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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom Februar 2016

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Der Haushaltsbegriff ist nicht in der Lage moderne Paar- und Familienformen adäquat zu erfassen

"Der Begriff »Privathaushalt« ist zwar (...) klar definiert, in der Praxis aber oftmals nicht eindeutig. Vor allem der Trend, wonach sich die traditionellen Haushalts- und Familienstrukturen immer mehr aufweichen, macht die exakte Ermittlung der Privathaushalte und eine Abschätzung der künftigen Entwicklung zunehmend schwieriger. Insbesondere bei nicht ehelichen Lebensgemeinschaften ist nicht immer zweifelsfrei, ob diese einen Mehrpersonenhaushalt oder aber mehrere Einpersonenhaushalte bildenje nachdem, ob diese Personen gemeinsam wirtschaften oder nicht. Aufgrund dieser Unwägbarkeiten und Unschärfen sind die vorgelegten Ergebnisse »nur« als Ergebnisse einer Modellrechnung einzuordnen".
(Werner Brachat-Schwarz "Privathaushalte in Baden-Württemberg: Wie könnte sich ihre Zahl und Zusammensetzung künftig entwickeln?", Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg, Dezember 2015)

 
       
       
   

HANK, Rainer & Georg MECK (2016): "Weniger Deutsche sind ein Glück".
Der Ökonom Thomas Straubhaar über die Mythen der Demographie-Debatte, den Nutzen der Flüchtlinge und den Preis für mehr Babys,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.02.

Thomas STRAUBHAAR argumentiert mit dem "Industrie 4.0"-Argument gegen die These vom kommenden Fachkräftemangel:

"Sie bestreiten, dass uns demnächst die Facharbeiter fehlen?
Ja, ich begreife nicht, wie Ökonomen – fast unisono – zu solchen Schlüssen kommen können. All die Behauptungen, dass wir deswegen Zuwanderung benötigen, sind falsch. Schon allein deshalb, weil sie den arbeitssparenden Fortschritt leugnen oder zumindest unterschätzen und auch weil zu viele vorhandene Potentiale ungenutzt bleiben. Um die Lücke am Arbeitsmarkt zu schließen, genügt eine minimale Steigerung der Innovation, ein Anstieg der Produktivität um 0,5 oder 0,8 Prozent. Das schaffen wir mit links, in der Vergangenheit lag die Zahl weit höher. Wir können also glücklich sein, wenn Deutschland schrumpft, sonst haben wir viel zu viele Menschen ohne Arbeit, da Roboter sie ersetzen."

 
       
   

POMREHN, Wolfgang (2016): Japan schrumpft.
Und Deutschland auch. Langfristig. Trotz Einwanderung,
in:
Telepolis v. 28.02.

Kein deutscher Blick auf Japans Bevölkerungsentwicklung ist unvoreingenommen, sondern es wird immer zugleich auf Deutschlands Bevölkerungsentwicklung abgezielt. Statt die Unterschiede herauszuheben, werden diese negiert. Bevölkerungsschrumpfung wird gerne mit Wirtschaftsproblemen gleichgesetzt. Dabei wird übersehen, dass Bevölkerungswachstum ebenfalls mit Problemen einhergeht, die merkwürdigerweise aber unbenannt bleiben. Der Babyboom in Deutschland führte zuerst zur Knappheit von Ausbildungsplätzen und dann zu hoher Arbeitslosigkeit. Die Jugend wurde im Bildungssystem geparkt. Postadoleszenz wurde das dann genannt. Die 68er-Bewegung hätte man auch als youth bulge-Phänomen beschreiben können, wenn damals bereits die Demografisierung der Gesellschaft so fortgeschritten gewesen wäre wie heutzutage. Demografischer Wandel ist immerwährender Bestandteil von gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen. Dass dieser in Zeiten des Babybooms ausgeblendet wird, das gälte es zu erforschen. Die Bevölkerungswissenschaft - zumal die nationalkonservative - erforscht ihren Gegenstandsbereich - die Bevölkerung - unter einem sehr eingeschränkten Blickwinkel, bei dem das Ergebnis von vornherein festzustehen hat. Seriöse Wissenschaft sieht anders aus... 

 
       
   

SCHNELL, Lisa (2016): Ich liebe dich.
Früher waren die magischen drei Worte echten Paar-Beziehungen vorenthalten, heute schmachten sich Freundinnen im Jugendalter auf diese Weise an. Die Geschichte eines gesellschaftlichen Phänomens,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 27.02.

 
       
   

SCHNEIDER, Jens (2016): Tendenz: steigend.
Zuzügler, Touristen, Flüchtlinge: Berlin zieht immer mehr Menschen an. Verkraftet die Hauptstadt das? Über die Wachstumsschmerzen einer noch immer armen Metropole,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 27.02.

 
       
   

STEINITZ, David (2016): Nick Hornby.
Profil: Britischer Pop-Literat und Drehbuchautor mit Oscar-Nominierung,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 27.02.

 
       
   

FEDERL, Fabian (2016): Insel der verdammten Jugend.
Werd endlich erwachsen! Sagen Eltern ihren in Berlin lebenden Kindern. Sagen süddeutsche Politiker der ganzen Stadt. Wenn das nur so einfach wäre! Denn die scheinbar unbeschwerte Jungendlichkeit hat soziale und ökonomische Ursachen. Ein Essay über den Zwang, zwanglos zu bleiben,
in:
Tagesspiegel v. 27.02.

 
   
HANDELSBLATT-Wochenendthema: Die vergessene Mitte

RICKENS, Christian (2016): Da bröckelt was.
Die deutsche Mittelschicht leidet. Sie fühlt sich von der Politik benachteiligt und alleingelassen. Ausgerechnet jetzt bedroht eine neue Welle von Digitalisierung und Globalisierung viele angestammte Jobs des Bürgertums,
in:
Handelsblatt v. 26.02.

