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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 01. - 07. Dezember 2003

 
       
     
     
     
       
   

Zitat des Monats:

"KLEINFAMILIENNEID: Bei 35-jährigen Singles weit verbreitete Neigung, Familien zu beneiden und doch noch über eine Kind nachzudenken. Die eigene Familie soll dann aber bitte so stylish sein wie bei den Beckhams. Windelwechsel und Krach wird beim Beneiden nicht bedacht." (S.97)
...
"SINGLENEID: Bei
Kleinfamilien und festen Paaren besonders ab Mitte 30 verbreiteter Neid auf Singles. Dabei handelt es sich um eine Vorstellung von singles, die mehr mit der TV-Serie
»Sex and the City« als mit der Realität zu tun hat. (S.155)
(aus: Volker Marquardt "Das Wissen der 35-Jährigen")

 
       
       
   
  • NEUDECKER, Sigrid (2003): Voll korrekt.
    Die Mittdreißiger sind die erste Generation, die ganz und gar im Bewußtsein der "political correctness" groß geworden ist. Jetzt ist Zeit für ein Update, 
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung  v. 07.12.

Florian ILLIES hat 2001 eine Anleitung zum Unschuldigsein auf den Buchmarkt geworfen. Sigrid NEUDECKER hat offenbar zwei Jahre am schlechten Gewissen gearbeitet und darf jetzt in der FAS das Ergebnis präsentieren. Ihre eigene Erklärung lautet dagegen:

"Wir retteten die Welt. Aber irgendwann bekamen auch wir Kinder und Autos."

Man wird ja endlich einmal seine Meinung sagen dürfen, ist der Grundtenor dieser Angehörigen der Generation Golf, die sich zum linksliberalen Milieu zählt und nun das Recht auf Spießertum einfordert. Immerhin kann sie sich nun - beim Ausländerthema - auch auf Alice SCHWARZER - die Großmutter der deutschen Frauenbewegung - berufen, die im Weltwoche-Interview das gesagt hat, was NEUDECKER bislang nur privat zu denken wagte. Das Credo dieser - konformistischen - Neu-Egoisten lautet:

"Am Darwinismus war nicht alles schlecht, und schließlich wird uns auch der Staat bald zu mehr Eigenverantwortlichkeit erziehen. Also wappnen Sie sich. Machen Sie in der S-Bahn einen großen Bogen um mich. (...). Und wenn es mir den Tag rettet, werde ich Ihnen sogar die Pampers aus dem Altpapier klauben. Das verbessert vielleicht nicht die Welt - aber mir die Laune."

Nicht mehr das Gewissen, sondern die Stimmung ist der Maßstab dieser postmodernen Spießer.

 
   
  • KIESERLING, André (2003): Soziologie der Ausrede,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung  v. 07.12.

André KIESERLING geht der Frage nach, wie in einer sozial differenzierten Gesellschaft Ausreden funktionieren:

"Bocklosigkeit ist kein Argument, aber konkurrierende Verbindlichkeiten ergeben eine brauchbare Entschuldigung.
Das bedeutet auch, daß das Sammeln von Pflichten ein Sammeln von Freiheiten ist, und zwar von Freiheiten des Ausredengebrauchs."

Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt das Vereinbarkeitsproblem von Beruf und Familie, dann hat das Eltern-Dasein gegenüber dem Single-Dasein den Vorteil, dass Ausreden von Eltern im Gegensatz zu Singles - denen bekanntlich Verantwortungslosigkeit zugeschrieben wird - gesellschaftlich anerkannt sind. Am Arbeitsplatz können Eltern Familienprobleme als Ausrede verwenden, während sie im Kreis der Familie den Arbeitsplatz vorschieben können, um sich Freiräume zu schaffen.  

 
   
  • LEBERT, Stephan (2003): Ein Mann sieht rot.
    Das Land soll reformiert werden: Jeder muss jetzt für sich selber sorgen. Ist die Solidarität am Ende? Eine persönliche Bilanz,
    in: Tagesspiegel  v. 07.12.

Die Westerwellisierung der Republik schreitet - dank CDU, SPD und Grünen - weiter fort. "Eigenverantwortung, Individualisierung, Flexibilität" ist die heilige Dreifaltigkeit der Mitte-Religion. Stephan LEBERT beschreibt anhand seines Alltags und der Familiengeschichte, was Solidarität einmal hieß und wie es heute damit steht. Wollen wir die Amerikanisierung unseres Staates? Hochsicherheits- statt Sozialstaat?

