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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 07. August 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Plädoyer für eine demografiekritische Offensive

"Angesichts des Anspruchs einer expansiven und kohärenten staatlichen Demografiepolitik kann die postkatastrophistische Wende (...) nicht als Relativierung oder Abmilderung analysiert werden. Vielmehr scheint es hier um eine Phase zu gehen, innerhalb derer bestimmte diskursive Weichen bereits gestellt sind und der Kampf um Hegemonie bereits so erfolgreich verlaufen zu sein scheint, dass Dramatisierungen nicht mehr nötig sind. Schließlich wird die aktuelle Demografiepolitik derzeit kaum von einer gewerkschaftlichen und noch weniger von einer linken oder feministischen Kritik angegriffen. Wenn es Gegenwind gibt, dann eher von einer Szene demografischer Experten wie etwa dem Hardliner Herwig Birg oder dem Leiter des Berlin-Instituts Reiner Klingholz, die weiterhin den demografischen Katastrophismus bedienen. (...).
Statt auf einer individualisierenden Ebene des besten Biographiemanagements mitzudiskutieren, ist es zentral, in der Debatte um Familienpolitik auf einer staatskritischen Perspektive zu beharren, die genau diese Zuweisung der Sphäre der Reproduktion in einen privaten, individuellen und geschlechterpolitischen Rahmen innerhalb der biopolitischen Anordnung selbst in Frage stellt - und somit auch die Unterordnung dieser Sphäre unter die Maxime der Humankapitalverwaltung."
(Susanne Schultz "Familienpolitik und »demografische Chance«" in der Zeitschrift Prokla, Nr.173, Dezember, S.558f.)

 
       
       
   
KUHLBRODT, Detlef (2014): 36 Jahre bebender Südosten.
Trotz "No Future" ist die Punklegende SO36 inzwischen so richtig alt . Das wird während einer Festwoche mit Kunst, Schnapsbauchladen und Schleim gefeiert,
in:
TAZ Berlin v. 07.08.

Detlef KUHLBRODT betreibt die Musealisierung des SO 36. Bei Tag betrachtet sieht das Nachtleben jedoch eher triste aus.

 
       
   

Die Gentrifizierung in New York in der Debatte

MEJIAS, Jordan (2014): Als SoHo noch kein Boutiquenghetto war.
Vier Jahrzehnte in Greenwich Village: Vieles hat sich in dieser Zeit zwar verändert, doch wo sich mit der Vergangenheit rentabel Eindruck machen lässt, wird sie auch erhalten. Ein Erfahrungsbericht,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.08.

 
       
   

Andreas Bernard - Die Leihmutterschaft als fragwürdigste Variante der Reproduktionstechnologien

BECK-GERNSHEIM, Elisabeth (2014): Die neuen Weltbürger.
Die globalisierte Fortpflanzungsmedizin lässt den Kinderwunsch-Tourismus boomen. Mit merkwürdigen Auswüchsen, wie jüngst ein Beispiel zeigte. Welche Regeln gelten auf diesem Markt?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

 
       
   

Bodo Morshäuser - Und die Sonne scheint

RICHTER, Steffen (2014): Der fortdauernde Krieg.
Der Schriftsteller Bodo Morshäuser war einmal der Stadtschreiber des alten Westberlin und blickt heute mit wenig Illusionen in die Gegenwart,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 04.08.

 
       
   

JIMENEZ, Fanny (2014): Zeichen der Stärke.
Hinter jeder gescheiterten Beziehung steht dasselbe Muster: ein Totalverlust an Nähe. Doch Unglücklichsein allein reicht nicht. Eine Scheidung schaffen nur die Selbstbewussten,
in:
Welt am Sonntag v. 03.08.

Zwei Drittel der Ehen scheidet erst der Tod, das letzte Drittel ist die Zielgruppe von Scheidungsanwälten oder Psychotherapeuten, wie z.B. Wolfgang KRÜGER oder Doris WOLF, die JIMENEZ zitiert. Ein typischer psychologischer Kurzschluss ist es jedoch, wenn aus der Veränderung von Scheidungsraten in historischen Zeiträumen auf das Trennungsgeschehen oder gar das Wohlbefinden von Paaren Rückschlüsse gezogen werden. Wenn durch die geänderte Scheidungsgesetzgebung seit dem Jahr 1977 sich die Scheidungen erhöht haben, dann heißt das nicht, dass es vorher keine Trennungen gab, sondern nur, dass sie politisch und gesellschaftlich tabuisiert wurden bzw. sich das Trennungsverhalten im statistischen Untergrund abspielte. Es ist durchaus kein Zufall, dass erst in den 1970er Jahren viele der großen Meinungsforschungsinstitute gegründet wurden. Vorher konnten es sich Politiker leisten, die Meinung der Mittelschicht zu ignorieren. Auch die Psychologie boomte erst zu diesem Zeitpunkt. Wer diesen Wandel ignoriert, der romantisiert das angeblich goldene Zeitalter der Ehe.   

