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Wiglaf Droste: Feindbild (linksalternative) Kleinfamilie

 
       
     
       
     
       
   

Wiglaf Droste in seiner eigenen Schreibe

 
   

DROSTE, Wiglaf (1996): Spaß mit Sigrid Löffler,
in: TAZ v. 04.12.

Das Ende der Spassgesellschaft - Kulturkämpfe in der Popmoderne

DROSTE, Wiglaf (2002): Auf der Baring-Barrikade.
Zwanghaft und irgendwie süß: Immer wieder im Spätherbst treibt es die Deutschen zur Revolution,
in: junge welt v. 03.12.

Neu:
DROSTE, Wiglaf (2004): Exhumiert: "Rohstoff von Jörg Fauser".
Mein Leben unter den Irrsinnigen (9),
in: junge Welt v. 14.07.

Wiglaf DROSTE schildert seine FAUSER-Leseerfahrung (wer will kann das mit Christiane RÖSINGERs FAUSER-Leser-Typologie vergleichen) und preist den Roman Rohstoff als Lektüre für Menschen jenseits von Rechts und Links (damit ist jedoch keineswegs die Neue Mitte gemeint):

"Wenn man die Lebenslügen der Rechten wie der Linken nicht teilen möchte und, nicht aus Ressentiment, sondern aus Erfahrung, das Laufen bekommt, wenn wieder irgendeine neue Losung zur Rettung der Welt aus einem idealismusgesättigten Gesicht herausorgelt, hat man ein Gutteil seiner Mitmenschen vom Hacken. Davon erzählt »Rohstoff«"

NESSLER, Susanne (2006): "Ich finde es eher rührend".
Wiglaf Droste über die "neue Bürgerlichkeit",
in: DeutschlandRadio v. 04.01.

Nachdem selbst Diedrich DIEDERICHSEN das Bürgertum zur alternativlosen Angelegenheit erklärt hat, ist nun jeder gezwungen dazu Stellung zu beziehen. Heute ist Wiglaf DROSTE an der Reihe:

"Nessler: Wie halten Sie es denn mit solchen Werten wie Moral, Disziplin Manieren und Familie?
          
Droste: Ja, das erste Gesetz der Bürgerlichkeit, so wie ich sie verstehe, heißt erst mal Nein sagen können. Und das muss man lernen. Das heißt, die Moden sind vollkommen egal, man muss eigene Qualitätskriterien entwickeln und bitte dabei auch nicht auf irgendwas zurückgreifen, was sich historisch bereits als erledigt erwiesen hat. Also, wenn da jemand sagt, die Familie, die Familie, dann kann ich nur sagen, Familie ist das böse Wort mit »F«. Wir leben in der Zeit des Patchwork. Das ist so, das wird sich auch nicht mehr rückgängig machen lassen. Und wenn da jemand das für sich machen möchte, ist das völlig in Ordnung. Das als Gesellschaftsmodell auszurufen ist, ganz freundlich gesagt, naiv."

 
       
   

Wiglaf Droste: Porträts und Gespräche

 
   

SCHRÖDER, Christian (1999): "Ich habe nichts gegen Moral".
Humor ist, wenn man trotzdem ernst bleibt - ein Gespräch über Satiriker, Insekten und Politiker,
in: Tagesspiegel v. 20.12.

WINKLER, Willi (2003): Unter Schafen.
Der Chronist Wiglaf Droste verleiht dem Horror deutscher Alltäglichkeit entsprechend angemessene Worte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.08.

Anlässlich der Verleihung des Ben-Witter-Preis am 19. September porträtiert WINKLER das Multitalent DROSTE:

"Manchmal versinkt Wiglaf Droste aus heiterem Himmel in die tiefste Depression. Draußen herrscht jahreszeitentypisch SommerSonneHeiterkeit, aber drin sieht’s finster aus, rabenrabenschwarz sieht es da aus.
Draußen, wo’s doch nur Kännchen gibt, ist es gleich noch viel schlimmer: vertrocknete Bäume am Landwehrkanal, entkleidete Mitmenschen, die Gehsteige voll mit »Muttiregistertonnen«.
Und da soll Deutschland aussterben?"

 
       
   

Bombardiert Belgien! & Brot und Gürtelrosen (1999).
Berlin: Edition Tiamat

(Taschenbuchausgabe:
Reclam Leipzig, 2002)

 
   
     
 

Über die Schönheit der Kleinfamilie

"Der Mann und die Frau lächeln mich an. Sie denken, ich sei ein Verbündeter. Ein Freund. Einer, der Kinder mag. Oder wenigstens doch speziell ihrs. Das stimmt nicht. Ich möchte nur in Ruhe lesen. Das ist alles. Aber Nachwuchsmacher denken gerne, die ganze Welt interessiere sich für sie und ihre Brut. Oder habe sich dafür zu interessieren, automatisch, selbstverständlich. Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, dass man an ihrem Leben keinen Anteil haben möchte. Ahnen sie per Zufall einmal, wie sehr sie irren, drehen sie den Spieß sofort panisch um. Und schimpfen wie wild auf die von ihnen halluzinierte kinderfeindliche Gesellschaft."
(aus: Wiglaf Droste "Bombardiert Belgien! & Brot und Gürtelrosen")

 
     
 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. Oktober 2002
Stand: 04. Mai 2015