Vorbehalte hat LEBERT vor allem gegen die Gewerkschaften. Wie die Katholiken die Ressource Gott neu erfinden wollen, so soll die Gewerkschaft die Ressource Solidarität neu erfinden. Ein Konzept hat LEBERT dafür jedoch nicht, außer dass ihn "Mehr Lohn, weniger Arbeitszeit" und eine Politik gegen Besserverdienende unsympathisch sind.  Am Ende bleibt nur vage das Prinzip Hoffnung:

"Der Ausgangspunkt dieses Artikels war der Versuch, mir klar zu werden, was Solidarität für mich bedeutet. Widersprüchlich ist das Ergebnis geworden. Irgendwie hängt das Thema mit meiner Erziehung zusammen, irgendwie spüre ich an meinem eigenen Leben, warum die Idee der Eigenverantwortung gut zum derzeitigen Klima passt. Aber mindestens genauso fürchte ich mich vor dem sozialen Alltag, den unsere Zeitgeistdenker gerade konzipieren. Und irgendwie hoffe ich auf einen Mittelweg.
Wie auch immer, wir stehen an einer entscheidenden Wegscheide, und es ist vielleicht kein so gutes Zeichen, dass außer dem alten
Norbert Blüm sich kaum jemand aufregt.
"

Ijoma MANGOLD ist einen Schritt weiter und hat bereits jenen Politikstil der Generation Golf beschrieben, der heutzutage zum Erfolg führen könnte, aber auch er wartet noch auf den Mann der Tat...

 
   
  • FR-Themenausgabe: Die Alternative.
    Es geht auch anders - Ideen für eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik

Die FR bietet Alternativen ohne Biss! Nachhilfe soll dem Kanzler gegeben werden. Tatsächlich wird hier nur das geboten, was die Agenda 2010 fortschreibt. Dafür stehen Denker wie Heinz BUDE, Wolfgang MERKEL und Paul NOLTE, die für die SPD-Zeitschrift Berliner Republik schreiben. Dieses SPD-Karriere-Netzwerk Berlin steht für die Unterstützung des derzeitigen Kanzlerkurses. Mogelpackung auf der ganzen Linie. Die Thesen von Paul NOLTE konnte man vor geraumer Zeit bereits in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lesen.

NOLTE, Paul (2003): Vom Steuerstaat zur Gebührengesellschaft.
Sie stärkt die Mündigkeit ihrer Bürger und nimmt sie in die Verantwortung für von ihnen finanzierte Leistungen,
in: Frankfurter Rundschau  v. 06.12.

BUDE, Heinz (2003): Selbständigkeit und Sorge.
Kultur des Wiedereintritts: Für eine Politik des Respekts und für eine soziale Praxis gelebter Paradoxien,
in: Frankfurter Rundschau  v. 06.12.

MERKEL, Wolfgang u.a. (2003): Wider die Erstarrung.
Auf der Suche nach Reformansätzen für Deutschland,
in: Frankfurter Rundschau  v. 06.12.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Studie Sozialdemokratische Antworten auf integrierte Märkte - Dritte Wege im internationalen Vergleich von Wolfgang MERKEL mit viel Geld gefördert. Die Autoren dürfen nun auf einer ganzen Seite die Ergebnisse präsentieren. Es werden die Reformansätze in Großbritannien ("Neoliberales Erbe"), Niederlande ("Erneuern im Konsens"), Frankreich ("Etatismus") und Schweden ("Zurück zum Modell") vorgestellt.

Im Beitrag Mehr Zukunft als Vergangenheit wird die Sozialstaatsbeschreibung des dänischen Politikwissenschaftlers Gösta ESPING-ANDERSEN, dem neuen Guru einer SPD im Meinungstief, übernommen:

"Der deutsche Sozialstaat war nie sozialdemokratisch. Er war (...) christdemokratisch, konservativ und auf den Status quo fixiert."

LOCHMANN, Walter (2003): Arbeit "fairteilen".
Die Wünsche von Beschäftigten, Beruf und Familie, Bildung und Zeitwohlstand besser zu vereinbaren, könnten mit einer "fairteilten" demografischen Lebensarbeitszeit realisiert werden,
in: Frankfurter Rundschau  v. 06.12.