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

STEPHAN, Cora (2014): Kein Recht auf Kinder.
Die Reproduktionsmedizin macht es möglich. Heute kann jeder Nachwuchs bekommen. Doch ist diese Option wirklich sinnvoll? Cora Stephan bezweifelt es,
in:
Welt am Sonntag v. 03.08.

 
       
   

SZENT-IVANYI, Timot (2014): SPD will Pflege-Auszeit auch für Freunde.
Die SPD strebt eine Anpassung der Pflege-Regeln an die gesellschaftliche Realität an. Auch Freunde und Nachbarn sollen für die Betreuung im Notfall Rechtsanspruch auf zehntägige unbezahlte Freistellung erhalten,
in:
Berliner Zeitung v. 02.08.

 
       
   

Großelternschaft in der Debatte

KRAUSE, Tilman (2014): Lob der Großeltern.
Ursuppe der Familie: Nur durch das Gespräch mit Oma und Opa kann man feste Bande knüpfen und verstehen woher man kommt,
in:
Welt v. 02.08.

 
       
   

KUHN, Johannes (2014): Tal der weißen Männer.
Keine Frauen, keine Einwanderer, keine Alten - ausgerechnet das hippe Silicon Valley, das doch die Welt revolutionieren will, ist bei der Talentsuche und der Mitarbeiterförderung so was von gestern,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.08.

 
       
   

ASMUTH, Gereon (2014): Da ist unser Haus.
Linke Räume: Mehr als 630 besetzte Häuser und Plätze gab es in Berlin zwischen 1970 und heute, wie das Medienkollektiv Pappsatt auf einer neuen Website zeigt,
in:
TAZ Berlin v. 02.08.

Das Thema Gentrifizierung bzw. Mietsteigerungen wird in weiteren taz-Artikeln aufgegriffen, z.B. hier und hier.

 
       
   

Skandalös: Eine für Deutschland nicht-repräsentative Befragung  wird falsch zitiert, was halbherzige Dementis zur Folge hat. Der größte Skandal jedoch, dass die Zahlen nicht für Deutschland repräsentativ sind, wird gar nicht für erwähnenswert gehalten  

OESTREICH, Heide (2014): Verrechnet: Forscher korrigieren sich.
Kinder: Nicht die Hälfte, sondern nur 27 Prozent der Bildungsfernen wollen Betreuungsgeld statt Kitas,
in:
TAZ v. 01.08.

Die taz rudert zurück! Bereits am Montag wurde hier die Berichterstattung von Simone SCHMOLLACK zur Betreuungsgeld-Studie kritisiert. Am Mittwoch wurde dann auf einen Widerspruch zwischen der taz- und FAZ-Studienversion hingewiesen. Nun schreibt OESTREICH dazu:

"Eine weitere Tatsache wurde in den Medien ebenfalls verzerrt: Die Befragung fand nicht unter den Empfängern von Betreuungsgeld statt, sondern war eine Vorabbefragung nach den Absichten der Eltern. Sie wurde im Juni 2013 erhoben. Das Betreuungsgeld wurde ab August 2013 eingeführt."

Die Qualitätspresse reagiert mit Verharmlosung, so lautet im Tagesspiegel die Schlagzeile: "Die Aussage ist zwar die gleiche, nur ist sie weniger spektakulär".

Was auf dieser Website bereits am Montag gefordert wurde, das ist nun aber möglich:

"Als Reaktion auf die erregte Polit-Debatte, die ihre Forschung ausgelöst hatte, stellte das Dortmunder Institut den Betreuungsgeld-Abschnitt seiner – thematisch sehr viel umfassenderen Untersuchung, die vor allem den Betreuungsbedarf in den Kommunen ermitteln sollte – für jedermann nachlesbar ins Internet."

Doch der Skandal geht weiter. Robert BIRNBAUM schreibt in seinem Dementi

"Schnell auf Seite 134 nachgeblättert – die ominöse 54 ist verschwunden. Stattdessen steht dort nun: »Von den Familien, in denen kein Elternteil einen Bildungsabschluss besitzt, stimmen 31Prozent der Aussage zu, das Betreuungsgeld sei Grund für die Betreuungsentscheidung gewesen; bei einem Hauptschulabschluss sind es 23 Prozent.« Das ist jetzt korrekt. Dafür ist es nicht mehr so sensationsträchtig."

