[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 23.-30. Juni 2004
News 16.-23. Juni 2004
News 01.-15. Juni 2004
News 22.-31. Mai 2004
News 11.-21. Mai 2004
News 05.-10. Mai 2004
News 01.-04. Mai 2004
News 21.-30. April 2004
News 15.-20. April 2004
News 06.-14. April 2004
News 01.-05. April 2004
News 24.-31. März 2004
News 16.-23. März 2004
News 09.-15. März 2004
News 01.-08. März 2004
News 20.-29. Februar 2004
News 15.-19. Februar 2004
News 08.-14. Februar 2004
News 01.- 07. Februar 2004
News 25.- 31. Januar 2004
News 15.- 24. Januar 2004
News 08.- 14. Januar 2004
News 01.- 07. Januar 2004
News 17.- 31.Dezember 2003
News 08.-16.Dezember 2003
News 01.-07.Dezember 2003
News 16.- 30.November 2003
News 01.-15.November 2003
News 26.-31. Oktober 2003
News 21.-25. Oktober 2003
News 11.-20. Oktober 2003
News 01.-10. Oktober 2003
News 26.-30. September 2003
News 16.-25. September 2003
News 06.-15. September 2003
News 01.-05. September 2003
News 21.-31. August 2003
News 11.-20. August 2003
News 01.-10. August 2003
News 16.-31. Juli 2003
News 01.-15. Juli 2003
News 21.-30. Juni 2003
News 11.-20. Juni 2003
News 01.-10. Juni 2003
News 16.-31. Mai 2003
News 01.-15. Mai 2003
News 16.-30. April 2003
News 01.-15. April 2003
News 21.-31. März 2003
News 11.-20. März 2003
News 01.-10. März 2003
 
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 05. Juli 2004

 
 
     
     
     
 
   

Zitat des Monats:

"Als gewollt Kinderloser sollte man sich beizeiten ein dickes Fell zulegen. (...).
Der »Egoismus«-Vorwurf ist (...) der wohl populärste und dennoch nur das erste Glied in einer langen Kette von Vorurteilen und Vor-Verurteilungen, denen sich die Kinderlosen ständig ausgesetzt sehen. Wohl denen, die da wenigstens alleine sind, greift doch bei ihnen das double-income-no-kids-Argument nicht sogleich, wenn die Gegnerschaft auch nicht müde wird zu betonen, dass Steuern zahlen allein den Generationenvertrag ja wohl nicht retten könne. Jetzt sind wir also auch noch Schuld an der Unsicherheit der Renten. All denen, die daran glauben, sei hier mitgeteilt, dass auch
unsere Altvorderen vom Beginn bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts es nicht zum, für einen funktionierenden Generationenvertrag entscheidenden, Reproduktionsniveau schafften. Heißt, schon vor 70 Jahren wurden nicht genügend Kinder geboren, um das Bevölkerungsniveau konstant zu halten.
Ein anderes Vorurteil, das sich so hartnäckig hält wie vermeintliche Eisenanteile in Spinat, ist die Einsamkeit der Kinderlosen im Alter. Ein echtes Ammenmärchen. Schließlich ist alles andere als bewiesen, dass Kinderreiche per se im Alter besser dran wären, was die Quantität und Qualität ihrer Sozialkontakte oder die Bereitschaft ihrer Kinder zur Versorgung und Pflege anginge. Längst ist nicht mehr selbstverständlich, dass die eigenen Kinder im Alter für Betreuungsaufgaben zur Verfügung stehen, und in den wenigsten Familien leben mehr als zwei Generationen dauerhaft unter einem Dach.
"
(Mattias Winkler in der Wochenzeitung Freitag Nr.29/30 vom 09.07.2004)

 
 
     
 
  • HASELBERGER, Stephan & Hans MONATH (2004): "Das ist ein Durchbruch".
    Familienministerin Schmidt über den Wert der Hartz-Gesetze für Kinder – und die Hilfe des Präsidenten,
    in: Tagesspiegel v. 05.07.

