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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom Februar 2004

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

"Es wird rückblickend zu den großen gesellschaftlichen Verschiebungen in Deutschland gezählt werden, daß seit dem vergangenen Jahr der demographische Wandel in allen Facetten in das Bewußtsein der Bevölkerung eindringt. Zahlreiche sozialwissenschaftliche Doktorarbeiten werden darüber abzufassen sein, wie es möglich war, daß Kindermangel, Stadtschrumpfung und kollektive Alterung derart lange tabuisiert geblieben sind. Von »verlorenen Jahrzehnten« ist nun dramatisierend die Rede"
(Christian Schwägerl in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.01.2004)

 
       
       
     
       
   
  • REST, Tanja (2004): Sex und hopp.
    Die Probleme der deutschen Teenager mit dem Intim-Rausch bei Medien wie "Bravo", "Yam", MTV und RTL,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 07.02.

Ein Bericht aus neobildungsbürgerlicher Perspektive über Sex in den Medien, in dessen Rahmen auf eine wissenschaftliche Studie hingewiesen wird: "Jutta Stich vom Deutschen Jugendinstitut hat im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Studie über »Sexuelle Erfahrungen im Jugendalter« erarbeitet."
 
       
   
  • PEITZ, Dirk (2004): Die Krise der Musikindustrie - Pop, was nun?
    Die Macht sein mit dir! Anti-Ekstase: Zu viel Vergangenheit löscht die Gegenwart aus,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 07.02.

Dirk PEITZ hat eine "Pop-Verdrossenheit" geortet! Dem Begriff liegt die gleiche fatale Fehleinschätzung zugrunde, die bereits den Begriff "Politikverdrossenheit" prägt: Der Elite in Musikindustrie und Popkritik ist die Masse verlustig gegangen. Die Elite sucht nun - orientierungslos geworden - nach dem Stein des Weisen. Nicht-Eliten kann das nur recht sein.
 
       
   

Die taz setzt ihre Berichterstattung über das Alleinreisen fort.

 
       
     
       
   
  • HEINE, Heinrich (2004): Warum Kant gefährlich ist.
    Unser Sonderkorrespondent in Paris, Heinrich Heine, erklärt seinen französischen Lesern die kopernikanische Wende des Denkens,
    in: Welt v. 07.02.

    • Die Schweizer Weltwoche hatte bereits vor Wochen HEINEs Diffamierung des KANTschen Lebensstil zitiert. In der Welt ist das nun ausführlich nachzulesen.
 
       
   
  • Michael Buselmeier - Amsterdam

    • WEINGARTNER, Gabriele (2004): Mit erhobener Faust.
      Tagebuch der Selbstentblössung. In seinem Roman "Amsterdam. Leidseplein" beschreibt Michael Buselmeier den Lebensfrust der '68er,
      in: Freitag Nr.7 v. 06.02.

 
       
   
  • GENSICHEN, Hans-Peter (2004): Wie schwul war Kant?
    Eleganter Magister. Der große Philosoph pflegte tiefe Männerfreundschaften,
    in: Freitag Nr.7 v. 06.02.

Zu Zeiten KANTs war das Single-Dasein ein abweichendes Verhalten. Heinrich HEINE griff KANTs Denken an, indem er sein Single-Dasein diffamierte. Der 68er Reimut REICHE wird im Spiegel-Titel über den "letzten Deutschen" zitiert, um das Verhalten Kinderloser auf den Aspekt einer "Homosexualisierung der Sexualität" einzuengen. Gleich danach werden Kinderlose als hedonistische DINKs gebranntmarkt. Neben diesem negativen Bezug, steht GENSICHENS positive Diskriminierung von Singles, wenn er schreibt:

"Die charmanten Flirt-Elemente in Kants Kontakt zu Frauen werden gewöhnlich in dem Sinne interpretiert, Kant sei "dem weiblichen Geschlecht gegenüber nicht verschlossen" gewesen, würde also eventuell auch Gefallen am Heiraten gefunden haben können. Aber wenn es dann "so weit" gewesen sei, habe Kant zu lange gezögert. Ein heterosexueller Hintergrund wird also fraglos vorausgesetzt. Aber heißt das etwas? Ein galanter und verständnisvoller Umgang mit Frauen ist nicht unbedingt ein Alleinmerkmal der Heterosexuellen."

