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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom Juli 2013

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die Re-Traditionalisierung der Lebensformen und Lebenslagen durch die Globalisierung und den Umbau des Sozialstaates

"Das Modell der autonomen Lebensführung konnte sich deshalb verbreiten, weil an die Stelle regionaler, ständischer und herkunftsbedingter Gemeinschaften die Bindung an den Wohlfahrtsstaat trat. (...).
Globalisierung kann (...) als Prozess verstanden werden, durch den diese nationalen und wohlfahrtsstaatlichen Einhegungen aufgehoben, Existenzrisiken wieder privatisiert und die Einzelnen in Notsituationen und riskanten biografischen Umbrüchen erneut in traditionelle Abhängigkeiten von Familie, Herkunft oder Geschlecht zurückfallen. Klassenzugehörigkeiten und Herkunftsbindungen entscheiden nun stärker über Lebenschancen. (...).
Vor allem soziale Aufsteiger aus der Baby-Boom-Generation wurden von der Krise der Erwerbsarbeit getroffen. Dies überrascht wenig, denn sie haben sich ganz auf den Ausbau der Bildung und des Wohlfahrtsstaates verlassen. Heute verfügen sie über weniger Ressourcen bei der Bewältigung von Krisen als die sozialen Erben, die stärker ihrem Herkunftsmilieu verhaftet bleiben".
(aus: Cornelia Koppetsch "Die Wiederkehr der Konformität", 2013, S.100ff.)

 
 
       
   

SCHMOLLACK, Simone (2013): "Eltern ziehen Kitaplatz vor".
Familie: Der Run auf das Betreuungsgeld, das ab Donnerstag ausgezahlt werden kann, bleibt aus. Familien brauchen es nicht, glaubt Bildungsökonomin Katharina Spieß,
in:
TAZ v. 31.07.

 
       
   

Die Ehe in der Debatte

DESTATIS (2013): Weniger Ehescheidungen im Jahr 2012,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 30.07.

 
       
   

KREYE, Andrian (2013): Die heilige Familie.
Männer gegen Frauen? Ehe gegen Patchwork? Der Wahlkampf tobt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 29.07.

 
       
   

BLÜM, Norbert (2013): Falsches Glück.
Die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf ist das Ende der Freiheit. Denn die Entscheidung pro Familie endet nicht selten in einer beruflichen Sackgasse. Kinder passen nicht in das Konzept eines „modernen“ Weltbildes. Ein Gastbeitrag,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.07.

 
       
   

Die Familienförderung in der Debatte

DOWIDEIT, Anette (2013): Eltern zahlen für Kinderlose mit.
Trotz 156 familienpolitischen Leistungen kommen Kinderlose unterm Strich viel besser weg,
in: Welt am Sonntag v. 28.07.

 
       
   

PANTHÖFER, Sonja (2013): Die Römer sind schuld am Zungenkuss.
Interview: Der lange genüssliche Kuss ist vom Aussterben bedroht, meint der Philosoph Alexandre Lacroix,
in:
Stuttgarter Zeitung v. 27.07.

 
       
   

Die Krise der Männlichkeit in der Debatte

WEISS, Alexandra (2013): Die lila Faust.
Immer wenn von "Männern in der Krise" die Rede ist, geht es vor allem um Verteilungskämpfe,
in:
TAZ v. 27.07.

 
       
   

PANTHÖFER, Sonja (2013): "Der Kuss befindet sich in der Rezession".
Der französische Philosoph Alexandre Lacroix hat sich in seiner neuesten Publikation mit der Kulturgeschichte des Küssens befasst - und erzählt im Interview, warum er diese zärtliche Geste für zunehmend gefährdet hält.,
in:
Wiener Zeitung Online v. 26.07.

 
       
   

DESTATIS (2013): 2012: Zahl der Adoptionen im Jahr 2012 wieder rückläufig,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 26.07.

