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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
     
       
     
       
   

News vom 1. bis 15. Juni 2001

 
       
     
       
       
     
     
   
  • Patchworkfamilien in der Debatte

    • STEINKOHL, Sibylle (2001): Die Lego-Familie.
      Zerlegt, vermischt und neu zusammengesetzt: Warum manche Verwandtschaften so verwickelt sind,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.06.

    • NOBEL, Inga (2001): Ein Recht auf beide Eltern,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.06.

    • STEINKOHL, Sibylle (2001): "Nicht gleich Ersatzpapa sein",
      Eine Psychologin rät neuen Partnern zu Geduld,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.06.

 
   
  • DEGEN, Rolf (2001): Sich oft vergleichen - kein gutes Zeichen.
    Glückliche Menschen messen ihre Leben seltener an anderen, Miesepeter umso häufiger,
    in: Tagesspiegel v. 12.06.

 
     
   
Manfred SOHN ist ein Vertreter der Wohlstandstheorie. Nach dieser Theorie sind die Geburtenraten dort am geringsten, wo der Wohlstand am größten ist. Die Lösung des Problems ist für SOHN eine Umverteilung, die er in einem 5-Punkte-Programm zusammenfasst:

"1. Gesetzliche Durchsetzung eines mindestens 50-prozentigen Zeitanteils der Männer an der Erziehungsarbeit ihrer Kinder von deren Geburt an.
2. Parallel dazu radikale Reduzierung der gesellschaftlich tolerierten Erwerbsarbeit auf die 25 Wochenstunden, die bei Vollbeschäftigung und rationaler Arbeitsorganisation schon heute ausreichen würden, um den in den entwickelten kapitalistischen Ländern erreichten Lebensstandard zu sichern.
3. Aufbau einer umfassenden staatlichen Kinderversorgung ab dem dritten Lebensjahr als Angebot an die Eltern ohne Pflicht, so daß sie die Nutzung dieser Einrichtung nicht von der Not der Versorgung, sondern von deren qualitativer Überlegenheit gegenüber der Erziehung zu Hause abhängig machen - und/oder Aufbau von Kinderbetreuungsdiensten für zu Hause.
4. Pflicht aller Betriebe und Behörden, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten an deren Kinderbetreuungsbedürfnisse anzupassen statt umgekehrt.
5. Bezahlung der Erziehenden in den Kindereinrichtungen mit Gehältern, die mit denen in der nichtreproduktiv tätigen Wirtschaft des Landes mindestens gleich sind."

Die Alternative zur Durchsetzung dieser Forderungen ist für SOHN das Aussterben der Deutschen.

Sterben die Deutschen aus? - Die Rhetorik des Aussterbens
 
     
   
  • BOHNKE, Brigitte (2001): Zum lebendig alt werden gehört: "Nicht jammern, vorwärts schauen".
    "Alltag im Alter": Lebensläufe. Dem leben alleine eine verlässliche Struktur geben,
    in: Oberhessische Presse v. 11.06.

 
   
Selten wird der Zusammenhang zwischen Haushaltszahlen und kommunalen Interessen erwähnt:

"Ein Rohrbacher ist 7000 Schilling wert, für die Stadt bedeuten die 220 zusätzlichen Bewohner ein Zusatzeinkommen von 1,54 Millionen Schilling. (...)
In einigen wenigen Fällen ist die Hauptwohnsitzfrage noch unklar, in den nächsten Wochen wird Stadtchef Josef Oyrer (VP) mit seinen Mitstreitern entscheiden, ob diese beeinsprucht werden sollen. Mit vielen Studenten sind die Stadtväter zufrieden. Immerhin ließen diese die vielen Zuckerln der Universitätsstädte kalt, mit denen sie geködert werden sollten."

 
     
     
   
  • Die Ehe in der Debatte

    • BOMMARIUS, Christian (2001): Der Ehevertrag.
      Vom Nutzen und Nachteil notariell beurkundeter Ernüchterung,
      in: Berliner Zeitung v. 09.06.