Der Gewerkschafter Walter LOCHMANN möchte die klassische Dreiteilung des Lebenslaufs durch eine Vierteilung retten:

"Ein neues "Vier-Phasen-Modell" als Normalarbeitsverhältnis könnte wie folgt aussehen:
• Phase I: Nach der Ausbildung bis zur Familiengründung
• Phase II: Familien- und Weiter-
bildungsphase
• Phase III: Nach der Familienphase
• Phase IV: Fünf bis zehn Jahre vor
dem Renteneintritt
"

In diesem normativen Gewerkschaftsmodell gilt das Single-Dasein als abweichendes Verhaltens. Weder die Folgen der Langlebigkeit noch Abweichungen vom klassischen Normallebenslauf werden hier ausreichend berücksichtigt.

  • EMUNDTS, Corinna (2003): Die Privatsache.
    Deutschland gehen die Kinder aus, aber die notwendige gesellschaftspolitische Kurswende lässt auf sich warten,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 06.12.

Corinna EMUNDTS, Jahrgang 1970, ist ebenfalls unter den Autoren der Zeitschrift Berliner Republik zu finden. Für die FR referiert sie hier diverse politische Stellungnahmen und Beobachtungen auf Parteitagen. Folgende Passage ist besonders typisch für diese Berichterstattung:

"Je rarer Kinder werden, desto kritischer werden die Kinderlosen beäugt. Das ließ sich bei den Regionalkonferenzen der CDU-Parteichefin Angela Merkel gut beobachten, als sie ihre von der Herzog-Kommission erarbeiteten Reformkonzepte unters eigene Parteivolk brachte. Gerade junge Eltern favorisierten das Rentenmodell der Schwesterpartei CSU, das für Kinderlose höhere Rentenbeiträge und niedrigere Rentenzahlungen vorsieht als für Eltern."

Zum Thema Renate SCHMIDT und Bert RÜRUP wurde bei single-generation.de schon alles gesagt.   

 
   
  • KIANI, Wäis (2003): Stirb, Susi!
    Verwirrte Stilmagazine haben den Männern eingeredet, ihre "innere Frau" zu entdecken. Ein Katastrophe. Machen Sie den Männer-Test!
    in: Süddeutsche Zeitung  v. 06.12.

Männer sollen wie im Italo-Western sein und deshalb 20 Tipps beherzigen, um nicht als neuer Mann Marke "metrosexuell" zu verkommen. Ein Beitrag zum Thema: nach 68 ist vor 68...
 
   
  • RÜBESAMEN, Kristin (2003): Im Fernsehen plappern junge Erben neuerdings über ein Thema, das bisher tabu war: ihr Millionenvermögen,
    in: Süddeutsche Zeitung  v. 06.12.

 
     
     
     
     
   
Bahnreisenden dürfte der Text irgendwie bekannt vorkommen, denn vor einiger Zeit gab es in Bahn mobil, dem Magazin der Bahn, eine Kritik an den Reisenden, die mehr Platz beanspruchen als ihnen die Bahn zugestehen möchte. Michael ALLMAIER variiert das Thema ein wenig... 
 
     
     
     
   
  • GÜNTHEROTH, Horst & Florence SCHÄFER (2003): Auf dem Ego-Trip.
    Ihr Mann nervt Sie mit seinem PS-Wahn? Ihre Frau hat 150 Paar Schuhe, Tendenz steigend? Wenn die Macken und Hobbys überhand nehmen und die Kosten weglaufen, ist die Beziehung schwer gefährdet. Teil 4 der STERN-Serie: Wie wir den Ausgleich finden zwischen den eigenen Interessen und denen unseres Partners,
    in: Stern Nr.50  v. 04.12.

