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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
     
       
   
 
       
   

News vom 01.-15. Juli 2001

 
       
     
       
       
   
  • COSACK, Bettina & Klaus SCHROTTHOFER (2001): Ich bin immer ich.
    Doris Schröder-Köpf über Frauen ihrer Generation und das Leben als Kanzlergattin,
    in: Berliner Zeitung v. 14.07.

Doris SCHRÖDER-KÖPF - eine Angehörige der Generation Berlin - verschwistert sich mit Verona FELDBUSCH, einer Ikone der Generation Golf, und findet die 68erin Alice SCHWARZER nicht mehr zeitgemäß. Damit verbunden ist ein Paradigmenwechsel: Es geht nicht mehr um den 80er-Jahre-Konflikt zwischen kinderlosen Karrierefrauen und berufstätigen Müttern, sondern um die Durchsetzung der Wahlfreiheit für Mütter: Vollzeitmutter oder berufstätige Mutter, das ist die Frage, der sich junge Frauen heutzutage stellen sollen.
 
       
     
       
   
"DIE WELT: Kinder und Familie spielen in dem Programmentwurf eine herausgehobene Rolle, aber keine Hauptrolle, wie von einer Reihe junger Grüner gefordert. Warum nicht?
            Kuhn: Wir sind die Kinderpartei, daran gibt es keinen Zweifel. »Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt« - dieser Spruch war für uns vor 20 Jahren von zentraler Bedeutung und ist es heute noch. Das findet sich in dem Programm auch an vielen Stellen wieder. Wir machen Kinderpolitik, aber nicht als Lobbypolitik für Lebensgemeinschaften mit Kindern gegen Menschen, die keine Kinder haben. Alle haben etwas davon, wenn es den Kindern gut geht."
 
       
     
       
     
       
   
Ernährungshilfe für die Zielgruppe Yettie, Nerd und allein lebende Karrierefrau.
 
       
   
  • BURGHARDT, Peter (2001): Deutsche Rentner auf Mallorca: „Manchmal ist es furchtbar hier“
    Die Liebe zum Süden kommt in die Jahre. Warum im Sonnenparadies die alternden Menschen eher zu einer Belastung werden könnten als die Kampftrinker und die neuen Grundherren,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 13.07.

Am 16.05.2001 hat sich Georg KLEIN in der Frankfurter Rundschau mit heimatlosen deutschen Rentnern auf Fuerteventura beschäftigt und Peter BURGHARDT hat nun zwei dieser Exemplare auf Mallorca aufgetrieben. Die Einschätzung eines Pfarrers dazu:

"Ohnehin sind die Deutschen zwischen Port d’Andratx und Cala Ratjada für ihn ein soziologisches Phänomen. Ahnert entdeckt 'ein hohes Maß an Individualität und wenig Bindung', er beobachtet 'eine Atomisierung der Gesellschaft', man sei da auf Mallorca 'eine Generation weiter als in Deutschland'".

Mallorca als Vorgeschmack auf das zukünftige Deutschland? Da werden selbst Ballermänner (Saufen ist wenigstens eine Gemeinschaftsveranstaltung) und Villenbewohner (Reiche liegen dem Sozialstaat nicht auf der Tasche) zu besseren Deutschen.

 
       
   
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • NOUVEL OBS (2001): Le retour des pères,
      in: Nouvel Observateur Nr. 1914 v. 12.07.

      • Während in Deutschland aufgrund der Väterkampagne des Familienministeriums das Thema "Vaterlosigkeit" im Vordergrund steht, hat man in Frankreich die "Neuen Väter" entdeckt.
 
       
   
  • Die Grünen als Familienpartei in der Debatte

    • FRIED, Nico (2001): Ach, Kinder!
      Führende Grüne wollen die Partei in der Familienpolitik profilieren - bislang ist das die einzige Gemeinsamkeit in dieser Frage,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.07.

 
       
   
  • MARKL, Hubert (2001): Weniger sind mehr.
    Die Bevölkerung reicher Länder schrumpft, die armer Staaten wächst. Was tun?
    in: Tagesspiegel v. 12.07.

