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Wieland Freund: Anti-Pop für die Neue Mitte

 
       
     
       
   
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    Wieland Freund in seiner eigenen Schreibe

     
       

    FREUND, Wieland (2001): Pop, Papa?
    Nach '89 ist vor '89 - Von der notwendigen Rückeroberung der Bonner Republik und ihrer Protestkultur,
    in: Welt v. 24.03.

    FREUND, Wieland (2001): Machen Sie bloß keine Witze über die siebziger Jahre.
    Politik statt Pop - in der Zeitschrift "Akzente" entdeckt die junge deutsche Literatur den Charme des wirklichen Lebens,
    in: Welt v. 15.06.

    FREUND, Wieland (2001): Schluss mit lustig.
    Der dritte Pendelschlag der Moderne - Amerikas nächste Schriftstellergeneration,
    in: Welt v. 30.06.

    FREUND, Wieland (2001): Sensation mit Ansage.
    Jonathan Franzen hat mit "The Corrections" die amerikanischen Buddenbrooks geschrieben,
    in: Welt v. 10.11.

    Jonathan Franzen - The Corrections

    FREUND, Wieland (2002): Es gibt keinen Fortschritt.
    Jeffrey Eugenides und der neue Schriftstellersuperstar Jonathan Franzen rekonstruieren den Roman,
    in: Welt
    v. 02.03.

    FREUND, Wieland (2002): Schön war die Zeit.
    ...aber jetzt wird es wieder ernst: "Empire", die Wendung der Postmoderne ins Soziale und warum Schriftsteller die Gesellschaft wieder von unten betrachten
    in: Welt v. 13.04.

    Angesichts des Theoriebestsellers Empire von NEGRI & HARDT wagt FREUND erneut die These vom "Social Turn" in der Literatur. NEGRI/HARDT haben die "Postmoderne ins Soziale" gewendet und damit die Synthese zwischen euphorischen Jasagern (HORX) und nostalgischen Neinsagern (Die ewiggestrigen 68er) geschafft, behauptet FREUND und fügt hinzu:

    Für die Theorie mag das neu sein, für die Praxis der Literatur ist es das nicht. Denn mit dem Erfolg von »Empire« einher gehen in der Literatur die Abwendung vom Spielcharakter der Postmoderne, die Verurteilung der Ironie als Strategie der zynischen Affirmation und die Hinwendung zur kleinen Erzählung der sozialen Gegenwart. Die Beispiele dafür sind zahlreich. Sie reichen von Georg M. Oswalds Roman »Alles, was zählt« bis zu Jonathan Franzens US-Bestseller »The Corrections« und sind Teil jenes nicht nur, aber besonders gern nach dem 11. September beschworenen neuen Ernsts der Literatur."

    FREUND, Wieland (2002): Eintritt frei ins postironische Zeitalter.
    Purdy und die Anti-Rebellen gegen Uneigentlichkeit,
    in: Welt v. 31.10.

    FREUND stilisiert den US-amerikanischen Kommunitaristen Jedediah PURDY, dessen Buch Das Elend der Ironie gerade auf deutsch erschienen ist, zum Anti-Rebellen. Für FREUND stehen die Grünen in der Tradition PURDYs, während die FDP als "ängstlich, opportun, bindungsunfähig" charakterisiert wird. Mit dem Wahlsieg der Grünen und der Niederlage der FDP ist gemäß FREUND das "Zeitalter der Postironie" eingeleitet.

    FREUND, Wieland (2002): Labyrinth der Vorstadt.
    Aus dem Updike-Universum - Richard Yates' neu entdeckter Roman "Zeiten des Aufbruchs",
    in: Welt v. 07.12.

    Richard Yates - Zeiten des Aufruhrs

    FREUND, Wieland (2002): Letzter der Realisten.
    Richard Ford, ein böser Verriss und der Verdacht auf einen Generationenbruch,
    in: Welt v. 14.12.

    FREUND, Wieland (2003): Die flexible Familie,
    in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte Nr.3

    Neu:
    FREUND, Wieland (2012): Unter Schein-Schweden.
    Als Per Johansson haben Thomas Steinfeld und Martin Winkler einen Schlüsselroman geschrieben, der für viel Aufregung sorgt. Dem Kriminalroman, der "Der Sturm" auch ist, kann das nicht passieren,
    in: Welt v. 25.08.

    Wieland FREUND widmet sich erwartungsgemäß ausführlich der Journalistenhierarchie im Krimi:

    "wie diese Zeitung (»Welt« vom 14. August) gezeigt hat, weist das erste Opfer im »Sturm«, der deutsche Chefredakteur Christian Meier, verblüffende Ähnlichkeiten mit Frank Schirrmacher auf, dem Mit-Herausgeber der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, der bis 2001 Steinfelds Vorgesetzter war. Nur Steinfeld selbst kann solche Ähnlichkeiten nicht entdecken – in Meier, hat er behauptet, »stecke ich drin, in hohem Maße«. »Der Sturm« hinterlässt einen anderen Eindruck. Denn wenn auch beileibe nicht jeder Roman mit einem alter ego des Autors aufwartet, so tut es dieser doch. Jedenfalls bringt »Per Johansson«, der angeblich einen Bauernhof in der Nähe von Osby in Schonen besitzt, viel Verständnis für Ronny Gustavsson auf, der in Osby als Lokalreporter wirkt. Ronny ist ein gesellschaftlich eher hilfloser, aber moralisch fester Intellektueller, er hat bei Gilles Deleuze, einem Helden des französischen Poststrukturalismus, studiert, um nun über Volksfeste in Visseltofta zu schreiben – er ist, mit einem Wort, das glatte Gegenteil des »big shot« Christan Meier, der in der Zeitungshierarchie nicht ganz unten, sondern ganz oben steht, und auch deshalb Bestsellererfolge feiert, weil er moralisch nicht fest, sondern beweglich ist. Tatsächlich strukturiert dieser Gegensatz den ganzen Roman".

