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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
     
       
     
       
       
   

News vom 01. - 15. April 2003

 
       
     
     
     
       
   

Zitat des Monats:

"Der Zynismus, der sich in den letzten zehn Jahren gesellschaftlich breit gemacht hat, ist klammheimlich biologisch unterfüttert worden. Die Hilflosigkeit, mit der wir den gnadenlosen Marktgesetzen gegenüber stehen, entspricht derjenigen, mit der wir uns den Hormonen ausgeliefert sehen.
(...).
Wer die neue sexuelle Revolution zuende denkt, weiß, dass es im Krieg der Geschlechter bald zu einem Wettrüsten der Hormone kommen wird. Gerade der Feminismus dürfte sich da Hoffnungen machen: Die Waffen der Frauen können auch Biowaffen sein. Dann heißt es: Hormontherapie für alle"..
(aus: Norbert Kron im Tagesspiegel vom 04.04. 2003)

 
       
       
   
 
   

HERRMANN, Ulrike (2003): "Das steht so nicht im Wahlprogramm".
Schröders Reformkurs "benötigt zusätzliche Legitimation", meint Hans-Peter Bartels - und will einen Sonderparteitag,
in: TAZ v. 14.04.

 
     
   
Wolgang SCHNEIDER kommt nach Referierung der Pop-Wissenschaftler Moritz BAßLER, Thomas ERNST, Andreas SCHUMANN und Eckhard SCHUMACHER angesichts der Unschärfe des Begriffs "Popliteratur" zum Schluss:

"In ihm kann sich inzwischen alles wiederfinden, was nicht nach Literaturpreis-Literatur und Wasserglas-Lesung aussieht. Insofern muß man wohl doch sagen: Popliteratur wird es immer geben".

  • DeutschlandRadio Berlin (2003): Generation POP?
    Symposium zu Fragen junger deutscher Literatur. Gespräch mit Dr. Moritz Baßler,
    in: Fazit - Kultur vom Tage. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 13.04.

 
   
  • Bevölkerungsentwicklung in Europa

Mit der letztjährigen Titelgeschichte im Economist ist das Aussterben Europas auf die europäische Agenda gesetzt worden. Bevölkerungspolitik ist nunmehr nicht nur nationale, sondern auch eine europäische Angelegenheit. Die Bevölkerungspolitik in jenen Staaten, die sich durch die nationalsozialistische Politik in ihrem Offensivdrang gehemmt fühlt, setzt inzwischen verstärkt auf die internationale Vernetzung.

Der Profil-Bericht stellt eine neue Studie vor, die späte Mutterschaft in den Mittelpunkt rückt. Während in den USA das Thema längst kein Tabu mehr ist, sind die Propagandisten früher Mutterschaft hierzulande noch zurückhaltend. Eine Gemeinschaftsstudie des Instituts für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg hat nun die "verspätete Mutterschaft" und den damit verbundenen "Tempoeffekt" als hauptverantwortlichen Faktor für die niedrige Geburtenrate hervorgehoben.

Der Tempoeffekt ist nur ein anderer Begriff für das mittlere Gebäralter von Frauen. Der Anstieg ist seit langem bekannt. Wenn dies jetzt besonders propagiert wird, dann liegt das daran, dass dies zur angestrebten Politik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie passt.   

  • BUCHACHER, Robert & Heiko MEYER (2003): Geburtsschmerz.
    Die europäische Bevölkerung altert und schrumpft in weit höherem Maß als bisher angenommen. Der in der Geschichte einmalige Knick nach unten sei soeben passiert, sagt ein internationales Forscherteam,
    in: Profil Nr.16 v. 14.04.

  • MEYER, Heiko (2003): "Europa wird verlieren".
    Der Wiener Bevölkerungswissenschaftler Wolfgang Lutz über seine jüngste Studie zur beschleunigten Vergreisung Europas,
    in: Profil Nr.16 v. 14.04.

 
   
  • STIEFEL, Susanne (2003): Schluss mit dem eitlen Gejammer.
    Es ist ein Kreuz: Älter werden wir alle - doch keine will es werden. Denn die verbleibende Lebenszeit wird immer kürzer - und die Chancen zugleich geringer. Persönliche Anmerkungen jenseits der Klage über Falten und Kinnbehaarung,
    in: TAZ v. 12.04.