 
   
  • BZ (2001): Viele Senioren wollen gemeinsam wohnen,
    in: Basler Zeitung v. 09.06.

 
   
Die Single-Industrie und die Bedeutung der Single-Kultur in der paar- und familienorientierten Gesellschaft
 
     
   
  • Die Pille in der Debatte

    • SCHAYANI, Isabel (2001): Mädchen, schon mal was von der Pille gehört?
      Ich bekomme ein drittes Kind - und von meinen Kollegen und Kolleginnen jede Menge Ratschläge. Ein Erfahrungsbericht,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 09.06.

Medienalltag in der Mediengesellschaft. Da können nur Klischees herauskommen ... schließlich steht ein Jubiläum an.
 
   
  • Das Ehegattensplitting in der Debatte

    • EXLER, Andrea (2001): Erst Kinder machen aus einem Paar eine Familie.
      Das Ehegattensplitting geht zu Lasten der heranwachsenden Generation - In anderen europäischen Ländern hat man das längst erkannt,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 09.06.

 
   
Manfred SOHN sieht die wahrscheinlichste Lösung des Reproduktionsproblem im Entstehen einer Klonindustrie:

"Mit Hochdruck arbeiten gegenwärtig bekanntlich Labore in allen drei kapitalistischen Zentren am Klonen von Säugetieren und betrachten das ganz unverhohlen als Testfeld für die künstliche Reproduktion von Menschen. In den USA ist eine heftige Diskussion um die damit zusammenhängenden ethischen Fragen entbrannt. Türöffner für die Legitimität dieser Versuche sind die 3,5 Millionen ungewollt kinderlosen Paare in den USA, denen auf diesem Wege geholfen werden könnte, Kinder zu bekommen. Der Schritt, das Klonen von Menschen als Lösung nicht nur der Kinderlosigkeit von Millionen Einzelpaaren, sondern einer kinderlosen Gesellschaft anzubieten, dürfte bald folgen."

Deutschland im Jahr 2030 - Wie es dazu kam, dass die Klonpartei vor ihrem größten Wahlsieg steht
 
     
   

GAULAND, Alexander (2001): Wo sind die deutschen Konservativen?
Parteiübergreifend macht sich haltloser Ökonomismus breit - und die Union gibt klein bei,
in: Welt v. 08.06.

Alexander GAULAND sehnt sich nach einem Bollwerk gegen Zivilgesellschaft und Markt. Dies ist für ihn nicht die Familie, sondern der deutsche Konservatismus (z.B. die royale Tristesse des Geists von 1914), an dem auch die deutsche Familie genesen soll:

"Eine konservative Position darf nicht länger auf die Zersetzung der Vorurteile setzen, sondern muss auch Vorurteile auf ihre gesellschaftliche Nützlichkeit prüfen. Ist es wirklich so schwer verständlich, warum finanzielle Familienpolitik nichts mehr ausrichtet? Eine Gesellschaft, die sich nicht mehr im Burkeschen Sinne als die Gemeinschaft der Lebenden, der Toten und der noch nicht Geborenen begreift, kann kein Interesse am biologischen Fortbestand haben. Warum soll ich die Mühsal der Fortsetzung des Volkes in der Familie auf mich nehmen, wenn ein paar Millionen Einwanderer das Fortbestandsproblem auch lösen? Die Wiedergewinnung der Transzendenz könnte deshalb mehr für den Generationenvertrag bewirken als die großzügigste finanzielle Ausstattung."

 
   
  • LINTZEL, Aram (2001): Im Klub mit der Regierung.
    Generation Berlin und ihre Popkultur in Berlin-Mitte: Berlin-Mitte ist ein Reagenzglas, in dem Pop und Establishment, Mainstream und Underground stets neue Mischungsverhältnisse bilden. Dabei hat es den Anschein, als entstehe hier die nächste Generation jener Bobos
    («Bourgeoise Bohemians»), die der Amerikaner David Brooks beschreibt,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.06.