 
   
Gerrit BARTELS mit einer Hommage an den Erfinder der Schwarzen Serie: "Das Ambiente der Romane ist zumeist düster, irgendwo zwischen Gosse, Tanzclub und am Rande der jeweils erträumten Bürgerlichkeit angesiedelt, und Woolrichs Sicht auf die Welt eine leicht hoffnungslose, manchmal desperate, manchmal kämpferische.
Verkörpert wird diese Weltsicht nicht in sympathisch zynischen Private-Eye-Figuren wie Marlowe oder Spade, sondern in Menschen, die man heute als Modernisierungsverlierer bezeichnen würde: kleine Leute, die traurig und verloren wirken; die kaum noch auf das kleine Glück zu hoffen wagen, Menschen wie die junge Helen in »Ich heirate einen Toten«: »Sie war etwa neunzehn. Trostlose, hoffnungslose neunzehn, keine leuchtende, glänzende.«
"
 
     
   
  • Kongress: Die Gesellschaft der Liebeskranken

    • KUHLBRODT, Detlef (2003): Schmerzkapitale Frankfurt am Main.
      Gerade ist man glücklich und entspannt, da ist man ausgerechnet gleich als Experte in Sachen Liebeskummer unterwegs. Ein Erfahrungsbericht,
      in: TAZ  v. 02.12.

    • BROCK, Bazon (2003): Pathosformeln,
      in: Frankfurter Rundschau  v. 02.12.

    • SCHLINGENSIEF, Christoph (2003): Nach Luft suchen,
      in: Frankfurter Rundschau  v. 02.12.

    • BIERBICHLER, Joseph (2003): More Pain,
      in: Frankfurter Rundschau  v. 02.12.

    • AZOULAY, Isabelle (2003): Keiner beißt,
      in: Frankfurter Rundschau  v. 02.12.

 
   
Paul NOLTE bespricht Kevin PHILLIPS' Buch über die amerikanische Geldaristokratie:

"Kevin Phillips bietet nicht ganz leichte Kost, aber er schafft doch auf vorbildliche Weise jenen Brückenschlag zwischen akademischer, populärer und Wirtschaftsliteratur, der dem Anspruch des Verlages entspricht. Zudem könnte das Buch auch bei uns aktueller nicht sein, denn es liefert Diskussionsstoff über Spitzensteuersätze, Erbschaftssteuer oder die Moralität von Managergehältern. Also: eine erfreuliche und sehr willkommene Bereicherung des Bücherherbstes."

 
   
John Bongaartz - Das Ende des Geburtenrückgangs in den Industrieländern   
 
     
   
Die Gesellschaft der Langlebigen
 
     
     
     
   
Ein alternativer Blick auf die Karrierefrau:
Betsy Israel - Die Sozialgeschichte der unverheirateten Frau in den USA im 20. Jahrhundert
 
   
  • MALZACHER, Florian (2003): Schmerz lass nach.
    Der Weg von "Pain" zu "Over" führt neben anderen auch über Bazon Brock: Der Schmerzkongress tagt im Schauspiel Frankfurt,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 01.12.

Florian MALZACHER berichtet über den zweiten Schmerzkongress. Die erste Veranstaltung fand 2001 in Berlin statt.
 
     
     
   

MÖHRING-HESSE, Matthias (2003): Familialismus und Generationenkrieg,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 12, Dezember

 
   
  • OBERLÄNDER, Jan & Steffen MARTUS (2003): "Wer etwas zu sagen hat und halbwegs klar im Kopf ist, der kann auch gut schreiben".
    Interview mit Jens Bisky über das Sich-Kurzfassen, Journalismus als Lifestyle und die Zeitungskrise,
    in: lit03.de, Dezember

 
   
  • KLEPP, Frithjof (2003): ICH und WIR und ÜBERHAUPT.
    Der Lifestyle der Generation "Generation" - Illies, Hensel und Rusch auf der Suche nach sich und ihren Zeitgenossen,
    in: lit03.de, Dezember

 
   
  • HARMS, Ingeborg (2003): Martyrium der Schönheit.
    Über Mode als Fetisch,
    in: Merkur Nr.656, Dezember

    • Ingeborg HARMS stellt einen Zusammenhang zwischen Monarchie und Alltag her: "Entscheidend für die ästhetische Diskussion scheint mir der postidealistische Schönheitsbegriff zu sein, den die Fetischtheorie bereitstellt. Unter ihren Prämissen wird es denkbar, daß ein Teil die Befriedigung spendet, die aus idealistischer Sicht nur das harmonische Ganze liefern kann. Erlaubt man sich den Kunstgriff, die masochistische Situation auf die allgemeine Lage des Subjekts in der Moderne zu übertragen, so werden die weitreichenden Konsequenzen sichtbar. Nach dem Ende des Gottesgnadentums, der Dekapitation des Königs und der Vernichtung seines Sakralkörpers verlor der kastrierte Staat seine metaphysische Verankerung. Dieselbe Desillusion vollzog sich im 20. Jahrhundert auf dem Parkett der ethisch-ästhetischen Kunstallianz."
 