 
     
   
  • GRAUPNER, Heidrun (2003): Die Wohlfahrtsverbände warnen vor drastischem Abbau des Sozialstaates - und niemand hört sie.
    "Wenn es für alle nicht mehr reicht, springen die Armen ein". Mit den geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung verringern sich weiter die Chancen für benachteiligte Jugendliche,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 12.04.

 
   
Erlebnisbericht eines alleinreisenden Pendlers, der durch die Bahnreform zum rücksichtslosen Einzelkämpfer wurde: "Meine Überlebenstechniken funktionieren auch unter (...) erschwerten Bahnbedingungen. Als körperlich-bisher-noch-nicht-Behinderter im besten Mannesalter schaffe ich es, noch. Auf Kleine, Alte, Behinderte achte ich jedoch dabei sowenig wie alle andern. Am Ende einer Fahrt bin ich angefüllt mit Aggression. Bei der morgendlichen Ankunft am Arbeitsplatz dauert es gut eine Viertelstunde, bis alle »Abenteuer« im Kollegenkreis erzählt und psychisch verarbeitet sind. Bei der abendlichen Heimfahrt hat sich vom Bahnhof aus ein längerer Umweg mit dem Fahrrad nach Hause als Aggressionsabbau bewährt".
 
   
  • STEFFEN, Johannes (2003): Schröders Systemwechsel.
    Agenda 2010. Die Pläne des Kanzlers beinhalten drastische Kürzungen, die in ihrer Dimension an die Kohl-Ära erinnern - und die Substanz der sozialen Sicherung angreifen,
    in: Freitag v. Nr.16 v. 11.04.

Johannes STEFFEN rechnet u.a. vor, was die neuen Zumutbarkeitskriterien für Singles bedeuten: "»Wer zumutbare Arbeit ablehnt - wir werden die Zumutbarkeitskriterien verändern -, der wird mit Sanktionen rechnen müssen«, heißt es weiter. Kaum vorstellbar, dass die Daumenschrauben an dieser Stelle noch stärker angezogen werden können. Schon heute ist unserem Durchschnittsverdiener mit einem Monatsbrutto von 2.436 Euro als Single nicht nur der bundesweite Umzug zumutbar; auch die Rutschbahn des zumutbaren Bruttoentgelts ist rasant: In den ersten drei Monaten runter bis auf 1.949 Euro, im vierten bis sechsten Monat bis auf 1.705 Euro und ab dem siebten Monat der Arbeitslosigkeit jede Beschäftigung mit einem Brutto von wenigstens 1.061 Euro. Künftig brechen selbst diese Dämme - jede Arbeit, selbst Pflichtarbeit, wäre unabhängig vom Entgelt zumutbar. Falls Arbeitslose eine Arbeit ablehnen - oder, wenn Nachweise fehlen, dass sie sich um Arbeit bemüht haben, - soll die Leistung, beim mittellosen Single etwa 595 Euro, um knapp 90 Euro gekürzt werden; so jedenfalls das Mehrheitsvotum der AG »Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe« der Gemeindefinanzreformkommission. Als Sonderaktion für unter 26-Jährige wird im erwähnten Fall in Aussicht gestellt, die Leistungen sogar völlig zu entziehen".
  • AREND, Ingo (2003): Torso.
    Linksbündig. Die SPD ruiniert ihre kulturelle Hegemonie,
    in: Freitag v. Nr.16 v. 11.04.

AREND rechnet mit dem "Dritten Weg" der Sozialdemokraten ab: "Bei diesem ominösen Wanderpfad wird gern von Individualisierung und Flexibilisierung geredet. Der Künstler ist da gar zum neuen Arbeits-Leitbild avanciert. Nun ist nach dem gescheiterten Staatssozialismus eine neue Balance von Individualität und Sozialität die wichtigste Denkherausforderung für einen demokratischen Sozialismus. Doch in Schröders »Agenda 2010« wird Individualisierung - wie bei der Privatisierung des Krankengeldes - wie Individualisierung des Risikos buchstabiert. Die Wunderwaffe der Ich-AGs soll die schwer Vermittelbaren aus der Statistik schießen. Derweil dürfen diverse Bankgesellschaften weiter die Verluste sozialisieren. Vorschriften oder Zwangsflexibilisierung statt neue Wahlmöglichkeiten überall: Wie bei der Deutschen Bahn, wo individuelle Spontanentscheidungen neuerdings mit Platzverweis und Horrorpreisen belohnt werden, soll auch der unverschuldet Arbeitslose nach einem Jahr seine freigesetzte Kreativität im Korsett der Sozialhilfe entfalten. Saß Schröder-Vorgänger Björn Engholm noch einer SPD-Kommission »Arbeit und Muße« vor, droht heute der angebliche SPD-Linke Ludwig Stiegler Akademikern mit Sozialabstieg und Arbeitszwang - der Sozialstaat als autoritäres Wohlfahrtsregime".
 