 
       
   

HEINEMANN, Christoph. (2013): "Halten an der Ehe als Leitbild fest".
Bayerische Regionalbischöfin rät, die Orientierungshilfe des Rates der EKD genau zu lesen,
in:
DeutschlandRadio v. 26.07.

 
       
   

KELLER, Gabriela M. (2013): Die Kita und der Kampf um den Ortskern.
Kitas für die Kleinen (5): Landauf, landab sind neue Kindertagesstätten im Bau oder in der Planung. Doch immer wieder kommt es zu Konflikten, weil die Anwohner sich gegen die Projekte wehren. Ein Frontbesuch,
in:
TAZ v. 25.07.

 
       
   

STATISTISCHES LANDESAMT BADEN-WÜRTTEMBERG (2013): Jeder zweite Haushalt in der Landeshauptstadt ist ein "Single-Haushalt".
Erste Ergebnisse des Mikrozensus 2012: Durchschnittliche Haushaltsgröße liegt im Südwesten bei 2,12 Personen,
in: Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg v
. 22.07.

 
   

Beziehungen von Frauen mit jüngeren Männern in der Debatte

HUMMEL, Katrin (2013): Ach, so einen jungen Mann haben Sie?
Beziehungen, in denen der Mann deutlich älter ist als die Frau, sind keine Seltenheit. Bei Regine und Mathis ist es umgekehrt: Sie ist 59, er 39,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.07.

 
       
   

Die Krise der Männlichkeit in der Debatte

BÖNT, Ralf (2013): Der Feminismus hat sich verirrt.
Ja, wir leben im Patriarchat. Aber es sind die Männer, die viel mehr und heftiger daran leiden als die Frauen. Ein Aufschrei,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.07.

 
       
   

PETERSEN, Jana (2013): Die erste Trennung.
Erziehung: Spätestens mit einem Jahr kommt das Kind in die Kita. Die Krippenplatz-Garantie der Familienministerin zementiert das als gesellschaftlichen Konsens. Viele Einrichtungen allerdings sind mittelmäßig oder schlecht. Unsere Autorin verweigert sich deshalb dem Konsens. Und spürt die Folgen,
in:
TAZ v. 20.07.

MUSYAL, Sören (2013): "Nicht ganz schlecht, nicht ganz gut".
Jetzt mal im Ernst: … Katharina Kluczniok: Wie machen sich deutsche Kitas im Vergleich? Mittel, sagt die Forscherin,
in:
TAZ v. 20.07.

 
       
   

SCHELLEN, Petra (2013): "Das Gehirn ist nie fertig".
Starr oder flexibel: Verhaltens- und Denkmuster lassen sich noch im hohen Alter ändern, sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. Diese Neuroplastizität passe zu den großen gesellschaftlichen Trends: demografischer Wandel und lebenslanges Lernen,
in:
TAZ Nord v. 20.07.

 
       
   

BUJARD, Martin & Norbert F. SCHNEIDER (2013): Das "Gedöns" und die Geschlechter.
Familienpolitik: Deutschland braucht mehr Gleichberechtigung – sonst bleiben die Geburtenraten niedrig,

in:
ZEIT Nr.30 v. 18.07.

 
       
   

BORCHARDT, Alexandra (2013): Aber die Macht verändert auch Sie.
Warum die neue Mittelschicht Fähigkeiten und Qualitäten erwerben muss, die heute vor allem Frauen zugeschrieben werden,

in:
Süddeutsche Zeitung v. 17.07.

 
       
   

WEBER, Julian (2013): "Rezeptionsekstase hat bei mir immer Vorrang".
Selbstverständnis: Der Kulturkritiker Diedrich Diederichsen über die "Spex"-Opposition zum linken Mainstream der frühen 80er,
in:
TAZ v. 16.07.

 
       
   

HOLLSTEIN, Walter (2013): Immer mehr Männer entscheiden sich fürs Single-Leben.
Es gibt immer mehr Männer, die ohne Frauen auskommen: Vor allem junge Männer leben häufiger allein als früher – eine Beziehung, gar Heirat erscheint ihnen viel zu riskant,
in:
Badische Zeitung v. 15.07.

