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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 28. - 31. März 2006

 
 
     
       
 
Der Bevölkerungsstatistiker Gerd BOSBACH widerlegt die Ausführungen von Matthias MATUSSEK und Frank SCHIRRMACHER in der Spiegel-Titelgeschichte "Jeder für sich. Wie der Kindermangel eine Gesellschaft von Egoisten schafft".
       
   

Zitat des Monats:

"Frauen, die einsam sind, haben in der Wahrnehmung der Außenwelt »keinen abbekommen«. Außer sie sehen aus wie Cameron Diaz, lachen wie Penélope Cruz und haben einen Körper wie Helena Christensen. Einsame Frauen haben ein massives Imageproblem. Während Männer sich als »einsame Wölfe« in ihrer Selbstversunkenheit suhlen und stilisieren dürfen (...), müssen Frauen noch sehr häufig defensiv auftreten. Die selbstbewußte Singlefrau ohne tristen feministischen Überbau und verhärmte Jungfern-Ideologie wurde Anfang des 21. Jahrhunderts erst durch TV-Serien wie »Sex and the City« salonfähig. Die einsame Frau wurde sexy und aufregend, für Männer jeden Alters Herausforderung wie Verlockung. Und dennoch scheint sich dies noch nicht herumgesprochen zu haben.
          
In Deutschland haben einsame Frauen noch das größte Emanzipationspotential. Insofern kann man dieses Buch auch als feministisches lesen. Über Jahrhunderte waren einsame Frauen als Hexen oder alte Jungfern Außenseiter. Im Laufe der Emanzipation des 20. Jahrhunderts hat sich das langsam geändert, aber erst jetzt werden Frauen, die zu ihrer Einsamkeit stehen, selbstverständlich.
          
(...).
          
Der einsame Mann mißversteht sich als Held und verkennt, daß er in einer auf Familie und Gemeinschaft ausgerichteten Gesellschaft ein Mängelwesen ist. Gleichzeitig fungiert er in bürgerlichen Gesellschaften als Leitbild eines konsequenten Individualismus: Sein Freiheitsdrang schreckt auch vor den Härten absolut verstandener Bindungslosigkeit nicht zurück. Aber souverän und nicht pathologisch ist das Einsam-sein-Können nur, wenn ihm gleichwertig das Mit-anderen-sein-Können gegenübersteht."
(aus: Ulf Poschardt "Einsamkeit", 2006, S.48f. & 74f.)

 
 
 
   
FOREIGN POLICY-Titelgeschichte: Why Men Rule
 
       
     
       
   
BERLINER ZEITUNG-Serie: Volk mit Falten
  • VOGEL, Sabine (2006): Omas neue Liebhaber.
    Späte Heirat nicht ausgeschlossen: Lob des multikulturellen Sextourismus,
    in:  Berliner Zeitung v. 31.03.

"Was Thailand für die Houellebecq-Touristen ist Kenia, Gambia oder Senegal für die »reife« Frau. Hier lümmeln gutgebaute »Toyboys« am Strand oder in der Hotelbar und bieten ihre Dienste an. Sie lieben uns alte Schachteln natürlich nicht wirklich, aber sie spielen das schön vor", meint Sabine VOGEL.
 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
Großkampftag gegen den ZEITgeist. Nicht nur in der Literatur, sondern auch im Pop tobt der Kampf der Empathiker. Jede Generation hat ihren Fritz ZORN. Der ZORN der Partygeneration heißt Mark SPOON. Man muss ja nicht gleich wie Joachim BESSING ein ganzes Buch über Rettet die Familie! schreiben. Es reicht auch schon eine Frau im Spiegel-hafte Story:

"Wenn die Familienväter im Umland zum Brötchenholen fahren, beginnt Spoon seine Frühschicht".

Das muss gut ungut enden:

"Gerade erst waren sie aus dem Thailand-Urlaub zurückgekommen. Am letzten Tag hatte er ihr am Strand von Phuket einen Antrag gemacht, sie sprachen über Kinder. Er sei noch nie so glücklich gewesen, sagte er am Abend vor seinen Tod."

Wie sang die Teenie-Gruppe The Sweet Mitte der 70er?

"sixty eight was out of date/They took the flowers from their hair/And tried to make us all aware/Too bad, too late".

Den Kinderlosen ( = Hedonisten) straft das Leben und neuerdings auch die  Rentenversicherung...

 
       
   
  • LAU, Jörg (2006): Das Maß aller Dinge.
    Solange es für alle aufwärts ging, war das Wohlstandsgefälle für die Deutschen kein Problem. Doch nun fehlt ein gemeinsames Verständnis von Gerechtigkeit,
    in:  Die ZEIT Nr.14 v. 30.03.

In der "Fahrstuhl nach unten"-Gesellschaft verschafft sich unsere Ich-zuletzt-Elite Vorteile. Jörg LAU kehrt das LUHMANN-Prinzip um. Wo Komplexitätsreduktion herrscht, da soll nun Komplexität, d.h. Pluralismus sein. Während die neuen Werteeliten den Wertepluralismus bekämpfen, pluralisieren die Gerechtigkeitsbewahrer den Gerechtigkeitsbegriff.

