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Barbara Bierach: Das dämliche Geschlecht

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1965 in Mannheim geboren
    • 2002 Buch "Das dämliche Geschlecht"
    • 2003 Buch "Das herrschende Geschlecht"
      2006 Buch "Oben ohne" (zusammen mit Heiner Thorborg)
      2007 Buch "Warum es kaum Frauen im Management gibt"
 
       
     
       
   

Barbara Bierach in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • BIERACH, Barbara (2002): Warum kaum Frauen im Management sind,
    in: Wirtschaftswoche v. 30.04.

  • Neu:
    BIERACH, Barbara (2003): Bremsender Greis-Verkehr.
    Die alte Deutschland AG lebt weiter. Sie wechselt gerade in den Aufsichtsrat - und macht der jungen Generation das Leben schwer,
    in: Financial Times Deutschland v. 27.06.

 
       
   

Barbara Bierach im Gespräch

 
   

SANDBERG, Vera (2002): "Politische Korrektheit bringt uns jetzt nicht weiter".
Sind Frauen dämlich, faul und unaufrichtig? Diese harte Provokation stammt von Buchautorin Barbara Bierach. Was sollen solche Beleidigungen bringen?,
in: Brigitte Nr.10 v. 30.04.

LAMBECK, Silke (2002): Das dämliche Geschlecht?
Dumm, faul und unaufrichtig nennt Barbara Bierach Frauen, die nicht kämpfen. Ein Gespräch über Karriere, Kinder und die Angst vor der Verantwortung,
in: Berliner Zeitung v. 14.09.

 
       
   

Barbara Bierach in der Debatte

 
   

SCHRUPP, Antje (2006): Die neue F-Klasse hat Startprobleme.
Barbara Bierach erkundet, warum in deutschen Unternehmen fast nur Männer Top-Positionen einnehmen. Thea Dorn stellt erfolgreiche weibliche Rollenbilder vor,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.11.
 

 
       
   

Das dämliche Geschlecht (2002).
Warum es kaum Frauen im Management gibt
Weinheim: Wiley-VCH Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Warum stehen zehn Jahre nach dem Traineeprogramm - das jedes ordentliche deutsche Unternehmen mittlerweile mit einem Frauenanteil von 50 Prozent startet - die dort teuer ausgebildeten Frauen den Unternehmen nicht mehr zur Verfügung? Warum gibt es trotz Frauenförderprogrammen nur 3,7 Prozent weibliche Topmanagerinnen?

Die meisten Frauen glauben, die Männer sind schuld. Am Krieg, an der Kälte im Unternehmen, an der Abwesenheit von Frauen in allen wichtigen Funktionen des öffentlichen Lebens.Barbara Bierach wagt den Widerspruch. Ihre These ist: Frauen sind nicht unterprivilegiert in diesem Land, sondern Frauen verhalten sich häufig einfach saublöd. Gegen Frau muss Mann sich nicht verschwören, Frauen erledigen sich schneller und gründlicher selbst, als Männer das je könnten. Dämlich sind Frauen, weil sie sich nicht einfach die Hälfte des Himmels nehmen. Frauen sind weder intellektuell schwächer als Männer, noch körperlich unterlegen. Sanft, einfühlsam und teamorientiert lassen sich Frauen immer noch mit den Krümeln von den Tellern der Macht abspeisen.

Viele Akademikerinnen erkennen mit Mitte Dreißig, dass Karriere zwar glamourös klingt, aber tatsächlich ungeheuer viel Arbeit ist. Entnervt von dem ständigen Ringkampf um Positionen und Budgets ziehen sie sich in eine Villa am Stadtrand zurück und werden Mutter. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Unaufrichtig wird dieses Verhalten nur dann, wenn Frauen nicht zugeben, dass sie sich bewußt gegen Macht und Verantwortung entschieden haben und sich hinter der Mär von der Glasdecke verschanzen, jenem unsichtbaren Deckel, der ihre Karriere bremst.

Wer Anglistik studiert, wird nicht Vorstand, wer nicht in der Lage ist, sein Gehalt zu verhandeln, wird immer den kürzeren ziehen, wenn es darum geht »und wer von uns beiden paßt jetzt auf die Kinder auf?«. Und wer erschöpft aufgibt, sollte hinterher nicht jammern, dass andere immer noch die Macht haben."

 
     
 
       
   

Rezensionen

GOY, Martina (2002): Wie dämlich sind Frauen?
in: Welt am Sonntag v. 05.05.

KOGELBOOM, Esther (2002):Heirat ist die Karriere.
Frauen, sagt die Wirtschaftsjournalistin Barbara Bierach, sind selbst schuld, wenn sie beruflich keinen Erfolg haben,
in: Tagesspiegel v. 17.07.