 
  • EHRENSTEIN, Claudia (2004): Kinder sollen Sinn stiften.
    Von der ökonomischen zur psychologischen Funktion des Nachwuchses,
    in: Welt v. 05.07.

 
  • ADAM, Konrad (2004): Der Rabenstaat.
    Die Balance stimmt nicht mehr. Anstatt sich um das Wohl der Familie und der Kinder zu kümmern, orientieren sich die Regierenden an den Wünschen der Erwachsenen,
    in: Welt v. 05.07.

  • ADAM, Konrad (2004): Postsoziale Zeiten,
    in: Welt v. 05.07.

 
 
  • KNIPPHALS, Dirk (2004): Vom Glück des Bolzens.
    Porträts der jungen Intellektuellen mit aufgeratschten Knien, abgeschalteten Vätern und bunten Murmeln: Klaus Theweleit, Michael Rutschky und Botho Strauß haben in ihre aktuellen Bücher autobiografische Szenen aus ihrer Kindheit eingebaut,
    in: TAZ v. 05.07.

 
 
 
  • POSENER, Alan (2004): Schwule Eltern.
    Besser Homo-Familien als gar keine,
    in: Welt am Sonntag v. 04.07.

 
 
 
 
 
  • WEGWERTH, Antje (2004): Realität ist nicht das, was in der Zeitung steht.
    Im Gespräch.
    Boris Groys über die Zunahme des Überblicks, der die Unübersichtlichkeit nur immer noch verschärft und die Wertsteigerung einer Zeitung auf einer einsamen Insel,
    in: Freitag Nr.28 v. 02.07.

 
  • FEDDERSEN, Jan (2004): Eigentlich sind wir ja mit dem Fahrrad da.
    Lange Zeit war das Auto der schlimmste Feind der Grünen. Zumindest offiziell, wenn man nicht gerade aufs Land fuhr, Unabhängigkeit und Freiheit genoss. Damit ist jetzt Schluss. Heute bekennen sich die Grünen nicht nur zum Auto, sondern auch zu all den anderen Lebenslügen. Nur das hat Zukunft,
    in: TAZ v. 02.07.

 
  • LONGMAN, Phillip (2004): Die Wiege ist leer.
    Geburtenrückgang. Die Weltbevölkerung wächst. Doch das Tempo wird immer langsamer - mit dramatischen Folgen nicht nur für die Industriestaaten.
    Deutschland und Japan hatten das Glück, reich zu werden, bevor sie alt wurden. Hingegen altern Mexiko und China, ohne sich das leisten zu können.
    in: Rheinischer Merkur Nr.27 v. 01.07.

 
 
  • FUHR, Eckhard (2004): Volk ohne Bühne.
    Die Linke ratlos: Wer übernimmt das Banner der Erniedrigten und Beleidigten?
    in: Welt v. 01.07.

Nach Dietmar DATH macht sich nun auch Eckhard FUHR Gedanken zum "kulturellen Tod der Linken":

"In der »FAZ« suchte Dietmar Dath ratlos in den Krümeln, die vom intellektuellen Linksuniversum übrig geblieben sind und stellte resigniert fest, dass die Krümel sich weiter verkrümeln, obwohl doch die soziale Realität eigentlich eine Blüte linker Gesellschaftskritik herbeiführen müsste. (...). Wer diesen »Revolutionsstau« auflösen könnte, weiß er allerdings auch nicht.
Ein politisch-ästhetischer Radikalismus à la Castorf kann es zurzeit offensichtlich nicht, obwohl er dem geölten Modernisierungs-Konformismus der Medien und der Politik einen eigensinnigen Kosmos der Dissidenz entgegensetzt und damit Voraussetzungen schaffen könnte für Verweigerung, Widerstand, Selbstbehauptung.
"

Gemäß FUHR gibt es zwischen CASTORF und der Neuen Mitte mehr Verbindungen als zur alten Arbeiterbewegung:

"so wie Gerhard Schröders »Neue Mitte« Versatzstücke der großen sozialen Erzählungen zu einem neuen Text zusammensetzte, so verfuhr Castorf mit dem Erbe des politischen und sozialkritischen Theaters. Abschied von der Utopie, von den »großen Gesängen« des zwanzigsten Jahrhundert nahmen beide. Schröder verkaufte das als Gewinn, Castorf ließ auch Trauer zu."