Das neue Oben heißt jetzt Inklusion, das neue Unten heißt Exklusion. Jörg LAU zählt die Begriffe auf, die sich unsere Gesellschaft erfunden hat:

"Die Leerformel »soziale Gerechtigkeit« wird ausdifferenziert in Chancengerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Risikogerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Familiengerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit und so fort. In einer komplexen Gesellschaft gibt es viele Sphären der Gerechtigkeit, die nach ihrer eigenen Logik funktionieren."

 
       
     
       
   
  • DECKERS, Daniel (2006): Kinderreich,
    in:  Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.03.

Die FAZ lügt weiter mit falschen Zahlen zur Kinderlosigkeit in Deutschland. Der Kampf gegen die individuelle Geburtenkontrolle in Deutschland tobt sich nun auch vermehrt in der Abtreibungsfrage aus. DECKERS bringt eine neue Zielgruppe in diese Debatte ein:

"Die meisten Frauen lassen nicht deshalb abtreiben, weil sie grundsätzlich keine Kinder wollten. Vielmehr handelt es sich um Verheiratete, die schon ein oder zwei Kinder haben. Ihnen könnte die Politik Mut machen zu einem zweiten, dritten oder vierten".

 
       
   
  • K.JANEWAY (2006): Militante Erzeugergruppierungen,
    in: rp-online.de v. 29.03.

 
       
   
  • LANGER, Tanja (2006): Leben lieben.
    Kinder haben in Deutschland: Warum Nachwuchs nicht nur eine Geldfrage ist,
    in:  Tagesspiegel v. 29.03.

Die Schriftstellerin Tanja LANGER, allein erziehende Mutter mit drei Kindern, mag über die materialistische Armutsdefinition in Deutschland die Nase rümpfen. Der französische Soziologe Pierre BOURDIEU ("Die feinen Unterschiede") unterscheidet finanzielles, soziales und kulturelles Kapital. LANGER mag wenig finanzielles Kapital haben, aber als Schriftstellerin kann sie dies durch kulturelles und soziales Kapital ausgleichen. Aus der Perspektive von BOURDIEU gehört Tanja LANGER also nicht zu den wirklich Benachteiligten dieses Landes. Ihr Plädoyer setzt deshalb einen gewissen Habitus - Gerhard SCHULZE würde hier von der Fähigkeit zur Lebenskunst sprechen - voraus:

"In Deutschland herrscht eine Lebensmüdigkeit, die man lange und umständlich mit den Folgen des Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der DDR erklären kann. Dann wird man aber eher unfreundlich behandelt, und letztlich bringt es auch nichts. Wir sind hier zu sehr aufs Materielle aus. Das Leben als solches, unvernünftig und unlukrativ, verschwenderisch und unsinnig, ist hier eben nichts wert."

Im Gegensatz zur traditionellen Sozialforschung wird bei single-generation.de dafür plädiert nicht nur den Haushalt, sondern auch die sozialen Netzwerke (Verwandte, Nachbarn, Freunde usw.) bei der Beurteilung von Lebenslagen zu berücksichtigen. Dies würde auch die Debatte um den Umbau des Sozialstaats in einem anderen Licht erscheinen lassen. So manche Kritik von Tanja LANGER würde sich dann von selbst erledigen...

 
       
     
       
     
       
   
  • HERRMANN, Sebastian (2006): Dein roter Kopf ist mein roter Kopf.
    Scham ist ansteckend: Die Literatur profitiert seit Jahrhunderten von einem Phänomen, das nun Psychologen beschäftigt,
    in:  Süddeutsche Zeitung v. 28.03.

 
       
   
  • BARTMANN, Christoph (2006): Wilde Männer mitten im Leben.
    Volker Weidermann hat eine sehr "Kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute" geschrieben,
    in:  Süddeutsche Zeitung v. 28.03.

 
       
   
  • MAGENAU, Jörg (2006): Alternative Wurzeln des Bürgerlichen.
    Feine Unterschiede (10): Die Bürgerinitiativen reformierten das Gemeinwohl, die taz setzte urbürgerlich auf die Öffentlichkeit - in den Siebzigern kam die Neue Bürgerlichkeit also von links. Das wird heute gern vergessen, nicht nur von Konservativen,
    in:  TAZ v. 28.03.

 
       
   
BERLINER ZEITUNG-Serie: Volk mit Falten
  • WESTPHAL, Anke (2006): Wenn Opa in die Dose geht.
    Demografische Lösungen im Science-Fiction-Film
    in:  Berliner Zeitung v. 28.03.

WESTPHAL befasst sich in erster Linie mit dem SF-Film Soylent Green. Erstaunlich nur, dass mit keinem Wort darauf eingegangen wird, dass es im Film um ein Überbevölkerungsphänomen geht. Dass dies keine Rolle spielt, zeigt das ganze Dilemma der gegenwärtigen Debatte.
 
       
   
  • POSCHARDT, Ulf (2006): Ein Kind ist die Krönung des Individualismus.
    Familie darf nicht als archaische Kraft wiederkehren,
    in:  Welt v. 28.03.

 
       
     
       
     
       
   

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Zu den News vom   25. - 27. März 2006

 
 
   
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