     
           
       

    Der deutsche Roman der Gegenwart (2001)
    (herausgegeben zusammen mit Winfried Freund)
    UTB, Fink W.

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die Autorengeneration der 90er in Überblicksdarstellungen und Einzelanalysen signifikanter Romane. In den 90ern hat eine neue, selbstbewußte Autorengeneration den Buchmarkt und die Feuilletons gestürmt. Sie haben neuen Anschluß an die Weltliteratur und an die elektronischen Konkurrenzmedien gesucht und sich einem jungen Publikum zugewandt.Die neue, junge Literatur (Bönt, Meinecke, Nadolny, Jelinek, Haslinger u.a.) dieser Generation wird in diesem Buch von Literaturkritikern, Lektoren und Wissenschaftlern vorgestellt. Prof. Winfried Freund lehrt an der Universität Paderborn, sein Sohn Wieland Freund ist Journalist."

     
         
     
           
       

    Die Beiträge des Sammelbandes

    Vorbemerkung

    FREUND, Wieland - Nach dem Nach. 2001 - A Literary Odyssey

    Übersichtsdarstellungen

    GRAF, Guido - "Was ist die Luft unserer Luft?" Die Gegenwart der Vergangenheit in neuen deutschen Romanen

    OSWALD, Georg M. - Wann ist Literatur Pop? Eine empirische Antwort

    FREUND, Wieland - "Eine Generation von Wallfahrern". Roadnovels - Sehr europäische "Amerikanische Reisen"

    PONTZEN, Alexandra - Lust - keine Lust. Der weibliche Körper im erotischen Roman von Ulla Hahn bis Elfriede Jelinek

    FREUND, Winfried - "Neue Objektivität". Die Rückkehr zum Erzählen in den neunziger Jahren

    Einzelanalysen

    TUNNER, Erika - Eine private Geschichte? Katja Behrens' "Die dreizehnte Fee" (1983)

    CERSOWSKY, Peter - Ein fluidaltheoretischer Roman. Patrick Süskinds "Das Parfum" (1985)

    REBER, Ursula & Clemens RUTHNER - Das Furchtbare ist längst geschehen. Christoph Ransmayrs "Die letzte Welt" (1988)

    SCHOLZ, Leander - Die Unvermeidbarkeit der Geschichte. Thomas Hettches "Ludwig muß sterben" (1989)

    KÖHLER, Andrea - Der Mann, die Frau, die Liebe. Undine Gruenters "Vertreibung aus dem Labyrinth" (1992)

    HÖRISCH, Jochen - Techniker oder Denker? Herbert Genzmers "Das Amulett" (1993)

    KRAFT, Thomas - Die silbernen Löffel der DDR. Thomas Brussigs "Helden wie wir" (1995)

    BEUSE, Stefan - "154 schöne weiße leere Blätter". Christian Krachts "Faserland" (1995)

    BARON, Ulrich - Triffst Du nur das Zauberwort. W. G. Sebalds "Die Ringe des Saturn" (1995)

    TEBBE, Thomas - Konnotative Partikel zur romantischen Sicht des Verbrechens. Helmut Kraussers "Thanatos" (1996)

    FREUND, Wieland - Ort ohne Ähnlichkeit. Klaus Böldls "Studie in Kristallbildung" (1997)

    FREUND, Winfried - "Lust auf Schönheit...". Helmut Kraussers "Der große Bagarozy" (1997)

    FREUND, Winfried - "Keine Verstellungen mehr...". Doron Rabinovicis "Suche nach M." (1997)

    KNIPP, Kersten - Aber die Zeit trägt ein buntes Gewand. Thomas Hürlimanns "Der große Kater" (1998)

    TAMMEN, Johann P. - Einer sitzt da und lacht und weckt den Neid. Hans-Ulrich Treichels "Der Verlorene" (1998)

    FREUND-SPORK, Walburga - "...der schwarze Strom meiner Kindertage floß in der Unterschiedslosigkeit von Wirklichkeit, Erinnerung und Traum". John von Düffels "Vom Wasser" (1998)

    SPINNEN, Burkhard - Ein offener Brief an den Autor. Georg Kleins "Libidissi" (1998)

    MORITZ, Rainer - Moder unter Moder. Karen Duves "Regenroman" (1999)

    STRIGL, Daniela - "Die Lebenden leben und die Toten sind tot". Norbert Gstreins "Die englischen Jahre" (2999)

    HIELSCHER, Martin - Zwischen Körper und Politik. Michael Kumpfmüllers "Hampels Fluchten" (2000) 
     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 06. August 2003
    Update: 29. März 2013