Hubert MARKL kann nicht einerseits die Geburten in armen Staaten als "Schadensereignisse" verdammen und andererseits die Geburten in den reichen Ländern als "wertvollstes Gut" begrüßen, deshalb formuliert er das widersprüchliche Ziel weltweiter Bevölkerungspolitik folgendermaßen:

"Ein Fünftel der Menschheit braucht dringend mehr, vier Fünftel brauchen dringend weniger Nachkommen - aber alle brauchen sie genügend Nachkommen, um der gesamten Menschheit einen langsam gleitenden, sozial und politisch beherrschbaren Übergang von einem Wachstumspfad zu einem Stabilisierungszustand und - voraussichtlich in einigen Jahrhunderten - zu langsamem Absinken auf eine auf viele Jahrtausende hinweg nachhaltig erhaltungsfähige Populationsgröße zu ermöglichen".

MARKL geht von einem linearen Modernisierungsprozess aus, d.h. die armen Staaten werden künftig vor den gleichen Problemen stehen wie die westlichen Industrieländer:

"Die unvermeidlichen demographischen Veränderungen der Menschheit, nämlich immer mehr alte, versorgungsbedürftige, oftmals auch kranke Menschen, die von immer weniger jungen Menschen durch deren Arbeitsleistungen mitversorgt werden müssen, werden künftig die Sozialversorgungssysteme aller Nationen, so wie heute schon in wachsendem Maß jene der hochentwickelten Länder, schwer belasten."

Sein Rezept: Steigerung der wirtschaftlichen Pro-Kopf-Produktivität bei gleichzeitiger Steigerung der Ressourceneffizienz.

 
       
     
       
   
  • BRIGITTE-Dossier: "Glücklich ohne Kind?".
    Ein Kind, ja oder nein? Noch nie war es für Paare so einfach, sich zu entscheiden. Denn medizinisch ist - fast - alles möglich. Doch je planbarer ein Kind ist, desto komplizierter wird die Frage, was zu einem erfüllten Leben wirklich dazugehört

    • MERTENS, Diane (2001): Hört auf zu nerven!
      Ihre Beziehung ist liebevoll. Sie gehen in ihren Berufen auf. Ganz gelassen haben sie sich für ein Leben ohne Kind entschieden. Was bei Familie und Freunden nichts als Unverständnis hervorruft,
      in: Brigitte Nr.15 v. 11.07.

"Wir dachten, dass Leben ohne Kinder im Jahr 2001 einfach nur eine von zwei Möglichkeiten wäre. Dachten, Kinderlosigkeit wäre so etwas wie ein gesellschaftlicher Großtrend, schließlich sagen heute schon elf Prozent der Frauen über 35, dass ohne Kind zu leben für sie der ideale Zustand ist. Wir dachten, keinen Nachwuchs zu haben sei sozial akzeptiert in einer Gesellschaft, die die Single-Kultur pflegt und den individuellen Lebensentwurf propagiert. Wir irrten. Kinderlosigkeit gilt noch immer als Makel."

Kindersache eine Privatsache? Dagegen wettern die Sozialpolitiker bereits seit Ende der 1980er Jahre. Kaum zu glauben, dass ein Kinderloser das nicht mitbekommen hat. Auf der anderer Seite kommen hier zwei Aspekte zusammen: zum einen, dass die Frau in jenes Alter gekommen ist, in dem die soziale Umwelt größeren Druck ausübt und zum anderen die Medienkampagne gegen Singles.

  • GERSTBERGER, Beatrix (2001): Wer sagt eigentlich, dass Kinder glücklich machen?
    Schlaflose Nächte, Stress mit dem Partner. Wir waren bereit, das alles in Kauf zu nehmen für Momente glucksender Seligkeit. Doch manchmal wollen wir es zurückhaben, unser altes Leben,
    in: Brigitte Nr.15 v. 11.07.

Das Skript dieser Story entstammt der Studie des Münchners Familiensoziologen Wassilios FTHENAKIS, der im Auftrag der Bausparkasse LBS die Kinderwünsche untersucht hat.
  • HAEGELE, Anja (2001): Sie wollten immer ein Kind - als Krönung ihrer Liebe. Doch bis jetzt blieb ihnen dieser Wunsch versagt. Noch fällt es Britta und Ingo schwer, ihre Träume vom Glück zu dritt aufzugeben,
    in: Brigitte Nr.15 v. 11.07.