Das 14.500 zählende Uslar wird für Christian RICKENS zum symbolischen Ort der neuen Mitte stilisiert. Die Mittelschicht und deren Gefühlslage beschreibt RICKENS folgendermaßen:

"Seit der Soziologe Helmut SCHELSKY 1953 für die junge Bundesrepublik den Begriff der »nivellierten Mittelstandsgesellschaft« prägte, ist die Mitte zum inoffiziellen Staatsvolk geworden. Für Sozialstatistiker gehören ihr je nach Definition zwischen 50 und 80 Prozent der Deutschen an. (...).
Die Mittelschicht hält die Gesellschaft (...) nicht nur finanziell zusammen, sie ist auch ihr sozialer Kitt. (...). Die Mitte der Gesellschaft steht jeden Tag auf und geht zur Arbeit, weil sie es muss - aber auch, weil sie es will.
Ganz unten in der Gesellschaft brauchen die Menschen den Staat, aber sie geben ihm wenig zurück. Ganz oben können sich die Menschen einen anderen Staat suchen, wenn ihnen die Bundesrepublik nicht mehr gefällt. (...). Die Mittelschicht hingegen hat nur dieses eine Land, und dieses Land hat nur eine Mittelschicht. Und wenn es der schlechtgeht, muss man sich Sorgen machen.
Die nivellierte Mittelstandsgesellschaft bröckelt, faktisch und mental. An ihrem unteren Rand macht sich Abstiegsangst breit. Am oberen Rand dominiert das Gefühl, als Melkkuh des Staates missbraucht werden".

RICKENS interessiert sich nicht für die Mittelschicht an sich, sondern für die obere und die untere Mittelschicht. Erstere will demnach weniger Steuern zahlen, letztere kämpft gegen den Abstieg. Als Beispiele für die untere Mittelschicht wird die Bankangestellte und der Werbetexter vorgestellt - wenngleich diese eher zur mittleren Mittelschicht gehören würden. Angeblich haben die Globalisierungs- und Automatisierungswellen der letzten 30 Jahre nur die Unterschicht getroffen, obwohl es in Wirklichkeit auch die untere Mittelschicht traf. Ganze Berufe sind in den letzten 30 Jahren ausgestorben: z.B. Fernmeldehandwerker und Schriftsetzer.    

WERMELSKIRCHEN, Simone (2016): Vier Ökonomen, fünf Meinungen.
Bis heute fällt es Wissenschaftlern schwer, sich auf eine Definition der Mittelschicht zu einigen,
in:
Handelsblatt v. 26.02.

SCHLAUTMANN, Christoph & Thomas TUMA (2016): "Lieber selbst treiben als getrieben werden.
Frank Appel: Der Post-Chef diskutiert über die Ängste der Mittelschicht, die Chancen, aber auch Risiken der Industrie 4.0, modernes Prekariat und die Hysterisierung der deutschen Gesellschaft,
in:
Handelsblatt v. 26.02.

OBMANN, Claudia (2016): "Zusätzliche Möglichkeiten zur Kontrolle".
Christoph Abeln: Der Arbeitsrechtler über Tücken der sozialen Medien und die Amerikanisierung der Berufswelt,
in:
Handelsblatt v. 26.02.

 
       
   

SCHMOLLACK, Simone (2016): Männer allein zu Haus.
Gleichberechtigung: Die Frau verdient das Geld, der Mann schmeißt den Haushalt. Zehn Prozent der Beziehungen in Deutschland sehen so aus. Aber macht sie das automatisch egalitär?
in:
TAZ v. 24.02.

 
       
   

KERNER, Regina (2016): Seid fruchtbar und mehret euch.
Italiens Geburtenrate ist auf dem absoluten Tiefpunkt angelangt. Regierung steuert mit Baby-Bonus gegen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 24.02.

"2015 gab es die niedrigste Geburtenrate seit Bestehen der Republik, im Schnitt bekommt eine italienische Frau 1,35 Kinder",

verkündet Radio Vatikan. Dies ist Unsinn. Im Jahr 2000 war die italienische Geburtenrate mit 1,26 Kindern pro Frau niedriger. Regina KERNER schreibt dagegen:

"So wenig Nachwuchs wie noch nie seit der Gründung Italiens im Jahr 1861 kam vergangenes Jahr zur Welt. (...). Italienerinnen haben im Schnitt nur noch 1,35 Kinder, während sogar in Deutschland die Geburtenrate zuletzt auf 1,47 anstieg."

Auch dies könnte zu Missverständnissen führen. Der Tiefststand der Geburten bezieht sich höchstens auf die Geburtenzahlen - wenn überhaupt, aber nicht auf die Geburtenrate. 

 
       
   

DESTATIS (2016): In 20 % der Familien leben Kinder nur mit Mutter oder Vater,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts v. 23.02.

 
       
   

ENSIKAT, David (2016): "Sei glücklich, besser wird's nicht".
Ein Mietshaus in Prenzlauer Berg, im Buch und auf der Bühne: ein Gespräch mit Irina Liebmann und Anne Jelena Schulte,
in: Tagesspiegel v. 23.02.

 
       
   

WERNER, Kathrin (2016): Happy.
"The Villages" hat mehr als 100.000 Einwohner, und zwar nur alte. Eine Reise nach Florida - in eine Stadt voller Golf, Sex und Leben. Und ohne Friedhof,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 23.02.

 
       
   

MÜHL, Melanie (2016): Leute, ich liebe euch.
Echte Freundschaft - was bedeutet sie Teenagern in Zeiten der sozialen Netzwerke noch? Das Beispiel einer Mädchen-Clique,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.02.

 
       
   

DÖRHÖFER, Pamela (2016): Intelligenz vor Schönheit.
Mit zunehmender Gleichstellung ändern sich die Vorlieben bei der Partnerwahl,
in:
Frankfurter Rundschau v. 20.02.

