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Susanne Gaschke:

 
    Generation Schlumpfine.
Endlich der Illies für Mädchen: In ihrem Buch Generation Ally will Katja Kullmann erklären, "warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein" - und schreibt doch wieder nur über Esprit-Sweatshirts und Caipirinhas. Soll das wirklich alles sein?,
in: Berliner Republik Heft 2/2002
 
       
   
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    Kommentar

    Was ist der Unterschied zwischen KULLMANN und GASCHKE? Es gibt keinen wirklichen, denn beide haben primär ihre spezielle Neue-Mitte-Karriere im Auge!
           Der Unterschied zwischen beiden ist jener zwischen zwei unterschiedlichen Programmatiken oder jener zwischen der Parteiaktivistin und der Wählerin der Neuen Mitte - also die beiden Seiten der Medaille Neue Mitte. Was im ZEIT-Artikel nur unterschwellig zum Zuge kam, das wird im Parteiblatt offensichtlich:
           "Irgendwo im Buch bezeichnet Katja Kullmann ihre politische Einstellung als 'sozialdemokratisch', aber das muss sozialdemokratisch im Sinne irgend einer extraterrestrischen Neuen Mitte bedeuten."
           Deutlich wird auch, dass KULLMANN und GASCHKE zwar beide den WIR-Modus bevorzugen, aber GASCHKE sich in der Generationenfrage anders positioniert:
          
    "Was sagt uns das alles, abgesehen von der Tatsache, dass die Autorin sich offenkundig für eine interessante Persönlichkeit hält? Vor allem doch, dass diese Generation, unsere Generation, muss ich wohl sagen, bisher wirklich keine sonderlich spannende Geschichte hat. Man könnte dafür einfach dankbar sein; man kann das bedauern. Man kann Schuldige anprangern, wie ich persönlich es gerne tue: die Achtundsechziger, die meiner Meinung nach erst die gesamten in dieser Gesellschaft vorhandenen Ressourcen an Jugendlichkeit verschlungen haben und jetzt die Erwachsenenwelt besetzt halten, während die Unter-40-Jährigen auf Dauer in die Vorschule verbannt bleiben sollen (man kann das anders sehen). Was man aber eigentlich nicht kann, ist, ein weiteres Buch über die Banalitäten dieses friedlichen Aufwachsens zu schreiben, 217 Seiten über Caipirinhas, Soaps, Fit-for-Fun, H&M-Klamotten und 501-Jeans."
           Was hinter der politkarrierefördernden Pseudo-Opfer-Attitüde von GASCHKE steckt, das ist das traditionelle Reife-Konzept:
    "Nein, ohne einen richtigen Erwachsenen-Habitus wird es wohl nicht gehen – und offenbar hängt der (...) an der Frage, ob jemand Kinder hat". Und damit sind wir endlich beim
    Feindbild Single:
           "Eine wahre Kulturpessimistin fragt sich doch nicht, ob ein Kind ihr die Figur oder die Karriere ruiniert, sondern eher, ob es von egomanen Singles aus der Generation Ally totgeschlagen würde, wenn es im Treppenhaus weinte."
           Wie löst sich der Widerspruch? GASCHKE schreibt ihren KULLMANN-Veriss im ESPRIT-Sweatshirt bei einem Caipirinha...

     
     
     
           
       
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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. Juli 2001
    Stand: 01. November 2004
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