"60 Prozent der alleinlebenden Männer im Alter von 35 bis 64 Jahren waren noch nie verheiratet; das Statistische Bundesamt bezeichnet sie als »echte Junggesellen«. Das sind – in absoluten Zahlen – zirka sieben Millionen Männer im heiratsfähigen Alter, die sich der Beziehung mit einer Frau verweigern",

legt Walter HOLLSTEIN nach seinem Artikel in der SZ nochmals nach. Dass der Anteil alleinlebender Männer im Vergleich zu den Frauen höher ist, und dass alleinlebende Männer eher zu den Modernisierungsverlierern gehören, das ist keine neue Erkenntnis, sondern war auf dieser Webseite seit der Jahrtausendwende immer wieder Thema (mehr hier, hier und hier).

Wahr ist aber auch, dass der Begriff des Alleinlebenden des Statistischen Bundesamtes, nicht mit Beziehungsverweigerern identisch ist, wie HOLLSTEIN, das behauptet. Viele alleinlebende Männer haben zwar nie geheiratet, aber partnerlos müssen sie deswegen noch lange nicht (gewesen) sein. Paare ohne gemeinsamen Haushalt erfasst die Haushaltsstatistik nicht, auf die HOLLSTEIN sich bezieht. Außerdem gibt sie keine Auskunft über die Dauer des Alleinlebens, das im Erwachsenenalter normalerweise nur eine Phase zwischen zwei Partnerschaften darstellt.

Aber schließlich geht es HOLLSTEIN nicht um Aufklärung über das Alleinleben, sondern um billige Polemik im Geschlechterkampf.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

BERGEN, Stefan von (2013): Geht der Schwund der Familien so weiter, nimmt die Einsamkeit im Alter zu.
Haushalte ohne Kinder sind heute in der Überzahl. Sind die Familie und das Überleben der Schweiz bedroht? Man habe heute bei Lebensmodellen die freie Wahl, sagt Dominik Schöbi, Familienforscher an der Uni Freiburg,
in:
Berner Zeitung Online v. 14.07.

 
       
   

Eva Illouz - Die neue Liebesordnung

BALZER, Anne-Sophie & Martin REICHERT (2013): "Ich bin für Nerds!"
Fessel: Eva Illouz ist Soziologin an der Hebräischen Universität in Jerusalem und erforscht den Einfluss der Konsumgesellschaft auf die Liebe. In ihrem neuesten Essay geht es um den Erfolg des Erotikromans "Shades of Grey". Ein Gespräch über Unsicherheit, das Leiden in modernen Liebesbeziehungen und die Illusion, Sex sei Privatsache,
in:
TAZ v. 13.07.

 
   

BERGMANN, Anna (2013): Mit Rosa gegen die Frauenbewegung.
Gebärstreikdebatte 1913: Wie die SPD-Führung Geburtenkontrolle als "Dummheit" abstempelte,
in:
TAZ v. 13.07.

 
       
   

DOBMEIER, Steffi (2013): So klappt's auch …
mit dem Seitensprung,
in:
TAZ v. 13.07.

 
       
   

HAMMER, Thomas (2013): Die Rückkehr der gesetzlichen Rente.
Altersvorsorge: Die kapitalgedeckte Altersvorsorge gleicht einem Glücksspiel. Die Krise hat gezeigt: Der Generationenvertrag muss wiederbelebt werden,
in:
ZEIT Online v. 12.07.

 
       
   

COSMO, Claudia (2013): "Auf gar keinen Fall nach Berlin".
Der Schriftsteller und Journalist Joachim Bessing im Corsogespräch,
in:
DeutschlandRadio v. 12.07.

 
       
   
ZEIT-Dossier: Fortpflanzung? Später!
Ein neues medizinisches Verfahren stellt die biologische Uhr der Frau ab. Bis ins hohe Alter kann sie jetzt schwanger werden. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind?