 
       
   

KULLMANN, Kerstin (2016): Auf Eis gelegt.
Fortpflanzung: Das kostbare Gewebe der Eierstöcke lässt sich entnehmen, einfrieren und später wieder einsetzen - es hilft Frauen, ihre Fruchtbarkeit zu bewahren. Ist es auch ein Jungbrunnen?
in:
Spiegel Nr.8 v. 20.02.

 
   
KÖLNER STADT-ANZEIGER-MAGAZIN-Thema: Stadt oder Land?
Wenn die Familie wächst, geht die Suche nach dem idealen Wohnort los: Drei Erfahrungsberichte

HENRICHS, Ina (2016): Wo soll's hingehen?
Wir haben drei Familien gefragt, warum sie leben, wo sie leben. Klar ist: Die Wahl des Wohnorts ist auch Luxus,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 20.02.

BIRKENBACH, Sabrina (2016): Glückliche Rückkehr in die Stadt,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 20.02.

BIRKENBACH, Sabrina (2016): Aufatmen im Bergischen,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 20.02.

LEPPING, Lioba (2016): Leben in der Vorstadt,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 20.02.

HENRICHS, Ina (2016): "Die Wege sind kürzer".
Viele Familien ziehen die Stadt vor - trotz hoher Mieten,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 20.02.

 
       
   

SCHLOEMANN, Johan (2016): Ein Café und ein Prinzip.
Ein Gastwirt vergrault eine junge Mutter. Aber deswegen gleich ein Gesetz verlangen?
in:
Süddeutsche Zeitung v. 20.02.

 
       
   

SEIBEL, Karsten (2016): Erstaunliches Comeback der gesetzlichen Rente.
An den Kapitalmärkten liegen die Zinsen am Boden, die staatliche Altersvorsorge dagegen weist derzeit eine Rendite von drei Prozent aus. Arbeitnehmer können freiwillig aufstocken,
in:
Welt v. 20.02.

Karsten SEIBEL weist auf die Möglichkeiten hin, die gesetzliche Rente als Kapitalanlage zu benutzen. Im Blick hat er Erben. Eine Aufstockung der Rente ist jedoch seit der Rentenreform 1992 nicht mehr für alle möglich, sondern nur für jene, die nicht pflichtversichert sind wie z.B. Hausfrauen und Freiberufler bzw. Vorruheständler. Anhand von zwei Berechnungen zeigt SEIBEL, dass dazu größere Einmalzahlungen notwendig sind. Möglicherweise wird diese Art der Aufstockung zukünftig auch für 50-Jährige und Ältere wieder möglich.

Eine freiwillige Aufstockung wird bislang nur wenig in Anspruch genommen. Gründe dafür sind zum einen, dass diese Möglichkeit unbekannt ist, weil sie nicht beworben wird. Zum anderen ist es eine Wette auf ein langes Rentnerdasein und nicht zuletzt kann die derzeitig gute Rendite der gesetzlichen Rente sinken, weil die Politik die gesetzliche Rente weiter schwächt und stattdessen die private Altersvorsorge stärkt. Dies wird zwar gerne mit dem demografischen Wandel begründet, ist jedoch keine alternativlose Politik, sondern eine Sache des politischen Willens.

 
       
   

Michael Nast - Generation Beziehungsunfähig

PAUER, Nina (2016): Zu viel Sex?
Was treibt Tausende junger Frauen zu diesem Mann? Eine Begegnung mit Michael Nast, dem Autor von "Generation Beziehungsunfähig",
in: ZEIT Nr.9 v. 18.02.

 
       
   

DASSLER, Sandra & KNEIST, Sigrid (2016): Viel Lärm ums Stillen.
Ein Wirt untersagt einer Kundin, ihren Säugling die Brust zu geben. Nun fordert eine Petition gesetzlichen Schutz für Mütter,
in: Tagesspiegel v. 18.02.

 
   
KÖLNER STADT-ANZEIGER-MAGAZIN-Titelgeschichte: "Ich bereue, dass ich Mutter geworden bin".
Mit ihrem offenen Bekenntnis will die Buchautorin Sarah Fischer eine Debatte über das Mutterbild in Deutschland anstoßen

RINKL, Christina (2016): "Ich zerreiße mich jeden Tag aufs Neue".
Familie: Sarah Fischer liebt ihre dreijährige Tochter: Und trotzdem wünscht sie sich oft sehnlichst ihr altes Leben zurück,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Magazin v. 16.02.

 
   
WELT AM SONNTAG-Titelgeschichte: Reparatur am gebrochenen Herzen.
Wir wünschen uns lange Beziehungen - und scheitern doch oft. Dabei ist es gar nicht so schwer durchzuhalten

GASCHKE, Susanne (2016): Unser größtes Projekt.
Fast alle Menschen hoffen auf die Liebe und sehnen sich nach Familie – aber Beziehungen zerbrechen immer häufiger. Oft mit dramatischen Folgen für alle Beteiligten. Was ist das Geheimnis langjähriger Partnerschaften?
in:
Welt am Sonntag v. 14.02.

ERDMANN, Nicole (2016): Der ratlose Ratgeber.
Der Autor Michael Nast feierte mit einem Text über die beziehungsunfähigen, selbstbezogenen jungen Erwachsenen große Erfolge. Jetzt folgt das Buch. Über Menschen wie ihn. Eine Begegnung,
in:
Welt am Sonntag v. 14.02.

GASCHKE, Susanne (2016): Es muss passen.
Scheidung: Vom Suchen und Finden de Liebe - und was passiert, wenn man sie wieder verliert: Fast jeder hofft auf Liebe und sehnt sich nach Familie. Sie zu erhalten macht Arbeit. Sie zu verlieren richtet Schaden an,
in:
Welt am Sonntag kompakt v. 14.02.

ERDMANN, Nicole (2016): Ratlos wie wir alle.
Michael Nast hat auch kein Rezept für die Liebe. Das macht ihn so erfolgreich,
in:
Welt am Sonntag kompakt v. 14.02.