  • HARRIET, Wolf (2001): Warum Frauen auf ein Leben mit Kindern verzichten.
    Es ist keineswegs so, dass sie Kinder nicht mögen. Aber sie haben sich einfach anders entschieden, und sie stehen absolut zu ihrem Entschluss,
    in: Brigitte Nr.15 v. 11.07.

    Fünf Kinderlose kommen zu Wort. Vier Frauen arbeiten in modernen Berufen, ob es sich nun um eine selbständige Verlagskauffrau, Architektin, Sängerin oder Journalistin handelt. Sie gehören zur postfeministischen Generation Golf. Die 5. Frau repräsentiert dagegen die 1970er-Jahre-Feministin und ist Frauenbeauftragte.

    Diese Frauen repräsentieren also genau jene Milieus, die im Mittelpunkt des Medieninteresses stehen, wenn es um freiwillige Kinderlose geht. In ihren Begründungen stehen deshalb auch Selbstverwirklichung und Unvereinbarkeitsthemen im Vordergrund.

    Daneben ist jedoch auch das traditionelle Mutterbild dieser Frauen für die Kinderlosigkeit mitverantwortlich. Was Barbara VINKEN als "deutsche Mutter" bezeichnet, das hindert einige dieser Frauen daran, dass sie Kinder bekommen haben:

    "hätte ich eins, wollte ich die ersten drei bis vier Jahre ganz intensiv mit ihm sein. In einem geborgenen und behüteten Umfeld, denn Kinder haben Anspruch auf Zuwendung (...). Ich weiß nicht, ob ich dieser Rolle gerecht werden könnte".

    • WOLF, Harriet (2001): Brief an ein nie geborenes Kind.
      Eine Frau nimmt Abschied von ihrem Lebenstraum - einem Kind,
      in: Brigitte Nr.15 v. 11.07.

Das nicht geborene Kind heißt bezeichnenderweise Felix, d.h. der Glückliche! Die Geschichte handelt von einer Frau, die nicht den passenden Partner für ein Kind gefunden hat.
 
       
   
  • HORRMANN, Heinz (2001): Der verflixte dritte Urlaubstag.
    Psychologen haben herausgefunden, warum sich Paare in den Ferien auseinander leben,
    in: Welt v. 11.07.

Jede dritte Scheidung wird nach einem gemeinsamen Urlaub eingereicht. Das ist die simple Statistik. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, das ist die andere Sache. Sollte man also gar nicht erst in Urlaub fahren? Nein, sagen die Psychologen im Einklang mit der Tourismusbranche und verordnen den Paaren im Urlaub gut dosiertes Single-Dasein in Form von getrennten Programmen.

Single kann sich da nur wundern, denn angeblich ist ja gerade die Nähe der entscheidende Vorteil, den zusammenwohnende Paare gegenüber den Singles haben sollen. Wer nur Nähe kennt, der könnte aber mit der Aufforderung zum "Single-Dasein" erst recht überfordert sein.

Wenn Scheidungen nach dem Urlaub und nicht davor eingereicht werden, muss dann die Ursache im Urlaubsverlauf gesucht werden oder ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass die Ehe vorher schon kaputt war?

 
       
     
       
     
       
   
Horst W. Opaschowski - Singles in der Freizeit
 
       
     
       
     
       
   
  • FOCUS-Titelgeschichte: Erste Liebe

    • BÖCK, Ingrid (2001): Zwischen Unschuld und Unzucht.
      Jugendliche werden immer früher geschlechtsreif. Verlagert sich die Liebe ins Kinderzimmer? Wissenschaftler diskutieren über Teenagersex,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

    • FROMME, Claudia (2001): Ahnungslos voll Lust.
      Deutsche Teenager gehören international zu den sexuell Aktivsten, bei Schwangerschaften und Abtreibung liegen sie in der Statistik hinten,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

    • VARGA, Simone (2001): Immer früher Sex.
      Untersuchungen belegen, dass sich die Sexualreife der Deutschen sowie der Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs stark vorverlagert haben,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

    • VARGA, Simone (2001): Zur Sache, Herr Professor!
      Sexualpädagoge Norbert Kluge über die Verantwortung der Eltern im Umgang mit ihren frühzeitig geschlechtsreifen und sexuell aktiven Kindern,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

    • FOCUS (2001): Romantik und Selbstinszenierung.
      Wissenschaftler Volkmar Sigusch beschreibt das jugendliche Liebesleben als wertorientiert. Es zählen Vertrauen und Treue, von Promiskuität keine Spur,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

    • ROHLEDER, Jörg (2001): Mit frivolen Beats ins Bett.
      Nie war Popmusik so schamlos und direkt wie heute: Musikalisch werden Teens über Treue, Sex und die Penislänge aufgeklärt,
      in: Focus Nr.28 v. 09.07.