   
  • POP/MUT (2003): Schön, erfolgreich und dennoch Single.
    Prominente auf der Suche nach dem Richtigen: Heute die Schauspieler Rosalind Baffoe und Daniel Fehlow,
    in: Welt Berlin v. 10.04.

"Als Single ist man in Berlin auch niemals richtig alleine, weil in der Hauptstadt noch ungefähr 860 000 andere Singles wohnen. Schauen Sie Ihren Nachbarn ruhig mal ins Fenster. Wetten, dass mindestens zwei Drittel der Wohnungen »Ein-Personen-Haushalte« sind und dort Pizza-Packungen für Singles im Tiefkühlfach liegen?"

Diese Wette würden die Autoren garantiert verlieren! Erstens liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte in der Dienstleistungsmetropole Berlin unter 50 % und zweitens leben weniger als 30 % der Berliner in einem "Single"-Haushalt. Da es viele Wohngemeinschaften in Berlin gibt, führen oftmals Singles zwar einen eigenen Haushalt, wohnen aber nicht in einer eigenen Wohnung (Alleinwirtschaften ist nicht gleich Alleinwohnen).

Auch die Tiefkühlpizza auf Single-Haushalt-Tischen ist ein Mythos, den z.B. die Konsumsoziologin Doris Rosenkranz in Frage stellt. Immer noch sind allein lebende Witwen die größte Gruppe und nicht der "Swinging Single" wie er von den beiden Journalisten vorgestellt wird. Und nicht zuletzt sind Alleinlebende im mittleren nicht unbedingt partnerlos

  • POP (2003): "Ich will keine Trophäe sein",
    in: Welt Berlin v. 10.04.

  • MUT (2003): "Ich würde mich gern neu verlieben",
    in: Welt Berlin v. 10.04.

 
     
     
   
  • NAHLES, Andrea (2003): Wir brauchen "Flexicurity".
    Reformbedarf. Junge Leute sind oft enttäuscht. Viele wollen heute Beruf und Familie miteinander vereinbaren. Eine neue Arbeitsversicherung kann jungen Eltern die nötigen Rechte geben,
    in: Rheinischer Merkur Nr.15 v. 10.04.

Andrea NAHLES hat sich das neoliberale Begriffsvokabular vom aktivierenden Sozialstaat angeeignet. "Flexicurity" ist mittlerweile das Zauberwort derjenigen, die den Neoliberalismus jenen schmackhaft machen sollen, die zu den Reformverlierern gehören werden. Das Idealbild der "Flexicurity" liest sich dann so:

"Erforderlich ist eine Konzeption, die Flexibilisierung zulässt, aber gleichzeitig neue Sicherheiten bietet.
Das kann im Einzelfall auch ein Absenken des Leistungsniveaus in bestimmten Teilen vorsehen (etwa Abbau des Ehegattensplittings, degressiv gestaltetes Arbeitslosengeld). Andererseits ginge es aber vor allem um die Schaffung einer Brückenfunktion an den Übergängen verschiedener Lebensphasen".

 
     
     
     
     
     
   
  • Abschied von Ally McBeal

    • OBERSCHELP, Malte (2003): "Goodbye Ally".
      Ally McBeal lässt's endlich gut sein,
      in: TAZ v. 08.04.

    • PAVLOVIC, Milan (2003): Schneemanns Schicksal.
      Ally McBeal verabschiedet sich auch in Deutschland,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 08.04.

    • KOHLENBERG, Kerstin (2003): Ciao Ally!
      Kerstin Kohlenberg findet, dass es mit der Serie "Ally McBeal" jetzt auch reicht,
      in: Tagesspiegel v. 08.04.