 
       
   

NAUBER, Teresa (2016): Schönheit allein reicht nicht mehr.
Männer suchen junge Frauen und Frauen mächtige Männer. Das galt bisher in der Evolutionsforschung als Universalprinzip. Doch jetzt gibt es eine neue Theorie,
in:
Welt am Sonntag v. 14.02.

 
       
   

TRÖSTER, Christian (2016): Kann das bald wieder weg?
In ihrer Not errichten viele Städte provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge. Architekten haben kurzfristig auch keine bessere Lösung. Doch langfristig ist aus ihrer Sicht städtisches Wohnen nur unter einer Bedingung bezahlbar: Die Ansprüche müssen sinken,
in:
Welt am Sonntag v. 14.02.

 
       
   

SCHERFF, Dyrk (2016): Die demographische Falle.
Früher war es so, dass die Alten die Jungen finanzieren. Jetzt dreht sich das. Was kann man da machen?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.02.

"Schon in wenigen Jahren wird die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter merklich schrumpfen - und mit ihr die Zahl der Neugeborenen,

wiederholt Dyrk SCHERFF das Mantra des Statistischen Bundesamtes angesichts der steigenden Geburtenrate in Deutschland. Optimismus ist nämlich schlecht für die Wirtschaft, so scheint man in Deutschland zu glauben. Die Aussage ist jedoch in dieser Form falsch, denn sie basiert auf einer Vorausberechnung, die nicht auf einer steigenden Geburtenrate, sondern auf einer gleich bleibenden Geburtenrate bis 2060 basiert.

Einzig die Rente ab 63 (fälschlicherweise als Rente mit 63 bezeichnet), die jedoch nur für Wenige gilt, und die Mütterrente, die durch die Beitragsfinanzierung nur falsch finanziert ist, da es sich um eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe handelt, werden von SCHERFF kritisiert.

Angeblich finanzieren nun die Jungen die Alten, während es früher umgekehrt war. Dazu wird eine im Text nicht näher bezeichnete und zudem umstrittene Studie zitiert. Die Grafik des Artikels verweist als Quelle auf Roland statt auf Ronald LEE und Andrew MASON, von denen das Buch Population Aging and the Generational Economy (2011) erschienen ist. Für Deutschland wird das renommierte Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock als teilnehmendes Institut genannt. Zum Thema gibt es u.a. das Arbeitspapier Transfers, Consumption and Income over the Lifecycle in Germany von Fanny Annemarie KLUGE. In Kapitel 3 wird das Konzept und die Datengrundlage für Deutschland erläutert. Grundlage für Deutschland ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), bei der die gut verdienenden Haushalte in Deutschland gar nicht enthalten sind. Hier wird also auf eine fragwürdige Datengrundlage zurückgegriffen, die große Teile privater Transfers gar nicht erfasst.

In Deutschland finanzieren nicht die Alten die Jungen, sondern die Erwerbstätigen finanzieren Alte und Junge. Grundlage der Berechnungen sind angeblich private und staatliche Transfers. Bei den privaten Transfers sollen z.B. Erbschaften oder sonstige Zuwendungen und Sachleistungen der Großeltern und Eltern betrachtet werden. Da der EVS eine Haushaltsstichprobe ist, werden Großeltern nur erfasst, wenn sie im Haushalt mit den Eltern zusammen leben, was jedoch nur selten der Fall ist. Die Forscher sehen gemäß SCHERFF keine Veränderungen, was jedoch nur stimmen würde, wenn die Altersarmut in Zukunft nicht zunehmen würde. Zu den privaten Transfers müssten jedoch auch die Zuwendungen von Onkeln und Tanten zählen, die in Zukunft sogar wichtiger werden. Dies ist ebenfalls nicht der Fall. Die Berechnungen sind also alles in allem sehr dürftig.

Typisch für alarmistische Artikel wie jener von SCHERFF ist die Beschwörung eines zukünftigen Generationenkonflikts. Dazu hat sich Bernd RAFFELHÜSCHEN bereit gefunden:

"One Gegenmaßnahmen wird ein Generationenkonflikt entstehen, nicht zwischen den heutigen Erwerbstätigen und heutigen Alten, sondern zwischen den Erwerbstätigen und ihren wenigen Kindern."

Auf die Frage, ob sich der bevorstehende Generationenkonflikt entschärfen lässt, spielt SCHERFF mögliche Lösungen durch:

1. Steigerung der Geburtenrate:

"mehr Geburten (wären) derzeit für Deutschland gar nicht optimal. Denn das würde die finanziellen Lasten durch Erziehung und Ausbildung genau dann steigen lassen, wenn auch das Renten- und Gesundheitssystem besonders belastet wird - weil die Babyboomer in Rente gehen."

2. Mehr Zuwanderung: Angesichts der Flüchtlingskrise sieht SCHERFF auch in mehr Zuwanderung keine Lösung.
3. Die Erhöhung der Lebenserwartung könnte mit geringeren Gesundheitskosten einhergehen als bislang befürchtet.

4. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, das Hauptanliegen von SCHERFF sieht er am Widerstand der Bevölkerung scheitern. Diese Sichtweise ist jedoch dem zweckpessimistischen Blick geschuldet, während in der Realität die Rente ab 63 keineswegs den Trend zur längeren Lebensarbeitszeit verhindert.        

 
       
   

FR/DPA (2016): Pannen am Valentinstag.
Von Fenstersturz bis Nudelholzwahn,
in:
Frankfurter Rundschau v. 13.02.

 
       
   

RÖBEN, Katharina (2016): Kleine Kulturgeschichte des Kusses.
Überlegungen zum Valentinstag,
in:
Welt v. 13.02.

 
       
   

BÖNT, Ralf (2016): Neue Väter, neue Männer.
Der Nachwuchs braucht beide Elternteile als Vorbild. Aber Vätern unehelicher Kinder wird der Zugang oft erschwert. Hier müssen neue Gesetze her,
in:
Welt v. 13.02.