Seit 1980 wird im Auftrag des Bundesfamilienministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Sexualverhalten der Jugendlichen erforscht. Anstoß war nach VARGA die Zunahme der Teenagerschwangerschaften in den siebziger Jahren.

Die American Public Health Association führt nach Ingrid BÖCK frühen Sex auf die irrtümliche Annahme der Teenager zurück, dass ihre Altersgenossen bereits Geschlechtsverkehr vollzogen.

Der gleiche Mechanismus führt jedoch dazu, dass wissenschaftliche Befragungen zu einem solchen Thema mehr mit der öffentlichen Debatte und den Vorstellungen unter Gleichaltrigen zu tun haben dürften als mit dem tatsächlichen Sexualverhalten der Jugendlichen.

Der Focus bedient deshalb mit Norbert KLUGE (Position: Aufgrund der "medialen Sexflut" ist mit vermehrtem Geschlechtsverkehr, und damit mit vermehrten Kinderschwangerschaften und Abtreibungen bei Jugendlichen zu rechnen) und Gunter SCHMIDT (Position: Die Medien sind verantwortlich für das sexuelle Desinteresse der Jugendlichen) die ganze Spannbreite elterlicher Befürchtungen.

Volker SIGUSCH vertritt dagegen den liberalen Mittelweg, wonach Jugendliche vor der Ehe "serielle Monogamie" praktizieren.

 
       
   
  • HAGER, Angelika (2001): Patient Mann.
    Geschlechtertheorie. Mann, wo bist du? Als Feindbild der Frauenbewegung hat der Mann ausgedient. Jetzt erklären ihn Feminismus und Psychologie zum lukrativen Krisengebiet,
    in: Profil Nr.28 v. 09.07.

Paul-Hermann Gruner- Frauen und Kinder zuerst
 
       
     
       
   
  • HAHNE, Peter (2001): "Der deutsche Sozialstaat ist ungerecht".
    Nobelpreisträger James Heckman kritisiert das schleppende Reformtempo der europäischen Wohlfahrtsstaaten,
    in: Welt v. 09.07.

 
       
     
       
     
       
   
  • Speed-Dating in der Debatte

    • MUNKER, B. (2001): Partnerwahl in sieben Minuten.
      Beim Speed-Dating können Singles statt unnötig ausgedehnter Einzel-Verabredungen 15 Kontakte an einem Abend abhaken,
      in: Frankfurter Rundschau v. 06.07.

 
       
   
  • KRAUEL, Torsten (2001): Das Ende der "Spaßgesellschaft".
    Die Unverbindlichkeit geht zu Ende. Ihr folgt aber kein neuer Konservatismus alter Prägung,
    in: Welt v. 06.07.

Torsten KRAUEL gehört wie Matthias HORX zu den glücklichen Globalisierern. Sein Credo ist die Koalition der Individualisierungs- und Globalisierungsgewinner, die Wertkonservatismus mit Modernisierung kreuzen:

"Der ideale Staatsbürger, der seine Tarifbezahlung am Weltmarkt misst und sich der Verantwortung für die Bevölkerungsstruktur bewusst ist, kann genauso gut einer klassischen Familie angehören wie einem verheirateten lesbischen Paar, das aus demographischer Einsicht Kinder in vitro hat zeugen lassen, dem christlichen Glauben anhängt und ein Dreiliterauto fährt."

So viel Harmonie findet sich ansonsten nur noch bei David BROOKs Bobos in Paradis. Besteht bei den neuen Eliten Konsens, so wird die Jugend kritisch beurteilt. Der Antikapitalismus der Globalisierungsgegner ist für KRAUEL Ausdruck eines Generationenkonflikts:

"Die Jungen (...), die nichts als den weltweit entfalteten Kapitalismus kennen, wehren sich gegen diese neue Totalität. Sie suchen Alternativen gegenüber dem wertfrei expandierenden Kapitalismus, dessen Fakten sie überrollen. Sie irritiert der große gesellschaftliche Konsens, die Marktwirtschaft sei die logisch zwingende beste aller schlechten Wirtschaftsformen."