SPIEWAK, Martin (2013): Die biologische Uhr anhalten.
Kinderwunsch: Etwa 3000 Euro kostet es Frauen, ihre eigenen Eizellen einfrieren zu lassen. Plus jährliche Gebühr für die Lagerung: Eine Versicherung, die vom Zeitdruck in der Lebensmitte befreit,
in:
ZEIT Nr.29 v. 11.07.

Social Freezing in der Debatte

SPIEWAK, Martin (2013): Familie auf Vorrat.
Das Kinderglück verschieben: Die Fortpflanzungsmedizin macht es möglich. Mit welchen Folgen?
in:
ZEIT Nr.29 v. 11.07.

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

BAHNSEN, Uwe (2013): Seine erste Prüfung.
Gentests: Er wurde im Labor gezeugt. Sein Erbgut wurde vollständig durchleuchtet. Erst dann durfte Connor Levy in den Bauch seiner Mutter. Ist das die Zukunft?
in:
ZEIT Nr.29 v. 11.07.

RAETHER, Elisabeth & Alice BOTA (2013): Dürfen wir die Grenzen der Natur sprengen?
Pro & Contra: Zwei ZEIT-Redakteurinnen streiten über die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin,
in:
ZEIT Nr.29 v. 11.07.

 
       
   

DESTATIS (2013): 2012: In drei Viertel der Haushalte leben höchstens zwei Personen,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 11.07.

Die Pressemeldung muss man unter der Rubrik Wahlkampf abbuchen, denn es werden keine Ergebnisse auf der Basis der Volkszählung 2011 veröffentlicht, sondern auf der Basis der überholten Zahlen der vorletzten Volkszählung.

Erst nach der Bundestagswahl sollen die richtigen Zahlen veröffentlicht werden. Warum? Weil sich die jetzigen Zahlen familienpolitisch besser ausschlachten lassen? Die reißerische Schlagzeile der Pressemeldung legt dies nahe!

Demagogisch ist die Pressemeldung, weil nicht der Bevölkerungsanteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte genannt wird, sondern lediglich der höhere Haushaltsanteil.

Die Schlagzeile "48,6 % der Bevölkerung leben in Familienhaushalten", die ebenfalls korrekt gewesen wäre, wäre natürlich keine Nachricht wert gewesen. 

 
       
   

Das Single-Dasein in Frankreich

ASTHEIMER, Sven (2013): Weniger Kinder wegen der Wirtschaftskrise.
Vielen Menschen passen sich der Krise an: Weil sie weniger verdienen und sich um ihre Zukunft sorgen, stellen vor allem junge Europäer Kinderwünsche zurück. Frankreich ist eine Ausnahme,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.07.

 
       
   

GROSSE, Julia (2013): Das S-Wort.
Es klingt nicht gut und präzise im Ausdruck ist es auch nicht,
in:
TAZ v. 09.07.

"Kürzlich bezeichnete ich eine Bekannte im Nebensatz als »Single«. Ihre sonst sanften Züge verhärteten sich zu einer bösen Mimik. »Ich will dieses Wort nicht hören und will mich aufgrund meiner Beziehungslage auch nicht kategorisieren lassen!« (...). War »Single« kein beschreibender Status quo mehr, sondern ein Makel? Noch in den achtziger Jahren standen »partnerlose« Menschen als Zeichen für Progressivität und erfolgreiche Autonomie! In einem Text in dieser Zeitung war gerade erst zu lesen: »Singles sind heute keine Leitfiguren mehr. […] Noch in den 1980er Jahren galten Singles als Speerspitze des Fortschritts«,"

schreibt Julia GROSSE, als ob das eine Neuigkeit wäre, die eben erst entdeckt worden wäre! Immerhin hatte selbst der verschnarchte Soziologe Stefan HRADIL diesen Paradigmenwechsel bereits vor einem Jahrzehnt in Umlauf gebracht.