Allen diesen Versuchen ist gemein, dass sie die Heterogenität des Single-Daseins auf spezifische Klischees reduzieren möchten.

 
       
     
       
   
  • MAINKA, Iris (2004): Full House.
    Serie: Wo sind die Kinder? (Teil4) Wer leistet sich heute noch viele Kinder? Und warum? Antworten von Eltern, die es gewagt haben,
    in: Die ZEIT Nr.7 v. 05.02.

 
       
     
       
   
  • HEIN, Till (2004): Vermessene Schönheit.
    Was zieht Frauen an und umgekehrt? Psychobiologen suchen nach der Weltformel der Attraktivität. Dabei wird sogar der Ödipus-Komplex wiederentdeckt,
    in: Die ZEIT Nr.7 v. 05.02.

 
       
   
  • WILLEKE, Stefan (2004): Wie man in Deutschland arbeitslos ist.
    Leben in Deutschland (19). Es kann jeden treffen, jederzeit. Claudia Pflug ist jung und gut ausgebildet. Als sie ihren Job verliert, bleibt sie zunächst optimistisch. 70 Absagen später ist ihr Leben aus dem Takt geraten,
    in: Die ZEIT Nr.7 v. 05.02.

 
       
     
       
   
  • Das Alterseinkünftegesetz in der Debatte

    • RB (2004): "Alte sind seltener arm".
      DIW für rasche Rentensteuer,
      in: Frankfurter Rundschau v. 05.02.

Die Schlagzeile ist irreführend, zumindest für die Gruppe der älteren Alleinlebenden gilt:

"Innerhalb der Gruppe der Alten sind vor allem Alleinlebende von Armut stark betroffen.
Seit Mitte der 80er Jahre konnten die Alten insgesamt ihre Einkommensposition nachhaltig verbessern, während die Jüngeren eine Stagnation oder sogar eine Verschlechterung hinnehmen mussten. Parallel zu dieser Entwicklung ist auch die Altersarmut merklich zurückgegangen.
Mehr als zwei Drittel der Alten sparen oder leisten beachtliche Transfers an Kinder und Enkel.
Das Einkommen der Alten variiert mit dem Haushaltstyp und zwischen Ost und West: So sind ältere Menschen östlich von Elbe und Werra deutlich schlechter gestellt als in Westdeutschland und Alleinlebende - hier besonders Frauen - stärker von Armut betroffen als Paarhaushalte."

 
       
     
       
   
  • BRONFEN, Elisabeth (2004): Die romantische Revolution.
    Als das Kino mutig wurde, nannte es sich „New Hollywood“ und brachte Stars wie Robert De Niro, Dennis Hopper und Faye Dunaway hervor . Die Berlinale widmet dem amerikanischen Kino der wilden Sechzigerjahre ihre diesjährige Retrospektive
    in: Tagesspiegel v. 05.02.

 
       
   
 
       
   
  • CHB (2004): Sollen Kinderlose grundsätzlich mehr bezahlen?
    Die Diskussion, ob Eltern weniger in die Sozialversicherungen einzahlen sollen, wird oft polemisch geführt,
    in: Ärzte Zeitung v. 04.02.

    • RICHTER, Eva (2004): Pro.
      Kinder sind dem Sozialsystem lieb, aber für Eltern teuer,
      in: Ärzte Zeitung v. 04.02.

    • BADENBERG, Christiane (2004): Contra.
      Kinderlos, das klingt schon fast wie ein Schimpfwort,
      in: Ärzte Zeitung v. 04.02.