 
     
   
  • WERNEBURG, Brigitte (2003): rohstoff pornografie: thomas ruff "nudes" (1),
    in: TAZ v. 08.04.

WERNEBURG liefert einen Verriss des Bildbandes Nudes von Thomas RUFF, in dem der "Neue Reaktionär" Michel HOUELLEBECQ seinen verlorenen Paradiesen nachweinen durfte.
 
     
     
   
  • Abschied von Ally McBeal

    • ALANYALI, Iris (2003): Generation Hexenbesen.
      Vergesst "Ally": Die Frau von morgen hat keine Neurosen, sondern Zaubertränke und eine Botschaft, 
      in: Welt v. 07.04.

Iris ALANYALI preist puritanische Prüderie an:

"Es wächst eine Generation von Frauen heran, die sich weder für Sex noch für die City sonderlich interessieren, und der Ally McBeal gehörig auf die Nerven geht".

Ally McBeal war - wenn überhaupt - nur eine Identifikationsfigur für unfreiwillige Singlefrauen und zuletzt für Popintellektuelle wie DIEDERICHSEN. Ob man Karrierefrauen im mittleren Lebensalter mit Mädchenfilmen abspeisen kann, das werden diese Frauen per Knopfdruck selbst entscheiden.

 
     
   
  • SCHWAIGER, Rosemarie (2003): Die Mama aller Schlachten.
    Die schwer angeschlagene niederösterreichische FPÖ bekommt eine neue Chefin: Barbara Rosenkranz, stramm national und Mutter von zehn Kinder, soll das Chaos in der Partei beenden,
    in: Profil Nr.15 v. 07.04.

Die neue niedersächsische Familienministerin Ursula von LEYEN hat nur sieben Kinder zu bieten. Die neue FPÖ-Chefin bietet nun 10 Kinder! Wer bietet mehr?
 
   
  • KIMMEL, Wolfgang & Ulla SCHMID (2003): Pension brutal.
    Langsam wird das Ausmaß der Pensionspläne der Wenderegierung sichtbar. Für heute 30-Jährige könnte sich die Altersrente halbieren. Für Menschen knapp vor dem Ruhestand kommt jede Eigenvorsorge zu spät,
    in: Profil Nr.15 v. 07.04.

Werden in Deutschland noch große Reden geschwungen, dass es nicht so hart kommen wird, ist man in Österreich schon weiter. Die Autoren legen dar, wieviel Geld welche Gruppe weniger Rente erhält. Zwischen 14 und 40 % weniger Rente sind geplant.
 
   
  • AVA (2003): Besser dran ohne Mann?
    Erfolgreich und Single. Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein Leben ohne das starke Geschlecht,
    in: Tagesspiegel v. 06.04.

Was haben Katarina WITT, Michelle HUNZIKER und eine Kriegerwitwe gemein? Gar nichts würde man meinen, außer dass es sich um Frauen handelt. Aber die Statistik macht es oberflächlich gesehen möglich:

"Die Grundthese der US-Soap »Sex and the City« scheint sich zu bestätigen: Frauen brauchen Männer nur, um festzustellen, dass sie ohne sie glücklicher sind.
Fakt ist zumindest: 13,5 Millionen Bundesbürger leben solo. Davon sind 7,8 Millionen Frauen".

Fakt ist vor allem, dass die meisten dieser allein lebenden Frauen Witwen sind und keine Karrierefrauen! Fakt ist auch, dass viele der Frauen im mittleren Lebensalter zwar allein wohnen, aber trotzdem einen Partner haben. Fakt ist, dass Partnerlose im mittleren Lebensalter vor allem unter den Geringverdienern zu finden sind. Fakt ist, dass man nicht zu genau hinschauen darf, denn sonst könnte man das Single-Bild nicht mehr aufrecht erhalten!

 
   
  • ALF/UWE (2003): Wer verliert, wer gewinnt - und wo Verlierer gewinnen.
    Die Profiteure der Kanzler-Pläne sind noch nicht wahlberechtigt. Und bei den anderen kommt es auf die Perspektive an,
    in: Tagesspiegel v. 06.04.

    • Nur die Rhetorik stimmt hier...
 
