
in: Tagesspiegel v. 26.10.

 
       
   

Die neuen Leiden des jungen W. (1973)
Frankfurt a/M: Suhrkamp (vergriffen)
1976 als
Suhrkamp-Taschenbuch erschienen 

 
   
     
 

Zitat:
Edgar Wibeau über Goethes "Werther": verpasste Gelegenheiten

"Der Kerl in dem Buch, dieser Werther, wie er hieß, macht am Schluß Selbstmord. Gibt einfach den Löffel ab. Schießt sich ein Loch in seine olle Birne, weil er die Frau nicht kriegen kann, die er haben will, und tut sich ungeheuer leid dabei. Wenn er nicht völlig verblödet war, mußte er doch sehen, daß sie nur arauf wartete, daß er was machte, diese Charlotte. lch meine, wenn ich mit einer Frau allein im Zimmer bin und wenn ich weiß, vor einer halben Stunde oder so kommt keiner da rein, Leute, dann versuch ich doch alles. Kann sein, ich handle mir ein paar Schellen ein, na und? Immer noch besser als eine verpaßte Gelegenheit. Außerdem gibt es höchstens in zwei von zehn Fällen Schellen. Das ist Tatsache. Und dieser Werther war ... zigmal mit ihr allein."

 
     
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte

    • SCHNEIDER, Michael (1975): Die lange Wut zum langen Marsch. Aufsätze zur sozialistischen Politik und Literatur, Reinbek: Rowohlt

Michael SCHNEIDER befasst sich im Kapitel Die Linke und die Neue Sensibilität mit dem Roman Die neuen Leiden des jungen W. unter der Fragestellung: Neues proletarisches Lustprinzip oder privatistischer Rückzug aus der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft? Erklärenswert erscheint ihm, dass der Roman sowohl im Osten als auch im Westen zum Bestseller avancierte. Eine Erklärung ist für SCHNEIDER das "Janusgesicht" des jungen W., der einerseits ein

 "antiautoritärer Rebell gegen das sozialistische (bzw. stalinistische) Establishment"

ist und anderseits frönt er der westlichen Konsum- bzw. Revprivatisierungsideologie.

 
   

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Update: 31. Oktober 2014