 
       
   

PENNEKAMP, Johannes (2016): Kuchen für alle.
Deutschland und andere moderne Volkswirtschaften wachsen nur noch im Schneckentempo. Stehen Reichtum und Arbeitsplätze auf dem Spiel - oder übersehen die Statistiken, wie gut es uns in Wahrheit geht?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.02.

 
   
SZ-MAGAZIN-Thema: Ein Heft über die Liebe

HERPELL, Gabriella (2016): "Im Gesetz steht von Liebe kein Wort".
Meistens sind es die Frauen, die sie beauftragen - aber die Männer, die sich scheiden lassen wollen. Ein Gespräch mit der Scheidungsanwältin Helene Klaar,
in:
SZ-Magazin Nr.6 v. 12.02.

HABERL, Tobias (2016): Vom Blitz getroffen.
Unser Autor verknallt sich in der Stadt oder der U-Bahn, ja sogar am Telefon in eine Fremde, und nach fünf Sekunden ist alles vorbei,
in:
SZ-Magazin Nr.6 v. 12.02.

FELLMANN, Max (2016): Die ganze Wahrheit.
Sie hatte sich daran gewöhnt, nur die Geliebte zu sein. Sie wollte das Kind von ihm, trotz allem. Drei Tage nach der Geburt gestand er ihr die ganze Wahrheit,
in:
SZ-Magazin Nr.6 v. 12.02.

BAUMANN, Marc (2016): Doppelt gemoppelt.
Ein lesbisches Paar in New York wünscht sich ein Kind. Erst versucht die eine Frau, schwanger zu werden, dann die andere. Und plötzlich stehen sie vor der Aufgabe, neun Monate zu meistern. Die Geschichte einer schweren Geburt,
in:
SZ-Magazin Nr.6 v. 12.02.

 
       
   

REMIEN, Andreas (2016): Viele Freunde.
München: Die künftigen Bewohner der "Friends"-Türme teilen sich die Dachterrassen und andere Flächen. Das Konzept scheint anzukommen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 12.02.

 
       
   

FUEST, Clemens (2016): Zehn Thesen zur Ungleichheitsdebatte.
Die Ordnung der Wirtschaft: Werden die Armen wirklich immer ärmer und die Reichen immer reicher in der Welt? Und wie sieht es in Deutschland aus? Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Viele Vorwürfe sind nicht haltbar, viele Forderungen überzogen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 12.02.

 
       
   

DELHAAS, Daniel & Jan HILDEBRAND (2016): Griechische Verhältnisse.
Schäuble legt seinen Bericht über die langfristige Entwicklung der Staatsfinanzen vor. Das Ergebnis ist ernüchternd,
in: Handelsblatt v. 12.02.

Im Vorfeld der Veröffentlichung des vierten Berichts über die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen jammern und DELHAAS & HILDEBRAND schon mal die Ohren voll. Dabei sind Prognosen bis 2060 nichts als Kaffeesatzleserei. Ökonomen sind nicht einmal in der Lage das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über ein einziges Jahr richtig zu prognostizieren.

Es gibt also nur einen einzigen Grund für diesen unseriösen Bericht: Er ist ein ideales Mittel zur Demografisierung gesellschaftlicher Probleme. Der demografische Wandel, der seit den 1970er Jahre die Einschränkungen bei den Sozialleistungen rechtfertigt, wird missbraucht, um die Alternativlosigkeit der Sozialpolitik vorzugaukeln. Das Mantra lautet: "Die Finanzen zukunftsfest machen" und es wird EINZIG auf sozialpolitische Maßnahmen angewandt, obwohl solche Staatsausgaben nicht wie uns Ökonomen glaubhaft machen wollen, nur Schulden (der richtige Begriff wäre: Verpflichtungen) bedeuten, sondern Einnahmen vieler Bürger sind, die wiederum dem Wirtschaftssystem zugute kommen. Wer Sozialausgaben mit Schulden gleichsetzt, der sollte dazu verpflichtet werden auch die aus den Verpflichtungen resultierenden Einnahmen des Staates und der Unternehmen mit zu nennen. Solange dies nicht geschieht, haben wir es mit einer Ideologie der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme zu tun.

THELEN, Peter (2016): Die Große Koalition der Verschwender.
Statt Vorsorge für die Kosten einer älter werdenden Gesellschaft zu treffen, beschließt die Regierung neue Ausgaben,
in: Handelsblatt v. 12.02.

Peter THELEN rechnet uns die Kosten der Mütterrente (6,7 Milliarden Euro), aber nicht der Rente ab 63 vor. Diese muss sich der Leser aus den Reformkosten von 9 Milliarden selber ausrechnen: 2,7 Milliarden. Das Wahlgeschenk der CDU ist also um 4 Milliarden teurer gewesen als dasjenige der SPD. Als versicherungsfremde Leistung ist die Mütterrente zudem falsch finanziert. Diese Falschfinanzierung zielt auf die Schwächung der gesetzlichen Rente.

Das Demografieproblem in der Rentenpolitik wird von THELEN als Versorgungslücke definiert, wobei lediglich die geringe Privatvorsorge und nicht die Schwächung der gesetzlichen Rente durch die falsche Rentenpolitik als Problem beschrieben wird.

 
       
   

SCHWÄGERL, Christian & Andreas RINKE (2016): Zählen wie Augustus.
Wir brauchen einen Zensus nach alter Art, um Politik modern gestalten zu können,
in:
Die ZEIT Nr.7 v. 11.02.