 
       
   
  • KROBATH, Michael (2001): Aufgeschlossen bis zum letzten Knopf,
    in: Weltwoche Nr.28 v. 05.07.

Michael KROBATH berichtet über die zunehmende Sexualisierung der Jugend, die ihren Anfang mit dem Siegeszug des Techno in den neunziger Jahren genommen hat:

"Nach der Totalverweigerung der No-Future-Kids und der Generation X, begann damals jene grosse Party, die bis heute gefeiert wird: das Zelebrieren des eigenen Körpers. Längst üben Madonna und Jennifer Lopez, Robbie Williams und die drallen Silikon-Lebensretterinnen der TV-Serie 'Baywatch' erzieherische Macht über die Kids aus und setzen Standards, was Aussehen, Verhalten und Einstellungen angeht. Waren früher in der Pubertät politische Statements hoch im Kurs, zählt heute nur noch eins: Schönheit. Und Schönheit bedeutet, gesund und sexy zu sein."

Mit der "aesthetic correctness" geht nach KROBATH eine neuer Hypermoralismus einher:

"Gemäss verschiedenen Untersuchungen glauben die Kids wieder an traditionelle Werte, wie Enthaltsamkeit, Ehe und Familie. Auf den Punkt gebracht hat dieses Credo der neuen Keuschheit ausgerechnet die amerikanische Popsängerin Britney Spears, die grosse Schwester aller bauchfreien Teenager. Nach ihrem Liebesleben befragt, gab die 19-Jährige zu Protokoll: 'No sex before marriage.'"

 
       
   
  • ROSS, Jan (2001): Kleines Lob der Rezession.
    Erfindungsreiche Armut prägte die Nachkriegszeit. Den Glauben an die Chancen des Mangels haben wir allerdings verloren. Warum eigentlich? Heute könnte er wieder nützen,
    in: Die ZEIT Nr.28 v. 05.07.

 
       
   
  • KLINGST, Martin & Werner A. PERGER (2001): "Wir müssen uns öffnen".
    Wie soll die Reform des Zuwanderungsrechts aussehen? Fragen an Rainer Münz, Bevölkerungswissenschaftler und Mitglied der Süssmuth-Kommission,
    in: Die ZEIT Nr.28 v. 05.07.

 
       
   
  • LEGGEWIE, Claus (2001): Hochmobile Kohorten.
    Schachzüge und Rotationen: Mit dem Ende der Zaghaftigkeit kommt die Einwanderungsdebatte in der globalisierten Wirklichkeit an,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.07.

 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
  • HANDKE, Sebastian (2001): Keine andere Wahl, als zu wählen.
    Schriften zu Zeitschriften: Das neue "Kursbuch" macht einen Reigen auf von der Lebensliebe, den Spermienbanken und der olfaktorischen Damenwahl bis hin zu Traumhochzeiten, lesbischen Möwen und möglichen Ehe-Alternativen
    in: TAZ v. 04.07.

    • Sebastian HANDKE stellt das Kursbuch 144 zum Thema Liebesordnungen vor, das wenig Neues zu einem alten Thema bietet.
 
       
     
       
   
Ein Berliner Soziologe präsentiert eine Zerfallsgeschichte mit allen gängigen Zutaten: Gewalttätige oder bestenfalls egoistische Kinder statt Kinder, die auf ihre Eltern hören; berufstätige Rabenmütter statt liebevolle Hausmütter, machtloser Hausherr statt Paschatum, technische Revolution statt Altersweisheit, Selbstverwirklichung statt Gemeinwohl, schulische Wissensvermittlung und Medienvorbilder statt Elternautorität, Emanzipation statt Herr im Haus, Gebärstreik statt Generationenvertrag, familieninterner Generationenkampf statt Abhängigkeit der Kinder von den Eltern. Heilige Vormoderne statt teuflischer Moderne. Ein Gekränkter möchte zurück in die Zukunft.
 
       
   
  • GERMIS, Carsten (2001): Neues Erziehungsgeld nach der Wahl?
    Die SPD will mehr Geld für Mütter, Väter und Kinder - und stellt deshalb das Ehegattensplitting auf den Prüfstand,
    in: Tagesspiegel v. 03.07.