     
     
   
  • Die Rente nach Kinderzahl in der Debatte

    • HANK, Rainer (2003): Was sind Kinder wert?
      Kinder sind nicht mit Geld zu verrechnen. Doch unsere Politiker tun es. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel will die Rente von Kinderlosen halbieren. Wer kein Humankapital zeugt, müsse eben Realkapital schaffen, will er im Alter die dieselben Leistungen. Denn Familien, so heißt es, sorgen doppelt vor: Sie finanzieren die heutigen Alten und stellen sicher, daß die Rentner von morgen nicht arm dastehen. Sind also Kinder die halbe Rente wert? Wer verrechnet, muß mit der Gegenrechnung rechnen. Wir liefern die Daten,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

 
     
   
  • OCHS, Birgit (2003): Der kleine Unterschied.
    Erst kam die Theorie, dann folgen die Projekte. Inzwischen ist die Hochzeit der Frauenwohnmodelle vorbei, doch vieles gilt als wegweisend,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

Birgit OCHS berichtet über städtebauliche Frauenprojekte. Darüber hat Barbara ZIBELL von der Universität Hannover die Studie Auf den zweiten Blick veröffentlicht. OCHS berichtet über zwei unterschiedliche Ansätze frauen- bzw. müttergerechten Wohnens.

Zum einen geht es um den Beginenhof in Bremen, der von der Witwe Erika RIEMER-NOLTENIUS initiiert wurde, weil sie im Alter nicht allein leben wollte. Mit dem Verständnis zwischen den Generationen ist es gemäß OCHS nicht gut bestellt.

Als zweites Projekt wird die Wohnanlage Hugenmatt in Lörrach vorgestellt. Diese steht in der Tradition des sozialen Wohnungsbaus und ist nach Meinung von OCHS besonders ideal für alleinerziehende Mütter. 

 
   
  • SCHAAF, Julia (2003): Die neue Ruhe nach dem Sturm.
    Schluß mit Jammern: Die Deutschen haben die Krise satt und fangen an, sie als Chance zu nutzen. Wem Luxus nichts geben kann, der kriegt Kinder und übt Yoga,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

 
   
  • MARGUIER, Alexander (2003): "Der Neoliberalismus ist eine Provokation".
    SPD-Vordenker Johano Strasser über die Vorzüge des Müßiggangs und die Sehnsucht der Jugend nach erfülltem Leben,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

Einzig die Überschrift enthält eine Provokation. Ansonsten SPD-Neue-Mitte eines 68er, der den nachfolgenden Generationen Umdenken empfiehlt. Schließlich kann der Sozialstaat nur noch für die 68er im ausreichenden Maße aufkommen!
 
     
     
     
   
  • JACOBI, Robert (2003): Auf dem Weg ins Abseits.
    Die Gewerkschaften stehen vor einer historischen Wegscheide,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 05.04.

Robert JACOBI sieht nicht nur die Deutschen aussterben, sondern auch die Gewerkschaftsmitglieder, wenn die Gewerkschaften nicht - wie bereits die evangelische Kirche - auf den neoliberalen Neue-Mitte-Zug aufspringen:

"Statt gegen den Sozialumbau mit alten Mitteln zu kämpfen, müssen sich auch die Gewerkschaften der Aufgabe stellen, den Faktor Arbeit zu entlasten, weil sonst keine Arbeitsplätze entstehen. Nur wenn sie zu einer schrittweisen Anpassung an den Paradigmenwechsel vom fürsorgenden zum leistungsfördernden Sozialstaat fähig sind, kehren sie in den Gestaltungskern der Gesellschaft zurück. Andernfalls degenerieren sie zu Rentnerverbänden, die klassenkämpferisch auftreten, aber dahinsiechen und aussterben. Hochgerechnet werden sie in vierzig Jahren das letzte Mitglied verabschieden".

Totgesagte leben bekanntlich am längsten!

 
   
  • KAMANN, Matthias (2003): Deutschland ist moderner als seine Politiker.
    Der Soziologe Heinz Bude über Schröders Reformen, Schwarzarbeiter und Fachkräfte,
    in: Welt v. 05.04.

    • Nichts Neues von Heinz BUDE über die Generation-Berlin-Front...
 