Mit keinem Wort wird - nicht nur bei BIRNBAUM - erwähnt, dass die Zahlen einer Studie entnommen sind, die gar nicht repräsentativ für Deutschland ist, sondern lediglich das Ergebnis einer Befragung in 93 deutschen Kommunen ist. Die Forscher schreiben dazu:

"Die Auswahl der Kommunen folgte keiner systematischen Stichprobenziehung. Vielmehr konnten sich Kommunen, welche Interesse an einer Elternbefragung hatten, für die Teilnahme melden. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die beteiligten Kommunen ein repräsentatives Abbild aller Kommunen bzw. Landkreise in Deutschland darstellen." (S.15)

Es ging in der Studie auch gar nicht darum Deutschland weit repräsentative Ergebnisse zu erhalten, sondern um die kleinräumige Bedarfsplanung:

"Für eine datengestützte und passgenaue Planung von öffentlichen Betreuungsplätzen in Städten und Landkreisen sind Erhebungen zum Betreuungsbedarf auf Bundes bzw. Länderebene nur bedingt hilfreich, da erhebliche regionale Unterschiede in den Bedarfszahlen bestehen. Die Frage nach dem konkreten Betreuungsbedarf kann nur kleinräumig auf regionaler Ebene beantwortet werden. (...). Ziel dieses Projektes war es somit, den beteiligten Projektkommunen eine empirisch gesicherte Datengrundlage für eine passgenaue Planung des Ausbaus von Betreuungsplätzen zu liefern, indem der Bedarf von Eltern nach öffentlicher Betreuung kleinräumig erhoben wurde." (S.7)

Das Kapitel 8, dem die falschen Zahlen entnommen wurden, wird folgendermaßen zusammengefasst:

"Nach Ende der Einführungsphase werden ab August 2014 Eltern ein- und zweijähriger Kinder, die keine Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflege besuchen, ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich erhalten. Was bedeutet dies für das Inanspruchnahmeverhalten der Eltern? Kapitel 8 untersucht die Frage, inwieweit die Möglichkeit, das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen zu können, die Eltern in ihrem Wunsch nach Betreuung beeinflusst. Gesucht werden auch hier relevante soziodemographische Einflussgrößen." (S.12)

Angeblich wurden nach diversen Zeitungsmeldungen dazu ca. 100.000 Eltern befragt. Die Tabelle 8.1 (S.133) weist jedoch nur 31.690 Befragte aus. Das sind nicht einmal ein Drittel derjenigen, die angeblich befragt worden sind.

Es stellt sich also die Frage: Können Journalisten überhaupt lesen? Oder woher beziehen unsere Meinungsführer ihre Informationen. Schreiben sie etwa auch ihre Dementis nur von anderen ab?

 
       
   

SCHULZ, Bert (2014): Von der Kita in die Bredouille.
Bildung: Gestern endete das Kitajahr. Doch in die Schule kommen die neuen Erstklässler erst in vier Wochen. Wohin bis dahin?
in:
TAZ v. 01.08.

 
       
   

CLAUSSEN, Detlef (2014): Vom Bohren harter Bretter.
Gegenöffentlichkeit: Heute wird Oskar Negt, Mentor der Studentenbewegung, 80 Jahre alt. Sein Denken bildet ein Missing Link zwischen traditioneller und Neuer Linker,
in:
TAZ v. 01.08.

 
       
   

KUNZ, Gabriele (2014): Die Einsamkeit der Alten.
Wie hat sich das Leben von Witwen und Witwern in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Zumindest in finanzieller Hinsicht hat sich ihre Lage verbessert,
in: Psychologie Heute, August

Gabriele KUNZ fasst den Artikel Persönliche Bilanzierung der Herausforderungen einer Verwitwung im Zeit- und Geschlechtervergleich von François HÖPFLINGER, Stefanie SPAHNI & Pasqualina PERRIG-CHIELLO zusammen, der in der Zeitschrift für Familienforschung, Heft 3/2013 veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler haben 1979, 1994 und 2011 die Lebenssituation von Witwen und Witwern in zwei Schweizer Kantonen untersucht.

 
       
   

TSA (2014): Im Alter wird es stiller.
Die Gebrechen summieren sich in der letzten Lebensphase. Das macht alte Menschen zwar nicht depressiv, doch etwas introvertierter - vor allem wenn das Gehör nachlässt,
in: Psychologie Heute, August

 
       
   

Dirk Knipphals - Die Kunst der Bruchlandung

KLUY, Alexander (2014): Warum Opas krisenfester sind.
Ob Pubertät oder Trennungsschmerz, Midlife-Crisis oder Pensionierungsblues - Dirk Knipphals analysiert unsere krisengebeutelte Gesellschaft,
in: Psychologie Heute, August

 
       
   

Kerstin Bund - Glück schlägt Geld

HAUSCHILD, Jana (2014): Karrierekampf? Nein, danke!
Zwei Bücher sehen das Gute in der vielkritisierten Generation Y - und bestätigen dennoch Vorurteile,
in: Psychologie Heute, August

 
       
   

Die Rente vor dem Kollaps wegen dem Geburtenrückgang und der steigenden "Altenlast" in Deutschland?

SCHRENK, Jakob (2014): Ey, Alter!
Warum wir immer in den Stand-by-Modus schalten, wenn es um Rentenpolitik geht. Und warum sich das ändern muss. Jetzt!
in: Neon, August

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2014): "Vor Dates mutiere ich zum Stalker".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, August

 
       
 

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Zu den News vom 11. - 31. Juli 2014
 

   
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