 
       
     
       
   
  • SCHÄFER, Frank (2004): Goldt sei Dank.
    Gibt es Vorbilder? Wo bleibt der Roman? Und welche Rolle spielt die Stadtrundfahrt im Werk des Kolumnisten? Fragen von frank schäfer und Antworten von max goldt,
    in: Jungle World Nr.7 v. 04.02.

 
       
   
Deutschland im Jahr 2030 - Wie es dazu kam, dass die Klonpartei vor ihrem größten Wahlsieg steht

STEINFELD, Thomas (2004): Skandal.
Alle zwei Wochen neu: Das obszöne Buch und sein Verlag,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.02.

 
       
     
       
   

Das Manieren-Buch in der Debatte

HARTWIG, Ina (2004): Gefühlte Literatur.
Kleines aktuelles Sittenbild: Manieren, Neger und Nazipornos,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.02.

 
       
     
       
   
  • FR (2004): "Liebe Genossinnen, liebe Genossen (bisher)".
    In Partei-Austrittserklärungen rechnen - zum Teil langjähirge SPD-Mitglieder mit der Reformpolitik der Bundesregierung ab. Auszüge,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.02.

Die SPD bekommt ihre Quittung serviert und die FR bringt (un!)passend dazu Politikverdrossenheit als Tagesthema in der typischen Manier unserer journalistischen Klasse, die längst in der gleichen Glaubwürdigkeitskrise wie die Mitte-Parteien steckt. Wer will so etwas überhaupt noch lesen?
 
       
   
Die 20seitige Studie Kinderlose Männer in Deutschland - eine sozialstrukturelle Bestimmung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) von Christian SCHMITT ist im Internet als PDF-Datei downloadbar. Angeblich ist dies die erste Studie zu diesem Thema, was so nicht stimmt. 1992 hat z.B. Matthias GRUNDMANN ein Buch über die Kinderlosigkeit von Männern veröffentlicht. Mit dem Family and Fertility Survey (FFS) wurden ebenfalls Daten erhoben. DORBRITZ & SCHWARZ (1996) haben auf die Probleme bei der Untersuchung männlicher Kinderlosigkeit hingewiesen. Sicherlich ist die Datengrundlage des SOEP besser. Es bleibt aber unverständlich, warum bei der Auswertung weder der Haushaltskontext noch die Partnerschaftssituation berücksichtigt worden sind. Es kann sich hier also nur um eine erste - sehr oberflächliche - Analyse handeln.
 
       
     
       
     
       
   
Beate Krais - An der Spitze
 
       
   
  • KÖTTKER, Verena/OPITZ, Olaf/PÖRTNER, Rainer/THEWES, Frank (2004): Roter Selbstbetrug.
    Kanzler Gerhard Schröder kapituliert vor miserablen Umfragewerten. Zu Beginn des Jahres mit 14 Wahlen bremst er die Reformen,
    in: Focus Nr.6 v. 02.02.

Die Reform der Pflegeversicherung hat zu einer sprachlichen Innovation geführt. Single-dasein.de hat schon im Jahr 2001 die Umdefinition von Eltern in Kinderlose angeprangert. Bei der Reform der Pflegeversicherung wollte man nun ganz besonders schlau sein und differenzierte zwischen Erziehenden und Nicht-Erziehenden. Rentner sollten offenbar nicht dadurch verprellt werden, dass sie - nur weil ihre Kinder nicht mehr im Haus wohnen - als Kinderlose diffamiert werden. Dieser sprachliche Kniff hat offenbar nichts genützt. Das Desaster der SPD, das einzig der Göttinger Politikwissenschaftler Franz WALTER rechtzeitig vorhergesagt hat, soll nun im letzten Moment abgewendet werden. Ob das klappt, das haben die Sozialdemokraten nicht mehr selber in der Hand, sondern liegt nun in der Hand der Interpreten, die als moderne Kaffeesatzleser, jetzt den Aufschwung herbei schreiben und reden sollen.