Das Ehegattensplitting in der Debatte

 
       
   
  • WESSELOH, Julia (2001): Künftige Wähler: SPD entdeckt Kinder.
    Leitantrag für den SPD-Parteitag: Das Ehegattensplitting soll umgestaltet, die Elternzeit besser bezahlt werden,
    in: TAZ v. 03.07.

 
       
     
       
   
  • BECKER, Astrid (2001): Kuchen für das Gemeinwohl.
    Beruf und Familie in Zeiten der Ich-Gesellschaft ,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 02.07.

Susanne MAYER, Zeit-Redakteurin, Jürgen SATTARI, Ehrenamtlicher Bundesvorstandssprecher von Robin Wood, die Soziologin Betty SIEGEL und der Unternehmer Thomas WINZER diskutierten im Rahmen der Stadtforum-Reihe Sieben Versuche, die Welt über Wasser zu halten das Thema Die Ich AG . Moderiert wurde die Veranstaltung von SZ-Redakteur Herbert RIEHL-HEYSE.

Die Debatte war offensichtlich überflüssig: Die Vorurteile standen vorher schon fest! Vielleicht hätte man die Debatte auf der 1.Single-Messe in Deutschland veranstalten sollen, dann hätte man nicht ÜBER Yuppies reden müssen, sondern hätte Yuppies befragen können.

Nur mit den Alleinlebenden hat das sehr wenig zu tun. Die Mehrheit der Alleinlebenden sind Nicht-Erwerbstätige, weil das partout nicht zum Vorurteil passen möchte, redet man über das Yuppie-Stereotyp und nicht über Alleinlebende, obwohl man diese für die Yuppies par excellence hält. Man müsste sonst über die Individualisierung DER Familie reden und das geht nicht, denn Familie ist politisch korrekt nur sozial denkbar. Also ist die Wirtschaft für das Böse und die Familie für das Gute zuständig. Die böse Wirtschaft schadet der guten Familie. Punkt.

 
       
   
EMMA -Titelgeschichte: Gebärstreik.
Warum Frauen immer weniger Kinder kriegen
  • SCHWARZER, Alice (2001): Gebärstreik.
    Sterben die Deutschen aus?
    in: Emma, Juli/August

  • SCHWARZER, Alice (2001): Nach außen emanzipiert. Nach innen abhängig.
    Sie sind ein emanzipiertes junges Paar, und es ging auch lange gut - bis, ja bis die beiden Kinder kamen. Heute findet Anna die Lage nur noch "entwürdigend",
    in: Emma, Juli/August

Der Mann möchte die Kinder und die Frau hat die Arbeit. Nichts Neues aus der SCHWARZER-Welt.
  • KOPPETSCH, Cornelia (2001): Emanzipierte Frauen vertuschen am meisten.
    Sieh an. Niemand vertuscht die Ungleichheit im Haushalt so eifrig wie - emanzipierte Frauen. Wollen sie damit die Männer über die Gleichheit im Beruf hinwegtrösten?,
    in: Emma, Juli/August

  • BUSCHHEUER, Else (2001): Der arme Vater und die Rabenmutter.
    Else Buschheuer arbeitet im Fernsehen und schreibt Bücher ("Masserberg"). Und sie hat eine Tochter. Die ist heute 15. Und lebt beim Vater. Dabei gehören die Kinder doch zur Mutter! Oder?
    in: Emma, Juli/August

  • NÜRNBERGER, Christian (2001): Die Karrieremutter und der Hausmann.
    Als Erstes, dachte ich, werde ich ein Buch über mein Leben als Hausmann und Vater schreiben. Seht her, werde ich Alice Schwarzer und den anderen mitteilen: Hier bin ich, der neue Mann, ein Held unserer Zeit!,
    in: Emma, Juli/August

  • LESSMANN, Ulla (2001): Jeder fünfte Mann will Teilzeit arbeiten.
    Jetzt können auch Männer Teilzeit arbeiten. Zumindest theoretisch. Denn die ist seit dem 1. Januar ein Rechtsanspruch. Na denn.,
    in: Emma, Juli/August

Die Überschrift ist irreführend! Es geht nicht um Männer, sondern nur um die Untergruppe der Väter.
 
       
   

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Zu den News vom 16. bis 30. Juni 2001

 
       
   
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