   
NZZ FOLIO-Thema: Kitsch und Kult
  • STRÄSSLE, Andrea (2003): Mit bebenden Lippen.
    Der Gute, der Böse, die Schöne und Chefarzt Dr. Mertens. In zehn Schritten zum Happy End,
    in: NZZ Folio , Dezember

 
   
Generation BruchlandungDAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Generation Bruchlandung.
Die 30Jährigen im deutschen Jammertal
  • LEHMANN, Andreas (2003): Guten Morgen, Heiapopeia-Jugend.
    Der Boom der 90er hat jungen Leuten Hoffnung auf eine glänzende Zukunft gemacht. Inzwischen ist die Generation der heute 30jährigen in der "Ellenbogengesellschaft" angekommen. Und wehrt sich. Ein Gespräch mit Marie Oetker über schnelles Geld, Mut zu Fehlern und die Botschaft der Eltern, nichts zum Fenster rauszuschmeißen,
    in: Das Magazin, Dezember

    • Marie OETKER beklagt die Visionslosigkeit ihrer Generation: "Individualisierung, Ich-Bezogenheit gibt es, weil keine Gruppe existiert, zu der man dazugehören könnte. Und die kann es nur geben, wenn man sich Ziele setzt und eine Vision hat."
Die Generation Golf in der Jobkrise
 
   
  • DAS MAGAZIN (2003): Babys statt Krise?
    Lust auf Nachwuchs war Titelthema im Augustheft. Die Generation der Kinderlosen werde demnächst erfahren, wie verdammt hart es ist, allein alt zu werden, hieß es in einer Polemik. Ihr trauriges Beispiel sei Grund für einen neuen Babyboom, so die These - das blieb nicht ohne Widerspruch,
    in: Das Magazin, Dezember

 
   
  • WILDENHAIN, Michael (2003): Die Single.
    Weihnachten fing alles an. Eine Geschichte,
    in: Das Magazin, Dezember

 
   
NEON-Titelgeschichte: Generationen-Gejammer.
Warum so viele Forderungen an junge Menschen Unsinn sind
  • DECKERT, Marc (2003): Die Zerreiß-Probe.
    Manchmal sind "Generationendebatten" ja doch zu etwas gut. Zum Beispiel, um uns erklären zu lassen, wie wir Jungen das Land wieder voranbringen können. Am besten, indem wir qualifiziert, mobil, familienorientiert, bescheiden und konsumfreudig sind, das Risiko lieben und schon jetzt für die Rente vorsorgen. Ziemlich viel auf einmal. Entweder wir sind alle Superhelden, oder es gibt da den einen oder anderen Widerspruch,
    in: Neon, Dezember/Januar

Im Artikel geht es u.a. um die Konsequenzen der Langlebigkeit:

"»Die These von der überforderten Generation ist derzeit ziemlich in«, sagt Kittlaus, »aber das ist mir zu defensiv. Die Institutionen sind einfach noch nicht auf eine langlebige Gesellschaft eingestellt«. Er glaubt nicht an »sorglose« oder »entscheidungsschwache« Junge, sondern an natürliche Verzögerungen. Unterstützt wird seine Sicht von Entwicklungspsychologen und Gerontologen wie der Britin Sarah Harper, die behaupten, dass sich mit den großen Lebensspannen der Menschen auch einzelne Lebensphasen verlängern."

Während hierzulande die sozialpopulistische Rentendebatte tobt, wird bei single-generation.de die Gesellschaft der Langlebigen aus einer ganz anderen Perspektive unter die Lupe genommen.

 
   
  • DECKERT, Marc (2003): "Bis 25 bist du nur ein Embryo".
    Als Erfinder der "Generation X" wurde Douglas Coupland vor zehn Jahren berühmt. In seinem neuen, ernsthaftesten und bisher besten Roman "Hey Nostradamus!" erzählt er von den Folgen eines High-School-Massakers. NEON sprach mit Coupland über seinen Wandel als Schriftsteller, den Zuckergehalt von Coca-Cola und die Inflation der Generationen-Begriffe in der Literatur,
    in: Neon, Dezember/Januar

 
   

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Zu den News vom 16. - 30. November  2003

 
       
   
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