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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 08. März 2015

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

 Schweden ist kein Vorbild mehr

"Schweden hat seit den frühen 90er Jahren eine Transformation durchlebt, die im westlichen Europa ihresgleichen sucht. Der Kern der Transformation liegt noch nicht einmal in den Kürzungen auf sämtlichen Feldern des Sozialstaats, obwohl diese teilweise erheblich sind. Wesentlicher ist, dass sich die Grundphilosophie neoliberalisiert hat. Risiken wurden - viel massiver als im Post-Agenda-2010-Deutschland - im Sinne der Eigenverantwortung auf das Individuum verlagert, und auch sozialdemokratische Regierungen haben dazu beigetragen. (...).
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei knapp 8 Prozent - für ein Land, das bis in die frühen 90en Jahre an Arbeitslosenraten von unter 3 Prozent gewöhnt war, ist dies eine beunruhigend hohe Zahl. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt sogar über 20 Prozent." (2015, S.23) 

"Die Krise des Landes gibt Anlass das deutsche Schwedenbild kritisch zu hinterfragen. Schweden wird seit Jahrzehnten zu einem Vorbild, gar zu einem Sehnsuchtsort überhöht, während die immer deutlicher auftretenden Probleme und Widersprüche ignoriert werden. Paradoxerweise stammen die Schwedenbewunderer aus politisch völlig unterschiedlichen Lagern. Für die Linke ist Schweden seit der Nachkriegszeit das idealtypische sozialdemokratische Land, und auch die tiefgreifenden Veränderungen der letzten Jahre konnten diesem Bild wenig anhaben. Neoliberale loben das Land für die Reformen der letzten Jahre, die den richtigen Weg aufzeigen würden." (2015, S.24)
(Gunnar Hinck "Schweden: Der Traum ist aus", in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 2, Februar)

 
       
       
   
WELT AM SONNTAG-Thema: Die DNA der Liebe.
Das Erbgut bestimmt das Liebesglück wohl mehr als bislang gedacht. Forscher sprechen bereits vom Single-Gen, vom Scheidungsgen - und vom Gen zur Untreue

JIMÉNEZ, Fanny (2015): Biologie der Beziehung.
Single-Gene, Scheidungsgene und das Gen zur Untreue: Welche Rolle spielt die Genetik für die Fähigkeit zu lieben?,
in:
Welt am Sonntag v. 08.03.

 
       
   

KÖRTE, Peter (2015): Wie ein abgesplitterter Teil des Universums.
Der Regisseur Oskar Roehler hat seinen zweiten Roman geschrieben und ihn auch gleich selbst verfilmt. Im Gespräch erinnert er sich an das West-Berlin der achtziger Jahre, an Punk, Lust am Untergang und Schwimmen im Landwehrkanal,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.03.

 
       
   

BAUM, Antonia (2015): Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren.
Aus dem neuen Roman,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.03.

 
       
   
frauentaz-Thema: Bild der Frau.
8. März: Mutter. Hure. Schöne. Opfer. Frauen spielen Rollen, nicht nur die Rapperin Sookee. Manche hassen ihre. Andere hingegen wissen genau, wie sie zu spielen haben. Wirklich?

WEISHART, Janet (2015): Immer mit der Ruhe!
Wochenbett: Eine Geburt muss Frau erst mal verkraften. Mann auch. Ausruhen, sich auf die neue Situation einstellen und kuscheln mit dem Kind sind jetzt das Wichtigste. Alles andere kann auch mal acht Wochen lang warten - wenn man sich gut vorbereitet hat,
in:
TAZ Berlin v. 07.03.

Zum morgigen Frauentag gibt es in der Berliner Ausgabe ein Spezial rund um Schwangerschaft und Geburt. In der Rezension zu Leif RANDTs postdemokratischen Roman Planet Magnon erfährt man, dass Berlin und der Prenzlauer Berg die Kugel ist, um die sich das Deutschlanduniversum dreht:

"Würde dieses Planetensystem Deutschland repräsentieren, dann wäre Blossom, der urbane Hauptplanet, Berlin und das Kollektiv der Dolfins der Prenzlauer Berg, die Kulturelite unter den Planetenbewohnern."

Man könnte auch sagen: der Frauentag wird immer mehr zum Muttertag. Es wäre also an der Zeit den Frauen- und Muttertag zusammen zu legen. Passend dazu räsoniert Robert MISIK über den Jargon der Modernisierung:

"Eine Zeit lang bedeutete Linkssein, modern zu sein, und umgekehrt: Modern zu sein bedeutete meist, links zu sein".

Modernität ist längst keine Verheißung mehr und Glück ist das Surrogat einer Postdemokratie, die keine bessere Zukunft mehr kennt...

