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Mathias Stuhr: Die New Economy als Popökonomie

 
       
     
       
     
       
   

Mathias Stuhr in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • STUHR, Mathias (2002): Weder Porsche noch Happening.
    Zukunft der New Economy. Eine Tour durch vier Berliner Start-Ups offenbart keine Patentrezepte, wohl aber Facetten einer stillen Revolution,
    in: Freitag Nr.19 v. 03.05.
  • STUHR, Mathias (2003): Popökonomie.
    Eine Reformation zwischen Lifestyle und Gegenkultur.
    In: Mathias Stuhr & Alexander Meschnig (Hg.) Arbeit als Lebensstil, Frankfurt a/M: Suhrkamp
  • STUHR, Mathias (2005): Wasserträger.
    Linksbündig. Die Debatte um Armut trägt nur bis zum nächsten Lidl,
    in: Freitag Nr.18 v. 06.05.
 
       
   

Wunschlos unglücklich (2005).
Alles über Konsum
(zusammen mit Alexander Meschnig)
Hamburg: Europäische Verlagsanstalt

 
   
 
 

Klappentext

"Auf der Agenda der Kulturkritik nimmt der »Konsum« wieder einen Spitzenplatz ein: Ich konsumiere, also bin ich. Was für ein Bild vom Menschen, diesen wunschlos- diesem wunschlos unglücklichen Wesen!?
Manchmal hat man tatsächlich den Eindruck, zum Konsum sei alles gesagt: »Lieber reich und gesund, als arm und krank«.
Auch der Ansatz von Alexander Meschnig und Mathias Stuhr ist Konsum-kritisch. Aber die Autoren machen gleichzeitig deutlich, wie paradox diese Haltung ist, angesichts der Tatsache, in welcher tiefen Dimension Konsum unser Leben bestimmt. Deshalb beschreiben sie zunächst einmal »Felder« des Konsums: Politik, Produktion, Religion, Identitäten, Marken, Unternehmen, Räume, Kultur, Werbemedien.
So wird das Buch zu einer Dechiffrierhilfe: Wie wird Konsumverhalten »gesteuert«? Wie werde ich als Kunde angesprochen?
Wunschlos unglücklich ist ein Handbuch, das »alles über Konsum« weiß."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • BETANCUR, Karin Ceballos (2005): Fairer Kaffee in der Tasse.
      Und Bodyshop im Bad: Alexander Meschnig und Mathias Stuhr über den Konsum und seine Kritiker,
      in: Frankfurter Rundschau v. 16.03.
    • KLUY, Alexander (2005): Wie der Konsum die Welt verzaubert,
      in: Financial Times Deutschland v. 13.04.
    • Neu:
      BISKY, Jens (2005): Na, Kapitalismus, wie war ich.
      Immer hip, niemals satisfaktionsfähig: "Wunschlos unglücklich" und "Genial dagegen". Zwei Konsumführer für den Pflasterstrand,
      in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 10.05.
      • Kommentar:
        Die Zukunft der Buchkritik gehört dem Image-Designer.

              
          Ist Thomas STEINFELD ein traditioneller Image-Designer, der die Identität zwischen Autor und Werk herstellt, so spielt Jens BISKY - entsprechend den Maximen des aktuellen Differenzkapitalismus - einen Image-Designer neuen Typus. Er stellt dem Leser Identitäten bereit, die er sich per Entscheid für oder gegen ein Buch erwirbt.
              
          Kenner oder nur Könner, das ist hier die Wahl zwischen dem Wohlfühlbuch "Genial dagegen" und dem Gebrauchswertbuch "Wunschlos unglücklich".
              
          Lässt sich der Rezensionskonsument von BISKY verführen, dann hat er seine Lektion gleich zweifach gelernt, denn die Form ist hier der Inhalt.
              
          Entscheidet man sich für Alexander MESCHNIG und Mathias STUHR, dann hat man sich gleichzeitig für Norbert BOLZ und das Glaubensbekenntnis zum Konsumismus entschieden. Man befindet sich dann in Gesellschaft von Konsumpropheten wie Thomas FRANK und den Ex-Punks HEATH & POTTER. Denn die Moral von der Geschicht: Selbst der kritische Verbraucher bleibt immer noch Konsument.
              
          Entscheidet man sich dagegen für "Genial Dagegen", dann verfängt man sich im "Rebellionsformalismus" der Wohlfühllinken:
              
          "Sie nimmt, was sie kriegt und schielt dabei nach Prominenz und Aufmerksamkeit wie eine Sechzehnjährige, die gerne Model wäre."
              
          Möglich aber, dass man sich bei diesen Optionen doch für den abgeklärten Kapitalismus entscheidet:
              
          "Das Ringen zwischen Kapitallogik und bürgerlichen Interessen, dauert an und solange es nicht endgültig entschieden ist, wird sich der Kapitalismus mit seinen herrlichen Freiheitsgewinnen wie seinen abscheulichen Ausbeutungsmechanismen bester Gesundheit erfreuen. Eine Erlösung durch Katastrophe oder Jenseits wird es so wenig geben wie die Totalisierung".
              
          So kann nur jemand schreiben, der die Katastrophe schon hinter sich wähnt.
              
          Apropos Kenner oder Könner? Lassen Sie sich verführen, dann hat sich die Differenz der Typen aufgelöst...
 
       
   

Arbeit als Lebensstil (2003)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
 
 

Klappentext

"Der Hype um die New Economy ist inzwischen aus und vorbei, um so dringender stellt sich die Frage, welches die langfristigen Folgen dieses ideologischen Konstrukts sind. Immerhin setzten die Start-up-Unternehmen Arbeit als Lebensstil neu in Szene und kreierten überdies ein neues gesellschaftliches Leitbild einer Popökonomie, in der Arbeit und Hedonismus Hand in Hand gehen. Diese popkulturelle Umdeutung von Wirtschaft, diese Totalisierung und Kulturalisierung von Arbeit, die als eine Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft verstanden werden kann, hatte und hat für die Definition von Arbeit, Arbeitnehmer und Freizeit einschneidende Folgen. Was ist überhaupt noch Arbeit, wenn sie Spaß macht, kaum Geld einbringt und die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit aufgehoben sind? Was ist Arbeit, wenn es nur noch sog. »Ich-Aktionäre«, »Ideenmanager« und »Venture-Kapitalisten« des eigenen Lebens gibt? Dieser Band zeigt also, über welche neuen Deutungsmuster dessen, was Arbeit in Zukunft sein kann/wird, wir verfügen."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 01. September 2003
Stand: 11. Mai 2005
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