Für FUHR ist das Problem nicht zuletzt eine Generationenfrage:

"Bleibt die Frage, wie sich das unübersehbare soziale Protestpotenzial in Deutschland künftig politisch artikuliert. Den Humus für eine neue Linkspartei bildet es nicht. Wer sollte eine solche Partei bilden, wer für sie stehen? Das ist nicht zuletzt eine Generationenfrage. Jene Linken, denen durch die Wende von 1989 das Wort abgeschnitten wurde und die sich danach in mehr oder weniger heftigen Wendungen und Windungen der Geschichte hinterher quälten, haben sich verbraucht oder sind Teil des politischen Establishments und also selbst Objekt des Protests geworden. Das nachfolgende Generationensammelsurium Golf & Co. hat die besten Jahre damit verplempert, sich eine freudlose Routine im Kampf gegen die linken Väter anzutrainieren und ist für jegliches linkes Projekt verloren. Der Glaube an die grenzenlosen Glückschancen des globalen Marktes ist ihm jedoch ebenso gründlich vergangen.´"

Bei seiner Suche nach dem Führer denkt FUHR auch über die C-Parteien nach:

"Wer ergreift also das Banner der Erniedrigten und Beleidigten? (...). Wenn es in den C-Parteien (...) einen gäbe, der mit der Volksbühnen-Welt unterirdische Verbindungen eingehen könnte, dann wäre das eine schlagartige Veränderung der politischen Szene in Deutschland. (...). Die C-Parteien haben aber einen solchen nicht. Sie haben nur Merkel, März und Stoiber."

 
 
   
DUMMY: Spaß
  • HEINE, Matthias (2004): What's so funny about?
    Von Platon und Hesiod bis zu Kohl und Adorno, von Fürstenhöfen in Flandern bis zur Meuterei auf der Bounty: Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Spaßklassenkämpfen,
    in: Dummy, Nr.3, Sommer

Matthias HEINE erzählt von 3000 Jahren Spaßklassenkämpfen. Dabei sehen sich gegenwärtig neoliberale Oberschichtschmarotzer und konservative Ende-der-Spaßgesellschaft-Ausrufer der "Spaßgeilheit des Pöbels" gegenüber. Um den eigenen Spaßprofit zu maximieren, geht es ihnen in diesem Nullsummenspiel um die Eindämmung des Proleten-Spaß. In einem Rundumschlag von der Antike über den Frühsozialisten Charles FOURIER ("Die neue Gesellschaft wird nach Fourier eine Spaßgesellschaft sein, oder sie wird nicht sein") bis zu den Spaß-Verdammten der Erde, erörtert HEINE die Spaßgesellschaften dieser Welt, hinter denen dann doch wieder nur die Angstgesellschaften lauern:

"der vermeintliche Spaß war immer vor allem Hysterie, die Kehrseite der Angst".

HEINEs Spaß-Ideal hat sich nur in den kurzen Swinging Sixties als Spaß-Realität manifestiert, aber irgendwo am Horizont leuchtet dann doch noch die Utopie der Spaß-Revolution für alle Zu-Spätgeborenen, die - wie HEINE - die Sechziger-Jahre nur aus den 68er-Erzählungen kennen:

"Die Sehnsucht nach Spaß ist eines der großen revolutionären Potenziale der Menschheit",

verkündet HEINE und sieht die Multitude als Spaß-Verdammte der Erde aufmarschieren. Bis dahin aber, verfasst HEINE schon einmal Artikel, in denen diese Spaß-Verdammten auch für konservative Spaßverächter goutierbar werden.

 
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom  24. - 30. Juni  2004

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 19. Juni 2015 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002