 
       
   

KIEHNE, Egon (2015): Bürgervorschlag zum flexiblen Renteneintritt.
Wie man den Schwund an Facharbeitern abmildern könnte,
in:
Telepolis v. 07.03.

Telepolis adelt nun Gedankengut, das man längst seit Jahren in der FAZ oder sonstigen wirtschafts"liberalen" Blättern in ähnlicher Weise lesen konnte, als "Bürgervorschlag".

Das Prinzip den Renteneintritt an eine "mittlere Lebenserwartung" zu koppeln ist eine technokratische Lösung, die hier als Demografisierung gesellschaftlicher Probleme kritisiert wird.

Warum sollte eine Lebenserwartung, von der man gar nicht wissen kann, ob sie zum Zeitpunkt des Renteneintritts der Betroffenen überhaupt  Realität sein wird, den Renteneintritt bestimmen? Warum sollten lineare Fortschreibungen der Vergangenheit unsere Zukunft bestimmen?

Würde man die Lebenserwartung (welche überhaupt? Von Säuglingen? von Alten?) zur Richtschnur machen, dann müsste das Renteneintrittsalter z.B. jährlich neu bestimmt werden. Schließlich ist die Lebenserwartung keine Naturkonstante bzw. unumstößliche Gesetzmäßigkeit, sondern das Ergebnis einer Vielzahl von Faktoren, deren Prognostizierbarkeit zu wünschen übrig läßt.

Hinzu kommt, dass der Renteneintritt auch noch an den Bedarf des Arbeitsmarktes gekoppelt werden soll. Hier als "Schwund an Facharbeitern" bezeichnet. Was aber, wenn es gar keinen generellen Facharbeitermangel gibt? Müssten dann nicht branchenspezifische Renteneintrittsalter bestimmt werden?

Warum sollte eine privilegierte Gruppe (gesund und leistungsfähig noch im hohen Alter) jene bevormunden, die nicht zu diesem erlauchten Kreis derjenigen gehören, die zufälligerweise gebraucht werden?

Tatsächlich stehen wir gerade am Anfang von postdemokratischen Kämpfen, die sich um die Demografisierung gesellschaftlicher Probleme drehen.

Von Wolfgang STREECK ist im Januar der Aufsatz Von der Gesellschaftssteuerung zur sozialen Kontrolle erschienen. Darin wird der der Weg vom Versuch der technokratischen Gesellschaftssteuerung zur sozialen Kontrolle als Scheitern technokratischer Vorstellungen beschrieben. Tatsächlich haben wir es jedoch auf allen Ebenen mit einer neuen Form von postdemokratischer Technokratie zu tun, die sich auf neuartige Technologien stützt (Demografisierung, Roboterisierung, Digitalisierung, Biotechnologien usw.), die versprechen den Menschen "besser machen zu können". Die neue Technokratie verspricht jedoch nicht mehr die Gesellschaft, sondern das Individuum zu steuern.

Im Bereich der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme könnte dieses neue Technokratieversprechen zuerst seinen Glanz verlieren. Der Demografie als postdemokratischer Leitwissenschaft steht der Niedergang wie ihn die Soziologie in den 1970er Jahren erlebt hat, erst noch bevor...          

 
       
   
SZ-MAGAZIN-Thema: Zerreißprobe - Zwischen Gut und Böse.
Ein Frauenheft

BREDENSTEIN, Lea (2015): Ich dachte kein einziges Mal an Maria.
Unsere Autorin hatte mit dem Partner ihrer besten Freundin eine Affäre. Passiert ist fast nichts - aber bis heute kann ihr niemand verzeihen,
in:
SZ-Magazin Nr.10 v. 06.03.

 
       
   

ZERRES, Klaus (2015): Fehlalarm.
Führen vorgeburtliche Gentests dazu, dass kein behinderten Kinder mehr geboren werden? Sicher nicht,
in:
Die ZEIT Nr.10 v. 05.03.

 
       
   

MAYER, Susanne (2015): liebeskrümel@sibylleberg.
Die Autorin Sibylle Berg wird als Göttin verehrt, gehasst, betwittert. Sie ist eine Virtuosin des literarischen Networking. Eine Visite im Berg-Werk, ein Tee in Zürich,
in:
Die ZEIT Nr.10 v. 05.03.

 
       
   

STALA BADEN-WÜRTTEMBERG (2015): Heiraten? Ja, später!
Rund 48 400 Paare in Baden-Württemberg gaben sich 2013 das "Jawort" - annähernd jede sechste Ehe wurde zwischen Deutschen und Ausländern geschlossen,
in:
Pressemitteilung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg v. 04.03.