Der Paradigmenwechsel im Milieu der neuen Mitte, das die taz repräsentiert, geht einher mit einem Begriffswandel von "Single". Assoziierte man damit in den 1980er Jahren das schicke Leben im Einpersonenhaushalt, das Ende der 1980er Jahre mit dem Neidbegriff "Yuppie" belegt wurde, so verengt sich der Single-Begriff seit der Debatte um den demografischen Wandel in den 1990er Jahren immer mehr auf den Begriff des Partner- und Kinderlosen. Mit dem Niedergang des Alternativmilieus und dem Aufstieg neubürgerlicher Werte, ist der Makel "Single" nun auch im ehemals progressiven Milieu angekommen. Mit der Angst vor dem Abstieg ist die Wiederkehr der Konformität in der neuen Klassengesellschaft vorprogrammiert.

Nachdem nun das Single-Dasein als abweichendes Verhalten im neubürgerlichen Diskurs erfolgreich etabliert ist, kann die nächste Phase stattfinden: die Konstruktion der Single-Generation als Verlierergeneration der neuen Klassengesellschaft. Das Buch Die Wiederkehr der Konformität leistet dazu einen ersten Beitrag. Dort wird zwar nicht von der "Single-Generation" gesprochen. Aber der Ausdruck "Singles der Babyboomer-Generation" meint dasselbe, wenngleich die damit bezeichneten Kohorten nicht identisch sind, sich aber überschneiden.

 
       
   

HOLLSTEIN, Walter (2013): Invasion der Loser.
Sorgen und Befindlichkeiten sind weiblich. Wenn Lebensentwürfe und Familienmodelle diskutiert werden, geht es vor allem um die Frauen. Männer werden nur nebensächlich erwähnt. Dabei zeigen Studien ein dramatisches Bild: Männer leiden unter Zukunftsangst und verweigern Bindungen, sie fühlen sich überflüssig und sind zutiefst verunsichert,

in:
Süddeutsche Zeitung v. 08.07.

 
       
   

OESTREICH, Heide (2013): Betreuungsgeld à la SPD.
Kinder: Eltern sollen 80 Prozent arbeiten und dafür einen Lohnersatz bekommen. Bedingung: Papa macht auch mit. Für Gutverdiener ist das Modell wenig attraktiv,
in:
TAZ v. 08.07.

 
       
   

ERDMANN, Nicola (2013): Hier werden Sie verliebt.
Heute kümmern sich Ghost-Dater um das Anbahnen von Beziehungen im Internet. Dieses Liebes-Outsourcing ist zwar teuer, spart aber Zeit, Nerven und schont das Ego,
in:
Welt am Sonntag v. 07.07.

Nicola ERDMANN schreibt über eine neue Dienstleistung für die obere Mittelschicht, also jenes Segment, das im vergangenen Jahrzehnt zu den Gewinnern der Globalisierung gehörte: Ghost-Dater erobern inzwischen auch in  Deutschland die Online-Dating-Szene:

"Das Outsourcing von Beziehungsarbeit passt gut in die neue Dienstleistungs-Ära: Längst engagiert man Personal Shopper, die einem das Kleiderkaufen abnehmen, bezahlt andere Leute dafür, mit dem eigenen Hund spazieren zu gehen, nun wird noch die Liebe ausgelagert. (...). Jemand, der einen davor bewahrt, schmerzhaft zurückgewiesen zu werden. Mit dem Liebesservice kaufen Kunden einen Puffer zwischen sich und der knallharten Welt des Online-Datings, die nach den Marktprinzipien von Angebot und Nachfrage funktioniert. So erfahren Menschen mit »Personal-Dater« nie, wer »ihre« Mails ignorierte, wie viele oder wenige Anschreiben sie erhalten, wer nach dem Freischalten des Fotos nicht mehr antwortet. Das Selbstbewusstsein bleibt heile."

 
       
   

BÄR, Doothee/SCHMIDBAUER, Wolfgang/JOCHIMSEN, Jess u.a. (2013): Darf man öffentlich knutschen?
Leidenschaft: Zartgehaucht bis engumschlungen, im Zug, im Café, im Wartezimmer, feucht und eifrig. Muss das sein? Am Samstag ist Internationaler Kusstag,
in:
TAZ v. 06.07.