Christian SCHWÄGERL & Andreas RINKE fordern eine altmodische Volkszählung, weil die Bevölkerungsvorausberechnungen der letzten Jahre und auch die diesjährige 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung mit ihren Szenarien weit daneben lagen bzw. liegen. Was die Autoren an der Bevölkerungsvorausberechnung jetzt erst bemängeln, wurde auf dieser Website bereits im April letzten Jahres kritisiert

Das eine (Volkszählung) hat jedoch mit dem anderen (Bevölkerungsvorausberechnungen) wenig zu tun. Warum eine neue Volkszählung, wenn noch nicht einmal die Daten des Zensus 2011 umfassend ausgewertet sind? Eine Volkszählung mit altmodischem Lebensformbegriff, der nicht einmal in der Lage ist Partnerlose, Paare und Familien angemessen zu erfassen, bringt keinerlei Fortschritte. Bevölkerungsvorausberechnungen sind in erster Linie selbsterfüllende Prophezeiungen, d.h. es kommt das heraus, was man als Annahmen voraussetzt. Selbst mit genaueren Daten ist uns deshalb nicht geholfen, solange Annahmen politisch gesetzt werden, statt sich an der Realität zu orientieren. Wie weit solche politische Interessenpolitik geht, das zeigt die Prognose des IW Köln. Da nutzt es auch nicht die Angabe von "Wahrscheinlichkeiten" zu fordern. Sinnvoller wäre es dagegen eine Pflicht zur Angabe der Treffsicherheit vergangener Prognosen zu fordern. Wenn unsere Kaffeesatzleser zuerst die Treffsicherheit ihrer vergangenen Prognosen belegen müssten, bevor sie neue Prognosen auf den Markt werfen dürfen, dann würde sich das Prognosegeschäft weniger profitieren und Prognosen würden qualitativ hochwertiger werden.

Wir brauchen keine neue Volkszählung, sondern einen Lebensformenbegriff, der endlich über den altmodischen Haushaltsansatz hinaus geht und z.B. auch Paare bzw. Familien, die zwar zusammenwohnen, aber nicht zusammenwirtschaften, genauso erfasst wie getrenntwohnende Paare. Es ist völlig absurd anzunehmen, dass solche Paare sich genauso verhalten wie Partnerlose, d.h. Personen, die tatsächlich allein leben. Die steigende Zahl der Einpersonenhaushalte ist ein Artefakt amtlicher Statistik, das mit der gelebten Realität wenig zu tun hat.   

 
       
   

LOBENSTEIN, Caterina (2016): Schwerte schafft es nicht.
Bund und Länder rechnen sich die Kosten für Flüchtlinge schön. Viele klamme Städte müssen dafür bezahlen,
in:
Die ZEIT Nr.7 v. 11.02.

 
       
   

BIERL, Peter (2016): Böses Wachstum.
Die Umwelt ist zerstört, die Ressourcen sind verbraucht und viel zu viele Menschen leben auf der Erde. So sieht das Endzeit­szenario aus, das Postwachstumsideologen zeichnen. Ein Teil der Ökologiebewegung betrachtet ökonomisches Wachstum und individuelle Bedürfnisbefriedigung als Grund allen Übels.,
in:
Jungle World Nr.7 v. 11.02.

"Die Degrowth-Bewegung versteht sich mehrheitlich als links, die meisten Vertreter grenzen sich nach rechts ab, gegen Alain de Benoist, einen Vordenker der sogenannten Neuen Rechten, oder den konservativen Meinhard Miegel, der unter dem Deckmantel des Postwachstums den Sozialabbau vorantreiben will. Dennoch gibt es Positionen in der Bewegung, die nach rechts tendieren oder selbst rechts sind.
So predigt ein Teil der Bewegung, der jüngste Tag der sogenannten Industriegesellschaft sei nahe. Das Fördermaximum von wichtigen Rohstoffen, »Peak Everything«, insbesondere Erdöl »Peak Oil«, sei bereits oder würde demnächst überschritten. Die Preise stiegen rapide, Konflikte um Rohstoffe verschärften sich und am Ende gingen die stofflichen Grundlagen der bisherigen Wirtschaftsweise aus. In naher Zukunft drohe ein Zusammenbruch der Zivilisation.
Solche apokalyptischen Visionen sind in mehrfacher Hinsicht gefährlich", meint Peter BIERL.

 
       
   

WIENS, Bernhard (2016): Wohnen sie schon oder leben sie noch?
Wie die Gesellschaft Flüchtlinge aufnimmt, entscheidet sich am Wohnungsbau,
in:
Telepolis v. 10.02.

 
       
   

POHLERS, Angie (2016): Markt der einsamen Herzen.
Viele Singles nutzen Online-Partnerbörsen. Das Angebot ist riesig, doch immer wieder gibt es Probleme,
in:
Tagesspiegel v. 08.02.

 
       
   

LAUBMEIER, Johannes (2016): Vater sein dagegen sehr.
Der eine heißt Papi. Der andere Papa. Das wissen in der Kita jetzt alle Kinder. Michael Grunow und Carlos Puig sind schwul, sie leben mit ihren Söhnen im Norden von Berlin. Alles läuft gut - gäbe es da nicht diese letzte Ungewissheit,
in:
Tagesspiegel v. 08.02.

 
       
   

SCHMID, Ulrich (2016): Blick zurück in Reue.
Frauen in der Mutterrolle: Es gibt Mütter, die würden rückblickend auf Kinder verzichten. Oft werden sie heftig kritisiert. Die israelische Soziologin Orna Donath gibt ihnen eine Stimme,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.02.

 
   

LÜCK, Detlev Lück/PANOVA, Ralina/NADERIE, Robert/BUJARD, Martin (2016): Kinderlosigkeit und Kinderreichtum.
Ein differenzierter Blick auf das Geburtengeschehen in Deutschland,
in:
Bevölkerungsforschung Aktuell Nr.1 v. 05.02.