 
   

Die Abwanderung junger Frauen in den Westen und der Männerüberschuss in der Debatte

 
     
   
  • Die Grünen als Familienpartei in der Debatte

    • WEILAND, Severin (2001): Grüne kennen nur noch Kinder.
      Eine Gruppe von Bundes- und Landespolitikern der Grünen legt ein Papier zur Kinder- und Familienpolitik vor. Flügelübergreifend wird jede Sparte der Politik von Umwelt bis Soziales mit kinderfreundlichem Blick betrachtet. Fazit: Was den Kleinen nutz, ist sowieso grün,
      in: TAZ v. 07.06.

    • WEILAND, Severin (2001): Grüne entdecken die Familie.
      Für einen Augenblick haben die Grünen ihre Flügelkämpfe beiseite gelegt: In einem Papier fordern Bundes- und Landespolitiker eine kindgerechte Politik - mit Familien als "Verantwortungsgemeinschaften" sowie kostenlosen Kitas und Ganztagsschulen,
      in: TAZ v. 07.06.

    • PÖTTER, Bernhard (2001): Harte Politik, kein Kinderspiel.
      Die Grünen sind auf dem Weg zu einer gerechteren Familienpolitik,
      in: TAZ v. 07.06.

 
     
     
     
   
  • BRÜDERLIN, Ruth (2001): Alles bestens?
    30 Jahre Frauenbewegung: Die Tänzerin Anisch und die Feministin Alice Schwarzer über die Rolle der Frau heute,
    in: Facts Nr.23 v. 07.06.

 
   
  • BENDKOWSKI, Halina (2001): "Herstory" - ohne Geschichte.
    Alice Schwarzer warb einst für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung nicht Mitleid heischend, sondern emanzipatorisch. Heute ist sie berührt - aber wofür steht sie noch?
    in: TAZ v. 06.06.

 
     
   
  • STEIN, Rosemarie (2001): Der verheimte Mensch.
    Die Pflege von Hilfsbedürftigen leidet unter Personalmangel,
    in: Tagesspiegel v. 06.06.

 
     
     
     
     
     
   
  • DAHLHELM, Holger (2001): Vom Siechenhaus zum Jungfernstift.
    Von alters her tragende Säulen der Gesellschaft: Stiftungstag in Reutlingen stellt soziale und kulturelle Leistungen vor,
    in: Reutlinger Generalanzeiger v. 02.06.

"Neben der Kranken- und Armenfürsorge war die Unterstützung der Ausbildung Benachteiligter ein Stiftungszweck, der zum Beispiel durch das »Gregor Zieglersche Stipendium und Stiftung für zwei Arme Jungfrauen, welche sich verehelichen« verfolgt wurde. Im Zeitraum zwischen 1527 und 1811 konnten sich würdige Jungfrauen zu einem jährlichen Termin bewerben. Kriterium für die Vergabe von Stiftungsmitteln an jeweils zwei junge Frauen war die Tugendhaftigkeit, die bei Kinderlosigkeit als gegeben angesehen wurde", berichtet Holger DAHLHEIM.
 
   
  • GERMIS, Carsten (2001): Ganz schnell auf der Matte.
    Richter Borchert fordert Entlastungen für Familien in der Rentenversicherung und droht mit Klagen,
    in: Tagesspiegel v. 02.06.

 
   
FOCUS-Titelgeschichte: Böse Männer, gute Frauen?

Dietrich Schwanitz - Männer

  • GERBERT, Frank (2001): Vorbild Gentleman.
    Dietrich Schwanitz über männliche Krisenerscheinungen und die Auswirkung des weiblichen Kommunikationsstils auf die Gesellschaft,
    in: Focus Nr.23 v. 02.06.

 
   
 
     
     
     
       
       
   

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Zu den News vom 16. bis 31. Mai 2001

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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