 
       
   

STEGER, Gesa & Susanne MEMARNIA (2013): "Normalität ist für mich nicht attraktiv".
Differenz: Seit 40 Jahren erforscht Martin Dannecker die Homosexualität - zurzeit vor allem im Internet. Bekannt wurde der Soziologe Anfang der 70er mit einem Film, der Schwulen ihre Anpassung an die bürgerliche Gesellschaft vorwarf. Den normativen Druck der Hetero-Mehrheit spürt Dannecker bis heute,
in:
TAZ Berlin v. 06.07.

 
       
   

KEIL, Frank (2013): "Nach Gentrification hat man sich gesehnt!"
Ein Dokumentarist nicht bloß des Hamburger Schanzenviertels: der Fotograf Thomas Henning über Wohnungssuche in den 70er-Jahren, die Halbwertzeit von Promi-Bildern - und wie ihn einst ein Bär zum Fotografieren brachte,
in:
TAZ Nord v. 06.07.

 
       
   

KONIGORSKI, Monika (2013): Protestantische Orientierung in Sachen Homosexualität.
Familienpapier der EKD ist in der Kritik,
in:
DeutschlandRadio v. 05.07.

 
       
   

OESTREICH, Heide (2013): 14 Kinder auf eine Erzieherin.
Mangel: Der Kita-Länderreport zeigt: Im Osten fehlen Erzieherinnen, im Westen die Kitaplätze. Und der Bedarf wird weiter steigen,
in:
TAZ v. 05.07.

 
       
   

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland

DESTATIS (2013): 2012: Mehr Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 04.07.

 
       
   

SCHAIBLE, Irene (2013): Renaissance der Familie?
Fachleute sehen noch Hindernisse,
in:
Allgemeine Zeitung Online v. 04.07.

 
       
   

KRAMER, Bernd (2013): "Wahlfreiheit haben wir nicht untersucht".
Familie: Wissenschaftler rebellieren gegen Ministerin Schröder (CDU): Sie stelle Ergebnisse verzerrt dar, moniert Holger Bonin,
in:
TAZ v. 02.07.

 
       
   

WALL, Karin/ABOIM, Sofia/RAMOS, Vasco/NUNES, Cátia (2013): Räumliche Mobilität und Familienleben.
Portugal: Generationenvergleich aus der Lebenslaufperspektive,
in: Comparative Population Studies,
Nr.2

 
       
   

SCHMOLLACK, Simone (2013): Kompliziertes Patchwork.
Familienrecht: Die Grünen schlagen eine Neuregelung der sogenannten sozialen Elternschaft vor - auch eine Unterhaltspflicht für neue Partner,
in:
TAZ v. 01.07.

 
       
   

KOCH, Christoph (2013): Ich und ich.
Gut, wenn wir Freunde haben, die uns verstehen. Doch wir suchen uns Freunde, die uns sogar gleichen. Das ist ein Verlust,
in: Neon,
Juli

 
       
   

SCHWENKE, Philipp (2013): PS: Du fehlst mir.
Jeden Abend telefonieren? Nacktfotos austauschen? Und wirklich jedes Wochenende treffen? Eine Fernbeziehung muss nicht der Tod der Liebe sein. Man sollte aber ein paar Regeln beachten,
in: Neon,
Juli

 
       
   

NEON (2013): "Ich fürchte mich wie ein Kind".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon,
Juli

 
       
   

SCHREIBER, Birgit (2013): Die jungen Alten.
Die Aussichten fürs Älterwerden scheinen rosig: Gesund und fit, frei von den Zwängen der Arbeitswelt können Menschen den großen Rest ihres Lebens genießen. Aber stimmt dieses optimistische Bild mit der Realität überein? Wie werden wir heute wirklich alt?
in: Psychologie Heute,
Juli

 
       
 

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Zu den News vom 06. - 30. Juni 2013
 

   
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