"In der Debatte, wie sich die Geburtenrate in Deutschland näher an ein skandinavisches oder französisches Niveau heben ließe, gehen die meisten Überlegungen bislang von der Frage aus, wie man Paaren mit einem Kinderwunsch die Familiengründung ermöglicht. Mindestens ebenso relevant ist die Frage, warum nicht mehr Paare ein drittes (oder viertes) Kind bekommen",

schreiben die Autoren des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Was die kinderreiche Familie betrifft, so wurde diese Vernachlässigung des Themas auf dieser Website bereits seit langer Zeit beklagt. Zu kurz gedacht ist jedoch immer noch die Ausrichtung der Politik auf Paare mit Kinderwunsch. Dabei bleibt zum einen die Vereinbarkeit von Partnerschaft und Beruf sowie der Prozess der Paarbildung als grundlegende Bedingung des Kinderwunsches außen vor. Zum anderen wird der Kinderwunsch von Partnerlosen ignoriert. Statt Kinderlose ohne Kinderwunsch - wie bislang zu diskriminieren - wäre es an der Zeit, Sozial- bzw. Familienpolitik auf eine breitere Grundlage zu stellen, d.h. die Lebensformen jenseits der Familie mit Babys und Kleinkindern nicht zu ignorieren, sondern miteinzubeziehen. Eine Politik der Bestrafung von Kinderlosen ist in einer Gesellschaft der Langlebigen jedenfalls kontraproduktiv, weil deren Potenziale nicht angemessen berücksichtigt werden.   

 
       
   

CRONE, Philipp (2016): Widerstand gegen "Frauenhasser".
München: Am Samstag wollen sich sogenannte Pick-up-Artists versammeln. Politiker sind entsetzt, die Stadt prüft ein Verbot,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 04.02.

 
       
   

ALBERT, Attila (2016): Mit Dackelblick in Miami.
Die RTL.Show "Der Bachelor" verrät die romantischen Sehnsüchte der Provinz. Warum die sechste Staffel nicht nüchtern zu ertragen ist,
in:
Welt v. 04.02.

 
       
   

RÜCKERT, Sabine (2016): "Viele Frauen sind zu leicht beeindrucken. Sie umschwirren die Männer wie Putzerfische den Hai",
in:
Die ZEIT Nr.6 v. 04.02.

Zu Kindern gibt es keine Alternative legt Sabine RÜCKERT nahe, die selber keine Kinder wollte, aber sich von ihrem Mann dazu überreden ließ.

 
       
   

KERSTING, Silke (2016): Üppiges Geschenk.
Wohnungsbau: Die steuerlichen Anreize sind zu großzügig,
in:
Handelsblatt v. 04.02.

"Jahrelang wurde zu wenig gebaut, da die demografische Entwicklung rückläufig war (...). Jetzt ist alles anders. Grund (...) ist nicht nur der Zuzug von Flüchtlingen. Eine große Rolle spielen auch die Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands sowie die Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern. Auch die zunehmende Zahl von Ein-Personen-Haushalten treibt die Wohnungsnachfrage hoch", erzählt uns Silke KERSTING.

 
       
   

OPIELKA, Jan (2016): Polen punktet mit Sozialpolitik.
Konservative Regierung gibt Millionen Euro für deutlich erhöhtes Kindergeld aus,
in: Frankfurter Rundschau
v. 04.02.

"Die Regierung erhofft sich (...) einen Schub bei der Geburtenrate, die mit etwa 1,3 Kindern je Frau zu den niedrigsten in Europa zählt", erklärt uns Jan OPIELKA.

 
       
   
taz-Titelgeschichte: Rechts ist die neue Mitte

SCHULTE, Ulrich (2016): Geronnener Hass, verlorene Freiheit.
Essay: Die AfD beginnt sich zu etablieren. Die Partei wird nicht nur bisherige Bündnisse unmöglich machen. Schon vor ihrem Einzug in die Parlamente verschiebt sie die gesellschaftliche Debatte nach rechts. Fünf Thesen,
in:
TAZ v. 03.02.

Rechts ist die neue Mitte, dies wurde bereits im August 2002 auf dieser Website festgestellt. Damals war die Demografisierung gesellschaftlicher Probleme, und damit ein zentraler Punkt sowohl nationalkonservativer als auch neoliberaler Denkmodelle, bereits Grundlage des Denkens in der neuen Mitte. Damals wurde der Grundstein für die heutigen Debatten und das Erstarken des Rechtspopulismus gelegt. Es darf zudem daran erinnert werden, dass die Vorgeschichte der heutigen Migrationswelle bereits Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre begann. Damals wurde das heute noch gültige neoliberale Programm, euphemistisch als Austauschen in Toleranz bezeichnet, folgendermaßen beschrieben:

"Diese realistischere Wanderungsorientierung soll den Weg in eine ökonomische Besserstellung öffnen, an der alle europäischen Länder teilhaben. Aber dieser Weg wird nicht einfach sein. Er setzt zunächst voraus, daß sich Europa im Inneren öffnet, um für den Zuzug von außen überhaupt aufnahmebereit zu sein. In der Arbeitslandschaft bedeutet dies, daß überkommene Verkrustungen abgebaut und die Arbeitssysteme flexibler werden. Europa entscheidet sich für die konsequente Nutzung neuer Technologien und sieht in der breiter werdenden Palette der Dienstleistungen einen gleichberechtigten Partner zum industriellen Wachstum für die Exportmärkte. Die Arbeitszeitgestaltung hält Schritt und öffnet sich auf dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit (...). Auf diese Weise entstehen vermehrt Beschäftigungsmöglichkeiten über den uniformen und lebenslangen Vollzeitarbeitsjob vergangener Jahre hinaus. (...).
Das Arbeitskräfteangebot (...) wird in die europäischen Arbeitsmärkte in den neunziger Jahren erheblich belasten." (Bernd Hof "Europa im Zeichen der Migration", 1993, S. 277f.)

Als Knackpunkt dieses neoliberalen Steuerungsmodells wurde bereits damals das Problem einer Passung zwischen demographisch bedingtem Bevölkerungsrückgang und dem angemessenen Auffüllen der "demographischen Nachwuchslücke" durch Zuwanderung gesehen. Es wurde davon ausgegangen, dass der Zuwanderungsdruck wesentlich größer sein wird als die Aufnahmekapazitäten der europäischen Länder. Heute zeigt sich, dass die damals anvisierte "Feinsteuerung" von Migration zum Scheitern verurteilt ist. Die damals beschriebenen Reaktionen zwischen "Abschotten" und "Teilen", gehen derzeit in Richtung "Abschottung".      