     
     
   
  • BAUREITHEL, Ulrike (2003): Mit scharfem Blick auf historisches Hinterland.
    Frauenforschung. Nach 25 Jahren verlässt die Historikerin Karin Hausen die TU Berlin - ein persönlich gestimmter Abschied,
    in: Freitag Nr.15 v. 04.04.

 
   
  • NUNGEßER, Karin (2003): Wie kommen die Kinder aus der Armut heraus, Frau Ministerin?
    Renate Schmidt
    über Ehegattensplitting, die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe und Gleichstellungspolitik,
    in: Freitag Nr.15 v. 04.04.

 
     
   
Von der Spaßgesellschaft zur Angstgesellschaft?
 
     
   
  • BEGLINGER, Martin & Michael KROBATH (2003): "Liebe ist..."
    Jürg Willi forscht seit 40 Jahren über die Zweierbeziehung und hat Tausende von Paaren therapiert. Der Psychiater über den Hang der Männer zu Asiatinnen, über die Biologie und warum es manchmal besser ist, etwas zu verschweigen,
    in: Weltwoche Nr.14 v. 03.04.

 
     
   
  • Ein Blick auf die Familie in Deutschland anlässlich der Vorstellung der Datensammlung "Die Familie im Spiegel der amtlichen Statistik"

    • OTTO, Annett (2003): Die Normalfamilie - ein Auslaufmodell?
      Ministerin Renate Schmidt stellt einen neuen Datenreport vor,
      in: Berliner Zeitung v. 03.04.

OTTO regt sich darüber auf, dass Ehepaare ohne Kinder von den Statistikern zur Familie gezählt werden.
Nikolaus BLOME ist der einzige Normale in Deutschland, denn - wie er betont - er hat DREI Kinder! Alle sonstigen Informationen dienen nur der Hervorhebung dieser Normalität...
 
   
  • KOPETZKY, Steffen (2003): Im Baumarkt der Lust.
    Deutschland extrem (13). Ein Besuch im Kölner "Pascha", dem größten Bordell der Republik,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.04.

"Das Gebäude atmet nach wie vor den für die siebziger Jahre typischen Optimismus im großzügigen Umgang mit viel Beton, der in rechte Winkel gebracht, steil, unermüdlich, siebenstöckig und neongekrönt in den Kölner Nachthimmel hineinragt," schreibt Steffen KOPETZKY und wer genaueres wissen will, der muss in der SZ nachlesen...
 
   
  • RHEINISCHER MERKUR (2003): Hat die umlagefinanzierte Pflegeversicherung noch Zukunft?
    Pro und Contra. Die Rürup-Kommission streitet an diesem Donnerstag über die Pflegeversicherung, die zuletzt mit einem 400-Millionen-Euro-Minus im Jahr 2002 Schlagzeilen machte. Statt über Beiträge könnten die Kosten auch über Steuern finanziert werden, glauben viele Experten

    • BLÜM, Norbert: Pro - Ja,  wir dürfen arme Familien nicht im Stich lassen,
      in: Rheinischer Merkur Nr.14 v. 03.04.

    • STOLTERFOHT, Barbara: Contra - Nein, sie erhöht lediglich die Lohnnebenkosten,
      in: Rheinischer Merkur Nr.14 v. 03.04.

 
   
  • GLÜCK, Alois (2003): Gerechtigkeit neu definieren,
    in: Welt v. 02.04.

Der CSU-Politiker benutzt die Begriffe "Chancen- und Generationengerechtigkeit" als Rückzugsformeln für Sozialabbau.
Solidarität heißt heutzutage in erster Linie: "Schutz der Stärkeren vor Ausbeutung durch Leistungsbezieher oder den Staat".
 
   
  • STÖTZEL, Regina (2003): Kleines Übel, großes Übel.
    Ob Schröders "Agenda 2010" oder Stoibers "Sanierungsplan für Deutschland": Der Sozialstaat soll weiter abgebaut werden. Widerstand regt sich kaum. Ein Grund dafür ist der Irakkrieg,
    in: Jungle World Nr.15 v. 02.04.

 
   
  • KOHSE, Petra (2003): Die historische Notwendigkeit, anderen die Schokolade wegzuessen.
    Jener Aspekt der 68er-Bewegung, der siegreich gewesen ist: Rückblick auf das Kommunarden-Projekt im Big-Brother-Format,
    in: Frankfurter Rundschau v. 02.04.