 
       
   

DÖRRE, Klaus (2015): Unterklassen.
Plädoyer für die analytische Verwendung eines zwiespältigen Begriffs,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.10 v. 02.03.

 
       
   
HANDELSBLATT-Thema: Der Rentenschock

THELEN, Peter (2015): Der Rentenschock.
Trotz gegenteiliger Versprechen der Politik: Die Rentenkasse wird in Zukunft rote Zahlen schreiben. Nun schlägt der Präsident der Rentenversicherung Alarm. Er fordert die Anhebung des Beitragssatzes bereits Anfang 2018,
in:
Handelsblatt v. 02.03.

THELEN, Peter (2015): Axel Reimann "Der Rentenbeitrag muss im Jahr 2018 wieder steigen".
Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung warnt: Schon 2019 wird die gesetzliche Untergrenze von 0,2 Monatsausgaben nicht mehr eingehalten,
in:
Handelsblatt v. 02.03.

 
       
   

Der ländliche Raum in der Debatte

TRIPPEL, Katja (2015): Über die Dörfer.
Stirbt sie oder stirbt sie nicht, die deutsche Provinz? Die Prognosen sind schlecht, aber das sind sie schon seit Jahrzehnten, und doch fanden GEO-Reporter auf einer Reise über Land kräftige, zukunftsfrohe Dörfer. Und kämpferische. Überall trafen sie auch auf existenzielle Fragen: Sollten wir schwache Regionen um jeden Preis beleben? Oder sie aufgeben und menschenleere Naturparadiese schaffen?
in:
Geo, März

 
       
   
IP-LÄNDERREPORT-Thema: Japan.
Land des Schwächelns

NEIDHART, Christoph (2015): Abwärts mit Abe,
in:
IP Länderreport Japan, März - Juni

SCHAD-SEIFERT, Annette (2015): Womenomics,
in:
IP Länderreport Japan, März - Juni

 
       
   
TIME-Thema: This Baby Could Live To Be 142 Years old.
Dispatches From The Frontiers Of Longevity

PARK, Alice (2015): Age Disrupters.
A Drug From Dirt And Some Siames Mice Have Researchers Inching Toward The Seemingly Impossible: A Cure For Aging,
in:
Time v. 23.02./02.03.

SIFFERLIN, Alexandra (2015): Do Married People Really Live Longer?
in:
Time v. 23.02./02.03.

 
       
   

LINDNER, Roland (2015): App zum Anbandeln.
Die Smartphone-App "Tinder" revolutioniert die Partnersuche: Innerhalb von Sekunden lassen sich mit paarungswilligen Zeitgenossen Verabredungen arrangieren,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 01.03.

 
       
   

BERGHAMMER, Caroline & Roland VERWIEBE (2015): Die Verbreitung des Doppelernährer- und Doppelbetreuermodells in fünf Ländern Europas,
in: WSI-Mitteilungen
Nr.2, S.116-124

 
       
   

Sind wir auf dem Weg zur "Single-Gesellschaft" Oder: Singles als nützliche Idioten in einer paar- und familienorientierten Gesellschaft

ECKHARD, Jan (2015): Abnehmende Bindungsquoten in Deutschland.
Ausmaß und Bedeutung eines historischen Trends,
in:
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 1, März

 
       
   

HEIZMANN, Anne/BRÖCKEL, Miriam/GOLSCHA, Katrin (2015): An einem Strang ziehen.
Beruflicher Aufstieg und Partnerschaft,
in: beziehungsweise, März

Leider gibt der Artikel keinen Hinweis darauf, ob Paare mit getrennten Haushalten in die Untersuchung miteinbezogen wurden. Wäre dies nicht der Fall, was angesichts der LÖSUNG Hausarbeit besser verteilen, sehr wahrscheinlich ist, darf die Aussagekraft der Studie bezweifelt werden. Denn: Welches aufstiegsorientierte "hochqualifizierte, statushomogene Paar" hat nicht entweder eine Haushaltshilfe oder lebt multilokal? Und falls sie nicht multilokal leben, welche Pendelkosten fallen an? 

 
       
   

STEEG, Lena (2015): Ruhe, bitte!
In Beziehungen, heißt es, müsse man absolut ehrlich sein. Das ist das große Missverständnis der modernen Liebe,
in: Neon, März

 
       
   

STEINITZ, David (2015): Das Jahr 1950 endet nie.
Junge trifft Mädchen trifft Geschlechterklischee: Warum wirken viele romantische Komödien von heute so veraltet?
in: Neon, März

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2015): "Es ist mein Schicksal, benutzt zu werden".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, März

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 28. Februar 2015
 

   
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