 
   

Das Buch in der Debatte

SCHWERTFEGER, Bärbel (2002): "Frauen verhalten sich einfach saublöd".
Klappt es mit dem beruflichen Aufstieg nicht, sind Frauen meist selbst schuld, behauptet Barbara Bierach. In ihrem provokanten Buch "Das dämliche Geschlecht" räumt die Wirtschaftsjournalistin gründlich auf mit der Mär vom bösen Mann, der die Frau an der Karriere hindert. Ihre These: Frauen jammern zu viel und kämpfen zu wenig,
in: Uni Spiegel Online v. 20.06.
 

 
   

Die Hausfrau in der Debatte

VOWINKEL, Heike (2003): Jung, dynamisch, Hausfrau.
Die Schauspielerin Marie-Theres Relin, Tochter von Maria Schell und Frau von Franz Xaver Kroetz, fordert eine Revolution der Mütter,
in: Welt am Sonntag v. 16.02.

Wenn die isolierte Hausfrau privilegiert ist, dann wird sie schon mal zur konservativen Revolutionärin:

"Ihr Mann, der Kroetz, war viel unterwegs, hatte gedreht, inszeniert, sie aber mit den Kindern zu Hause gesessen - »allein erziehende Mutter mit Mann sozusagen« - einsame Abende verlebt und sich gesagt: Wenn ich nichts mache, werde ich noch verrückt. Sie wurde krank. Eine Schilddrüsenüberfunktion musste behandelt werden. »Ein Notsignal, das mein Mann und die Kinder verstanden.« Sie wollte eine Welt für sich und kaufte sich ein Laptop. »Trotz schlechten Gewissens, weil ich ihn für keine Arbeit brauche wie mein Mann und so ein Ding ja teuer ist.« Kurz darauf entstand die Homepage und die Revolution begann".

Der Traum vom Hausfrauen-Gehalt liegt da natürlich nahe,
denn schließlich gibt es ein Heer frustrierter Frauen, die sich ihre Karriere leichter vorgestellt haben oder deren Karriere gerade stockt. Katja KULLMANN hat diese Situation in Generation Ally skizziert:

"Silke ist jetzt an einer Schwelle, an der es brenzlig wird: Sie ist bereits zwei Mal befördert worden: erst von der Junior Team Assistentin, und jetzt zur Senior Team Assistentin. Jetzt wird die Luft dünner, nix mehr up-up'n'away. Von nun an würde geboxt statt fraternisiert (...). Abends muss sie stundenlang in ihrem Teamleiterbüro sitzen und Kalkulationen und Erfolgsberichte und Leistungssurveys lesen, und sie muss darüber nachdenken, wie sie all die schlechten Nachrichten vor dem Senior-Senior-Teamleiter schönreden soll. Sie verdient jetzt 600 Euro mehr als vor ihrer letzten Beförderung, das ergibt nicht einmal 300 Euro zusätzlich im Monat. Dafür sitzt Silke täglich drei Stunden länger im Büro und trinkt regelmäßig gegen 15 Uhr ein Glas mit aufgelöstem Maaloxan-Pulver, weil ihre Magenschleimhäute nervös sind, stellvertretend für Silke, die sich das nicht nicht anmerken darf."

Barbara BIERACH hat daraus gleich ein ganzes Buch gemacht und es Das dämliche Geschlecht (2002) genannt. Kinder werden darin für Karrierefrauen zum "Heldennotausgang".

Die hohe Arbeitslosigkeit scheint den Rückzug der Frauen an den Herd zu begünstigen. Die Mehrzahl der Mütter möchte keinen dieser - von KULLMANN beschriebenen - stressigen Vollzeitarbeitsplätze, sondern einen Arbeitsplatz, der sich mit einem normalen Familienleben vereinbaren lässt.

"Wir haben es uns angewöhnt, die bei uns extrem geringe Anzahl von Ganztagsplätzen in der Kinderbetreuung als familienfeindliches Wachstumshemmnis zu betrachten. Dabei steht hinter diesem Faktum nicht nur eine reaktionäre Zurück-an-den-Herd-Ideologie, sondern auch eine gesunde Abneigung gegen den Versuch, das Familienleben so zu verbiegen, dass es zu den Verwertungsinteressen der Arbeitgeber passt"

schreibt GÜRTLER in Vorbild Deutschland zu diesem Thema. Inwieweit familienfreundliche Arbeitsplätze für Mütter jenseits des klassischen Vollzeiterwerbsarbeitsplatz geschaffen werden, ist deshalb eine wichtige Frage der Arbeitsmarktpolitik, denn offensichtlich ist die Nur-Hausfrauenrolle nicht einmal für konservative Revolutionärinnen attraktiv:

"Im Herbst stand sie das erste Mal seit zwölf Jahren wieder vor der Kamera (...). »Ein herrliches Gefühl, eigenes Geld zu verdienen, wichtig zu sein, umsorgt zu werden.« Plötzlich interessieren sich die Medien wieder für sie, nicht mehr nur für die Tochter der Schell oder die Frau vom Kroetz."

 
   

Barbara Bierach im WWW

 www.barbara-bierach.com

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. Juli 2003
Stand: 06. April 2015