Petra KOHSE über die Sucht nach dem Harem:  "Gerade im Gegenteil war es der radikale Unterschied zum Bestehenden, der einen regelmäßig einschalten ließ.
Während Privatheit im Fernsehen üblicherweise ohne eine Entsprechung zur (...) Wirklichkeit stattfindet, bilden die »Kommune«-Szenen ein authentisches, weil prinzipiell an der öffentlichen Äußerung orientiertes und sich selbst andauernd reflektierendes Zusammenleben ab. Die Getty-Langhans-Ritter-Streubel-Werner-Winkelmann-Kommune hat (...) für die Dauer der Ausstrahlung dieser Sendungen gewissermaßen im Richtigen gelebt. So konträr der fortgesetzte Glauben dieser Gruppe an ein hierarchieloses Zusammenleben der Geschlechter zur aktuellen Tendenz in der Gesellschaft ist und als wie offenkundig unwahr er sich ja auch in ihren eigenen Verhältnissen manifestiert - fernsehdramaturgisch ist das wirksam. Ebenso Rainers regressive Rechthaberei. Dass er etwa, wenn er anderen die Schokolade wegisst, nicht sagt, tut mir Leid, mir war so, sondern das Anderendiescholoadewegessen umstandslos zur historischen Notwendigkeit erklärt, galoppiert jedem Realität simulierenden Dialogbuch meilenweit voran".
 
     
     
   
Der Autor zeichnet die sozialpolitische Wende der Evangelischen Kirche anhand des Ratsvorsitzenden Manfred KOCK nach:

"Im Jahr 2003 (...) muss niemand mehr mogeln – Kock selber hat sich für die Kürzung der Arbeitslosenhilfe auf Sozialhilfe-Niveau ausgesprochen, »wenn damit die Arbeitskosten sinken«. (...)."

Der Autor hat einen Wandel der Kirchenpolitik vom Wächteramt zur Politikberatung festgestellt, und fordert deshalb auch einen Rhetorikwechsel:

"Früher konnte die Betonung des Wächteramts nerven: Immer Nein zu sagen hilft auch nicht weiter. Jetzt aber droht die Kirche vor Begeisterung über ihre neue Politikfähigkeit eine wichtige Aufgabe zu vergessen: Lobby zu sein für Menschen ohne Lobby. Dann aber sollten die Kirchen ehrlich sein und ihr Sozialwort offiziell in die Mottenkiste packen – als Text aus den fernen Neunzigern".

 
     
     
     
   
Vorsicht Eigenwerbung! Ein fairer Bericht über single-dasein.de und single-generation.de mit Hintergründen zur Entstehung und Zielsetzung der Websites.
  • SCHULZ, Kirsten (2003): Erst 17 und schon Mutter.
    "Manchmal bin ich selbst noch Kind",
    in: Fluter, April

  • WURSTER, Stephanie (2003): Alles wird anders.
    Douglas Couplands Familienkonzepte,
    in: Fluter, April

 
     
   
  • LITERATUREN-Schwerpunkt: Mütter - Dichtung und Wahrheit

    • NEUBAUR, Caroline (2003): Mutter ohne Mythos.
      "Der Lilith-Komplex" und andere Versuche, das Konzept Weiblichkeit zu fassen. Neue Mütterbilder in der Psychoanalyse,
      in: Literaturen Nr.4, April

Hans-Joachim Maaz - Der Lilith-Komplex

  • MEYER-GOSAU, Frauke (2003): Sag gefälligst Mutti zu mir.
    Zwischen Schnuller-Schock und weiblichem Eigenleben. Neue Mütterbilder in der jüngsten Literatur,
    in: Literaturen Nr.4, April

  • LÖFFLER, Sigrid & Frauke MEYER-GOSAU (2003): Mütter, Kunst und Kinder.
    Ein Literaturen-Gespräch mit Zsuzsa Bánk, Antje Kunstmann und Eva Mattes über Rollenerwartung, Selbstwahrnehmung und Wirklichkeit im Leben von Frauen,
    in: Literaturen Nr.4, April

 
     
       
   

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Zu den News vom 21. - 31. März 2003

 
       
   
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