 
       
   

SZ-Tagesthema: Zuwanderung Ost.
Jahrzehntelang bluteten die neuen Bundesländer aus, verödeten Städte und ganze Landstriche. Jetzt ändert sich die Richtung, es ziehen mehr Menschen nach Leipzig und Halle, als in den Westen abwandern. Hat der Osten dank der Aufbauhilfe überall aufgeholt, oder profitieren nur die Großstädte vom neuen Zuzug?

POLLMER, Cornelius (2016): Geh doch rüber.
Neue Jobs und alte Freunde bewegen viele Ostdeutsche zur Rückkehr. Wo früher vom Abriss geredet wurde, gibt es nun Andrang bei den Meldeämtern. Manche fragen sich, was passiert, wenn die Wirtschaft schwächelt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.02.

"In nur 15 Prozent der ostdeutschen Gemeinden lebten im Jahr 2013 mehr Menschen als sechs Jahre zuvor. Etwa 85 Prozent der Gemeinden verlieren also nach wie vor Einwohner", erklärt Cornelius POLLMER anlässlich der Broschüre Im Osten auf Wanderschaft.

POLLMER, Cornelius (2016): Wird es ruhig, kommt der Wolf.
Wie der Erzgebirgekreis gegen die Abwanderung kämpft. Interview mit Matthias Lißke,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.02.

 
       
   

URBAN, Hans-Jürgen/EHLSCHEID, Christoph/NEUMANN, Dirk (2016): (K)ein Recht auf Ruhestand.
Alterssicherung: Zum Abschlussbericht der Koalitionsarbeitsgruppe "Flexible Übergänge",
in:
Soziale Sicherheit, Heft 2

WINKEL, Rolf (2016): Zahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen auch schon vor 55 Jahren möglich,
in: Soziale Sicherheit, Heft 2

Rolf WINKEL erklärt uns, dass die 55-Jahre-Regelung bei Zahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen nicht gesetzlich verankert ist, sondern lediglich auf einer Verwaltungspraxis der Rentenversicherungsträger beruht. Ein "berechtigtes Interesse" würde genügen, um eine Auskunft über Zuzahlungsmöglichkeiten zu erhalten. Das Problem dabei ist jedoch, dass Berechnungen über die Höhe der zu erwartenden Rente über einen längeren Zeitraum immer unsicherer werden. 

 
       
   

SOSI (2016): Neue "Deutschland-Rente" in der Diskussion.
Grüne für neue Privatvorsorge - IG Metall: GRV stärken,
in:
Soziale Sicherheit, Heft 2

Bericht über den FAZ-Gastbeitrag der schwarz-grünen Minister Tarek AL-WAZIR, Stefan GRÜTTNER und Thomas SCHÄFER aus Hessen, die für eine Deutschland-Rente plädieren. Die IG Metall kritisiert, dass keine finanzielle Beteiligung der Arbeitgeber gefordert werde und der Staatsfonds auch eine Konkurrenz zur betrieblichen Altersvorsorge wäre, weshalb die IG Metall lieber die gesetzliche Rente stärken will.

SOSI (2016): Rürup-Rente für Selbständige - ein Rohrkrepierer?
in:
Soziale Sicherheit, Heft 2

 
       
   

BERNARD, Andreas (2016): Das totale Archiv.
Zur Funktion des Nicht-Wissens in der digitalen Kultur,
in:
Merkur Nr.801, Februar

 
       
   

WILHELM, Klaus (2016): "Romantik hat einen lebensfeindlichen Aspekt".
Die Hochzeit in Weiß. Der alte Tisch vom Trödel. Die Sehnsucht nach dem Echten und nach tiefen Emotionen ist weitverbreitet. Der Historiker Christian Saehrendt hält die neue Gefühligkeit für ein gefährliches Übel unserer Zeit,
in:
Psychologie Heute, Februar

 
       
   

Nesthocker in der Debatte

SCHÖNBERGER, Birgit (2016): Hallo Mama, da bin ich wieder!
Eigentlich waren die Kinder längst aus dem Haus, doch dann wollen sie auf einmal zurück ins alte Kinderzimmer. Mnache kommen aus Bequemlichkeit, andere treibt die wirtschaftliche Not. Was bedeutet das für die Familie - und wie kann die Ablösung gelingen?
in:
Psychologie Heute, Februar

 
       
   

STEEG, Lena (2016): Wellness-Trennung.
Schluss machen tut weh. Trotzdem wird von uns heute verlangt, dass wir Beziehungen möglichst harmonisch und friedlich beenden. Das gilt dann als Zeichen großer innerer Reife. Aber: Haben wir nicht ein Recht auf Rosenkrieg?
in: Neon,
Februar

ALTERAUGE, Vivian & Lars WEISBROD (2016): Es liegt nicht an dir, es liegt an...
Chris Martin und Gwyneth Paltrow haben sich mit der "Conscious Uncoupling"-Methode getrennt. Charlize Theron servierte Sean Penn mit "Ghosting" ab. Die Welt der Trennungstrends ist vielfältig und bunt. Für alle, die vorhaben, ihre Liebe abzuwickeln, skizziert Neon sieben neue Schlussmachstrategien,
in: Neon,
Februar

 
       
   

KRUG, Katharina/LEPPIN, Jonas/WEBER-STEINHAUS, Fiona (2016): Umzug ins Glück.
Mit jedem Wohnungswechsel verändern sich die Koordinaten des Alltags. Die Zahnbürste steht an einem anderen Ort, seine Brötchen kauft man bei einem anderen Bäcker, bei einem anderen Kiosk das Wegbier. Klingt banal, aber tatsächlich funktioniert ein Umzug als Gradmesser des Lebens: Wie wir leben,
in: Neon,
Februar

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2016): "Ich habe oft Filmrisse".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon,
Februar

 
       
 

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Zu den News vom 18. - 31. Januar 2016
 

   
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