Den Sozialdemokraten kommt zugute, dass sie bisher keine ernstzunehmende Alternative in der Parteienlandschaft zu fürchten haben. Wo alles in die Mitte drängt, da bleibt für Traditionalisten nur die Totalverweigerung. Dies senkt zwar die Wahlbeteiligung, interessiert die Parteien nicht besonders. Darauf spekuliert die Neue Mitte noch.

 
       
   
  • SALTZWEDEL, Johannes & Marianne WELLERSHOFF (2004): Warum es so einfach ist, ein Superstar zu werden.
    Noch nie war es so einfach, berühmt zu werden. Der Soziologe Sighard Neckel erklärt, warum heute Leistung und Erfolg wenig miteinander zu tun haben,  
    in: KulturSpiegel Nr.2, Februar

 
       
   
NZZ Folio: WWW.
Die nächsten zehn Jahre
  • WILLENBROCK, Harald (2004): Der Liebesmaschinist.
    Wie reagieren Sie, wenn Sie auf einer Bananenschale ausrutschen? Mit Ihrer Antwort geht er auf Schatzsuche. Hugo Schmale, Beziehungsstifter bei der Partnervermittlung www.parship.de,
    in: NZZ Folio Nr.2, Februar

  • GEISEL, Sieglinde (2004): Tauchen statt Surfen.
    Was seine Journalistenkollegen an Interessantem zu Papier bringen, landet bei ihm im Netz. Thierry Chervel, Kopfspringer bei der Feuilleton-Presseschau
    www.perlentaucher.de,

    in: NZZ Folio Nr.2, Februar

  • SHIRKY, Clay (2004): Die Topfcom-Ära.
    Internetreporter fordern den klassischen Journalismus heraus, Websites wie eBay nehmen den Verlagen Werbekunden weg. Die Medien brauchen neue Geldquellen - zum Beispiel Spenden,
    in: NZZ Folio Nr.2, Februar

Clay  SHIRKY verabschiedet schon einmal die Printmedien: "Die Letzten, die sich von der Druckerpresse verabschieden, werden die Modemagazine sein, denn der Hochglanzdruck eines Magazinfotos ist noch schwer auf dem persönlichen Drucker reproduzierbar."
 
       
   
  • BISKY, Jens (2004): Zonensucht.
    Kritik der neuen Ostalgie,
    in: Merkur Nr.658, Februar

 
       
   
  • TÜRCKE, Christoph (2004): Hypertext,
    in: Merkur Nr.658, Februar

Bei Christoph TÜRCKE droht der Untergang des Abendlandes durch den Hypertext. Bei solch einem Thema ist ein ADORNO-Zitat unabdingbar: "Schon das traditionelle Lesen war nie bloß linear, und das »neue« hört nicht auf, es zu sein.
Der reale Denkprozeß, schreibt
Adorno in den Minima Moralia, ist »so wenig einer des diskursiven Fortschreitens von Stufe zu Stufe, wie umgekehrt dem Erkennenden seine Einsichten vom Himmel fallen. Erkannt wird vielmehr in einem Geflecht von Vorurteilen, Anschauungen, Innervationen, Selbstkorrekturen, Vorausnahmen und Übertreibungen, kurz in der dichten, fundierten, aber keineswegs an allen Stellen transparenten Erfahrung«.
 
       
   
  • REHRL, Annette (2004): Höflichkeit ist eine Zier.
    ...mit der man - anders als der Volksmund es verbreitet - besser durchs Leben kommt. In einer Emnid-Umfrage meinten 98 Prozent der Deutschen, Höflichkeit mache das Zusammenleben leichter, 91 hielten gute Manieren für unverzichtbar. Warum nur ist dann der Umgang miteinander so rüde geworden, dass jetzt sogar Benimmunterricht an Schulen eingeführt wird? 
    in: Psychologie Heute Nr.2, Februar

Alphons Silbermann - Von der Kunst der Arschkriecherei 
 
       
   

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Zu den News vom 25. - 31. Januar  2004

 
       
   
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